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Corona: Tier zum Kuscheln sehr begehrt

Das Tierheim Pirna vermittelt derzeit viele Vierbeiner. Das liegt vor allem am Lockdown.

Kuschelfaktor hoch: Das Tierheim Pirna verzeichnet derzeit eine große Nachfrage an schmusigen Vierbeinern.
Kuschelfaktor hoch: Das Tierheim Pirna verzeichnet derzeit eine große Nachfrage an schmusigen Vierbeinern. © Tierheim Leisnig

Alle stöhnen über die auferlegten Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Allerdings kann das Tierheim Pirna in dieser Zeit eine erfreuliche Nachricht mitteilen. "Wir vermittelten derzeit eindeutig mehr Tiere, was wir auf den erneuten Corona-Lockdown zurückführen", sagt Regina Walther. Sie ist Vorsitzende des Tierschutzvereins Pirna und Umgebung und hat konkrete Zahlen.

In den vergangenen zwei Monaten konnten die Tierheimmitarbeiter zehn Hunde, 20 Katzen und fünf Hasen an neue Besitzer vermitteln. "Das ist für diesen Zeitraum ungewöhnlich viel", ordnet Walter ein. Zeitweise konnte die Nachfrage nicht befriedigt werden. "Besonders Wohnungskatzen wurden gewünscht, und nicht alle unserer Katzen haben die Eigenschaft schnurrend vor der Heizung zu liegen, sondern sind Streuner", fügt die Vereinsvorsitzende hinzu.

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Wenig Angst vor Jo-Jo-Effekt

Die erhöhte Nachfrage führt sie in erster Linie auf den Lockdown zurück. "Viele Menschen sind jetzt zu Hause. Sie dürfen sich nicht mehr mit anderen treffen und erleben oftmals eine große Einsamkeit", so Walther. Deshalb sei der Wunsch nach einem Tier zum Streicheln und zum Kuscheln nur allzu nachvollziehbar.

Sie hofft, dass es keinen Jo-Jo-Effekt geben wird. "Die Menschen haben jetzt viel Zeit, sich mit dem neuen Haustier zu beschäftigen, das schafft Bindungen. Ich gehe nicht davon aus, dass ein Großteil der jetzt vermittelten Tiere wieder zurückgegeben wird", sagt sie. Das sei bisher auch nicht der Fall gewesen. Bereits im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 bestätigten die Tierheime in Pirna und Freital, dass vermehrt Hunde und Katzen vermittelt worden seien.

Interessenten werden zunächst telefonisch beraten

Dabei finden die Vermittlungen derzeit unter erschwerten Bedingungen statt, da das Pirnaer Tierheim noch mindestens bis zum 14. Februar für den Publikumsverkehr geschlossen ist. Erstberatungen werden telefonisch durchgeführt. Die Interessenten schauen sich die Vierbeiner deshalb auf der Internetseite des Pirnaer Tierheims an. Nach konkreten Absprachen mit dem Personal dürfen sie sich dann die Tiere vor Ort anschauen, beziehungsweise Kontakt aufnehmen, sodass es oft zu einer Vermittlung kommt. "So ist das Probe-Gassi-Gehen nach vorheriger Absprache möglich", betont Walther, die auch etwas Gutes in diesem neuen Vermittlungssystem erkennen kann. "Unsere Tierheimmitarbeiter haben jetzt mehr für eine Beratung."

Neuer Anstrich geplant

Trotzdem hofft Regina Walther, dass das Tierheim bald wieder öffnen kann. Vor allem wünscht sie sich, dass in diesem Jahr die traditionellen Tierheimfeste stattfinden können. 2020 fielen das Frühlings-, Herbst- und Weihnachtsfest im Tierheim der Coronakrise zum Opfer. Außerdem soll das Tierheim im Frühjahr einen neuen Außenanstrich erhalten und geplant ist, die Katzenaußengehege zu verschönern.

Momenten warten zehn Hunde, 20 Katzen und mehrere Meerschweinchen auf ein neues gutes Zuhause.

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