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Helios-Klinik Leisnig hat noch Kapazitäten

Der Kreis informiert über einen weiteren Corona-Todesfall. Die Zahl der Patienten in den Kliniken sinkt nur leicht. Das Roßweiner Pflegeheim öffnet wieder.

Am Donnerstag wurden zehn Corona-Patienten in der Leisniger Helios-Klinik versorgt. Zwei Betroffene mussten intensivmedizinisch behandelt werden.
Am Donnerstag wurden zehn Corona-Patienten in der Leisniger Helios-Klinik versorgt. Zwei Betroffene mussten intensivmedizinisch behandelt werden. © Lars Halbauer

Region Döbeln. Die Zahl der Corona-Patienten, die in Mittelsachsen im Krankenhaus versorgt werden, ist leicht gesunken (-4). Aktuell befinden sich 103 Betroffene in stationärer Behandlung, neun davon werden beatmet. Wie am Donnerstag bekanntwurde, gibt es einen weiteren Todesfall in Verbindung mit dem Virus. Betroffen ist ein 77-Jähriger mit Vorerkrankungen. Damit ist die Zahl der Todesfälle auf 14 gestiegen.

Noch Kapazitäten in der Helios-Klinik

Die Helios-Klinik in Leisnig könne die Pandemie derzeit noch gut händeln. Laut Sprecherin Juliane Dylus wurden am Donnerstag zehn Patienten mit Covid-19 in dem Haus behandelt. Acht von ihnen befanden sich auf einem Isolierbereich der Normalstation, zwei auf der Intensivstation. „Derzeit verfügen wir über ausreichend Kapazitäten zur Betreuung von Covid-19-Patienten“, so die Sprecherin.

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Auch personell gibt es offenbar keinen Anlass zur Sorge. „Ausfälle aufgrund von Krankheit oder auch aufgrund von Quarantäne können wir aktuell gut abdecken“, äußerte sich die Sprecherin. Zudem verfüge die Klinik über ausreichend Schutzausrüstung, um die Versorgung zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen.

Nach wie vor fänden zeitlich aufschiebbare Operationen geplant statt. „Alle Patienten werden im Vorfeld einem Corona-Test unterzogen. Auch die Notaufnahme steht wie gewohnt 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche für Patienten offen“, ergänzte die Kliniksprecherin. Ähnlich sieht es auch am Klinikum in Döbeln aus, so der Verwaltungsleiter Anfang der Woche.

Krankenhaus Mittweida legt Bereiche zusammen

Am Krankenhaus in Mittweida wurden am Donnerstag 18 Corona-Patienten behandelt, wie Sprecherin Ines Schreiber informierte. Auf der Normalstation behandeln die Mediziner dort 15 Betroffene, drei auf der Intensivstation, einer davon mit Beatmung. Für die von Covid-19 Betroffenen werde nach wie vor der Isolations- und Verdachtsbereich vorgehalten, informierte Schreiber.

Wie auch das Klinikum Döbeln hat das Krankenhaus in Mittweida ein Test-Konzept erarbeitet. Je nachdem, wie die Mitarbeiter mit den Patienten in Kontakt gekommen sind, werde das Personal entweder wöchentlich oder monatlich getestet, auch ohne Symptomatik. „Die Screenings erfolgen mittels Antigen-Schnelltest“, erklärte die Sprecherin. Test gibt es auch für die Patienten.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Zumindest teilweise würden derzeit planbare Operationen verschoben, sagte Ines Schreiber. Die Notfallversorgung sei jedoch zu jeder Zeit vollumfänglich gewährleistet. „Das bedeutet auch, dass alle Operationen, die im Rahmen der Notfallversorgung notwendig sind, durchgeführt werden, so zum Beispiel in der Unfallchirurgie."

Schreiber betont jedoch auch, dass die Entwicklung sehr dynamisch sei und die Situation daher jeden Tag neu bewertet werde. Teilweise gebe es auch Zusammenlegungen von Bereichen beziehungsweise Stationen, um die Versorgung der Patienten bestmöglich sicherzustellen.

Roßweiner Seniorenheim öffnet wieder

Nach mehreren Corona-Fällen bei den Bewohnern sowie dem Personal hatte das Roßweiner Seniorenheim "Berta Börner" vorsorglich seine Türen für die Öffentlichkeit geschlossen. Wie Diakonie-Geschäftsführer Thomas Richter am Donnerstag informierte, soll das Haus am 30. November wieder für Besucher öffnen. Die Bewohner werden am Freitag in einem Brief über die neuen Besuchsregeln informiert.

Diese sehen unter anderem vor, dass sich die Besucher der Einrichtung einem Corona-Schnelltest unterziehen. Nur, wenn dieser negativ ausfällt, dürfen die Bewohner der Einrichtung an vier Tagen in der Woche (Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag) zwischen 15 und 17 Uhr besucht werden. Bis zur Vorlage des Testergebnisses kann es bis zu 17 Minuten dauern, sagte Thomas Richter.

Besucher werden im Vorfeld um Anmeldung gebeten. Möglich sei lediglich ein Besuch pro Bewohner pro Woche. Es sollte auch immer nur eine Person zu Besuch kommen. Trotz des Tests sollen die Besucher sowohl in als auch außerhalb der Einrichtung einen Mund-Nase-Schutz tragen und auf Abstand zu anderen achten.

139 neue Nachweise in Mittelsachsen

Am Donnerstag meldete der Kreis 139 neue Nachweise des Virus (3.701). In Döbeln gab es einen Anstieg um 18 Nachweise (515). Im Bereich Freiberg wurden 85 neue positive Testergebnisse vorgelegt (1.962), im Bereich Mittweida 36 (1.224). 2.682 (-67) Personen sind in Quarantäne.

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