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Corona: Zittau entwickelt sich zum Hotspot

Allein 11 der 26 Neuinfektionen von Freitag kommen aus der Stadt. Auch bei der Gesamtzahl rückt sie an Platz 2. Zudem gibt's einen weiteren Todesfall.

Symbolbild
Symbolbild © Robert Michael/dpa (Symbolbild)

Zittau entwickelt sich langsam zum Hotspot im Landkreis Görlitz. Von den 26 neuen Corona-Fällen am Freitag kommen allein 11 aus der Stadt. Damit steigt die Gesamtzahl seit Ausbruch der Pandemie im März auf 71, wovon erst 16 als genesen gelten, eine Person liegt im Krankenhaus. Damit hat Zittau derzeit die meisten aktiven Fälle und liegt nun nach Görlitz (mit 72) auf Platz 2 bei der Gesamtzahl. Unter den Infizierten befinden sich auch die Gäste einer Vinyl-Party am 2. Oktober. Einer war wohl zum damaligen Zeitpunkt schon infiziert und steckte andere Teilnehmer an. Seither hat die Kneipe geschlossen. Ebenfalls darunter fallen Schüler vom Christian-Weise-Gymnasium, weshalb drei zwölfte Klassen komplett unter Quarantäne stehen.

Bei den am Freitag 26 positiv Getesteten handelt es sich um 23 Erwachsene und drei Kinder, die aus Görlitz (4), Großschönau, Leutersdorf (je 2), Hainewalde, Herrnhut, Jonsdorf, Leutersdorf, Olbersdorf, Ostritz, Seifhennersdorf, Weißwasser (je 1) und eben Zittau kommen. Das Gesundheitsamt ermittelt weitere Kontaktpersonen. Derzeit gibt es im Landkreis 166 Infizierte, acht davon sind im Krankenhaus, darunter zwei auf der Intensivstation. Die Zahl der durch das Gesundheitsamt aktuell angeordneten Quarantänen beträgt 392.

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Zudem hat es einen weiteren Todesfall gegeben, deren Zahl nun auf 26 steigt - davon stammen drei Betroffene aus Löbau, Ebersbach-Neugersdorf und . Bislang haben sich seit März insgesamt 560 Menschen im Landkreis mit dem Coronavirus infiziert. Davon gelten bereits 369 Personen als geheilt. 

Noch unter dem Grenzwert

Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 42,34 und damit weiter über der Grenze von 35 Fällen je 100.000 Einwohner. Ab dieser Marke sind laut Sächsischer Corona-Ordnung Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Seit Donnerstag gilt im Landkreis deshalb auch eine neue Allgemeinverfügung: Betreiber von Sportstätten, gastronomischen Einrichtungen, Hotels, Beherbergungsstätten und Betrieben sowie Veranstalter oder Veranlasser von Ansammlungen im öffentlichen Raum werden aufgefordert künftig von Besuchern der Einrichtung folgende Daten zu erheben: Name, Vorname, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Zeitraum des Besuches.

Die Datenerhebung dient dem Zweck im Infektionsfall unverzüglich die Personen zu ermitteln, die als Kontaktpersonen mit hohem Infektionsrisiko in Betracht kommen. Ein hohes Infektionsrisiko in diesem Sinne besteht insbesondere bei Kontakt über mehrere Minuten. Deshalb müssen Daten bei kurzzeitigem Aufenthalt (z.B. Laufkundschaft) nicht erfasst werden. Dagegen müssen Daten, wenn ein längeres Verweilen anzunehmen ist (z.B. Tische mit Sitzgelegenheit, auch Stehtische) zwingend erfasst werden. Weiterhin sind Groß- und Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern untersagt. Entsprechende Veranstaltungen müssen auch bei bestätigtem Hygienekonzept entweder abgesagt oder die Zahl der Besucher auf unter 1.000 gesenkt werden.

Der Landkreis steht damit weiterhin kurz vor der Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner. Passiert das in den nächsten Tagen, gilt der Kreis als Risikogebiet, dann wäre mit weiteren Einschränkungen zu rechnen. (SZ)

Das Bürgertelefon ist auch am Wochenende von 8 bis 16 Uhr unter 03581 663-5656 oder per E-Mail an [email protected] zu erreichen.

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