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Sachsen

Landrat fehlt Personal für Corona-Kontrollen

Trotz Pandemie sollen es in Sachsen Weihnachtsmärkte geben. Der Landrat des Kreises Zwickau fragt sich, wie man dort die Regeln kontrollieren kann.

Weihnachtsmärkte, wie hier in Dippoldiswalde, sollen in Sachsen unter Auflagen stattfinden können. Aber wioe sollen die Regeln kontrolliert werden?
Weihnachtsmärkte, wie hier in Dippoldiswalde, sollen in Sachsen unter Auflagen stattfinden können. Aber wioe sollen die Regeln kontrolliert werden? © Archivbild: Egbert Kamprath

Zwickau. Angesichts der geplanten Corona-Ausnahmen für Weihnachtsmärkte und Bergparaden hat der Landkreis Zwickau Personal vom Land gefordert. "Ich begrüße das Ansinnen, auch während Corona den Menschen ihre lieb gewordenen Weihnachtsmärkte ermöglichen zu wollen", erklärte Landrat Christoph Scheurer (CDU) am Freitag. Jedoch sei fraglich, wie dies ohne personelle Unterstützung des Freistaats gelingen solle.

So müssten die Kommunen durch Stichproben für die Einhaltung der jeweils geltenden Regeln sorgen. "Wir haben dafür aber kaum Personal", warnte Scheurer. "Der Freistaat gibt uns keine Leute. Wie sollen Weihnachtsmärkte dann abgesichert werden?"

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Nach Ansicht des Landrates ist der Entwurf für die neue Verordnung weit entfernt von einer landeseinheitlichen Regelung. Dies wäre aber für Weihnachtsmarktbesucher aus anderen Regionen wünschenswert, betonte er. Zudem sei nur eine Laufzeit bis 17. November vorgesehen. Damit bleibe unklar, wie danach weiter verfahren werde.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte am Dienstag ein Eckpunktepapier zu den künftigen Regeln vorgestellt, die vom 21. Oktober bis 17. November gelten sollen. Geplant ist demnach, dass Gesundheitsämter für Bergparaden und Weihnachtsmärkte Ausnahmen von den Corona-Regeln für Großveranstaltungen zulassen können.

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