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Mittelsachsen: Fast 150 Patienten in Kliniken

Allein am Montag kamen 23 Betroffene ins Krankenhaus. In Döbeln gibt es neue Fälle in einer Kita sowie am Gymnasium.

Am Montag sind 23 weitere Patienten mit Covid-19 ins Krankenhaus gekommen.
Am Montag sind 23 weitere Patienten mit Covid-19 ins Krankenhaus gekommen. © Symbolbild: Frank Molter/dpa

Mittelsachsen. Die Lage in den Kliniken des Landkreises spitzt sich weiter zu. Am Montag sind 23 weitere Betroffene, die an einer Covid-19-Infektion leiden, ins Krankenhaus gekommen. Die Zahl der stationär behandelten Patienten ist auf 149 gestiegen, nach wie vor müssen elf Personen beatmet werden. Darüber informiert der Landkreis in seiner aktualisierten Statistik.

Am Montag wurden 13 Patienten in der Leisniger Helios-Klinik behandelt, vier davon auf der Intensivstation. Am vergangenen Donnerstag befanden sich 16 Betroffene in der Einrichtung. Weniger als zehn Patienten der Klinik haben seit April bis Montag in Zusammenhang mit Covid-19 ihr Leben verloren.

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„Das Durchschnittsalter lag bei über 80 Jahren“, äußerte sich Geschäftsführerin Franziska Bell am Montag. Derzeit verfüge die Klinik noch über Kapazitäten zur Aufnahme von Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Lage werde aufgrund der dynamischen Entwicklung im Landkreis täglich neu bewertet.

„Sollten wir in Leisnig an unsere räumlichen oder personellen Kapazitätsgrenzen zur Behandlung von an Corona-erkrankten Patienten gelangen und temporär keine neuen Covid-19-erkrankten Patienten mehr aufnehmen können, dann ist es uns möglich, Patienten innerhalb unseres regionalen und überregionalen Netzwerkes verlegen zu können“, sagte Bell.

Väter dürfen noch mit zur Geburt ins Krankenhaus

Derzeit sei auch die Behandlung und Neuaufnahme von Patienten, die nicht an Corona leiden, möglich, auch im Bereich der ITS. Eingriffe müssten nicht verschoben werden, die Notaufnahme sei einsatzfähig.

Auch ist es werdenden Väter beziehungsweise einer Begleitperson nach wie vor möglich, im Kreißsaal bei der Geburt dabei zu sein. „Sie müssen anschließend jedoch die Klinik verlassen. Auch hier beobachten wir die aktuelle Entwicklung und müssen gegebenenfalls situativ entscheiden“, sagte Bell.

Personelle Ausfälle könnten derzeit noch ausgeglichen werden. „Unsere Kolleginnen und Kollegen meistern die herausfordernde Situation mit einem enormen persönlichen Engagement.“

Über 100 neue Corona-Nachweise am Montag

Die Zahl der neuen Nachweise lag Montag bei 102. Damit haben sich bisher insgesamt 5.368 Mittelsachsen mit dem Virus infiziert.

Am höchsten war der Anstieg im Raum Mittweida (46/1.887). Im Bereich Freiberg gab es 43 neue Nachweise (2.802), im Altkreis Döbeln 16 (679). Der Inzidenzwert nach Robert-Koch-Institut betrug 393,33. Fast 11.000 Quarantänebescheide wurden bisher vom Landratsamt erstellt.

Auf der Homepage des Döbelner Gymnasiums informierte Schulleiter Michael Höhme über einen positiven Corona-Test bei einem Schüler einer siebten Klasse. Bis 10. Dezember sind die Mitschüler aus diesem Grund vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt worden.

Auch einige Lehrkräfte, die am 25. sowie 26. November in der Klasse Unterricht hatten, befinden sich aufgrund dessen zurzeit in Quarantäne. „Dies wird Auswirkungen auf den regulären Stundenplan der meisten anderen Klassen haben. Ich bitte hierfür um Verständnis“, äußerte sich Höhme.

Einschulungsuntersuchungen abgesagt

Am Freitag wurde bekannt, dass ein Kind des evangelischen Kindergartens „St. Florian“ in Döbeln positiv getestet worden ist. Eine Gruppe der Einrichtung sowie einige Erzieher wurden daraufhin vom Gesundheitsamt ebenfalls in Quarantäne geschickt.

Um die Betreuung der weiteren Kinder mit dem noch vorhandenen Personal abdecken zu können, hat die Kita-Leiterin Ute Behrisch die Eltern darum gebeten, die Kinder nur in die Einrichtung zu bringen, wenn sie aufgrund der Berufstätigkeit der Eltern betreut werden müssen. „Wir hoffen, damit eine zuverlässige Betreuung für die anderen Gruppen absichern zu können“, so Behrisch.

Generell eingestellt worden sind vom Landratsamt die Einschulungsuntersuchungen. Das bestätigte Pressereferentin Peggy Hähnel. „Wir konzentrieren uns im Gesundheitsamt vorrangig auf Corona.“ Mögliche Nachholetermine konnte sie nicht benennen. Auch Hygieneschulungen, die notwendig sind, um einen Hygieneausweis zu erhalten, werden derzeit am Gesundheitsamt nicht durchgeführt.

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