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Corona: Zweiter Rettungshubschrauber in Bautzen im Einsatz

Christoph 114 übernimmt vor allem normale Rettungseinsätze. So sollen Kapazitäten für die Verlegung von Corona-Patienten frei werden.

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Wegen der Corona-Lage ist seit dieser Woche auf dem Flugplatz Bautzen ein ein zweiter Rettungshubschrauber im Einsatz. Christoph 114 war bereits von Dezember bis März hier stationiert.
Wegen der Corona-Lage ist seit dieser Woche auf dem Flugplatz Bautzen ein ein zweiter Rettungshubschrauber im Einsatz. Christoph 114 war bereits von Dezember bis März hier stationiert. © DRF Luftrettung

Bautzen. Wegen der Corona-Lage ist auf dem Flugplatz Bautzen ab sofort ein zusätzlicher Rettungshubschrauber im Einsatz. Er soll die sächsische Rettungsstaffel unterstützen, die normalerweise aus fünf Hubschraubern besteht. Eingesetzt werde Christoph 114 vor allem für die normale Rettungstätigkeit und das vorwiegend im ostsächsischen Raum, teilt die DRF Luftrettung mit.

Auf diese Weise sollen Kapazitäten frei werden, um sächsische Corona-Intensivpatienten in andere Bundesländer zu verlegen. Diese Aufgabe wird Christoph 62 übernehmen, der zweite in Bautzen stationierte Hubschrauber. Dieser wurde im Januar mit einer Spezialbox zum Transport von Corona-Patienten ausgestattet.

Für die Luftretter in Bautzen ist die Situation nicht neu: Christoph 114 war dort bereits von Dezember bis März zusätzlich stationiert. Er war 167-mal im Einsatz.

Notarzt Dr. Florian Reifferscheid (r.) und Sanitäter Manfred Huber demonstrieren im Januar 2021 am Stützpunkt der DRF Luftrettung in Bautzen die Handhabung der Spezialbox zum Transport von Corona-Patienten.
Notarzt Dr. Florian Reifferscheid (r.) und Sanitäter Manfred Huber demonstrieren im Januar 2021 am Stützpunkt der DRF Luftrettung in Bautzen die Handhabung der Spezialbox zum Transport von Corona-Patienten. © SZ/Uwe Soeder

Christoph 114 ist laut DRF seit Dienstag 8 Uhr einsatzbereit. Piloten und Notfallsanitäter stammen aus der Belegschaft der DRF Luftrettung. Die Notärzte werden größtenteils vom Städtischen Klinikum Friedrichsstadt und der Uniklinik Dresden gestellt.

Die Finanzierung des Hubschraubers haben sächsische Krankenkassen und die gesetzliche Unfallversicherung übernommen, teilt die Krankenkasse IKK classic mit. Die IKK ist federführend in der Vergabekommission für die Luftrettung bei der Landesdirektion Sachsen tätig.

„Es gilt, in der höchst angespannten Pandemiesituation neben den normalen Rettungseinsätzen auch den Transport von schwer erkrankten Corona-Patienten in Krankenhäuser mit freien Intensivbetten sicherzustellen,“ sagte Sven Hutt, Landesgeschäftsführer der IKK classic.

Die Verlegungseinsätze von Christoph 62 werden für den Freistaat Sachsen zentral über die Integrierte Regionalleitstelle Dresden koordiniert. Dabei kommt das bundesweite Kleeblattsystem zur Anwendung. Es sieht vor, dass zunächst innerhalb der fünf Regionen - West, Nord, Ost, Süd, Südwest - verlegt wird.

Wenn in einer dieser Regionen absehbar keine freien Plätze mehr vorhanden sind, wird im Austausch mit dem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die Verlegung auch in andere Gebiete organisiert. Eine Fachgruppe des Robert Koch-Instituts berät dabei.

Die Bereitstellung von Christoph 114 ist bisher unbefristet. (SZ)