merken
PLUS Döbeln

Corona: Gesundheitsamt testet in Waldheim

Abstriche werden von Bewohnern eines Wohnheimes genommen. An drei Schulen im Landkreis gibt es positive Fälle. Die Zahl der Nachweise steigt um 21 auf 540 an.

In einem Wohnheim in Waldheim werden am Freitag Bewohner auf das Coronavirus getestet.
In einem Wohnheim in Waldheim werden am Freitag Bewohner auf das Coronavirus getestet. © Archiv/André Braun

Mittelsachsen. Gleich in mehreren Gemeinschaftseinrichtungen in Mittelsachsen haben sich Personen mit dem Coronavirus infiziert. Darüber informierte am Freitagmittag Peggy Hähnel, Pressereferentin am Landratsamt Mittelsachsen. Insgesamt ist die Fallzahl am Freitag um 21 neue Fälle auf nunmehr 540 seit Ausbruch der Pandemie im März gestiegen. 

In der Region Döbeln gibt es einen neuen Nachweis mehr. Die Zahl ist auf 111 gestiegen. Betroffene gibt es offenbar in einem Wohnheim in Waldheim. Das Gesundheitsamt hat am Freitag dort Tests unter den Bewohnern durchgeführt, wie Peggy Hähnel sagte. 

Familienkompass 2020
Familienkompass 2020
Familienkompass 2020

Welche Ergebnisse bringt der Familienkompass 2020 für die sächsischen Gemeinden und unsere Region hervor? Auf sächsische.de bekommen Sie alle Infos!

Im Altkreis Freiberg gab es insgesamt sechs neue Fälle (245). In der Bergstadt steht derzeit eine Schulklasse des Gymnasiums unter Beobachtung, nachdem dort eine Person positiv auf das Virus getestet worden ist. 

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Die meisten Neuinfektionen sind aus dem Bereich Mittweida gemeldet worden. Hier sind 14 weitere Personen positiv auf das Virus getestet worden. Damit liegt die Gesamtzahl in der Region bei 184. An der Grundschule in Geringswalde ist eine Klasse unter Quarantäne gesetzt worden, zwei Klassen stehen unter Beobachtung, informiert Peggy Hähnel. "Das heißt, wer Symptome entwickelt, ist verpflichtet, sich unverzüglich bei einem Arzt zu melden", erklärte die Pressereferentin. 

Am Sonnabend werden zudem knapp 50 Erwachsene und Kinder in Verbindung mit einem erkrankten Kind aus der Kita "Zwergenland" in Oberlichtenau getestet. 

"Sobald die Testergebnisse vollständig vorliegen, werden wir darüber informieren", versicherte Hähnel.  

Tests für alle Personen der Kategorie 1

Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes stünden mit allen Einrichtungen in Kontakt und würden mit diesen über das weitere Vorgehen beraten. Die Behörde ermittelt alle Personen, die zu den Betroffenen in engerem Kontakt standen und damit zu den "Kontaktpersonen der Kategorie 1" gehören. Darunter fallen unter anderem diejenigen, die mit einer infizierten Person mindestens 15 Minuten direkten Kontakt, zum Beispiel bei einem persönlichen Gespräch, hatten. 

Alle Personen, die der Kategorie 1 angehören, werden von den Behörden zum Test aufgerufen. Zudem müssen die Ermittelten für zwei Wochen in Quarantäne. Die Bescheide dazu erstellt das Gesundheitsamt. 

"Seit März wurden 2.810 Quarantänebescheide erlassen, 2.335 Personen haben die Quarantäne wieder verlassen", äußerte sich die Pressereferentin. 

Inzidenz-Wert liegt noch bei 19,7

Trotz der Vielzahl an neuen Fällen soll es vorerst keine Beschränkungen im Landkreis geben, äußerte sich Hähnel. Hintergrund ist, dass sich das Landratsamt an dem Inzidenz-Wert orientiert, den das Robert-Koch-Institut angibt. Dort werden die neuen Fälle von Freitag allerdings erst gegen 0 Uhr in das System eingepflegt. Erst dann wird auch der neue Wert an Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner feststehen. 

Mit den Zahlen von Donnerstag (519 Fälle) lag der Wert noch bei 19,7. Ab einem Wert von 20 sind erste Beschränkungen, wie zum Beispiel das Verbot von Sport- und Großveranstaltungen möglich. 

Mehr lokale Nachrichten aus Döbeln und Mittelsachsen lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Döbeln