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Vom einsamen Tod in Corona-Zeiten

Nicole G. aus dem Löbauer Oberland verliert ihren Vater in der Hochzeit der Krise. Die Ärzte lassen sie erst zu ihm, als er tot ist.

Von Markus van Appeldorn
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So wie auf diesem Symbolbild kam sich Nicole G. vor, wenn sie ihren Vater in der Klinik besuchen wollte. Die Ärzte ließen sie nicht zu ihm.
So wie auf diesem Symbolbild kam sich Nicole G. vor, wenn sie ihren Vater in der Klinik besuchen wollte. Die Ärzte ließen sie nicht zu ihm. © dpa

Die Worte von Angela Merkel jetzt vor dem Bundestag waren emotional wie man es selten von der Kanzlerin gehört hat. Alle sehnten sich wieder nach Nähe, Berührungen und Gemeinsamkeit, sagte sie da, und: "Das spüre ich selbst. Da geht es mir nicht anders als anderen." Nicole G. (Name von der Redaktion geändert) empfindet bei diesen Worten der Kanzlerin erneut Wut und Trauer. "Ich habe in der heißen Phase von Corona meinen Papa verloren" sagt sie. Nähe, Berührungen, Gemeinsamkeiten - all das waren Vater und Tochter in seinen letzten Stunden nicht vergönnt. "Man hat mich erst zu ihm gelassen, als er tot war", sagt Nicole G. verbittert.

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