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SOE: Wieder mehr Intensiv-Patienten

Die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern ist zu Ostern leicht gesunken. Das gilt aber nicht für die Intensivstationen.

Ein Intensivpfleger arbeitet in Schutzausrüstung auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einem Corona-Patienten.
Ein Intensivpfleger arbeitet in Schutzausrüstung auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einem Corona-Patienten. © Kay Nietfeld/dpa (Symbolbild)

Zum Meldezeitpunkt am Ostermontag waren in den Krankenhäusern in Pirna, Sebnitz, Freital und Dippoldiswalde sämtliche Intensivbetten, die für Covid-Patienten vorgehalten werden, belegt. Das teilte das Landratsamt mit Verweis auf die Daten des Zentrums für Medizinische Informatik mit. Demnach befinden sich 78 positiv auf den Virus Sars-CoV-2 getestete Personen im Landkreis in Krankenhäusern. Davon werden 16 intensiv versorgt und 62 auf Normalstation. "Von den Covid-Betten in den Krankenhäusern im Landkreis sind null Intensivbetten und 41 Normalbetten frei“, heißt es in der Mitteilung.

Im Vergleich zum Gründonnerstag, dem 1. April, ist die Zahl der Patienten auf Normalstationen zwar zurückgegangen. Auf den Intensivstationen ist sie im Landkreis allerdings von 12 auf 16 gestiegen. Das zeugt von einem Krankheitsverlauf, der an Schwere zunimmt. Experten führen das auf Virus-Mutationen zurück.

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Normalstationen sind entscheidend

Wie sich die Situation in den Krankenhäusern entwickelt, ist entscheidend für die Lockerungen der Corona-Maßnahmen. In der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ist ein neuer Grenzwert festgelegt worden. Die Lockerungen, die Landkreise und Städte selbst verfügen können, müssen wieder außer Kraft gesetzt werden, wenn die Zahl der Covid-Patienten auf Normalstationen in Krankenhäusern in Sachsen 1.300 oder mehr beträgt. Mit aktuellem Stand vom 4. April waren es 945. Damit ist die Zahl zuletzt wieder gesunken.

In Sachsen ist jedoch wie auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen leicht angestiegen. Waren es am 1. April noch 301, sind es vier Tage später 337. Das ist ein Anstieg über Ostern von mehr als zehn Prozent.

Eine weitere Person ist gestorben, die zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Insgesamt ist die Zahl der Toten seit 2. März 2020 im Landkreis auf 885 gestiegen.

Inzidenz hoch aber unterm Sachsen-Schnitt

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis am Montag bei 165,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner. Vor Ostern betrug der Wert noch 132,7. Damit liegt der Landkreis aber weiterhin unter dem Wert für Sachsen. Am Montag wurde für den Freistaat eine Inzidenz von 189,7 gemeldet.

Das RKI verweist aber darauf, dass bei der Interpretation der Inzidenzwerte beachtet werden muss, dass rund um die Osterfeiertage meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen. Dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. "Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden", teilt das RKI mit. Zum anderen könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.

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