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Deutschland & Welt

Corona-Werte in Hamm am höchsten

Als Auslöser der Corona-Welle in der Stadt in Westfalen gilt eine Großhochzeit. Nun musste die Stadt neue Beschränkungen einführen.

Der Maximilianpark der westfälischen Stadt Hamm. Angesichts des explosionsartigen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen, führt die Stadt neue Beschränkungen und für weiterführende Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht ein.
Der Maximilianpark der westfälischen Stadt Hamm. Angesichts des explosionsartigen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen, führt die Stadt neue Beschränkungen und für weiterführende Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht ein. © Guido Kirchner/dpa

Hamm. In der westfälischen Stadt Hamm mit den bundesweit höchsten Corona-Neuinfektionszahlen klettert der Wert weiter. Am Mittwoch wurden 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet, wie ein Stadt-Sprecher sagte. Am Dienstag hatte die 182.000-Einwohner-Stadt bei dieser zentralen sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz noch 87,1 genannt. Laut Robert Koch-Institut lag Hamm am Mittwoch deutschlandweit mit einem gestiegenen Wert von 80,4 an der Spitze. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande.

Seit Mittwoch dürfen sich zum Schutz gegen die Pandemie im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Schüler und Lehrer in weiterführenden Schulen müssen auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gesichert ist. Die am Dienstag beschlossenen Auflagen gelten zunächst für zwei Wochen.

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"Verhalten, als ob es Corona nicht gäbe"

Der Stadtsprecher sagte: "Wir gehen davon aus, dass die Menschen die Maßnahmen mittragen." Weitere Schritte wolle man zunächst nicht ergreifen. Als Auslöser der dortigen Corona-Welle gilt eine Großhochzeit und damit verbundene Feste, die in Hamm, Dortmund und Werl stattgefunden hatten. Dort waren mindestens 309 Teilnehmer aus Hamm gewesen, die alle in Quarantäne müssen und getestet werden. "Wir sind dabei herauszufinden, wer die Verantwortlichen sind und prüfen, wie wir sie zur Rechenschaft ziehen können", erläuterte der Sprecher. Bußgelder oder auch Schadenersatz seien denkbar.

Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) wandte sich bei Instagram in einem vierminütigen Video am Montag "äußerst verärgert" an die Einwohner seiner Stadt. Gegenüber dem "Spiegel" sagte Hunsteger-Petermann: "Weil eine Handvoll Feiernder jeglichen Anstand, Abstand und auch ihre Masken zur Seite gelegt hat, leiden jetzt 180.000 Menschen darunter. Die haben sich verhalten, als ob es Corona nicht gäbe. Das darf nicht sein." (dpa)

So berichten wir über die Corona-Pandemie:

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