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Positiver Corona-Test bei Görlitzer Bischof

Im Bistum Görlitz gibt es sowohl zahlreiche Infektionen als auch Quarantäne-Fälle. Auch Bischof Wolfgang Ipolt ist betroffen.

Bischof Wolfgang Ipolt ist vom Coronavirus betroffen.
Bischof Wolfgang Ipolt ist vom Coronavirus betroffen. © nikolaischmidt.de

In Görlitz gibt es  den ersten Prominenten, der sich mit dem Coronavirus infiziert ist. 

Wie das Bistum Görlitz bestätigt, ist bei Bischof Wolfgang Ipolt das Virus nachgewiesen worden. Insgesamt gibt es vier Coronafälle in der Bischofsverwaltung, betroffen ist auch Ipolts Generalvikar Alfred Hoffmann. Offenbar geht es den Infizierten aber ganz gut, denn das Bistum geht davon aus, dass Ipolt seinen Dienst nach der Quarantäne am Freitag dieser Woche wieder antritt. Bei Hoffmann dauert sie bis einschließlich Freitag.

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Wo sich die beiden katholischen Theologen angesteckt haben, ist nicht klar. Zunächst hieß es, eine Pastoralkonferenz von Pfarrern des Bistums in Jauernick komme in Betracht. Aber nach Feststellungen des Gesundheitsamtes liegt diese Konferenz nicht im möglichen Infektionszeitraum. Das Bistum erklärt, dass bei den Veranstaltungen in der katholischen Kirche die Hygienekonzepte auf Grundlage der sächsischen Verfügungen eingehalten wurden.

Es soll aber weitere Coronafälle unter katholischen Seelsorgern im Bistum Görlitz geben, berichtet wird von einem Pater im Görlitzer Kloster in Weinhübel. Sicherheitshalber sind zahlreiche Pfarrer im Bistum Görlitz  in Quarantäne, darunter auch der erst neu berufene für die Görlitzer Stadtgemeinde St. Wenzel, Roland Elsner, sowie Mitarbeiter des Görlitzer Ordinariats, zum Beispiel auch der Pressesprecher.

Diese Entwicklung hat auch Auswirkungen auf das Leben in den katholischen Gemeinden. So finden nur wenige Messen statt, die durch Pfarrer geleitet werden. Dafür viele Wortgottesdienste, die auch beauftragte Laien durchführen können. Vereinzelt sollen auch bereits Beerdigungen verschoben worden sein.

Die Bistumsleitung sieht in dem Anstieg der Infektionszahlen einen "Anlass zur Sorge um die Bevölkerung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt". Zunächst war für viele Gläubige die Pandemie nicht wirklich greifbar, da es sich um Einzelfälle handelte. Doch mit der zweiten Welle in diesem Herbst hat sich dieses Bild grundlegend geändert.

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