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Deutschland & Welt

Corona: Gutschein-Portal für Geimpfte in Sachsen startet

53 Prozent in Deutschland voll geimpft, Inzidenz sinkt in Sachsen, Ärztekammer: Beschränkungen für Ungeimpfte zu deren Schutz - unser Newsblog.

Mit Gutscheinen will das DRK Sachsen Schwung in die Impfkampagne im Freistaat bringen.
Mit Gutscheinen will das DRK Sachsen Schwung in die Impfkampagne im Freistaat bringen. © Michael Kappeler/dpa (Symbolbild)

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt - das Wichtigste in Kürze:

16.30 Uhr: EU sichert Kauf von bis zu 200 Million Dosen Novavax-Impfstoff

Die EU sichert sich den Zugriff auf bis zu 200 Millionen Dosen eines möglichen neuen Corona-Impfstoffs aus den USA. Wie die für den Einkauf zuständige EU-Kommission mitteilte, wurde am Mittwoch der Abschluss eines entsprechenden Vertrags mit dem US-Hersteller Novavax genehmigt. Der Impfstoff-Kandidat muss allerdings noch von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für sicher befunden werden.

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"Da sich neue Coronavirus-Varianten in Europa und weltweit ausbreiten, ist dieser neue Vertrag mit einem Unternehmen, das seinen Impfstoff bereits erfolgreich an diesen Varianten testet, eine weitere Absicherung zum Schutz unserer Bevölkerung", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

15.55 Uhr: Clubbetreiber fordern Ende der Corona-Beschränkungen

Angesichts des Impffortschritts fordern die deutschen Musikclub-Betreiber ein Ende der Corona-Einschränkungen für den Indoorbereich ab Oktober. Da sich mittlerweile jeder impfen lassen könne, entfalle die rechtliche Grundlage, "weiterhin Grundrechte und die freie Berufsausübung einzuschränken", teilte der Verband der Musikspielstätten in Deutschland (LiveKomm) am Mittwoch in Hamburg mit. Der steigende Impffortschritt und das geringere gesamtgesellschaftliche Risiko müssten sich in Öffnungsschritten und angepassten Maßnahmen abbilden.

LiveKomm forderte die sofortige Aufhebung der Masken- und Abstandspflicht für Live- und Clubveranstaltungen. Bis zur Aufhebung aller Einschränkungen am 1. Oktober sollte den Clubs eine Auslastung von 100 Prozent erlaubt sein, wenn sich nur Genesene oder Geimpfte in den Innenräumen aufhalten. Wenn auch negativ getestete Gäste hinzukommen, solle die Auslastungsgrenze auf 50 Prozent fallen. "Da die gängigen COVID-19-Schnelltests zu unsicher sind, wird für den Einlass in die Musikspielstätten ein negatives PCR-Testergebnis für diejenigen vorausgesetzt, die weder geimpft noch genesen sind", hieß es. In jedem Fall solle eine digitale Kontakterfassung erfolgen.

15.20 Uhr: 63 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerium hat am Mittwoch 63 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet, vor einer Woche waren es 74 gewesen. Im gleichen Zeitraum gab es einen neuen Todesfall, insgesamt sind in Sachsen 10.133 Menschen mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle in Sachsen erhöht sich auf 286.848. Dabei sinkt die Inzidenz leicht auf 5,9. Die höchste Inzidenz im Bundesland hat die Stadt Leipzig mit 9,8 - gestern lag sie noch bei 12,1 - gefolgt von der Stadt Dresden (9,7). Am wenigsten betroffen sind der der Landkreis Görlitz (2,0) und der Vogtlandkreis (2,2) .

14.59 Uhr: Pilotprojekt zu Lolli-Tests an Schulen startet nach Ferienende

Nach dem Ende der Sommerferien soll das Berliner Pilotprojekt zum Einsatz sogenannter Lolli-Tests in der Corona-Pandemie auf Schulen ausgeweitet werden. Mittwoch.

Lolli-PCR-Tests gelten als verlässlicher und als einfacher zu handhaben im Vergleich zu den Corona-Schnelltests, die bisher in Schulen benutzt werden und bei denen in der Regel mit einem Stäbchen Proben aus Nase oder Rachenraum genommen werden. Das könnte es gerade für Kinder leichter machen. Schon seit Juli läuft das auf sechs Wochen angelegte Berliner Pilotprojekt in 30 Kitas; nun sollen 24 Schulen dazu kommen, zwei in jedem Berliner Bezirk.

Bei den Lolli-Tests lutschen Kinder und Erwachsene in einer Schulklasse oder Kindergartengruppe etwa 30 Sekunden lang an jeweils einem Tupfer wie bei einem Lolli. Sämtliche Tupfer kommen anschließend als sogenannter Pool in ein Proberöhrchen, das dann im Labor mit der zuverlässigen PCR-Methode auf Bestandteile des Coronavirus untersucht wird. Ist der Pool positiv, müssen die Beteiligten einen weiteren Lolli-Test machen, bei dem die Proben einzeln analysiert werden, um herauszufinden, wer infiziert ist.

© dpa

14.30 Uhr: Bund will Corona-Kurs für Herbst mit den Ländern festlegen

Die Bundesregierung will bei den Beratungen mit den Ländern in der kommenden Woche mögliche Maßnahmen gegen eine neue größere Corona-Welle im Herbst und Winter festlegen. Die steigenden Infektionszahlen seien "eine Warnung", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch im Berlin. Der Umgang damit solle in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Dienstag abschließend behandelt werden. Ein Bericht des Gesundheitsministeriums mit Vorschlägen sei "eine Diskussionsgrundlage" für die Beratungen der Bund-Länder-Runde.

In dem Bericht heißt es, im Herbst und Winter brauche es weiterhin Maßnahmen, um das Gesundheitswesen vor Überlastung und Gruppen, die noch nicht geimpft werden können, zu schützen. Schutzmaßnahmen könnten wegen der fortgeschrittenen Impfkampagne moderater ausfallen als im vergangenen Herbst und Winter. Genannt wird unter anderem die Notwendigkeit einer weiteren Maskenpflicht "bis ins Frühjahr 2022" im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sowie im Einzelhandel - "für alle, auch für Geimpfte und Genesene".

Unabhängig von der Inzidenz sollte ab Anfang/Mitte September die Teilnahme an bestimmten Veranstaltungen "generell nur unter Einhaltung der 3G-Regel (3G: geimpft, genesen oder getestet) möglich sein", heißt es in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Bericht, der an den Bundestag und die Länder gesandt wurde. Genannt werden etwa Innengastronomie, körpernahe Dienstleistungen, Veranstaltungen drinnen sowie Großveranstaltungen drinnen und draußen.

Insbesondere für Ungeimpfte könnten abhängig von der Impfquote, der Inzidenz und der Rate schwerer Klinikfälle ab bestimmten Grenzwerten erneut weitergehende Einschränkungen notwendig werden. Dazu zählten insbesondere Kontaktbeschränkungen sowie die Begrenzung der Teilnahme oder der Ausschluss von der Teilnahme nicht geimpfter Personen an Veranstaltungen und in der Gastronomie ("2G statt 3G").

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13.58 Uhr: Immunologe: Daten zu Lambda-Variante noch nicht beunruhigend

Auch nach einer Veröffentlichung aus Japan sieht ein deutscher Immunologe in der sogenannten Lambda-Variante des Coronavirus noch keinen Grund zur Besorgnis. Er glaube, die Daten aus Japan würden derzeit überinterpretiert, teilte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, mit. Die Daten zeigten, dass Lambda in Labor-Versuchen (in vitro) etwas ansteckender sei als das ursprüngliche Virus, aber nicht ansteckender als die Delta-Variante. Lambda könnte demnach auch dem Immunschutz "etwas entkommen, aber nicht so stark wie Delta". Insofern beunruhige ihn diese Variante anhand der aktuell vorliegenden Daten noch nicht, erklärte Watzl.

Lambda zählt bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu den unter Beobachtung stehenden Varianten, die Variante ist bislang nicht als besorgniserregend eingestuft. In Deutschland ist sie nach Daten des Robert Koch-Instituts zwar schon mehrfach gefunden worden, zuletzt aber nur in Einzelfällen. Nachweise kommen vor allem aus Lateinamerika.

13.26 Uhr: Patientenschützer fordert Impfangebote für Pflegekräfte

Patientenschützer fordern, bei den ab September geplanten Auffrischungsimpfungen in Alten- und Pflegeheimen auch den Pflegekräften ein umfassendes Impfangebot zu machen. "Wenn Pflegeheimbewohner und Hochbetagte optimal geschützt werden sollen, dann müssen ab September auch alle 1,3 Millionen Altenpflegekräfte endlich ein gezieltes Impfangebot bekommen", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der "Rheinischen Post" (Mittwoch).

"Direkt in den Diensträumen wäre die Chance groß, dort auch die letzten Skeptiker zu überzeugen", sagte Brysch. "Keine Extra-Bratwurst und keine Kino-Freikarte wird die noch zögernden Altenpflegekräfte zu einer Impfung bewegen. Nur das niederschwellige, leicht erreichbare Impfangebot wird zum Erfolg führen", betonte Brysch.

Der Deutsche Hausärzteverband forderte, bei den Drittimpfungen rasch die Hausarztpraxen einzubinden. Diese würden den Großteil dieser Impfungen übernehmen, sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der "Rheinischen Post".

Grundsätzlich sieht er den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz vom Montag, ab September Risikogruppen wie Älteren und Pflegebedürftigen Auffrischungsimpfungen anzubieten, mit Vorbehalten. "Da die Studien zu den Auffrischungsimpfungen noch laufen, kann ich hier nur zu Geduld mahnen", sagte Weigeldt. "Die Politik neigt aber derzeit dazu, an der wissenschaftlichen Kompetenz der Ständigen Impfkommission (Stiko) vorbeizupreschen", rügte der Verbandsvorsitzende.

13.15 Uhr: DRK richtet Gutschein-Portal für Geimpfte in Sachsen ein

Mit Gutscheinen und Rabatten will das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Sachsen Schwung in die stagnierende Impfkampagne bringen. Über ein Webportal können sich ab sofort alle geimpften Sachsen registrieren lassen, teilte der DRK-Landesverband am Mittwoch mit. Dort könnten sie als "Dankeschön für ihren Beitrag zur Pandemiebekämpfung" aus Angeboten und Gutscheinen von mehr als 500 Partnerunternehmen auswählen. Dazu gehören Gutscheine aus den Bereichen Reise, Mode, Elektronik oder Gesundheit.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) begrüßte die Aktion zum jetzigen Zeitpunkt. "Denn wichtig ist, dass sich möglichst jetzt viele Menschen impfen lassen, damit wir die Wucht der vierten Welle im Herbst möglichst klein halten."

Zudem plant das DRK das Angebot außerhalb der Impfzentren auszuweiten. Ein Termin sei weder im Impfzentrum noch für eine der Aktionen notwendig, hieß es.

In Sachsen sind laut Übersicht des Robert Koch-Institutes (RKI) 47,9 Prozent der Menschen vollständig geimpft. Mit der Quote liegt der Freistaat nach wie vor im bundesweiten Vergleich auf dem letzten Platz.

12.58 Uhr: Ärztekammer: Beschränkungen für Ungeimpfte zu deren Schutz

Die Vize-Präsidentin der Bundesärztekammer, Ellen Lundershausen, hält einen Ausschluss von nicht gegen Covid-19 geimpften Erwachsenen etwa von Kino- oder Restaurantbesuchen für gerechtfertigt - in deren eigenem Interesse. Ein solcher Schritt sei "nur konsequent, da sie davor geschützt werden, sich mit einer für sie lebensbedrohlichen Krankheit anzustecken oder selbst andere anzustecken", erklärte Lundershausen, die auch Präsidentin der Landesärztekammer in Thüringen ist, gemeinsam mit dem Leiter des Ethikzentrums an der Universität Jena, Nikolaus Knoepffler. Beide sehen angesichts der Folgeschäden der Pandemie in Gestalt etwa von Restaurant-, Laden- und Schulschließungen zudem eine "moralische Pflicht für Erwachsene, sich impfen zu lassen". Ausnahmen hiervon bildeten Menschen, bei denen medizinische Gründe gegen eine Impfung sprächen.

Berlin: In der Nähe des Impfzentrums Arena im Bezirk Treptow ist ein Graffito gegen die Corona-Impfungen gesprüht worden.
Berlin: In der Nähe des Impfzentrums Arena im Bezirk Treptow ist ein Graffito gegen die Corona-Impfungen gesprüht worden. © Christophe Gateau/dpa (Archiv)

12.41 Uhr: Mehr Fluggäste bei Ryanair - aber deutlich weniger als vor Corona

Im Juli sind wieder deutlich mehr Menschen in die Maschinen des Billigfliegers Ryanair gestiegen - aber noch immer deutlich weniger als vor der Pandemie. Im vergangenen Monat flogen 9,3 Millionen Menschen mit der Airline, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahresmonat (4,4 Millionen), aber deutlich weniger als im Juli 2019. Damals flogen in dem Sommermonat 14,8 Millionen Menschen mit Ryanair. Aktuell sind die Infektionszahlen in vielen Urlaubsländern durch die Ausbreitung der Delta-Variante zwar wieder hoch oder steigen an. Allerdings gibt es vielerorts mittlerweile Reiseerleichterungen für Geimpfte oder Genesene.

12.26 Uhr: Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio steigen auf Höchststand

Die Corona-Infektionen in der Olympia-Stadt Tokio sind angesichts der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante des Virus auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch der Pandemie gestiegen. Die Stadt registrierte am Mittwoch binnen 24 Stunden 4166 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Mittwoch der Vorwoche sind das 989 mehr Infektionen. Obwohl sich Tokio im nunmehr vierten Notstand befindet, der auch anderen Gebieten vorerst bis zum 31. August angesetzt ist, tut sich die Hauptstadt schwer, die Infektionswelle in den Griff zu bekommen.

Um einen drohenden Mangel an Krankenhausbetten zu verhindern, dürfen nach einer heftig umstrittenen Entscheidung der Zentralregierung in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen nur noch Patienten mit schweren Symptomen beziehungsweise solche, bei denen das Risiko einer schweren Erkrankung besteht, ins Krankenhaus. Der plötzliche Kurswechsel der Regierung sorgte für einen Sturm der Empörung. Selbst aus der Liberaldemokratischen Partei (LDP) von Partei- und Regierungschef Yoshihide Suga wurden Forderungen laut, die Entscheidung rückgängig zu machen.

Es wird befürchtet, dass Patienten mit milden Symptomen, die jetzt zu Hause bleiben müssen, plötzlich schwer erkranken und dann allein gelassen sind. Der wichtigste Berater der Regierung in Sachen Coronavirus, der Mediziner Shigeru Omi, sagte, er sei von der Regierung vorher nicht konsultiert worden.

Passanten mit Mund-Nasen-Schutz gehen über eine belebte Kreuzung im Tokioter Stadtteil Shibuya.
Passanten mit Mund-Nasen-Schutz gehen über eine belebte Kreuzung im Tokioter Stadtteil Shibuya. © kyodo/dpa

12.07 Uhr: Impfquote steigt leicht - Spahn: "Es reicht noch nicht"

Es geht weiter voran mit den Corona-Impfungen, doch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will sich damit noch nicht zufriedengeben. Die Impfquote für einen vollständigen Schutz lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand 9.58 Uhr) zuletzt bei 53,0 Prozent der Bevölkerung - nach 52,6 Prozent am Vortag. Dies entspricht rund 44,1 Millionen Bürgern. Der CDU-Politiker betonte, damit hätten inzwischen 73 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten.

"Das ist gut, aber es reicht noch nicht für einen sicheren Herbst und Winter", schrieb Spahn auf Twitter. Über die Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren wird gerade gerungen - möglich ist sie bereits bei niedergelassenen Ärzten und in Impfzentren, allerdings hat die Ständige Impfkommission (Stiko) noch keine allgemeine Empfehlung dafür ausgesprochen.

11.43 Uhr: Exporte der Süßwarenindustrie sinken weiter

Die Corona-Krise belastet die deutsche Süßwarenindustrie weiter: Die Exporte der Branche sind nach einem Rückgang 2020 auch im ersten Quartal 2021 gesunken. Insgesamt seien von Januar bis März etwas mehr als 531.000 Tonnen Süßwaren und Knabberartikel exportiert worden - 4,4 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, teilte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) am Mittwoch in Bonn mit. Der Exportumsatz sank um 3,6 Prozent auf rund 2,04 Milliarden Euro.

Etwas mehr als die Hälfte der Süßwaren in Deutschland wird nach Angaben des Verbandes exportiert. "Der Export ist eine wichtige Grundlage dafür, dass gerade kleinere Unternehmen vor dem Hintergrund der hohen Handelskonzentration und dem harten Preiskampf in Deutschland Erträge erzielen können", erklärte Carsten Bernoth, Hauptgeschäftsführer des BDSI. Hauptgrund für den Rückgang der Exporte sind den Angaben nach die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft.

11.21 Uhr: Italienische Polizei entdeckt zahlreiche Mängel bei Strand-Betrieben

Die italienische Polizei hat bei landesweiten Kontrollen von Badeanstalten am Meer und an Seen Hunderte Verstöße festgestellt. 21 mussten ihren Restaurant- und Barbetrieb wegen schwerer Hygienemängel einstellen, wie die Carabinieri am Mittwoch mitteilten. Bei fast jeder dritten der insgesamt 886 Kontrollen entdeckten die Ermittler Unregelmäßigkeiten.

Sie überprüften nach eigenen Angaben auch die Einhaltung der Corona-Vorgaben, also zum Beispiel den Abstand der Sonnenschirme und -liegen, ob Desinfektionsmittel-Spender vorhanden waren und ob Schutzmasken getragen wurden. Die Badeanstalten sind meist feste Bereiche am Strand, an denen man sich etwa eine Liege mit einem Sonnenschirm mieten kann. Oft gibt es dort auch Bewirtung. Die Polizei führte die Kontrollen zum Beginn der Urlaubszeit durch, wie es hieß.

Leere Liegestühle stehen dicht am Strand in der sonnigen Cala Galdana an Menorcas Südküste zusammen.
Leere Liegestühle stehen dicht am Strand in der sonnigen Cala Galdana an Menorcas Südküste zusammen. © Matthias Oesterle/ZUMA Press Wire/dpa

10.55 Uhr: Frankfurt-Marathon coronabedingt erneut abgesagt

Der Frankfurt-Marathon findet auch 2021 coronabedingt nicht statt. Das teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. "Angesichts der weiterhin bestehenden Einschränkungen für Großveranstaltungen sowie aller Unsicherheiten, die aufgrund von Virusmutationen und einer möglichen erneuten Pandemiewelle im Herbst bestehen, ist dieser Schritt leider unausweichlich geworden", hieß es in der Mitteilung zu dem Rennen, das bislang für den 31. Oktober in der Mainmetropole angesetzt war. Der älteste Städtemarathon Deutschlands, bei dem in normalen Zeiten bis zu 25.000 Läufer an den Start gehen, war bereits im Vorjahr wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.

"In der aktuellen Situation ist die Veranstaltung für uns nicht kalkulierbar, denn derzeit weiß niemand, wie die Rechtslage am Veranstaltungstag sein wird. Wir bräuchten aber spätestens jetzt, weniger als drei Monate vor dem Rennwochenende, eine klare Planungsgrundlage", sagte Renndirektor Jo Schindler. Den bereits angemeldeten Startern werden Gutscheine angeboten, die sie für 2022 oder 2023 einsetzen können. Die nächste Ausgabe wird nun für den 30. Oktober 2022 geplant. Man sei zuversichtlich, dass die Pandemie im nächsten Jahr Veranstaltungen in der Größenordnung des Frankfurt-Marathons zulasse, kommentierte Schindler.

10.33 Uhr: Arzt nach Drohungen von Impfgegnern unter Polizeischutz

Ein Hausarzt, der Corona-Impfgegner nicht mehr in seiner Praxis behandeln will, muss nach Hassnachrichten und Drohungen von der Polizei geschützt werden. "Wir nehmen die Bedrohung ernst, so dass wir zum Schutz des Arztes und seines Teams Maßnahmen eingeleitet haben", sagte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Osnabrück der dpa am Mittwoch. Den Angaben zufolge hatten den Arzt aus Wallenhorst (Niedersachsen) eine Vielzahl von Nachrichten von strafrechtlicher Relevanz erreicht - unter anderem Beleidigungen und Drohungen. Gegen die Verfasser der Nachrichten seien von Amts wegen Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. "Wir warnen ausdrücklich davor, sich dieser Form der Hasskriminalität anzuschließen. Das ist keine Form der Meinungsfreiheit", sagte die Sprecherin.

10.15 Uhr: Barbie wird Impfstoff-Entwicklerin: Neue Figur ehrt Sarah Gilbert

Sogar die Barbie ist im Zeitalter der Pandemie angekommen: Der Spielzeug-Hersteller Mattel hat eine neue Puppe zu Ehren der Impfstoff-Entwicklerin Sarah Gilbert aus Oxford entwickelt. Sie habe das erst "sehr komisch" gefunden, sagte die Forscherin, die maßgeblich den Astrazeneca-Impfstoff mitentwickelt hat, der britischen Nachrichtenagentur PA.

"Ich wünsche mir, dass meine Puppe Kinder auf Berufe aufmerksam macht, die sie vorher nicht kannten, wie Immunologin", sagte die 59-Jährige. Es sei ihr ein großes Anliegen, gerade auch Mädchen für naturwissenschaftliche Berufe und die Wissenschaft zu begeistern. Die Barbie von Professorin Sarah Gilbert hat wie ihr Vorbild lange rote Haare und trägt einen schwarze Hosenanzug und eine Brille.

Gilbert, die seit 1994 an der Universität Oxford forscht, leitete das Entwicklungsteam hinter dem Astrazeneca-Impfstoff. Von Anfang an setzte sich das Team zum Ziel, ein Mittel zu entwickeln, das kostengünstig ist und unkompliziert transportiert werden kann.

Professorin Dame Sarah Gilbert mit einer ihr nachempfundenen Barbie-Puppe.
Professorin Dame Sarah Gilbert mit einer ihr nachempfundenen Barbie-Puppe. © Andy Paradise/Mattel/PA Media/dpa

9.48 Uhr: Smartphone-Spiele boomen in Deutschland

Im vergangenen Corona-Jahr haben immer mehr Menschen in Deutschland auf ihrem Smartphone gespielt und dafür oft zusätzliches Geld ausgegeben. 22,6 Millionen Menschen griffen 2020 zum Smartphone, um zu spielen, wie der Game-Verband am Mittwoch mitteilte. Die Daten wurden vom Marktforschungsunternehmen GfK ermittelt. Damit baute das Smartphone seinen Vorsprung als beliebteste Spieleplattform aus. Auf dem zweiten Platz verdrängten die Konsolen (17,2 Millionen Spieler) den PC (15,2 Mio) auf den dritten Rang. Der Tablet Computer landete abgeschlagen auf Platz 4 mit 9,9 Millionen Spielerinnen und Spielern.

"Smartphones konnten von dem starken Interesse an Games im vergangenen Jahr besonders profitieren", sagte Game-Geschäftsführer Felix Falk. "Der Grund hierfür ist klar: Die Geräte sind in der Regel schon vorhanden und das Angebot an Spiele-Apps ist riesig." Zudem würden die meisten Titel als Free-to-Play-Spiele angeboten, so dass jeder schnell und ohne Kosten losspielen könne. Das große Interesse an den Spielen steigert auch die wirtschaftliche Bedeutung der Branche. Der deutsche Games-Markt verzeichnete 2020 einen deutlichen Umsatzsprung: Insgesamt wurde mit Computer- und Videospielen sowie der dazugehörigen Hardware ein Umsatz von rund 8,5 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem Wachstum von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

9.13 Uhr: EU sieht sich gut vorbereitet für dritte Corona-Impfungen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht Europa gut vorbereitet auf mögliche dritte Impfungen gegen Corona. Die Europäische Union habe beim Unternehmen Biontech/Pfizer 1,8 Milliarden Dosen Impfstoff bis zum Jahr 2023 bestellt, sagte von der Leyen dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Mittwoch). "Das ist der größte Anschlussauftrag weltweit und reicht für mögliche Auffrischungsimpfungen in der EU und Anpassungen an mögliche neue Virus-Varianten." Die europäische Strategie der gemeinsamen Beschaffung habe sich als richtig erwiesen, trotz aller Anlaufprobleme, sagte von der Leyen: "Wie das Ergebnis heute aussehen würde, wenn jeder EU-Staat auf eigene Faust Impfstoff besorgt hätte, will ich mir lieber nicht ausmalen. Die ganze Welt war hinter den wenigen Produzenten her."

Heute sei festzustellen, dass in kaum einer Region der Erde so viele Menschen durch Impfung vollständig geschützt seien wie unter den 440 Millionen EU-Bürgern. "Und wir Europäer sind, darauf bin ich besonders stolz, immer offen und fair geblieben zum Rest der Welt", sagte die Kommissionspräsidentin: "Wir haben parallel Drittstaaten mit mehr als 550 Millionen Dosen Impfstoff versorgt - fast so viel, wie in die EU ausgeliefert wurden. Andere wie Großbritannien und die USA haben sich abgeschottet."

8.40 Uhr: Inzidenz in Sachsen sinkt unter 6

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen ist weiter rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Mittwoch mit 5,9 aus. Am Dienstag lag sie noch bei 6,1. Sachsen gehört damit weiterhin zusammen mit Thüringen (5,8) und Sachsen-Anhalt (6,3) zu den Bundesländern, die derzeit am wenigsten von der Corona-Pandemie betroffen sind. Den höchsten Wert in Deutschland weist Hamburg mit 31,1 auf. Bundesweit stieg die 7-Tage-Inzidenz von 17,9 auf aktuell 18,5.

Die höchsten Inzidenzen unter den 13 Regionen in Sachsen verzeichnet das RKI in Leipzig und Dresden mit 9,8 und 9,7. Bleiben die Werte an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Grenzwert von 10 könnten in den beiden Städten die Maßnahmen wie Maskenpflicht beim Einkaufen wieder gelockert werden. Die niedrigste Inzidenz wurde im einstigen Hotspot Vogtlandkreis mit 2,2 gemessen.

8.17 Uhr: Schulleiter erwarten Konflikte an Schulen wegen Kinder-Impfungen

Die deutschen Schulleiter rechnen mit Konflikten zwischen Lehrern, Eltern und Schülern durch eine Zunahme von Corona-Impfungen für 12- bis 17-Jährige. "Natürlich wird es im Alltag heftige Diskussionen geben. Darauf müssen sich die Lehrkräfte einstellen", sagte die Vorsitzende des Allgemeinen Schulleitungsverbands Deutschland, Gudrun Wolters-Vogeler, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). So werde es "erwartbare Konflikte geben um die Frage, ob Impfungen notwendig sind und ob Elternrechte übergangen werden". Zudem werde es "Debatten mit Kindern geben, die Impfungen vielleicht ablehnen oder unbedingt haben wollen". Die Gesundheitsministerkonferenz hatte beschlossen, den 12- bis 17-Jährigen mehr Angebote für eine Corona-Impfung zu machen.

Auch im Zusammenhang mit angeordneten Quarantänen könnten sich Konflikte aufbauen, befürchtet die Verbandschefin. "Wenn es künftig einen positiven Corona-Fall in der Klasse gibt, müssen diejenigen in Quarantäne, die nicht doppelt geimpft sind. Die anderen dürfen hingegen im Präsenzunterricht bleiben und können sich weiterhin an schulischen Aktivitäten beteiligen. Das wird zu Spannungen führen", sagte Wolters-Vogeler. Heikel sei auch die Klärung durch die Schule, welche Kinder und Jugendlichen schon geimpft seien. Sie gehe davon aus, dass die Schulen aus rechtlichen Gründen den Impfstatus einzelner Schüler nicht abfragen dürfen.

Die Lehrkräfte müssten sich mit Ratschlägen zur Impfung zurückhalten, sagte Wolters-Vogeler. Das rät auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger. "Das ist nicht ihr Zuständigkeitsbereich. Letztendlich müssen das die Eltern nach ärztlicher Beratung selbst entscheiden", sagte Meidinger den Funke-Zeitungen.

7.55 Uhr: Jennifer Aniston mag Impfgegner gar nicht

US-Schauspielerin Jennifer Aniston möchte sich nicht mit Menschen umgeben, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen. "Es gibt immer noch eine große Gruppe von Leuten, die Impfgegner sind oder nicht auf die Fakten hören wollen. Das ist wirklich schade", sagte sie im Interview mit dem Magazin "InStyle". Sie habe gerade einige Menschen in ihrer "wöchentlichen Routine" verloren, die sich einer Impfung verweigert oder nicht preisgegeben hätten, ob sie geimpft seien - das sei bedauerlich gewesen.

"Ich glaube, es ist unsere moralische und berufliche Verpflichtung, andere zu informieren, da wir nicht isoliert bleiben und jeden Tag getestet werden", erklärte die 52-Jährige. "Es ist schwierig, weil jeder ein Recht auf seine eigene Meinung hat - aber bei vielen Meinungen habe ich das Gefühl, dass sie auf nichts anderem als Angst oder Propaganda basieren." Ob es sich bei den genannten Personen um Freunde, Kollegen oder Mitglieder ihres Teams handelt, sagte die Schauspielerin nicht.

Jennifer Aniston, US-Schauspielerin, möchte sich nicht mit Menschen umgeben, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen.
Jennifer Aniston, US-Schauspielerin, möchte sich nicht mit Menschen umgeben, die sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen wollen. © Francois Mori/AP/dpa (Archiv)

7.36 Uhr: LVZ: Sachsen plant Corona-Impfungen an Schulen

Nach den Sommerferien könnten Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren auch in den Schulen in Sachsen gegen das Coronavirus geimpft werden. Das Kultusministerium arbeitet nach einem Bericht der Leipziger Volkszeitung (LVZ) derzeit an einem entsprechenden Konzept. „Nachdem sich die Sächsische Impfkommission und die Gesundheitsministerkonferenz für eine Impfung von Kindern und Jugendlichen über zwölf Jahren ausgesprochen haben, möchten wir für ein niedrigschwelliges Angebot sorgen“, sagte ein Sprecher der LVZ. „Wir können uns deswegen gut vorstellen, nach den Sommerferien an den weiterführenden Schulen in Sachsen eine Corona-Schutzimpfung anzubieten. Also an Gymnasien, Ober- und Berufsschulen.“ Eine Impfpflicht gebe es trotz des Angebots nicht.

Das Schul-Impfkonzept könnte sich an das Testkonzept aus dem Frühjahr anlehnen, als Selbsttests von Schülern noch nicht zugelassen waren, schreibt die LV. Bestimmte Schulen würden dann als Impfstützpunkt dienen, in denen auch Schüler von anderen Schulen geimpft werden könnten.

7.15 Uhr: Neue Phase in der Dresdner Impfkampagne

Der Impfmotor stottert, vor allem in Sachsen. Es ist das einzige Bundesland, in dem weniger als die Hälfte der Menschen durchgeimpft sind. Die Stadt Dresden versucht nun, mit dem Impfstoff dorthin zu gelangen, wo viel los ist – vor Baumärkte, in Parks, in Einkaufszentren. Aber geht dieser Plan auf? Und wie verteilen sich die bisherigen Impfungen auf Rentner, Jugendliche und den großen Rest? Den aktuellen Stand der Corona-Impfaktion mit exklusiven Zahlen des Robert-Koch-Instituts finden Sie hier bei Sächsische.de.

6.59 Uhr: Von der Leyen: Für Zulassung von Sputnik V fehlen valide Daten

Eine Zulassung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen weiter ungewiss. "Bislang ist es dem Hersteller nicht gelungen, genügend valide Daten zu liefern, um die Sicherheit nachzuweisen", sagte von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). Das werfe Fragen auf.Nach Angaben des Herstellers ist der Impfstoff Sputnik V mittlerweile bereits weltweit in 69 Staaten zugelassen. In der EU verwenden ihn die Länder Ungarn und Slowakei auch ohne Zulassung der EMA. Russland hoffte zuletzt auf eine Zulassung der Europäischen Arzneimittel- Agentur bis zum Herbst. Sie prüft den Impfstoff nun bereits seit Anfang März.

Ampullen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen liegen auf einem Tisch in einer örtlichen epidemiologischen Ambulanz in der Slowakei.
Ampullen mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen liegen auf einem Tisch in einer örtlichen epidemiologischen Ambulanz in der Slowakei. © Erika ·urëov·/TASR/dpa

6.25 Uhr: Papier des Gesundheitsministeriums: FDP wirft Regierung Wortbruch vor

Von der FDP kommt scharfe Kritik an Plänen des Bundesgesundheitsministeriums für weitere Corona-Vorgaben in den nächsten Monaten und ein Ende kostenloser Corona-Tests. Parteivize Wolfgang Kubicki warf der Bundesregierung in der "Bild"-Zeitung (Mittwoch) Wortbruch vor. In Zielsetzung und Wirkung komme es einer direkten Impfpflicht gleich, wenn die Regierung ungeimpfte Personen vom sozialen Leben ausschließe. In einem Bericht des Ministeriums, der an Länder und Bundestag ging, heißt es, zur Eindämmung einer neuen großen Infektionswelle seien weitere Corona-Vorgaben nötig. Schutzmaßnahmen könnten aufgrund der fortgeschrittenen Impfkampagne aber moderater ausfallen als im vergangenen Herbst und Winter.

Am 10. August berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Pandemie. Was in dem Ministeriumsbericht vorgeschlagen wird und welche punkte es wirklich in sich haben, lesen Sie hier im Artikel.

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6.09 Uhr: Deutschland liefert im August erste Corona-Impfdosen an ärmere Länder

Die Bundesregierung will laut Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) noch in diesem Monat die erste Tranche der insgesamt zugesagten 30 Millionen Corona-Impfstoffdosen an ärmere Länder abgeben. "Wir sollten die Menge an Impfstoffspenden schrittweise erhöhen, damit dort medizinisches Personal und andere besonders gefährdete Gruppen viel schneller erreicht werden können", sagte Müller der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch). Müller, der nach der Bundestagswahl im September aus der Regierung ausscheiden wird, verwies auf das Ziel, bis Anfang 2022 rund ein Drittel aller Menschen in Entwicklungsländern zu impfen. Er forderte die anderen europäischen Staaten auf, dem deutschen Vorbild zu folgen und ihrerseits Geld sowie Impfstoff zu geben.

Neben der gerechten Verteilung von Impfstoffen auch an die ärmsten Länder müsse der nächste Schritt sein, dass Entwicklungsländer selbst Vakzine produzieren. Dafür brauche es einen freiwilligen Technologietransfer, sagte Müller. Sein Ministerium unterstütze den Aufbau solcher Produktionen im Senegal und in Südafrika, wo bereits Kapazitäten vorhanden seien. Zudem sei man im Gespräch mit Ghana. "Wir besiegen das Virus nur weltweit oder nicht", betonte Müller.

5.39 Uhr: Bundeselternrat: Viele Schulen unzureichend auf Corona vorbereitet

Der Bundeselternrat sieht viele Schulen in Deutschland nicht ausreichend auf ein neues Schuljahr unter fortgesetzten Corona-Pandemiebedingungen aufgestellt. Es gebe zwischen Schulen, Kommunen, Städten und Landkreisen aber große Unterschiede, sagte Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats. Manche Schulen seien sehr gut ausgestattet, bei anderen blieben nur die Hygieneregeln, Desinfektionen und Mund-Nasen-Schutz. Gerade an Lüftungsanlagen fehle es. Weber forderte Lernstandserhebungen zum Schuljahresbeginn, um so zu sehen, wo die Schülerinnen und Schüler nach dem vielen Unterrichtausfall stehen. Und es brauche Konzepte, wie Rückstände aufgeholt werden.

Die Elternvertreterin mahnte zudem eine Überarbeitung von Bildungsplänen unter Mitwirkung der Eltern an. Weber wertete das Impfangebot an Jugendliche skeptisch. Viele Eltern sähen dies sehr kritisch, solange die Ständige Impfkommission keine Empfehlung gebe und es keine Sicherheit über langfristige Wirkungen des Impfens gebe. Bei Jugendlichen ab 16 Jahren sei eine Bereitschaft zur Annahme eines Impfangebots aber eher vorhanden als bei jüngeren. Die Gesundheitsministerkonferenz hatte am Montag beschlossen, mehr Impfangebote für 12- bis 17-Jährige zu machen - zum Beispiel auch in Impfzentren. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hatte am Montag das neue Schuljahr begonnen. Hamburg folgt am Donnerstag.

Der Bundeselternrat sieht die Schulen nicht gut auf die Rückkehr der Schüler unter Corona-Bedingungen vorbereitet.
Der Bundeselternrat sieht die Schulen nicht gut auf die Rückkehr der Schüler unter Corona-Bedingungen vorbereitet. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbild)

05.12 Uhr: RKI registriert 3.571 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 18,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit nunmehr rund vier Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 18,5 - am Vortag hatte der Wert 17,9 betragen, am Mittwoch der Vorwoche 15,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3.571 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.20 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2.768 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 25 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 21 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.777.446 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.659.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.704.

Mittwoch, 4.55 Uhr: Biden: Corona verbreitet sich "wie ein Lauffeuer" unter Ungeimpften

Das Coronavirus verbreitet sich in den USA nach Ansicht von Präsident Joe Biden "wie ein Lauffeuer unter den Ungeimpften". Dies sei "herzzerreißend" - vor allem, weil Covid-19 inzwischen dank der Impfungen eine "vermeidbare" Erkrankung sei, sagte Biden am Dienstag im Weißen Haus. In den Bundesstaaten mit geringerer Impfquote sei die Rate der Infektionen "zehn bis zwanzig Mal so hoch" wie in den Staaten mit der höchsten Impfquote. Biden forderte alle Amerikaner erneut mit Nachdruck auf, sich rasch impfen zu lassen. Es gebe immer noch rund 90 Millionen Menschen, die impfberechtigt seien, aber noch keine einzige Spritze bekommen hätten, mahnte er.

Geimpfte Menschen würden sich nur sehr selten mit Corona infizieren, noch seltener bei einer Infektion ins Krankenhaus müssen und fast nie an den Folgen der Infektion sterben, betonte Biden. "Wir erleben eine Pandemie der Ungeimpften", sagte Biden. Im Juni war die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA im Durchschnitt auf rund 10.000 pro Tag gesunken gewesen. Inzwischen stieg die Zahl aber wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante im Schnitt wieder auf gut 80.000 pro Tag an.

Corona-Pandemie - Das geschah am Dienstag

21.58 Uhr: Schottland hebt Großteil der Corona-Beschränkungen am 9. August auf

Nach England will auch Schottland den Großteil seiner verbleibenden Corona-Beschränkungen am kommenden Montag aufheben. Das gab Regierungschefin Nicola Sturgeon am Dienstag in Edinburgh bekannt. So muss etwa in Pubs, Restaurants oder bei Konzerten ab dem 9. August kein verpflichtender Abstand mehr gehalten werden, sodass Kapazitäten wieder voll ausgeschöpft werden können.

Vollständig Geimpfte müssen nicht mehr in Quarantäne, wenn sie mit einem Infizierten in Kontakt gekommen sind. Auch Kontaktbeschränkungen wird es keine mehr geben.
Allerdings geht man in Schottland trotzdem nicht ganz so viel Risiko ein wie in England: So bleiben Schutzmasken in vielen öffentlichen Räumen weiterhin Pflicht. Sturgeon warnte, Corona stelle das Land noch immer vor Herausforderungen. "Freiheit oder Sieg über das Virus auszurufen ist aus meiner Sicht verfrüht", erklärte die Chefin der Schottischen Nationalpartei (SNP) - ein Seitenhieb auf den "Freedom Day", den der britische Premierminister Boris Johnson im Juli für England ausgerufen hatte.

21.30 Uhr: Neuer Höchstwert an Corona-Infektionen im Iran

Der Iran hat einen neuen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. Als Ursache wird eine zunehmende Verbreitung der Delta-Variante angegeben. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Dienstag wurden binnen eines Tages 39.019 Neuinfektionen registriert. Am Vortag waren es 37.189 Fälle. Im selben Zeitraum starben 378 Patienten im Zusammenhang mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Corona-Infektionen im Iran liegt nun bei fast 4 Millionen, die der Corona-Toten bei über 91.000.

20.53 Uhr: Schweden rechnet mit Auffrischimpfung im nächsten Jahr

Einem größeren Anteil der schwedischen Bevölkerung wird im nächsten Jahr voraussichtlich eine Auffrischdosis einer Corona-Impfung angeboten. Der Umfang sei derzeit aber noch unklar und hänge unter anderem von möglichen neuen Virusvarianten sowie davon ab, was Studien über die Schutzwirkung der Impfstoffe im Laufe der Zeit zeigen, teilte die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Dienstag mit. Bestimmte Risikogruppen könnten möglicherweise schon in diesem Herbst eine dritte Impfdosis erhalten.

"Die Einschätzung ist, dass es nicht möglich ist, das Virus auszurotten", erklärte der schwedische Staatsepidemiologe Anders Tegnell. "Deshalb sollte die Impfarbeit langfristig angelegt und auf die Verringerung von schweren Erkrankungen und Todesfällen ausgerichtet sein." Seine Behörde geht davon aus, dass der Zugang zu Impfstoffen langfristig im Laufe der Jahre gut sein wird.

20.15 Uhr: Lindner: Freiwilliges Impfangebot für Kinder richtig

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat in der Debatte um die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren vor Druck auf Eltern gewarnt. "Entscheiden müssen das die Familien selber", sagte Lindner dem "Südkurier". Er halte ein "niedrigschwelliges, schnell zu erreichendes Impfangebot für Kinder und Jugendliche" für richtig, "es muss sich aber um ein Angebot handeln". Es dürfe keinen sozialen Druck zur Impfung geben.

Eine Impfpflicht für Erwachsene lehnte Lindner ab, "weil sie der Selbstbestimmung widerspricht". Aber er werbe für das Impfen. Für Geimpfte und Genesene dürfe es keinerlei Freiheitseinschränkungen mehr geben. Auch Ungeimpfte müssten aber die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Lindner forderte auch "eine politische Garantie, dass es keinen neuen Lockdown gibt".

19.40 Uhr: Infektionszahlen in Niederlanden sinken stark

In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen in der zweiten Woche in Folge drastisch gesunken. In den vergangenen sieben Tagen wurden rund 21.000 Fälle gemeldet, etwa 44 Prozent weniger als in der Vorwoche, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag mitteilte. Die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern nimmt den Angaben zufolge nur noch leicht zu.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag den Angaben zufolge bei 121. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert zuletzt bei 17,9. Deutschland hatte die Niederlande zum Hochrisikogebiet erklärt, nachdem Anfang Juli die Infektionen explosionsartig angestiegen waren mit Inzidenz-Werten von über 400.

19.02 Uhr: Unzufriedenheit mit Corona-Krisenmanagement wächst deutlich

Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Bei einer repräsentativen Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gaben im Juli fast 60 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, sie seien weniger oder gar nicht zufrieden mit den aktuellen Leistungen der großen Koalition bei der Pandemiebekämpfung. Zum Vergleich: Im November vergangenen Jahres war nicht einmal die Hälfte (44 Prozent) der Befragten unzufrieden mit den Leistungen der Politik, im Sommer 2020 sogar nur jeder Dritte.

Gleichzeitig gingen demnach jedoch die durch Corona ausgelösten Ängste und Belastungsgefühle in der Bevölkerung deutlich zurück. Hatten während des Lockdowns im Januar noch 40 Prozent der Befragten die eigene Gesamtsituation - familiär, finanziell und bezüglich des Arbeitsplatzes - als äußerst oder stark belastend empfunden, so waren es im Juli nur noch 28 Prozent.

Die gegensätzliche Entwicklung in der Beurteilung der persönlichen Situation und der Bewertung der Leistungen der Politik ist auch für die Forscher des WSI nicht ganz einfach zu deuten. "Der erhoffte Sommer der Befreiung ist für viele ausgeblieben, die Gesellschaft verharrt im Zwiespalt", erklärte die wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Bettina Kohlrausch.

18.30 Uhr: Polizei bereitet sich auf weitere Proteste gegen Corona-Politik vor

Die Berliner Polizei bereitet sich auf weitere mögliche Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Mittwoch vor. Unter dem Motto: "Das Jahr der Freiheit und des Friedens - Das Leben nach der Pandemie" hatte eine Querdenken-Gruppe laut Polizei zu einer Demonstration am Mittwochnachmittag mit 10.000 Teilnehmern auf der Straße des 17. Juni aufgerufen. Die Beamten untersagte die Demonstration am Dienstag und kündigten an, das Verbot durchsetzen.

Bereits am Dienstag zeigten die Beamten zwischen Großem Stern bis zum Brandenburger Tor Präsenz. Für diese Woche gibt es weitere ähnliche Anmeldungen wie die vom Mittwoch.

18.00 Uhr: Klinik-Besuch trotz Corona-Verdacht - Bewährungsstrafe gefordert

Im Prozess gegen eine mit Corona infizierte Frau, die trotz eines kurz zuvor durchgeführten PCR-Tests im Oktober ihre Tochter in einem Krankenhaus besucht hatte, fordert die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung. Der Tatbestand des Hausfriedensbruches und der versuchten gefährlichen Körperverletzung sei erfüllt, sagte Staatsanwalt Ralf Ebbing am Dienstag vor dem Amtsgericht in Quedlinburg. Das Urteil soll am 10. August verkündet werden.

Die 72-jährige Angeklagte hatte am 6. Oktober ihre erwachsene, gerade operierte Tochter im Harzklinikum besucht. Auf der Erklärung, die alle Patienten und Besucher des Klinikums ausfüllen müssen, hatte die Frau angegeben, keine Symptome zu haben. Etwa eine Stunde vorher hatte sie sich allerdings eigenen Angaben zufolge auf Anraten einer Sprechstundenhilfe in einer Fieberambulanz auf das Coronavirus testen lassen. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses hätte sie zu Hause bleiben müssen. Einen Tag nach dem Krankenbesuch hatte das Gesundheitsamt dem Klinikum mitgeteilt, dass bei der Frau das Virus nachgewiesen wurde. Mitte Oktober hatte das Harzklinikum Quedlinburg Anzeige erstattet und den Fall öffentlich gemacht.

17.20 Uhr: Nach Bratwurst-Impfen in Thüringen: Kreisstadt in Sachsen zieht nach

Nach dem Erfolg des sogenannten Bratwurst-Impfens will auch Aue-Bad Schlema auf den ungewöhnlichen Anreiz zum Schutz gegen Corona setzen. Thüringen habe es vorgemacht, nun schließe man sich an, teilte eine Sprecherin der sächsischen Kreisstadt am Dienstag mit. Demnach bekommt jeder eine Bratwurst, der sich diesen Donnerstag oder Freitag im Kulturhaus Aktivist gegen das Virus impfen lässt. Angeboten wird den Informationen zufolge das Vakzin von Biontech/Pfizer. Vorab einen Termin zu vereinbaren sei nicht notwendig.

Vergangene Woche hatte in Südthüringen die Bratwurst als Belohnung für einen regelrechten Ansturm auf Covid-19-Impftermine gesorgt. Hierbei handelt es sich nur um eine von vielen Ideen, mit denen Thüringen der zunehmenden Impfmüdigkeit begegnen will. Dazu gehören nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwa Impfangebote bei Fußballspielen des Viertligisten FC Carl Zeiss Jena.

Bei den Corona-Impfungen war Sachsen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt Schlusslicht. Den Daten zufolge lag die Quote der vollständig gegen das Virus geimpften Menschen im Freistaat am Dienstag bei 47,7 Prozent. Bei den Erstimpfungen waren es 52,3 Prozent, wie aus den Zahlen hervorgeht (Stand 9.25 Uhr).

16.48 Uhr: Bundespolizei: Kaum Verstöße gegen neue Einreise-Testpflicht

Die Bundespolizei hat mit Blick auf die neuen Corona-Einreiseregelungen eine erste positive Bilanz gezogen. Am 1. und 2. August seien bei insgesamt rund 155.000 Personen die erforderlichen Nachweise wie Impf- oder negativer Testnachweis überprüft worden, teilte das Bundespolizeipräsidium am Dienstag in Potsdam mit. In 616 Fällen hätten die Gesundheitsbehörden der Länder über fehlende oder fehlerhafte Nachweise informiert werden müssen. Dies entspreche einer Quote von rund 0,4 Prozent.

Im gleichen Zeitraum habe die Bundespolizei in mehr als 68.000 Fällen geprüft, ob die Digitale Einreiseanmeldung (DEA) vorlag beziehungsweise korrekt ausgefüllt wurde, hieß es weiter. In rund 100 Fällen seien die DEA oder die schriftliche Ersatzmitteilung fehlerhaft gewesen. Demnach hielten sich fast alle Reisenden an die Vorgaben.

16.15 Uhr: Salzgitter ist Inzidenz-Spitzenreiter - Ausbruch an Grundschule

Mit einem Corona-Inzidenzwert von 60,4 war die niedersächsische Stadt Salzgitter am Dienstag nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bundesweiter Spitzenreiter. Hintergrund ist der Infektionsausbruch an einer Grundschule kurz vor den Sommerferien. Nach der positiven Testung eines Kindes am 16. Juli seien nach und nach sechs Klassen unter Quarantäne gestellt worden, teilte die Staddtverwaltung mit. Bei dem Grundschul-Ausbruch wurde ausschließlich die Delta-Variante festgestellt. Sie gilt als deutlich ansteckender. Seit dem 22. Juli sind Schulferien in Niedersachsen.

Das Infektionsgeschehen habe sich ähnlich wie zuvor in Lüneburg im privaten Bereich weitergetragen, erklärte die Stadt Salzgitter. Der Landkreis Lüneburg hatte nach einem Ausbruch bei einer Abifeier vor kurzem ebenfalls vorübergehend den höchsten Inzidenzwert in Deutschland.

15.45 Uhr: 72 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerium hat am Dienstag 72 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet, vor einer Woche waren es 65 gewesen. Im gleichen Zeitraum gab es 2 Todesfälle, insgesamt sind in Sachsen 10.132 Menschen mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle in Sachsen erhöht sich auf 286.785. Dabei sinkt die Inzidenz leicht auf 6,1. Die höchste Inzidenz im Bundesland hat die Stadt Leipzig mit 12,1, gefolgt von der Stadt Dresden (9,2). Am wenigsten betroffen sind der Vogtlandkreis (0,9) und der Landkreis Görlitz (1,6).

15.10 Uhr: Ministerium schlägt Ende kostenloser Corona-Tests für Oktober vor

Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Ministeriumsbericht zum weiteren Vorgehen im Herbst und Winter, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Daher werde vorgeschlagen, dass der Bund das Angebot kostenloser Bürgertests für alle Mitte Oktober beendet - etwa zum 11. oder zum 18. Oktober. Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliege, wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, solle es weiterhin kostenlose Schnelltests geben.

"Die kostenlosen Bürgertests haben einen wichtigen Beitrag geleistet, um die dritte Welle zu brechen und um den Bürgerinnen und Bürgern zusätzliche Sicherheit für ihren Alltag zu geben", heißt es in dem Bericht. Das Thema soll am 10. August auch in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die Bundesregierung angekündigt hatte. Dabei sollten Schnelltests "nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig" werden, sagte die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer. Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche.

14.40 Uhr: USA haben bislang mehr als 110 Millionen Impfdosen gespendet

Die USA haben bislang mehr als 110 Millionen Dosen an Corona-Impfstoffen an mehr als 60 Länder gespendet. Das teilte das Weiße Haus am Dienstag mit. Nach Angaben der Vereinten Nationen seien dies mehr Impfstoff-Spenden als von allen anderen Ländern zusammengenommen. Die Mehrheit der Vakzine sei über das Impfprogramm Covax verteilt worden.

Laut einer Aufstellung des Weißen Hauses gingen unter anderem 8 Millionen Impfdosen an Indonesien, rund 6,2 Millionen Dosen an die Philippinen, 6 Millionen Dosen an Kolumbien, rund 5,7 Millionen Dosen an Südafrika, 5,5 Millionen Dosen an Pakistan, 5 Millionen Dosen an Vietnam, 4,5 Millionen Dosen an Guatemala, 3,5 Millionen Dosen an Argentinien und je 3 Millionen Dosen an Brasilien und El Salvador.

14.05 Uhr: Pokalspiel zwischen Bayern und Bremen verschoben

Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen Rekordmeister FC Bayern München und dem Fünftligisten Bremer SV ist verschoben worden. Hintergrund sind behördlich angeordnete Corona-Quarantänemaßnahmen für die gastgebenden Bremer, wie der Deutsche Fußball-Bund am Dienstag mitteilte. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

13.34 Uhr: Dresden meldet 19 Neuinfektionen

Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag 19 weitere Corona-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 30.915 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Davon gelten 29.672 als wieder genesen - zehn mehr als am Montag. Die Behörden meldeten aber weder neue Krankenhauseinweisungen noch weitere Todesfälle. Seit Pandemiebeginn sind damit 1.108 Opfer in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, stieg nach Angaben der Lokalbehörden von 9,9 auf 10,8. Für Grenzwerte nach der Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen sind allerdings Werte des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend. Dort liegt die Zahl für Dresden heute bei 9,2, am Montag waren es 9,9. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen häufig von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

12.40 Uhr: Spahn verteidigt erweitertes Corona-Impfangebot für Kinder

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die geplanten zusätzlichen Corona-Impfmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren gegen Kritik verteidigt. Es gehe um ein leichter verfügbares Angebot als bisher, weil genügend Impfstoff da sei, sich zu schützen, sagte der CDU-Politiker am Dienstag im rbb-Inforadio. "Wer will, kann sich impfen lassen - keiner muss." Wenn Eltern und Kinder sagten, dass sie noch auf mehr Daten warten wollten, sei das auch okay und kein Problem. "Es geht ausdrücklich nicht darum, Druck zu machen, den machen wir auch nicht."

Spahn wandte sich dagegen, in der Debatte einen Gegensatz zur Ständigen Impfkommission (Stiko) zu konstruieren. Der Beschluss von Bund und Ländern sei "durchaus im Einklang mit der Stiko". Das Gremium empfiehlt Impfungen von Kindern bisher nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes. Impfungen sind laut Stiko aber mit ärztlicher Beratung möglich. Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sind für Kinder ab 12 Jahre in der EU zugelassen.

11.44 Uhr: Erneut über 3000 Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio

In der Olympia-Stadt Tokio steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter an. Die Stadt registrierte am Dienstag binnen 24 Stunden 3709 Neuinfektionen. Im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche sind das 861 mehr Infektionen. Sieben Menschen starben. In Tokio und anderen Präfekturen gilt noch bis 31. August ein Notstand, der aber nur lockere Maßnahmen vorsieht. So sollen Restaurants und Bars keinen Alkohol ausschenken und früher schließen. Kritiker halten dies für nicht mehr ausreichend, um einen drohenden Kollaps des Gesundheitssystems zu verhindern. In der Regierung wird inzwischen über härtere Maßnahmen wie Ausgangssperren nachgedacht. Einen Lockdown wie in anderen Ländern hat Japan bisher nicht verhängt.

Passanten auf einer Kreuzung in Tokio - die Corona-Infektionen nehmen zu.
Passanten auf einer Kreuzung in Tokio - die Corona-Infektionen nehmen zu. © dpa

11.41 Uhr: Sachsen weitet Corona-Hilfen für Start-ups auf 40 Millionen Euro aus

Sachsen greift den Start-ups in der Corona-Krise mit mehr Geld unter die Arme. Wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte, wurde der Hilfsfonds um zehn Millionen auf insgesamt 40 Millionen Euro aufgestockt. Junge Unternehmen können nun bis zu zwei Millionen Euro an Corona-Hilfen beantragen. Bis Jahresende können Gründerinnen und Gründer noch Anträge einreichen. Der Corona-Hilfsfonds für Start-ups wurde im August 2020 von Bund und Land über die staatliche Förderbank KfW von der Sächsischen Aufbaubank und der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) aufgelegt.

Er soll die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie vor allem für junge Unternehmen abfedern. Ihnen fehle es oftmals an Sicherheiten für Kredite und Kapitalrücklagen, hieß es. Deshalb wird den Unternehmen über den Fonds Eigenkapital in Form von stillen Beteiligungen gewährt. Laut Ministerium wurden bisher Zuschläge für 81 Investments bewilligt und Start-ups aus verschiedenen Regionen und Branchen mit 36,4 Millionen Euro unterstützt. 135 Anfragen gingen bisher bei der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft (MBG) ein, 17 Anträge stehen demnach kurz vor der Entscheidung.

11.14 Uhr: Sächsische Impfkommission verteidigt Impfempfehlung für Kinder ab 12

Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission (Siko), Thomas Grünewald, hat die Empfehlung für eine Corona-Schutzimpfung für alle Kinder ab zwölf Jahren verteidigt. "Der individuelle Nutzen für ein Kind ist deutlich größer als der Schaden oder die Probleme, die eine Impfung anrichten kann", sagte der Experte der Leipziger Volkszeitung (LVZ) am Dienstag. Grundlage seien neue Daten aus Ländern wie den USA oder Israel, wo seit Langem auch ab 12 Jahren geimpft wird. "Wir können die Impfung nun guten Gewissens empfehlen", so Grünewald.

Auch die Ständige Impfkommission (Stiko) prüfe die Daten gründlich und werde noch Ergebnisse aus Deutschland und Europa hinzuziehen. "Doch in Sachsen sind wir vielleicht etwas elastischer als auf Bundesebene. "Die Impfung sollte aber nur erfolgen, "wenn alle - sowohl Impfling als auch Sorgeberechtigte und natürlich der Impfende - zustimmen", betonte Grünewald.

10.48 Uhr: Antisemitismusbeauftragter warnt vor Terrorismus durch Corona-Leugner

Der Antisemitismusbeauftragte des Landes Baden-Württemberg, Michael Blume, befürchtet ein Abdriften von Verschwörungsgläubigen im Umfeld der Corona-Demonstrationen in den Extremismus. Dem Nachrichtenportal "watson" sagte er in einem am Dienstag veröffentlichten Interview: "Ich glaube leider, dass in den nächsten Jahren die Radikalisierung weitergeht. Dass wir Gewalt und möglicherweise auch Terror erleben werden." Blume warf Teilen der Politik und der Sicherheitsbehörden vor, zu naiv auf die Bewegung hinter den Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen zu blicken.

"Ich erlebe immer noch, dass Politiker meinen: Ja, aber man kann doch vernünftig miteinander reden. Und ich muss dann erklären: Nein. Bei denjenigen, die tief im Verschwörungsglauben versinken, setzt die Vernunft aus. Dann hat man es mit Menschen zu tun, die Zuwendung und Freundlichkeit anderer als Schwäche empfinden - und sich dadurch sogar noch bestätigt fühlen", sagte Blume.

Den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der seine Impfskepsis öffentlich gemacht hatte, forderte Blume auf, nicht weiter wissenschaftliche Erkenntnisse zu leugnen: "Ich würde Herrn Aiwanger dringend dazu aufrufen, dass er sich als stellvertretender Ministerpräsident entweder zur Wissenschaft bekennt - oder Konsequenzen für sich zieht. Ein öffentliches Amt sollte in Deutschland nicht mit Wissenschaftsleugnung vereinbar sein."

10.24 Uhr: Nürnberg plant Pandemie-Christkindlesmarkt ohne viel Gedränge

In Nürnberg laufen schon im Sommer die Planungen für den weltberühmten Christkindlesmarkt unter Pandemiebedingungen. Die Stadt setze alles daran, den Markt 2021 durchzuführen, sagte der Nürnberger Wirtschaftsreferent Michael Fraas. "Der Christkindlesmarkt 2021 wird sicher anders aussehen als der letzte "vor Corona"", sagte Fraas. Es solle mehr Platz zwischen den Buden geben, um Gedränge zu vermeiden. Nach derzeitiger Planung solle der Markt daher nicht nur wie sonst auf dem Hauptmarkt stattfinden, sondern teils auf andere Plätze in der Altstadt ausgelagert werden.

"So entzerren wir auch die Besucherströme", sagte Fraas. Die Planungen zu dem Markt im Advent laufen dem Wirtschaftsreferenten zufolge wie üblich seit Jahresbeginn. Die endgültige Entscheidung, ob und unter welchen Voraussetzungen im Freistaat Weihnachtsmärkte stattfinden könnten, liege aber bei der Staatsregierung. 2020 war der Christkindlesmarkt wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt worden. Normalerweise strömen in der Zeit rund zwei Millionen Menschen auf den Hauptmarkt.

So dicht mit Ständen und Besuchern vollgepackt wie 2019 soll der Nürnberger Christkindlesmarkt in diesem Jahr nicht werden.
So dicht mit Ständen und Besuchern vollgepackt wie 2019 soll der Nürnberger Christkindlesmarkt in diesem Jahr nicht werden. © Daniel Karmann/dpa

10.00 Uhr: Mehr als 3.800 neue Coronainfektionen in Israel - Biontech-Wirkung sinkt

In Israel ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gestiegen. Nach Daten des israelischen Gesundheitsministeriums von Dienstag waren am Montag 3.818 neue Fälle bestätigt worden. Zuvor hatte die Zahl bei 2.121 gelegen. Insgesamt gibt es in Israel derzeit 22.345 Covid-Patienten, 221 von ihnen sind den Angaben zufolge schwer krank. Der Prozentsatz der am Montag positiv getesteten Menschen wurde mit 3,78 angegeben - zuvor hatte der Anteil bei 2,96 Prozent gelegen. Fast 5,4 Millionen der rund 9,3 Millionen Israelis sind vollständig geimpft.

Vor kurzem hatte das Gesundheitsministerium Zahlen vorgelegt, nach denen die Effektivität der in Israel verwendeten Biontech/Pfizer-Impfung seit Anfang Juni stark nachgelassen hat. Nach Angaben des Ministeriums verhindert die Impfung eine Corona-Infektion nur noch zu 39 Prozent und schwere Erkrankungen zu 91 Prozent. Gleichzeitig verbreite sich im Land die ansteckendere Delta-Variante, hieß es. Angesichts steigender Infektionszahlen hat Israel in der vergangenen Woche damit begonnen, 60-Jährigen und älteren Jahrgängen eine dritte Impfung gegen das Coronavirus zu verabreichen. Sie ist für Menschen vorgesehen, die ihre zweite Impfdosis vor mindestens fünf Monaten erhalten haben.

9.31 Uhr: Forscher werten weltweite Sterbedaten in der Corona-Pandemie aus

Ein deutsch-israelisches Forscherteam hat die Sterbedaten während der Corona-Pandemie von rund 100 Ländern in vergleichbarer Form aufbereitet. Ein Ergebnis: Die Übersterblichkeit - die Zahl der Toten über die gewöhnlich zu erwartende Sterblichkeit hinaus - lag in Deutschland unter der europäischer Nachbarländer. Mit rund 50 zusätzlichen Toten pro 100.000 Einwohnern habe Deutschland in der Pandemie eine viel geringere Übersterblichkeit erfahren als umliegende europäische Länder (Niederlande: 110; Belgien: 140; Frankreich: 110; Schweiz: 100; Österreich: 110, Tschechien: 320; Polen: 310) - ausgenommen Dänemark, das keine Übersterblichkeit verzeichnet habe. Die Ergebnisse des Forscherteams von der Universität Tübingen und der Hebräischen Universität Jerusalem wurden online im Fachjournal "eLife" veröffentlicht.

Während die Todeszahlen in einigen lateinamerikanischen Ländern in der Pandemie um mehr als die Hälfte stiegen, starben der Studie zufolge in Australien und Neuseeland sogar weniger Menschen als in vergleichbaren Zeiträumen vor der Pandemie. Die Forscher gehen davon aus, dass dies durch die Abstands- und Hygieneregeln zustande kam, was die Todesfälle durch andere Infektionskrankheiten wie etwa Grippe reduzierte. Auch für Deutschland nehmen sie an, dass in den Wintermonaten vergleichsweise wenig Menschen an herkömmlichen Atemwegserkrankungen gestorben sind. Die Sterblichkeit kann von vielen Faktoren beeinflusst werden wie großen Hitzewellen aber eben auch Vorsichtsmaßnahmen während einer Pandemie.

Indonesische Friedhofsarbeiter in Schutzausrüstung tragen einen Sarg mit dem Leichnam eines Corona-Toten während der Beerdigung auf einem Friedhof.
Indonesische Friedhofsarbeiter in Schutzausrüstung tragen einen Sarg mit dem Leichnam eines Corona-Toten während der Beerdigung auf einem Friedhof. © M. Tohir / Sijori Images/Sijori Images via ZUMA Pr

9.04 Uhr: NRW hält sich bei Impfung von Kindern an Stiko-Rat

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die wegen ihrer Haltung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen unter Druck geratene Ständige Impfkommission verteidigt. Man solle die Unabhängigkeit der Stiko akzeptieren, er habe Vertrauen in das wissenschaftliche Gremium, sagte der CDU-Politiker am Dienstag auf WDR 5 im "Morgenecho". Nordrhein-Westfalen werde die Stiko-Empfehlung zur Corona-Schutzimpfung von Heranwachsenden ab 12 Jahren weiter einhalten.

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montag einstimmig beschlossen, die Impfungen für 12- bis 17-Jährige in allen Ländern auch in regionalen Impfzentren anzubieten - so wie es in Arztpraxen bereits möglich ist. NRW mache dieses Angebot Kindern ab 12 Jahren bereits seit rund zwei Wochen in Praxen und Impfzentren, schilderte Laumann. Dabei gebe es die "strenge Vorgabe", dass vor einer Impfung individuell beraten werden müsse. In NRW gehe man hier "sehr sorgsam" vor. Laumann appellierte an Eltern, Großeltern, Personal in Kitas und Schulen oder Jugendvereinen, sich impfen zu lassen. Denn das erhöhe auch den Schutz für die Kinder. In Deutschland empfiehlt die Stiko Impfungen von Kindern nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe.

8.32 Uhr: Spahn: Kein Druck auf Kinder und Jugendliche zum Impfen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Freiwilligkeit des Corona-Impfangebots für Kinder und Jugendliche hervorgehoben. "Es geht ausdrücklich nicht darum, Druck zu machen", sagte Spahn am Dienstag im Inforadio des RBB. Wer jedoch geimpft werden wolle, solle die Möglichkeit dazu bekommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten am Montag ein flächendeckendes Angebot von Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren beschlossen, obwohl die Ständige Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut (RKI) bislang keine generelle Empfehlung zu Impfungen in dieser Altersgruppe abgegeben hat.

Spahn sieht indes keinen Widerspruch zwischen der Entscheidung und der wissenschaftlichen Empfehlung. Auch die Stiko halte die Impfungen auf Grundlage ärztlicher Aufklärung und dem Wunsch des einzelnen Jugendlichen entsprechend für möglich. Spahn stellte heraus, dass sich bereits mehr als 900.000 Mädchen und Jungen in Deutschland einmal hätten impfen lassen, was etwa 20 Prozent aus dieser Altersgruppe entspreche. Auch den übrigen empfahl der Minister die Impfung. Gerade mit Blick auf die ansteckender Delta-Variante sei eine Ansteckung für Ungeimpfte in den nächsten Monaten "ziemlich wahrscheinlich".

8.03 Uhr: RKI registriert 1.766 Corona-Neuinfektionen und steigende Inzidenz

Die Corona-Inzidenz ist in Deutschland erneut leicht angestiegen: Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 17,9. Am Vortag betrug der Wert 17,8, am Dienstag der Vorwoche 14,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 1.766 Corona-Neuinfektionen. Die Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.15 Uhr wieder. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 1.545 Neuansteckungen gelegen, in den Tagen danach war er jedoch deutlich über 2.000, am Donnerstag sogar über 3000 gestiegen.

Bundesweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 19 Todesfälle in Verbindung mit einer Sars-CoV-2-Infektion verzeichnet. Vor einer Woche waren es 38 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.773.875 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.658.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder in Verbindung mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.679.

7.50 Uhr: Inzidenz sinkt in Sachsen weiter leicht - Maskenpflicht auch in Leipzig

In Sachsen ist die Corona-Inzidenz wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag mit 6,1 aus - am Montag waren es noch 6,3. Damit bleibt Sachsen das Bundesland mit der zweitniedrigesten Inzidenz in Deutschland, zusammen mit Sachsen-Anhalt (6,1) und hinter Thüringen (5,7). Bundesweit ist die 7-Tage-Inzidenz erneut leicht gestiegen, von 17,8 auf 17,9.

Der sachsenweit höchste Wert wurde nach wie vor mit 12,1 in Leipzig registriert - wegen der steigenden Infektionszahlen gilt hier seit heute in den Läden wieder eine Maskenpflicht beim Einkaufen. Die aktuelle Landesverordnung sieht strengere Corona-Maßnahmen vor, wenn die Wocheninzidenz fünf Tage in Folge über 10 liegt. In Dresden gilt die Maskenpflicht bereits seit vergangenem Samstag wieder. Aktuell liegt die Inzidenz in der Landeshauptstadt mit 9,2 zwar wieder unter der kritischen Marke, allerdings erst den zweiten Tag in Folge. Erst bei Unterschreitung der 10er Grenze an fünf aufeinander folgenden Tagen werden die Verschärfungen zurückgenommen.

Die anderen Städte und Landkreise im Freistaat liegen noch unter der Inzidenz von 10. Den niedrigsten Wert weit nach wie vor der frühere Hotspot Vogtlandkreis auf. Dort stieg der Wert nach tagelang stabilen 0,4 jetzt auf aktuell 0,9.

7.22 Uhr: Sachsen bestellt Corona-Impfstoff beim Bund ab

Die Nachfrage nach Corona-Impfstoff ist in Sachsen aktuell sehr niedrig. Die Landesregierung hat darauf reagiert und nach Angaben der Leipziger Volkszeitung (LVZ) die geplante Lieferung von mehr als 130.000 Impfdosen vom Bund in dieser Woche gestoppt. Man habe die Lieferung abbestellt, teilte das Sozialministerium am Montag laut LVZ mit. Es sei eine „ausreichend verfügbare Menge“ auf Lager. Ursprünglich wären laut den Planungen diese Woche 58.500 Dosen Biontech und 78.000 Dosen Moderna nach Sachsen gegangen.

Ob man in der nächsten und übernächsten Woche ebenfalls keine neuen Impfdosen benötigt, prüft das Ministerium derzeit. Kommende Woche sollen 58.500 Dosen, die Woche darauf 52.650 Dosen geliefert werden. Allesamt von Biontech.

6.50 Uhr: Bidens Impfziel verspätet erreicht

Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. "Wir haben genug Impfstoff für jeden Amerikaner, der einen haben möchte", sagte der Corona-Koordinator der Regierung, Jeff Zients. All diejenigen, die für eine Impfung in Frage kämen, müssten jetzt die Ärmel hochkrempeln und ihren Beitrag leisten. Gleichzeitig warnten die Gesundheitsbehörden eindringlich vor der Delta-Variante des Coronavirus.

Eigentlich sollte die 70-Prozent-Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt. In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Gesamtbevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen. Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Land weiter an. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichneten die USA rund 72.000 Neuinfektionen pro Tag. Das entspreche einem Anstieg von 44 Prozent gegenüber der Vorwoche und liege über dem Spitzenwert des vergangenen Sommers, sagte Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky.

6.23 Uhr: Energieverbrauch in Deutschland gestiegen - Kohle und Gas legten zu

Das Wiederanlaufen der Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch und der relativ kühle Winter haben den Energieverbrauch in Deutschland im ersten Halbjahr 2021 steigen lassen. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) legte der Verbrauch gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent zu. Die temperaturbereinigten Verbrauchswerte lägen aber um mehr als 7 Prozent unter dem Wert der ersten sechs Monate des Jahres 2019.

Weil mehr Strom mit Braun- und Steinkohle produziert wurde als im Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Kohlendioxidemissionen um 6,2 Prozent. Der Verbrauch von Braunkohle stieg in den ersten sechs Monaten dieses laufenden Jahres um rund ein Drittel, der von Steinkohle um fast 23 Prozent. Der Anstieg der fossilen Brennstoffe bei der Stromerzeugung ist den Angaben zufolge vor allem darauf zurückzuführen, dass weniger Windstrom erzeugt wurde. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019 ist der Verbrauch an Braunkohle aber um 12 Prozent gesunken.

6.03 Uhr: Lockdowns in Australien: Airline Qantas stellt 2.500 Mitarbeiter frei

Wegen der anhaltenden Corona-Lockdowns in Teilen Australiens und der inneraustralischen Grenzschließungen stellt die nationale Fluggesellschaft Qantas 2.500 Mitarbeiter vorübergehend frei. Die Maßnahme betreffe sowohl Piloten und Flugbegleiter als auch Bodenpersonal von Qantas und der Tochtergesellschaft Jetstar, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Mitarbeiter würden noch zwei Wochen bezahlt, bis die Beurlaubung Mitte August in Kraft trete. Die Maßnahme solle zunächst für zwei Monate gelten. Stellenstreichungen seien aber nicht geplant. "Das ist natürlich das Letzte, was wir tun wollten, aber wir stehen jetzt vor einer längeren Zeit mit reduziertem Flugbetrieb - und das bedeutet, dass viele unserer Leute keine Arbeit haben", sagte Qantas-Geschäftsführer Alan Joyce. Beide Airlines könnten derzeit nur noch 40 Prozent ihrer üblichen Inlandsflüge anbieten.

Die Gewerkschaft Australian Services Union (ASU) bezeichnete die Ankündigung als "verheerend" für die Betroffenen. "Diese Mitarbeiter haben 18 Monate der Hölle hinter sich - viele haben ihre Ersparnisse aufgebraucht, waren gezwungen, ihre Häuser zu verkaufen und wichtige Rentenfonds anzuzapfen", erklärte eine Gewerkschaftssprecherin.

5.46 Uhr: Hausärzteverband spricht von "Wahlkampfgetöse" beim Kinderimpfen

Der Deutsche Hausärzteverband äußert scharfe Kritik an der Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern, das Angebot von Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche auszuweiten. Der Bundesvorsitzende des Verbandes, Ulrich Weigeldt, sprach von einer Missachtung der Kompetenz der Ständigen Impfkommission (Stiko), die bislang keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren abgegeben hat. Die Entscheidung der Politik könne zu Verunsicherung führen. "Das Ganze klingt ein wenig nach Wahlkampfgetöse", sagte Weigeldt dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" (Dienstag).

"Das Risiko liegt mehr bei den nicht impfwilligen Erwachsenen als bei den Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren , sagte der Hausärztevertreter. Für Kinder und Jugendliche mit hohem Risiko gebe es ja bereits eine Impfempfehlung. "Warum eine Empfehlung der Stiko dazu zunächst nicht abgewartet werden kann, die sich auf Basis von fundierten Studien zeitnah äußern will, ist mir schleierhaft", sagte Weigeldt.

Die Gesundheitsministerkonferenz hatte am Montag ein flächendeckendes Angebot von Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren beschlossen. Der Vorsitzende der Stiko, Thomas Mertens, sagte dem "Spiegel", er hoffe, dass die Kommission in den nächsten Tagen eine überarbeitete Empfehlung vorlegt. Eine grundsätzliche Änderung könne er aber nicht versprechen.

5.11 Uhr: Lauterbach: „Es wird keine Herdenimmunität in den Schulen geben“

Nach dem Beschluss der Gesundheitsminister, Kindern ab zwölf Jahren ein Impfangebot zu machen, warnt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vor verfrühter Euphorie: „Es wird keine Herdenimmunität in den Schulen geben. Dafür ist die Impfbereitschaft dann doch zu gering“, sagt Lauterbach dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Schätzungen zufolge lassen sich 60 Prozent der Jugendlichen impfen“. Er könne sich aber vorstellen, dass sich einige Jugendliche letztlich doch impfen lassen, um Quarantäne zu vermeiden: „Es wird sich herumsprechen, wenn in einigen Klassen das Coronavirus ausbricht und nicht geimpfte Kinder in Quarantäne müssen“, so Lauterbach. Er geht davon aus: „Wenn jetzt schnell viele Jugendliche geimpft werden, können wir große Quarantänefälle vermeiden“.

Zu den Auffrischungsimpfungen sagte Lauterbach: „Der Beschluss ist wichtig, aber ich hatte mir mehr erhofft“. Konkret erklärt der Epidemiologe: „Bei den Auffrischungsimpfungen hatte ich mir gewünscht, dass nicht nur Risikogruppen eine dritte Impfdosis erhalten“. Er rechne aber fest damit, dass es bald auch für alle anderen Geimpften die dritte Impfung geben werde. „Das ist wichtig, um die Menschen vor Impfgegnern zu schützen“.

Dienstag 4.57 Uhr: Organisatoren melden 18 neue Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio haben 18 neue Corona-Infektionen im Umfeld der Spiele vermeldet. Auch ein Athlet ist betroffen, wie aus der Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Namen werden von den Organisatoren grundsätzlich nicht genannt. Zwölf der neu Infizierten haben ihren Wohnsitz in Japan, sechs außerhalb des Gastgeber-Landes. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe stieg damit insgesamt auf 294, darunter 25 Athletinnen und Athleten. Der Höchstwert der täglichen Corona-Fälle rund um die Spiele war am vergangenen Freitag mit 27 Infektionen erreicht worden.

Corona-Pandemie - Das geschah am Montag

21.59 Uhr: New York: Impfung oder Tests für Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe

Nach dem medizinischen Personal und den städtischen Mitarbeitern müssen in New York ab Anfang September auch alle Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmäßig testen lassen. Das gelte für die rund 68.000 Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde MTA, die unter anderem für U-Bahnen und Busse zuständig ist, sowie für die Mitarbeiter der Port Authority, die die Flughäfen betreibt, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit.

Zuvor waren ähnliche Regelungen für das städtische Personal der Millionenmetropole, darunter auch Polizisten und Lehrpersonal, sowie medizinisches Personal angekündigt worden. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte am Montag zudem an, dass künftig nur noch bereits geimpfte Menschen von der Stadt neu eingestellt würden. Zusätzlich empfahl er allen Menschen, auch bereits geimpften, in öffentlichen Innenräumen wieder Masken anzuziehen - ordnete dies aber nicht offiziell an.

Ein Busfahrer mit Mund-Nasen-Schutz fährt durch New York.
Ein Busfahrer mit Mund-Nasen-Schutz fährt durch New York. © ZUMA Press

21.25 Uhr: Festivalorganisator glaubt an Großevents

Der Berliner Festivalorganisator Gerhard Kämpfe hält Großevents trotz der Coronavirus-Pandemie in absehbarer Zeit wieder für möglich. "Ich denke, dass wir im nächsten Jahr Großveranstaltungen erleben werden", sagte Kämpfe. Er fügte hinzu: "Ich bin ein Zweckoptimist, ansonsten hätte ich den falschen Beruf."

Kämpfe glaubt nach eigenen Worten "an die Vernunft der Menschen, sich impfen zu lassen". Erst dann werde im Bereich der Großveranstaltungen vieles wieder möglich sein. Aktuell bereitet Kämpfe mit seinem Team das Kurt-Weill-Fest in Dessau ab 27. August und die Jüdischen Kulturtage im November in Berlin vor.

Der Festivalorganisator nannte es grundsätzlich kompliziert, Open-air-Veranstaltungen zu machen, "weil das Wetter immer ein Risikofaktor ist". Er betonte: "Aber in der Pandemie ist es doppelt schwierig, weil es Unterschiede in der Platzierung für drinnen und draußen gibt." Auch stelle sich die Frage, wie Impf-, Test- oder Genesenen-Nachweise kontrolliert werden sollen: "Es ist viel mehr Aufwand erforderlich."

20.45 Uhr: Später als geplant - 70 Prozent der Erwachsenen in USA geimpft

Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, schrieb auf Twitter von einem "Meilenstein". In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

20.00 Uhr: Keine neuen Corona-Todesfälle in Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerium hat am Montag 29 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet, vor einer Woche waren es 25 gewesen. Todesfälle gab es keine neuen, insgesamt sind in Sachsen 10.130 Menschen mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle in Sachsen erhöht sich auf 286.713.

In Sachsen bleibt die Corona-Inzidenz vorerst auf niedrigem Niveau stabil. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Montag mit 6,3 aus - am Tag zuvor waren es 6,4. Damit liegt der Freistaat hinter Thüringen (5,4) an zweiter Stelle der Bundesländer mit der niedrigsten Inzidenz. Bundesweit liegt die Ansteckungsrate mit 17,8 nach 17,5 am Sonntag deutlich höher als in Sachsen. Der landesweit höchste Wert wurde mit 12,8 in Leipzig registriert, in Dresden fiel der Wert mit 9,9 wieder knapp unter die Inzidenz-Marke von 10.

In der Landeshauptstadt gelten wegen steigender Corona-Zahlen über die Inzidenz von 10 in der vergangenen Woche seit Samstag wieder strengere Corona-Regeln, unter anderem muss beim Einkaufen eine Maske getragen werden. Zudem greifen Kontaktbeschränkungen und in manchen Bereichen eine Testpflicht. In Leipzig werden diese Einschränkungen für Dienstag erwartet. Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen mit 0,4 nach wie vor und seit Tagen unverändert im Vogtland.

19.15 Uhr: Gut 500 Ermittlungsverfahren nach verbotenen Demos

Die Berliner Polizei hat nach den eigentlich verbotenen Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Sonntag mindestens 503 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer eingeleitet. In 59 Fällen werde wegen Widerstands und in 43 Fällen wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, teilte die Polizei am Montagabend mit. Weitere Anzeigen wurden demnach wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Gefangenenbefreiung sowie Verstößen gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und die Berliner Infektionsschutzverordnung geschrieben.

Insgesamt hätten Einsatzkräfte knapp 1.000 Personen "in ihrer Freiheit beschränken oder sie festnehmen" müssen, hieß es in der Polizeibilanz weiter. Mehr als 60 Prozent von ihnen seien aus anderen Bundesländern nach Berlin gekommen. Teilnehmer unerlaubter Versammlungen hätten in verschiedenen Bezirken wiederholt Einsatzkräfte attackiert, aber auch Andersdenkende und mindestens ein Fernsehteam. Mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten seien bei Einsätzen zum Teil schwer verletzt worden.

Trotz eines Verbots großer Demonstrationen waren am Sonntag mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt gezogen. Sie versammelten sich immer wieder in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt, mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften.

18.30 Uhr: Impf-Angebote für Kinder ab 12 Jahren geplant

Als Corona-Schutz zum Schulstart nach den Sommerferien sollen zusätzliche Impfgelegenheiten für Kinder und Jugendliche kommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen am Montag, dass nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in Impfzentren oder auf andere niedrigschwellige Weise anbieten wollen. Dabei sei entsprechende ärztliche Aufklärung erforderlich. Zudem sollten Kinder und Jugendliche auch durch Kinder- und Hausärzte sowie im Rahmen von Impfungen für Angehörige von Beschäftigten in Firmen geimpft werden können. Für Jugendliche und junge Erwachsene in Universitäten und Berufsschulen sind ebenfalls Impf-Angebote geplant.

Die mRNA-Coronaimpfstoffe der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna waren bereits durch die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen worden, ein allgemeines Impfangebot für diese Altersgruppe gab es in Deutschland aber noch nicht. Impfwillige konnten die Vakzinen allerdings bereits auf Wunsch und mit Zustimmung der Eltern in Arztpraxen erhalten.

18.09 Uhr: Zu viele Briten in Quarantäne: Regierung schraubt an Corona-App

Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen. Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück. Das Ministerium betonte, das Update beeinfluss weder die Empfindlichkeit der App noch ändere es die Risikoschwelle.

Zuletzt waren wöchentlich Hunderttausende in England und Wales aufgefordert worden, sich wegen engen Kontakts mit Menschen, die später positiv auf das Virus getestet wurden, in Selbstisolation zu begeben. Die Regelung hatte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft: Pubs und Gaststätten blieben geschlossen, Lebensmittelregale leer, Bahnen und Busse blieben stehen. Medien nennen das Phänomen "Pingdemie" - nach dem "ping", das Anwender über einen Corona-Kontakt informiert.

17.38 Uhr: Übersicht: Das kosten die Corona-Tests in Europa für Touristen

Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen nun bei der Einreise nachweisen können, dass sie negativ getestet, gegen Corona geimpft oder genesen sind. Das gilt unabhängig vom Verkehrsmittel. Die Testpflicht (PCR oder Antigen) für Reiserückkehrer bedeutet in der Praxis zusätzlichen Aufwand - und meist höhere Urlaubskosten.

Für Touristen ist der Corona-Test im europäischen Ausland nur in wenigen Ländern kostenlos, zeigt eine Übersicht des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ). Manchmal kostet sogar der Antigen-Test mehr als 100 Euro pro Person. Die Angaben zu den einzelnen Ländern stammen aus dem Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren. Oft handelt es sich um Preisspannen, manchmal fehlen konkrete Zahlen.

Die Übersicht finden Sie hier: Das kosten die Corona-Tests für Touristen

17.03 Uhr: Delta-Variante in Thailand: Strikter Lockdown in Bangkok verlängert

Die Behörden in Bangkok bekommen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus trotz strikter Maßnahmen weiter nicht in den Griff. Der Lockdown in Thailands Hauptstadt und mehreren Dutzend Provinzen wird deshalb um zunächst zwei Wochen verlängert, wie die Regierung am Montag mitteilte. Mitte August werde neu bewertet, ob die Einschränkungen gelockert oder noch einmal bis zum 31. August ausgedehnt würden, sagte Apisamai Srirangson, eine Sprecherin des staatlichen Centre for Covid-19 Situation Administration (CCSA).

Die Bürger der sogenannten "dunkelroten Zonen", zu denen auch Bangkok gehört, dürfen derzeit nicht in andere Landesteile reisen. Zudem herrschen strenge Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 und 04.00 Uhr. Einkaufszentren, Massagesalons und Restaurants sind geschlossen. Jedoch verlangsame sich der Anstieg der Zahl der Neuinfektionen in Bangkok langsam, hieß es. In der größten Stadt des Landes, in deren Metropolregion fast 15 Millionen Menschen leben, werden derzeit fast 40 Prozent aller landesweiten neuen Fälle verzeichnet.

Ein Mann geht über den menschenleeren Bahnsteig der 104 Jahre alten Hua Lamphong Railway Station in Bangkok.
Ein Mann geht über den menschenleeren Bahnsteig der 104 Jahre alten Hua Lamphong Railway Station in Bangkok. © AP

16.30 Uhr: Studie: Hälfte der Jugendlichen will zurück zum Präsenzunterricht

Die Hälfte der Jugendlichen möchte sich nach der Corona-Pandemie wieder vom Homeschooling verabschieden. Bei der Jugend-Digitalstudie der Postbank sprachen sich 51 Prozent der Befragten dafür aus, dass es in Zukunft wieder ausschließlich Präsenzunterricht gibt. Immerhin ein gutes Drittel wünscht sich aber zumindest einen Wechsel zwischen persönlicher Anwesenheit in der Schule und digitalem Fernunterricht. Für die am Montag veröffentlichte, repräsentative Studie waren nach Angaben der Postbank 1.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren befragt worden.

Die Hälfte von ihnen räumte ein, dass sie sich beim Homeschooling leichter ablenken lässt. 55 Prozent der Befragten hoben jedoch die Zeitersparnis positiv hervor, weil das Pendeln zur Schule wegfällt. Nachholbedarf sehen die Jugendlichen bei der technischen Ausstattung der Schulen: Diese bewerteten sie im Schnitt mit der mäßigen Schulnote 3,1. Auch für die technischen Fähigkeiten der Lehrkräfte gab es lediglich die Note 3,0.

16.05 Uhr: Lordi-Sänger lässt sich im Monsterkostüm impfen

Monstermäßige Impfung: Mr. Lordi, Sänger der finnischen Hardrock-Horror-Band Lordi, hat sich in seinem furchterregenden Bühnen-Outfit gegen Corona impfen lassen. Der Frontmann des Siegers des Eurovision Song Contests 2006 ("Hard Rock Hallelujah") bekam am Sonntag bei einer Impfveranstaltung im nordfinnischen Rovaniemi seine zweite Corona-Impfung verpasst.

"Sie haben eine große Nadel in meinen Arm gesetzt, und genau deshalb bin ich hierhergekommen", wurde Mr. Lordi, der gutbürgerlich eigentlich Tomi Petteri Putaansuu heißt, im Anschluss vom Rundfunksender Yle zitiert. Die Veranstaltung war dazu gedacht, vor allem jüngere Menschen zur Corona-Impfung zu ermutigen.

© Lehtikuva

15.30 Uhr: Bundeszentrale bietet Orientierung zur Corona-Impfung von Kindern

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will Eltern bei der Entscheidung über eine Corona-Impfung ihrer Kinder mit einer Sammlung von Informationen unterstützen. Das Merkblatt gibt Orientierungshilfe zu Fragen wie: Soll ich mein Kind impfen lassen, auch wenn es nicht vorerkrankt ist? Wie sicher ist die Corona-Schutzimpfung für mein Kind? Schützt die Impfung auch vor der Delta-Variante? Enthalten ist zudem eine Checkliste zu Aspekten wie Vorerkrankungen, Alter und persönlichen Kontakten, die bei der Entscheidung für oder gegen eine Impfung helfen soll.

14.56 Uhr: Bund will mit Ländern über Ende von Gratis-Corona-Tests beraten

Die Bundesregierung will mit den Ländern über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests beraten - kommen soll dies aber erst später. Das Thema soll am 10. August in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin sagte. Sie betonte, dass Schnelltests "ganz sicher nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig" werden, sondern noch eine ganz Weile kostenlos bleiben sollten. Aus Fairnessgründen solle erst allen Menschen die Chance gegeben werden, sich mit dem gebotenen Abstand zweimal impfen zu lassen und die dann vorgesehenen 14 Tage zusätzlich einhalten zu können, nach denen der Impfschutz als vollständig gilt.

Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche für alle Bürger. Angesichts der schwächeren Nachfrage nach Corona-Impfungen wird darüber diskutiert, dass man für Tests künftig etwas bezahlen soll - auch als Anreiz für Menschen, die sich impfen lassen könnten, damit aber zögern. Demmer sagte, dass es hierzu keine Einigung in der Regierung gebe. Gespräche dazu würden fortgesetzt. Unter anderem Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für jene nicht mehr zahlt, die sich impfen lassen könnten. Dies müsse aber lange vorher angekündigt werden.

14.27 Uhr: Ohne-Termin-Impfaktion im Dresdner Alaunpark

Am Sonntag, 8. August 2021, können sich Kurzentschlossene im Alaunpark gegen das Corona-Virus impfen lassen – kostenfrei und ohne Termin. Für den „einfachen Pieks“ am Rande des beliebten Treffpunkts parkt das Impfmobil von 10 Uhr bis 16 Uhr am Eingang Bischofsweg. Wie das DRK am Montag mitteilt, sind Krankenversicherungs-Chipkarte, Personalausweis oder Pass sowie, falls vorhanden, der Impfausweis mitzubringen. Den Aufklärungs- und Anamnesebogen gibt es vor Ort. Geimpft wird der Impfstoff von Johnson & Johnson. Hier reicht eine Spritze aus. Auch im Angebot ist der Impfstoff von BionTech. In dem Fall ist ein zweiter Termin nach drei Wochen notwendig.

Am 8. August kann man sich im Alaunpark impfen lassen.
Am 8. August kann man sich im Alaunpark impfen lassen. © Jürgen Lösel

13.52 Uhr: Zoo Leipzig bekommt 900.000 Euro Corona-Zuschuss

Um fehlende Einnahmen infolge der Corona-Pandemie zu decken, hat der Leipziger Zoo 900.000 Euro vom Freistaat Sachsen bekommen. Auch wenn der Zoo inzwischen wieder geöffnet sei, blieben große Defizite aus den vielen Monaten der Schließung, teilte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) am Montag mit. Für die 19 Zoos und Tierparks stelle das Ministerium insgesamt rund 2,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Wegen der Pandemie war der Zoo in Leipzig knapp sieben Monate lang geschlossen, wie der kaufmännische Leiter des Tierparks, Andrej Synnatzschke, berichtete. Durch die fehlenden Ticketverkäufe habe man gut 12 Millionen Euro Verlust gemacht. "Einen Zoo kann man nicht komplett herunterfahren, die Tiere müssen versorgt werden."

13.24 Uhr: 61,7 Prozent der Bevölkerung einmal geimpft - Impftempo sehr gering

Das Tempo bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland ist so gering wie seit Monaten nicht. Mittlerweile haben 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Montag (Stand 9.55 Uhr) hervorgeht. Das sind gut 51,3 Millionen Menschen.

"Allerdings ist Zahl der Erstimpfungen so niedrig wie zuletzt im Februar", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter. "Damals hatten wir nicht genug Impfstoff, das ist heute anders: bitte impfen lassen!"

Vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind mittlerweile 52,3 Prozent der Bevölkerung - also knapp 43,5 Millionen Menschen. Bei den Bundesländern liegt Bremen mit 61,5 Prozent Bevölkerungsanteil der vollständig Geimpften weiter an der Spitze, Sachsen ist mit 47,4 Prozent Schlusslicht.

13.07 Uhr: Umfrage: Impftempo und höhere Inzidenz dämpfen Konsumstimmung

Das niedrigere Impftempo und die steigenden Corona-Infektionszahlen dämpfen nach einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die Verbraucherstimmung. Nach fünf Monaten im Aufwärtstrend entwickelte sich das auf einer Umfrage unter 2.000 Verbrauchern basierende Konsumbarometer im August wieder negativ, wie der Verband am Montag mitteilte.

"Derzeit beschäftigt Verbraucher die nachlassende Dynamik der Impfkampagne sowie die Ausbreitung von neuen und aggressiveren Corona-Varianten. Beide Faktoren dämpfen den Optimismus unter Verbrauchern und haben einen negativen Effekt auf ihre Stimmung", erklärte der HDE. Gemessen an den vergangenen zwölf Monaten erfolge die leichte Eintrübung der Stimmung allerdings auf hohem Niveau.

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Wie sich der private Konsum im weiteren Jahresverlauf entwickeln werde, sei maßgeblich von den Infektionszahlen der kommenden Monate und dem politischen Umgang damit abhängig, betonte der Verband. Die jüngste Entwicklung zeige, wie anfällig die Erholung sei.

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