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Ab Sonnabend gilt Maskenpflicht in Polen

Noch gilt das Land nicht als Risikogebiet für Deutsche. Aber es gilt viel zu beachten. Welche Regeln jetzt in Polen gelten.

Symbolfoto
Symbolfoto © Arne Dedert/dpa

Wer ab diesem Sonnabend zum Einkaufen oder Tanken nach Zgorzelec, Bogatynia oder Leknica oder zum Wandern ins Riesengebirge fährt, muss sich auf veränderte Corona-Regeln einstellen. Grund ist die Verschärfung von Auflagen durch die polnische Regierung.

Polen führt ab Sonnabend eine generelle Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ein. Dies kündigte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Warschau an. Dann werde das gesamte Land als sogenannte gelbe Stufe eingestuft. Eine Grenzschließung zu seinen Nachbarn ist aber nicht Teil des Maßnahmenkatalogs.

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Corona-Neuinfektionen so hoch wie nicht mal im April

Mit der Ausweitung gelten weitere Restriktionen - etwa die Begrenzung von Feiern auf maximal 75 Teilnehmer. "Nur so können wir einen Lockdown verhindern", sagte Morawiecki. Zuvor hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen einen Rekordwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums verzeichneten die Behörden 4.280 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Im gleichen Zeitraum starben 76 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus - so viele wie nie zuvor.

In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 111.599 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 2.867 starben in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Das Land wird vom Robert Koch-Institut in Berlin bislang nicht als Risikogebiet eingestuft. Die meisten Corona-Fälle treten derzeit in und um Warschau auf, aber auch in Pommern und im Seebad Sopot. In Niederschlesien, das direkt an Sachsen grenzt, sind die Zahlen noch moderat, dort sind außer zwei Landkreisen nordöstlich von Wroclaw (Breslau) keine weiteren Kreise als rote Zonen eingeordnet worden. In den roten Zonen gibt es nochmals härtere Auflagen, um die Infektionen in den Griff zu bekommen.

Maskenpflicht unabhängig von Mindestabstand


So schlängelte sich die endlose Reihe von Wanderern am vergangenen Sonnabend auf dem Zickzackweg zwischen Schlesierhaus (rechts unten) und dem Gipfel der Schneekoppe.
So schlängelte sich die endlose Reihe von Wanderern am vergangenen Sonnabend auf dem Zickzackweg zwischen Schlesierhaus (rechts unten) und dem Gipfel der Schneekoppe. ©  privat

Am vergangenen Wochenende herrschte auf der Schneekoppe, dem höchsten Berg im Riesengebirge, ein Gedränge wie bei einer Völkerwanderung. Gerade in den Bauden in Gipfelnähe wurden kaum Masken getragen oder Abstände eingehalten. Auch hielten sich viele Menschen auf engem Raum auf.


Schwerpunktkrankenhäuser in Polen

Zugleich hat Polen 16 Schwerpunkt-Krankenhäuser eingerichtet, in denen die Covid-19-Patienten behandelt werden, die einer stationären Pflege bedürfen. Für die Woiwodschaft Niederschlesien handelt es sich dabei um ein Krankenhaus in Wroclaw, für die Woiwodschaft Lebus ist es in Zary.  (mit dpa)

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