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Deutschland & Welt

Debatte um weiterhin kostenfreie Corona-Tests

Innenminister im Gegensatz zu anderen Ministern für freie Tests, kein Todesfall und 43 Neuinfektionen in Sachsen, Einreise-Tests ab 1. August - unser Newsblog.

Bundesinnenminister
Bundesinnenminister © Natacha Pisarenko/AP/dpa (Symbolbild)

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt - das Wichtigste in Kürze:

19.05 Uhr: SPD-Fraktion fordert Kostenübernahme für PCR-Tests von Reiserückkehrern

Der Staat muss nach Ansicht der SPD-Fraktion die Kosten für geplante PCR-Tests für Rückkehrer aus Corona-Hochrisikogebieten übernehmen. Nach den Plänen des Gesundheitsministeriums sollten bei Einreise aus einem solchen Land Schnelltests zur Abkürzung der Quarantäne bald nicht mehr ausreichen, sagte der parlamentarische Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider der Deutschen Presse-Agentur. Die dann geforderten PCR-Tests seien aber erheblich teurer. "Für eine Familie kann das schnell mehrere hundert Euro betragen", sagte Schneider. "Deshalb fordere ich, dass in diesen Fällen die Kosten für die PCR-Tests vom Staat übernommen werden." Der Urlaub dürfe nicht zur Kostenfalle werden.

Die Pläne des Gesundheitsministeriums sehen eine generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland vor, um die Corona-Ausbreitung zu bremsen. Ein mit anderen Ressorts abgestimmter Entwurf sieht ein Inkrafttreten an diesem Sonntag (1.8.) vor. Er soll aber noch weiter beraten werden. Grundsätzlich müssten dann alle Einreisenden ab sechs Jahren einen negativen Test, eine zurückliegende Coronaerkrankung oder eine vollständige Impfung nachweisen. Wer aus einem Hochrisikogebiet kommt und nicht geimpft oder genesen ist, müsste für zehn Tage in Quarantäne gehen. Diese könnte frühestens ab dem fünften Tag mit einem negativen PCR-Test beendet werden.

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18.31 Uhr: Berliner Polizei verbietet zwölf Demonstrationen am Wochenende

Die Berliner Polizei hat insgesamt zwölf für Samstag und Sonntag geplante Demonstrationen und Versammlungen in der Bundeshauptstadt verboten. Darunter ist auch eine Demonstration der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711" auf der Straße des 17. Juni, zu der für Sonntag 22.500 Menschen angemeldet wurden. Die Verbote beträfen Versammlungen, deren Teilnehmerinnen und Teilnehmer wiederholt unter Beweis gestellt hätten, "dass regelmäßig und nahezu ausnahmslos aufgrund der fehlenden Akzeptanz die Infektionsschutzregeln nicht eingehalten werden", sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Donnerstag zur Begründung.

"Förmlich Markenzeichen und erklärtes Ziel" der Demonstranten sei das Verweigern des Tragens einer Munde-Nase-Bedeckung. Auch würden die Verantwortlichen der Aufzüge - zumindest in Teilen - kaum oder gar nicht willens oder in der Lage sein, bei entsprechenden Verstößen ihre Verantwortung wahrzunehmen und regulierend gegenzusteuern. Diese Punkte unterschieden die nun verbotenen Versammlungen ganz deutlich von allen sonstigen Versammlungen mit einer hohen Anzahl an Teilnehmenden, wie beispielsweise dem Christopher Street Day (CSD) am vergangenen Wochenende in Berlin. Auch wenn es dort zu Verstößen kam, seien die gesetzlichen Regelungen jedoch weit überwiegend befolgt worden. Der CSD-Umzug mit Zehntausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern hatte für Kritik gesorgt, weil viele Beteiligte keine Masken trugen und Abstände nicht einhielten.

Verboten wurden neben der "Querdenker"-Großdemonstration unter anderem auch eine Demonstration für die Abschaffung der GEZ, eine Demonstration für die vollständige Öffnung von Kultur, Clubs und Veranstaltungen aller Art und eine "Mahnwache für das Grundgesetz".

Die Polizei setzt bei einer Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung am 18. November 2020 am Brandenburger Tor unweit des Reichstagsgebäudes Wasserwerfer ein.
Die Polizei setzt bei einer Demonstration gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung am 18. November 2020 am Brandenburger Tor unweit des Reichstagsgebäudes Wasserwerfer ein. © Paul Zinken/dpa

18.04 Uhr: Seehofer: Corona-Tests sollten während Pandemie kostenfrei bleiben

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ist dagegen, Corona-Tests für Nicht-Geimpfte bald kostenpflichtig zu machen. "Solange die Pandemie anhält, würde ich nichts an der Kostenfreiheit ändern. Ich möchte, dass denen, die weder geimpft noch genesen sind, die Chance des Tests bleibt", sagte Seehofer der "Mittelbayerischen Zeitung". "Was glauben Sie, wie viele Leute den Test nicht mehr machen oder machen können, wenn er nicht kostenfrei ist? Damit könnte ein verstecktes Infektionsgeschehen stattfinden", warnte er. Seehofer stellte sich damit gegen jüngste Überlegungen von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD), Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) und auch von CSU-Chef und Bayerns Regierungschef Markus Söder. Diese hatten zuletzt dafür plädiert, Corona-Tests auf Dauer nicht mehr öffentlich zu bezahlen - wenn alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben.

Eine Impfpflicht etwa von Unternehmen für ihre Mitarbeiter lehnte Seehofer strikt ab. "Ganz allergisch reagiere ich, wenn jemand sagt: Wenn du nicht geimpft bist, wirst du bei uns nicht mehr beschäftigt. Oder weil du nicht geimpft bist, bekommst du keine Kranken- oder Lebensversicherung. Davor kann ich nur dringend warnen." Er selbst könne "nur dafür werben, dass man sich impfen lässt", sagte Seehofer und betonte: "Die Impfung hilft. Es ist bis dato der beste Schutz gegen eine potenziell tödliche Krankheit." Bei ihm selbst habe schon die Erstimpfung nach Angaben der Ärzte zu einem milden Verlauf geführt. "Ich bin aber strikter Gegner einer Impfpflicht", sagte der CSU-Politiker. "Der Staat hat noch genügend Möglichkeiten, für die Impfung zu werben. Er sollte die notwendige Gelassenheit aufbringen. Es braucht nicht jeden Tag ein Stimmengewirr, was alles am Horizont droht, wenn sich die Leute nicht impfen lassen."

17.22 Uhr: Breite Einreise-Testpflicht soll neue Corona-Welle bremsen

Neue Regeln für die Einreise nach Deutschland sollen eine Corona-Ausbreitung durch heimkommende Sommerurlauber bremsen. Auf breitere Testpflichten müssen sich nach einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums vor allem Nicht-Geimpfte einstellen. Es sei nötig, "die Eintragung zusätzlicher Infektionen einzudämmen und die Infektionszahlen gering zu halten, um in dieser Zeit weiter die Impfquoten steigern zu können", heißt es in dem Entwurf. "Die nach aktuellen Prognosen zu erwartende nächste Welle an hohen Infektionszahlen soll möglichst weit nach hinten verzögert werden." Der Referentenentwurf wurde mit anderen Ressorts vorabgestimmt, darüber sollte auch noch weiter beraten werden. Er sieht ein Inkrafttreten an diesem Sonntag (1. August) vor. Was genau darin steht, erfahren Sie im Artikel Einreise-Testpflicht: Was ab August auf Urlauber zukommt

17.02 Uhr: Mehr als 200 Corona-Fälle in Österreich nach Festival in Kroatien

In Österreich sind 215 Corona-Infektionen unter Reiserückkehrern nach einem Festival in Kroatien registriert worden. Die Veranstaltung "Austria goes Zrce" fand vorige Woche auf der Insel Pag statt. Knapp 8.000 Menschen im Alter zwischen 19 und 27 Jahren waren zu der mehrtägigen Strandparty gereist, wie der Veranstalter Martin Reitstätter am Donnerstag sagte. Österreichische Gesundheitsbehörden haben Besucher nun aufgefordert, sich testen zu lassen, um weitere mögliche Infektionen aufzuspüren. Laut Reitstätter wurden alle Partygäste vor dem Betreten des Geländes zwei Mal überprüft, ob sie geimpft, getestet oder von Corona-19 genesen waren. "Wir haben uns an die Vorgaben der österreichischen und kroatischen Regierungen gehalten", sagte er.

Reitstätter wies Vorwürfe einer Besucherin zurück, die im Gespräch mit der Zeitung "Der Standard" über teils laxe Kontrollen berichtete. Rund 60 Prozent der Gäste waren laut einer von den Veranstaltern durchgeführten Umfrage zumindest teilgeimpft. "Was uns am allermeisten schreckt: Dass es so viele Geimpfte unter den positiv Getesteten gibt", sagte Reitstätter.Rund ein Drittel der Neuinfektionen in Österreich sind laut Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) derzeit auf Auslandsreisen zurückzuführen. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt auf 32.

Bei einem nach Kroatien verlegten Festival haben sich hunderte Österreicher infiziert.
Bei einem nach Kroatien verlegten Festival haben sich hunderte Österreicher infiziert. © Jacob King/PA Wire/dpa (Symbolfoto)

16.39 Uhr: Fast eine halbe Million Euro für mehr Schlossbesuche in Sachsen

Der Marketingverbund Schlösserland kann beim Neustart nach der Corona-Durststrecke mit staatlicher Unterstützung verstärkt für seine historischen Anlagen werben. Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) überreichte laut Mitteilung am Donnerstag auf Schloss Waldenburg (Landkreis Zwickau) 480.000 Euro für die gemeinsame Vermarktung der 19 staatlichen sowie 35 kommunalen oder privaten Schlösser, Burgen, Gärten und Klöster. Dieser Reichtum solle noch bekannter gemacht werden und noch mehr Gäste begeistern, sagte Klepsch. Für den Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, Christian Striefler, ist die gemeinsame Werbung eine "sächsische Erfolgsgeschichte" seit 16 Jahren.

Mit Hilfe der Förderung könnten "frische, innovative und auch experimentierfreudige Wege" gegangen werden. Unter anderem soll eine multifunktionale App für die Marke Schlösserland entwickelt und auch international auf Tourismusmessen geworben werden. Dabei liege der Schwerpunkt auf den Nachbarländern Polen und Tschechien. Der Freistaat stellt für den Neustart des Tourismus nach der Corona-Pandemie nach Ministeriumsangaben insgesamt rund 7,2 Millionen Euro zur Verfügung. Der Großteil des Geldes fließt dabei in die Vermarktung Sachsens als Reiseland.

16.08 Uhr: Papierfabriken stellen mehr Pappen und weniger Toilettenpapier her

Die deutschen Papierfabriken haben ihre Produktion im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent auf 11,3 Millionen Tonnen gesteigert. Bei Papier, Karton und Pappe für Verpackungen betrug das Plus sogar 7,4 Prozent auf 6,6 Millionen Tonnen, wie der Verband Deutscher Papierfabriken am Donnerstag mitteilte. Hier machte sich der zunehmende Online-Handel bemerkbar. Hersteller von Toilettenpapier und anderen Hygienepapieren mussten das dagegen die Produktion um 4,8 Prozent auf 737.000 Tonnen herunterfahren. Nach den Hamsterkäufen zu Beginn der Corona-Pandemie gebe es wohl Lagerbestände in Handel und Haushalten, vermutet der Branchenverband.

Inzwischen werden in Deutschland mehr Verpackungspappen gebraucht, dafür geht die Produktion von Toilettenpapier zurück.
Inzwischen werden in Deutschland mehr Verpackungspappen gebraucht, dafür geht die Produktion von Toilettenpapier zurück. © Ina Fassbender/dpa (Archiv)

15.51 Uhr: Internetkonzerne berichten über Maßnahmen gegen Corona-Desinformation

Das Anzeigen von Corona-Impfzentren auf Online-Karten, Warnungen vor unzuverlässigen Angaben und die Unterstützung öffentlicher Kampagnen: Google, Facebook und weitere Internetkonzerne haben der EU-Kommission über ihre jüngsten Aktivitäten gegen Desinformation in der Corona-Pandemie Bericht erstattet, wie die Behörde am Donnerstag in Brüssel erklärte. Rahmen der Berichterstattung ist ein Kodex gegen Desinformation, auf den sich die Unternehmen seit 2018 gegenüber der EU verpflichtet haben.

Die Kommission fasste jetzt zusammen, was die Konzerne ihr über ihre Aktivitäten im Juni berichtet hätten. Ein großer Teil führte frühere Maßnahmen fort. Google stellte demnach zum Beispiel in mehreren EU-Ländern in Zusammenarbeit mit Behörden und anderen vertrauenswürdigen Akteuren Corona-Impfzentren auf seinen Karten dar. Facebook entfernte den Angaben zufolge über 76.000 Inhalte auf Facebook und Instagram, da sie gegen seine Covid- und Desinformationsrichtlinien verstoßen hätten. Microsoft berichtete laut EU von über eineinhalb Millionen abgelehnten Werbeanzeigen im Kontext von Corona und Desinformation.

15.30 Uhr: Indischer Bundesstaat verkündet wegen vieler Corona-Fälle Lockdown

Der indische Bundesstaat Kerala mit mehr als 30 Millionen Einwohnern hat angesichts steigender Corona-Zahlen einen Lockdown fürs Wochenende verhängt. Derzeit meldet Kerala nach Behördenangaben 37 Prozent der aktiven Corona-Fälle in dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land. Am Wochenende dürfen nur unverzichtbare Dienstleistungen angeboten werden, so können etwa Lebensmittelläden öffnen und Essenslieferdienste arbeiten, wie die Regierung Keralas am Donnerstag mitteilte.

Kerala wurde in Indien lange dafür gelobt, die Pandemie relativ gut im Griff zu haben. Nun sehen Experten mehrere Gründe für den Anstieg - etwa eine Lockerung von Corona-Maßnahmen während des muslimischen Opferfestes Eid-al-Adha. Auch berichten indische Medien, dass in dem Bundesstaat noch deutlich mehr Menschen empfänglich für das Virus seien als im Rest des Landes. Denn Antikörper-Untersuchungen zeigten, dass in Kerala nur 44 Prozent der Menschen, die älter als sechs Jahre sind, nach einer Corona-Infektion oder durch den Impfstoff Antikörper gebildet hätten. Im landesweiten Durchschnitt seien es 67 Prozent. Insgesamt hat sich die Corona-Lage in Indien nach einer heftigen Welle im April und Mai unter anderem im Zusammenhang mit der Delta-Variante wieder deutlich beruhigt.

Hunderte Menschen stehen in Indien an, um ihre zweite Impfung gegen das Coronavirus zu erhalten.
Hunderte Menschen stehen in Indien an, um ihre zweite Impfung gegen das Coronavirus zu erhalten. © Mahesh Kumar A/AP/dpa

15.07 Uhr: RTL will in großer Show Pflegekräften, Sanitätern und anderen danken

RTL will in einer großen Open-Air-Show den Heldinnen und Helden im Alltag der Corona-Pandemie danken. Geplant sei ein "Sommerabend voller Humor und Unbeschwertheit", zu dem man stellvertretend für die Zuschauer am Bildschirm systemrelevante Berufsgruppen einladen werde, erklärte der Sender am Donnerstag. Auftreten sollen Komikerinnen und Komiker wie Ilka Bessin, Mirja Boes, Mario Barth und Atze Schröder. Schauplatz von "RTL sagt Danke" ist am 28. August der Essener Baldeneysee.

Es sei an der Zeit, Danke zu sagen, erklärte RTL die Idee zu der Show, die von Lola Weippert und Daniel Hartwich moderiert werden soll. "Danke an all diejenigen, die mit unermüdlichem Einsatz für die Schwächsten, aber auch für die ganze Gesellschaft da waren und da sind. Danke an alle, die dieses Land in Zeiten einer historischen Herausforderung am Laufen hielten und halten." Konkret nannte der Sender zum Beispiel Pflegekräfte, Sanitäterinnen und Sanitäter sowie Paketzustellerinnen und Paketzusteller. Die sogenannten Corona-Alltagshelden können sich über eine Website für kostenlose Tickets zu dem Abend anmelden.

Ein Intensivpfleger nimmt auf der Intensivstation des Krankenhauses Bethel Berlin einer an Covid-19 erkrankten Patientin Blut ab.
Ein Intensivpfleger nimmt auf der Intensivstation des Krankenhauses Bethel Berlin einer an Covid-19 erkrankten Patientin Blut ab. © dpa/Kay Nietfeld (Symbolfoto)

14.49 Uhr: Noch keine Beschwerden gegen Demo-Verbot in Berlin

Gegen das Verbot zweier für das Wochenende in Berlin geplanten "Querdenker"-Demonstrationen gegen die Corona-Politik sind beim Verwaltungsgericht Berlin noch keine Beschwerden eingegangen. Bis Donnerstagmittag habe nichts dazu vorgelegen, sagte ein Gerichtssprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Berliner Polizei hatte am Mittwochabend zwei Demonstrationen am Samstag und Sonntag verboten. Grund dafür seien absehbare Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz. Um welche Demonstrationen es sich konkret handelt, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Laut einem Bericht des RBB soll es sich unter anderem um die Demonstration am Sonntag auf der Straße des 17. Juni handeln, für die von der Stuttgarter Initiative "Querdenken 711" 22.500 Teilnehmer angemeldet worden sind.

"Querdenken"- Gründer Michael Ballweg erklärte am Donnerstag auf Telegram, ihnen lägen noch keine Kenntnisse vor, "dass unsere Demos verboten sind". "Querdenken" habe genug Maßnahmen ergriffen, um Corona-konform demonstrieren zu können. Falls es ein Versammlungsverbot geben sollte, würden sie dieses Konzept dem Gericht vorlegen. Ungeachtet der Verbote mobilisiert die "Querdenker"-Szene weiter nach Berlin. In einem ursprünglich vertraulichem "Notfallkonzept" der Stuttgarter heißt es, im Falle eines Verbotes sollen die Teilnehmer trotzdem zur Straße des 17. Juni kommen. Versammlungsleiter und Veranstalter würden aber öffentlich nicht sichtbar sein, um keine Ordnungswidrigkeit zu riskieren. Ein anderer Vorschlag auf Telegram lautet, "einfach die Gegendemonstrationen übernehmen".

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14.31 Uhr: 43 neue Corona-Infektionen in Sachsen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Gesundheitsministerium 43 neue Corona-Infektionen in den vergangenen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 29 neue Fälle gewesen, also 14 weniger. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie in Sachsen offiziell 286.615 Infektionen nachgewiesen worden. Am Mittwoch wurde kein weiterer Todesfall gemeldet. Insgesamt starben 10.127 Menschen im Freistaat an oder in Zusammenhang mit Covid-19. Geschätzt 276.010 Menschen sind von einer Covid-Erkrankung genesen.

Die Corona-Inzidenz nimmt in Sachsen weiter zu - auf niedrigem Niveau. Das Robert Koch-Institut wies die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen mit 6,5 aus, nach 5,5 am Mittwoch. Leipzig hat mit aktuell 13,3 den höchsten Wert im Freistaat. Die Landeshauptstadt Dresden befindet sich mit 12,4 den fünften Tag in Folge über der 10er-Grenze und muss ab Samstag die Maskenpflicht beim Einkaufen wieder einführen. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen im einstigen Corona-Hotspot Vogtland mit unverändert 0,4.

14.06 Uhr: Wie gefährlich ist die Delta-Variante für Kinder?

Die Delta-Variante des Coronavirus lässt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland seit Wochen wieder steigen. Doch als Kennwert für politische Entscheidungen gerät zunehmend die Zahl der Klinikeinweisungen als weiterer potenzieller „Leitindikator“ für die Pandemie in die Debatte.

Vor diesem Hintergrund spielt ein weiteres Mal die Rolle von die Kindern und Jugendlichen eine große Rolle. Denn spätestens im September öffnen die Schulen wieder, in vielen Bundesländern auch schon im August. Vor allem beim Präsenzunterricht dürfte es das Virus dann leicht haben, sich unter den Menschen unter 18 Jahren zu verteilen. Schließlich sind sie fast ausnahmslos noch nicht durch eine Impfung geschützt. Doch wie groß ist die Gefahr für die Kinder und Jugendlichen, schwer zu erkranken? Antworten und Daten aus deutschen Kinderkliniken geben Ihnen hier Aufschluss.

Zwei Schulkinder führen in einem Klassenraum einen Corona-Schnelltest durch.
Zwei Schulkinder führen in einem Klassenraum einen Corona-Schnelltest durch. © Symbolfoto: Kamaryt Michal/CTK/dpa

13.38 Uhr: Weniger Geld am Monatsende: Corona setzt Löhne unter Druck

Millionen Arbeitnehmer mussten in Kurzarbeit, Hunderttausende verloren ihren Job: Die Corona-Krise hat die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Deutschland hart getroffen. Das spiegelt sich auch immer stärker in der Lohnentwicklung wider. Erstmals seit einem Jahrzehnt wird aus Sicht von Wissenschaftlern der Anstieg der Tariflöhne 2021 voraussichtlich nicht ausreichen, um die allgemeine Preissteigerung auszugleichen. Und bei der Entwicklung der Reallöhne sah es für die Beschäftigen zuletzt auch nicht gut aus. In den Jahren 2018 und 2019 waren die Tariflöhne mit Zuwächsen von 3,0 und 2,9 Prozent noch relativ kräftig gestiegen. Doch das ist vorbei.

Seit dem Frühjahr 2020 stünden die Tarifauseinandersetzungen "ganz im Zeichen der Corona-Krise", sagte der Leiter des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, Thorsten Schulten, am Donnerstag in Düsseldorf. Die Folge: Schon im Jahr 2020 stiegen die Tariflöhne nur um 2,0 Prozent. Und der Abwärtstrend hat sich 2021 fortgesetzt. Nach den im ersten Halbjahr und in den Vorjahren für 2021 abgeschlossenen Tarifverträgen werden die Tariflöhne in diesem Jahr nur um 1,6 Prozent steigen, wie das WSI errechnete. Wie die Entwicklung der Löhne angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Inflationsrate ausfällt, erfahren Sie hier im Artikel.

13.11 Uhr: Rekordzahl an "Pings" in England und Wales

Wegen hoher Corona-Fallzahlen sind in England und Wales erneut so viele Menschen von der Corona-App als enge Kontakte von Infizierten benachrichtigt worden wie nie zuvor. In der Woche bis zum 21. Juli wurde laut Zahlen, die der Gesundheitsdienst am Donnerstag veröffentlichte, eine Rekordzahl von 689.313 Kontakten "gepingt", die sich daraufhin in Quarantäne begeben mussten. In der Woche zuvor waren es 618.903 Kontakte. Die App schlägt an, wenn sich Nutzer eine gewisse Zeit in direkter Nähe eines positiv Getesteten aufgehalten haben.

Die "Pingdemic", wie das Phänomen von britischen Medien genannt wird, hat in Großbritannien in den vergangenen Tagen und Wochen für erhebliche Störungen gesorgt. Weil so viele Arbeitskräfte ausfielen, blieben Supermarktregale leer, Mülltonnen voll, und Züge fielen aus. Mittlerweile sind für eine Reihe von Berufsgruppen Ausnahmeregelungen beschlossen worden. Von Mitte August an sollen für alle Geimpften gelockerte Quarantäne-Regeln eingeführt werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Land derzeit bei 377 (Stand: 23. Juli) mit fallender Tendenz. Gespannt wird darauf gewartet, ob sich der überraschende Trend trotz der weitreichenden Lockerungen in der vergangenen Woche fortsetzen wird.

Pendler stehen an der Westminster Station der Londoner U-Bahn: Immer häufiger macht es bei den Briten "Ping" - trotz derzeit sinkender Infektionszahlen.
Pendler stehen an der Westminster Station der Londoner U-Bahn: Immer häufiger macht es bei den Briten "Ping" - trotz derzeit sinkender Infektionszahlen. © Yui Mok/PA Wire/dpa

12.55 Uhr: Helmholtz-Zentrum testet für Antikörperstudie wieder in Sachsen

Bei der bundesweiten Corona-Antikörperstudie will das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) bis Mitte August erneut auch in Sachsen testen. Dazu wurden die knapp 3.000 Menschen in Chemnitz sowie in Mittelsachsen, Zwickau und dem Erzgebirge wieder eingeladen, die für die Premiere im März per Zufall ausgewählt wurden. Weitere 6.000 wurden angeschrieben, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Auch in der zweiten Runde sind bis zu 3.000 Tests auf Antikörper geplant, die im Blut als Nachweis für eine durchgemachte Infektion gelten. Dabei werden den zu Testenden auch Fragen nach der aktuellen Lebenssituation und möglichen Beschwerden, Wohlbefinden und Lebensstil gestellt.

Das HZI (Braunschweig/Niedersachsen) führt die Untersuchungen seit Anfang Juli 2020 in insgesamt acht Städten und Kreisen bundesweit durch. Mit der Studie wollen die Wissenschaftler den Anteil der Bevölkerung bestimmen, der Antikörper gegen Corona im Serum hat und vermutlich mit dem Virus infiziert war oder geimpft ist. Zudem werden Berichte verschiedener Altersgruppen zu Symptomen analysiert und das Infektionsgeschehen über ein Jahr verfolgt, um Erkenntnisse zur Dauer der Immunität zu erhalten. Das Wissen um die tatsächliche Verbreitung des Virus könnte eine wichtige Entscheidungsgrundlage im künftigen Umgang mit der Pandemie sein.

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12.30 Uhr: Dresden meldet neun Neuinfektionen

Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag neun weitere Corona-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 30.878 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Davon gelten 29.637 als wieder genesen - vier mehr als am Mittwoch. Die Behörden meldeten zudem eine weitere Krankenhauseinweisung, Todesfälle gab es aber nicht. Seit Pandemiebeginn sind damit 1.107 Opfer in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, stieg nach Angaben der Lokalbehörden von 12,6 auf 12,8. Für Grenzwerte nach der Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen sind allerdings Werte des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend. Dort liegt die Zahl für Dresden heute bei 12,4, am Mittwoch waren es 11,0. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen manchmal von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

11.59 Uhr: Umfrage: Weniger Skeptiker der Corona-Impfung für Kinder

Einer Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen stehen laut einer YouGov-Umfrage inzwischen mehr Menschen offen gegenüber. Nach der repräsentativen Befragung hat der Anteil der Skeptiker abgenommen: 37 Prozent gaben an, eine Impfung dieser Gruppen skeptisch zu sehen - nach 44 Prozent Ende Mai. 46 Prozent erklärten, sie seien nicht skeptisch - Ende Mai waren es 43 Prozent, wie das Meinungsforschungsinstituts YouGov am Donnerstag mitteilte. Demnach stehen vor allem AfD-Wähler der Impfung von Kindern und Jugendlichen skeptisch gegenüber.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat vorerst keine generelle Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren ausgesprochen - sie empfiehlt Impfungen für 12- bis 17-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas. Unabhängig davon sind Impfungen aber als individuelle Entscheidung von Eltern mit ihren Kindern und den Ärztinnen und Ärzten möglich. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff.

11.38 Uhr: Japan warnt vor Überlastung des Gesundheitssystems

Der wichtigste Coronavirus-Berater der japanischen Regierung hat angesichts der rasant gestiegenen Infektionszahlen vor einer Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt. "Wenn das Krisenbewusstsein nicht geteilt wird, wird der Druck auf das Gesundheitssystem früher oder später noch gravierender", warnte der Mediziner Shigeru Omi am Donnerstag bei einer Ausschusssitzung im Parlament. Am Vortag waren die Neuinfektionen in der Olympia-Stadt auf den Höchststand von 3.177 Fällen gestiegen. Landesweit wuchs die Zahl der Neuinfektionen in Folge der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante erstmals binnen eines Tages über die Marke von 9.000 Fällen auf insgesamt 9.576.

11.02 Uhr: Impfquote legt weiter leicht zu - Sachsen weiter Schlusslicht

Die Corona-Impfquote steigt in Deutschland weiter leicht an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag sind inzwischen 50,9 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand 9.45 Uhr). Das entspricht 42,36 Millionen Menschen. Am Vortag war ein wichtiger Meilenstein erreicht worden: Erstmals war mehr als die Hälfte der Bevölkerung zwei Mal gegen die Viruskrankheit immunisiert. Mindestens eine Impfdosis haben dem RKI zufolge inzwischen 61,3 Prozent der Bevölkerung beziehungsweise 51,01 Millionen Menschen verabreicht bekommen. Im Schnitt werden fünf Menschen pro Sekunde geimpft.

Bei den Bundesländern liegt Bremen mit 59,2 Prozent Bevölkerungsanteil der vollständig Geimpften weiterhin an der Spitze, das Schlusslicht bildet Sachsen mit 46,5 Prozent. Die meisten Impfdosen wurden bislang mit 20,50 Millionen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen verabreicht.

10.32 Uhr: Einreise-Testpflicht: Entwurf sieht 1. August als Start vor

Die vorgesehene generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums eine neue raschere Corona-Ausbreitung bremsen. Es sei notwendig, "die Eintragung zusätzlicher Infektionen einzudämmen und die Infektionszahlen gering zu halten, um in dieser Zeit weiter die Impfquoten steigern zu können", heißt es in einem Verordnungsentwurf aus dem Ministerium, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Die nach aktuellen Prognosen zu erwartende nächste Welle an hohen Infektionszahlen soll möglichst weit nach hinten verzögert werden"

Der Referentenentwurf mit Stand von Mittwochabend wurde nach dpa-Informationen mit anderen Ressorts vorabgestimmt, darüber soll nun noch weiter beraten werden. Der Entwurf sieht ein Inkrafttreten der Verordnung am 1. August vor. Die Bundesregierung hatte den Starttermin der Neuregelung aber zuletzt offen gelassen und auf noch nötige interne Abstimmungen verwiesen.

Grundsätzlich sollen laut dem Entwurf künftig alle Einreisenden ab sechs Jahren über einen negativen Testnachweis, Genesenennachweis oder Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen müssen - egal von wo und auf welchem Weg sie nach Deutschland kommen. Bei Einreise aus einem Gebiet mit besorgniserregenden Virusvarianten soll immer ein Testnachweis nötig sein - Nachweise als Geimpfter oder Genesener sollen dann nicht reichen.

10.13 Uhr: Corona-Impfung verleiht Astrazeneca Schwung

Der Pharmakonzern Astrazeneca profitiert von einer weiter steigenden Nachfrage nach seinem Corona-Impfstoff. Aber auch wichtige Krebsarzneien verkaufen sich gut. In den Monaten April bis Juni zog der Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (6,9 Mrd Euro) an, wie Astrazeneca am Donnerstag mitteilte. Allein mit der Impfung setzte der Konzern knapp 900 Millionen Dollar um - mehr als dreimal so viel wie im ersten Quartal. Ohne das Vakzin betrug das Umsatzplus 17 Prozent.

Steigende Ausgaben und die freiwillige Selbstverpflichtung des Konzerns, mit dem Corona-Impfstoff keinen Gewinn zu machen, drückten allerdings auf die Profitabilität. Unter dem Strich ging der Gewinn von 756 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 550 Millionen Dollar zurück. Experten hatten weniger Umsatz auf dem Zettel, aber mit einem höheren Gewinn gerechnet. Die Aktie gab leicht nach.

9.44 Uhr: Scholz: Corona-Tests kostenpflichtig, aber günstig machen

SPD-Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests in absehbarer Zeit für viele Bürger kostenpflichtig zu machen.

Wenn sich alle hätten impfen lassen können, werde man Tests irgendwann selbst bezahlen müssen. Das dürfe aber nicht für diejenigen gelten, die sich aus gesundheitlichen Gründen sich nicht impfen lassen könnten oder für die es - wie für Kinder - keine Impfempfehlung gebe.

In den Schulen und Betrieben müssten Tests weiter kostenlos sein, sagte Scholz. Und für alle anderen müssten die Tests "so billig wie möglich sein".

Olaf Scholz (SPD)
Olaf Scholz (SPD) © Michael Sohn/POOL AP/dpa

9.12 Uhr: Ifo-Schätzung: Nur noch ein Viertel arbeitet im Homeoffice

Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie ist eine stetig wachsende Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer wieder in der Firma tätig. Im Juli arbeitete nach einer neuen Schätzung des Münchner Ifo-Instituts nur noch ein Viertel der Beschäftigten (25,5 Prozent) zumindest zeitweise zuhause, eine Fortsetzung des rückläufigen Trends der vergangenen Monate. Im Juni waren es noch 28,4 Prozent gewesen.

Die Münchner Ökonomen führten das am Donnerstag nicht nur auf das Ende der Homeoffice-Pflicht für Unternehmen zurück: "Die Menschen suchen wieder häufiger den persönlichen Kontakt im Büro", sagte Ifo-Wissenschaftler Jean-Victor Alipour am Donnerstag.

Überdurchschnittlich häufig in den eigenen vier Wänden arbeiten nach wie vor Beschäftigte in Dienstleistungsberufen. Besonders deutlich sichtbar war die Entwicklung laut Ifo-Einschätzung in Fernsehen und Rundfunk: Der Anteil der Heimwerker fiel demnach von 60,9 Prozent in Juni auf 36,9 Prozent im Juli.

8.40 Uhr: Gesamtes australisches Leichtathletik-Team in Quarantäne

Bei den Olympischen Spielen in Tokio ist das komplette australische Leichtathletik-Team Medienberichten zufolge vorerst in Quarantäne. Wie unter anderem die Zeitungen "The Age" und "The Australian" am Donnerstag unter Berufung auf das Australische Olympische Komitee berichteten, dürfen mehr als 60 Mitglieder der Delegation aktuell ihre Zimmer im olympischen Dorf nicht verlassen. Sie sollen sich Corona-Tests unterziehen.

Ein australischer Stabhochspringer soll Kontakt mit dem amerikanischen Stabhochsprung-Weltmeister Sam Kendricks gehabt haben, der positiv auf Corona getestet worden war. Der Olympia-Dritte von Rio fällt für die Leichtathletik-Wettbewerbe aus. Der 28-Jährige wurde ins Quarantäne-Hotel von Tokio gebracht, wo sich aktuell auch der positiv getestete deutsche Radprofi Simon Geschke befindet.

8.14 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt weiter auf niedrigem Niveau

Die Corona-Inzidenz nimmt in Sachsen weiter zu - auf niedrigem Niveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag mit 6,5 aus, nach 5,5 am Mittwoch. Damit hat der Freistaat die viertniedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Nur die Nachbarn Sachsen-Anhalt (4,1), Thüringen (5,6) und Brandenburg (6,2) liegen darunter. Auch der Wert für Deutschland insgesamt ist gegenüber dem Vortag gestiegen - von 15,0 auf 16,0.

Die Landeshauptstadt Dresden befindet sich mit 12,4 den fünften Tag in Folge über der 10er-Grenze, an der in Sachsen die Maskenpflicht beim Einkaufen hängt. Die Marke muss mehrere Tage in Folge überschritten werden, bevor die Pflicht wieder greift.

Auch die Großstadt Leipzig befand sich am Donnerstag Mittwoch mit 13,3 weiter oberhalb dieser Marke - und hat zugleich die höchste Inzidenz landesweit. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen im einstigen Corona-Hotspot Vogtland - unverändert bei 0,4.

7.44 Uhr: Berliner Polizei verbietet zwei Demonstrationen gegen Corona-Politik

Berliner Polizei hat zwei für das Wochenende in der Hauptstadt geplante Demonstrationen gegen die Corona-Politik verboten. Nach Bewertung der Sachlage seien laut Polizei eine Versammlung am 31. Juli und eine am 1. August 2021 untersagt worden. Für das Wochenende haben Kritiker der Corona-Politik, darunter Vertreter der "Querdenken"-Initiative, mehrere Kundgebungen und Demonstrationen in Berlin angemeldet.

7.15 Uhr: Google und Facebook verhängen in den USA Impfpflicht für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter der Internetriesen Google und Facebook in den USA müssen sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilten die Unternehmen unabhängig voneinander am Mittwoch (Ortszeit) mit. Google-Chef Sundar Pichai erklärte, die Regelung betreffe zunächst die USA, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien.

Infolge des jüngsten Anstiegs der Corona-Neuinfektionen in den USA wegen der Delta-Variante verschiebt Google zudem die geplante größere Rückkehr in die Büros bis 18. Oktober, wie Pichai erklärte. Apple wiederum hatte die Rückkehr in die Büros bereits vergangene Woche ebenfalls um zunächst einen Monat verschoben, nun bis Oktober. Das Unternehmen kündigte aber bislang keine Impfpflicht an.

Bei Facebook erklärte Personalchefin Lori Goler, die Umsetzung der Impfpflicht für Mitarbeiter in den US-Büros werde von "örtlichen Bedingungen und Vorschriften" abhängen. Es werde auch eine Vorgehensweise geben für jene, die aus medizinischen oder anderen Gründen nicht geimpft werden können. Das Vorgehen mit Blick auf Standorte außerhalb der USA würde weiter geprüft, hieß es.

6.43 Uhr: Ministerpräsidenten unterstützen Testpflicht für Urlaubsrückkehrer

Die geplante generelle Corona-Testpflicht für Urlaubsheimkehrer, die keinen Nachweis einer vollständigen Impfung oder Genesung haben, wird von den Regierungschefs mehrerer Bundesländer unterstützt. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Die Tests sind der zentrale Baustein, um das Infektionsgeschehen in der ungeimpften Bevölkerung einzudämmen." Deshalb sollten alle Reiserückkehrer entweder einen negativen Test, einen Genesenen-Nachweis oder einen Impfnachweis vorlegen können, forderte der SPD-Politiker.

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte, aus dem vergangenen Jahr wisse man, dass Reiserückkehrer viel zum Anstieg des Infektionsgeschehens beigetragen hätten. "Es ist ein kleiner Mehraufwand für Jeden von uns, schafft aber viel Sicherheit", sagte der CDU-Politiker dem RND über eine Corona-Testpflicht.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte dem Redaktionsnetzwerk, Ziel sei es, keine Infektionen ins Land zu tragen, um die Inzidenzen so niedrig wie möglich zu halten und Kindern und Jugendlichen einen möglichst normalen Schul- und Kitabesuch zu ermöglichen. Ein neuer harter Lockdown solle unbedingt vermieden werden. "Jeder, egal ob er mit dem Auto, der Bahn oder dem Flugzeug aus dem Ausland zu uns einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Test nachweisen können." Dreyer erwartet von der Bundesregierung ein Konzept, "wie die Kontrolle und die Einhaltung der Testpflicht sichergestellt werden sollen".

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke hatte sich am Mittwochabend im TV-Sender Phoenix ebenfalls "ganz klar" für eine Testpflicht für jene ausgesprochen, "die aus Regionen zurückkehren, die eine höhere Inzidenz haben als wir in Deutschland, und die vielleicht auch aus Virus-Mutationsgebieten kommen". Eine Entscheidung müsse möglichst schnell fallen und nicht erst Mitte oder Ende August, verlangte der SPD-Politiker.

6.20 Uhr: Ab Samstag wieder Maskenpflicht beim Einkaufen in Dresden

Als erste Stadt in Sachsen muss Dresden ab Samstag die Corona-Regeln wieder verschärfen. Wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstagmorgen mitteilte, liegt die Wocheninzidenz am Donnerstag bei 12,4 und somit den fünften Tag in Folge über der kritischen Marke von 10 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Die sächsische Corona-Schutzverordnung verlangt für diesen Fall die Wiedereinführung von Masken- und Testpflicht in einigen Bereichen, und zwar am übernächsten Tag - den Samstag. Die offizielle Bekanntmachung durch die Dresdner Stadtverwaltung wird im Laufe des Donnerstags erwartet. Was sich am Wochenende genau ändert:

Sachsen hatte als erstes Bundesland die Maskenpflicht im Einzelhandel gelockert. Seit dem 16. Juli durften Kunden - bei einer Inzidenz unter 10 und wenn es der Abstand hergab - ohne Maske in die Geschäfte gehen. Der Handelsverband Sachsen hatte diesen Schritt als Erleichterung begrüßt. Mediziner äußerten sich allerdings auch skeptisch.

5.40 Uhr: Schäuble: Weniger Einschränkungen für Geimpfte und Genesene

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hält es für angemessen, dass in der Corona-Pandemie Geimpfte und Genesene mehr Freiheiten genießen als Ungeimpfte. Es sei erwiesen, dass nach Genesung oder nach der vollständigen Impfung die Gefahr deutlich sinke, andere anzustecken, sagte Schäuble. "Daher werden wir diese Gruppen nicht dauerhaft allen Beschränkungen unterwerfen können, die für Nichtgeimpfte gelten müssen, um die Pandemie zu bekämpfen", betonte der CDU-Politiker. Für eine solche unterschiedliche Behandlung sehe er auch keine verfassungsrechtlichen Probleme.

Schäuble zeigte sich bekümmert über die gesunkene Impfquote in Deutschland. "Ich kann die mangelnde Impfbereitschaft nicht nachvollziehen, das macht mich maßlos traurig", sagte der Parlamentspräsident. Zu Jahresbeginn hätten die Menschen es nicht erwarten können, die rettende Spritze zu bekommen. "Und jetzt verzweifeln Hausärzte, weil Impfdosen massenhaft bei ihnen liegen bleiben." Dabei sei ein vollständiger Impfschutz für so viele Menschen wie möglich die einzige Chance, Corona in die Schranken zu weisen und die Freiheit zu sichern.

5.10 Uhr: Höchstwert bei Olympia: 24 neue Corona-Fälle im Umfeld der Spiele

Parallel zu den stark steigenden Corona-Zahlen in Tokio ist auch bei den Olympischen Spielen ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert worden. Insgesamt 24 weitere Personen sind im Umfeld der Spiele positiv getestet worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele am Donnerstag bekannt. So viele Fälle sind seit Beginn der Erfassung am 1. Juli nicht an einem Tag verzeichnet worden. Unter den Positivfällen sind auch drei Athleten. Die Namen der Sportler werden von den Organisatoren nicht veröffentlicht.

Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 193. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 20 Athletinnen oder Athleten mit dem Coronavirus. Im deutschen Team hatte es am vergangenen Freitag in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben. Die Hauptstadt Tokio hatte am Vortag mit 3177 Neuinfektionen einen Höchstwert in der Corona-Pandemie vermeldet.

Donnerstag, 4.40 Uhr: RKI registriert 3.142 Corona-Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in gut drei Wochen auf mehr als das Dreifache gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 16,0 - am Vortag betrug der Wert 15,0 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.
Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3.142 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus den Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.40 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.890 Ansteckungen gelegen, wahrscheinlich fehlten damals jedoch 19 Neuinfektionen aus Brandenburg.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 21 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen.

Corona-Pandemie: Das geschah am Mittwoch

22.00 Uhr: Staat New York verlangt von medizinischem Personal künftig Impfungen

Im Kampf gegen die rasche Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus werden Impfungen im Bundesstaat New York für Teile des medizinischen Personals künftig Pflicht. "Der Staat New York verlangt, dass sich Mitarbeiter des Gesundheitswesens mit Patientenkontakt in staatlichen Krankenhäusern impfen lassen, um die Sicherheit von Patienten und Mitarbeitern zu gewährleisten", schrieb Gouverneur Andrew Cuomo am Mittwoch bei Twitter. Alle anderen Beamten in allen Bereichen müssten entweder geimpft sein oder regelmäßig einen Covid-Test vorlegen. Diese Regelung werde am 6. September zum Labour Day in Kraft treten.

Die hochansteckende Delta-Variante übt zunehmend Druck auf den Öffnungskurs der USA aus. Knapp 50 Prozent aller Amerikaner - 163 Millionen Menschen - sind vollständig geimpft. Das ist deutlich weniger, als die Regierung für diesen Zeitpunkt angepeilt hatte.
Unterdessen steigt die Zahl der Neuinfektionen deutlich und liegt ein Vielfaches über dem niedrigen Wert von Anfang Juni. Auch die Zahl der Todesopfer pro Tag war zuletzt wieder nach oben gegangen und lag am Dienstag bei 533 - in Spitzenzeiten waren mehr als 4.000 Menschen pro Tag gestorben.

Die US-Politik hat vor allem in südlichen Problemstaaten wie Florida, Missouri oder Arkansas mit niedrigen Impfquoten zu kämpfen. Doch auch in anderen Teilen des Landes wird nach Ansicht von Experten eine größere Bereitschaft für die Vakzine benötigt. Die Stadt New York bietet Impfwilligen als Anreiz deswegen ab Freitag 100 Dollar. Auch auf Bundesebene erwägt die Regierung von US-Präsident Joe Biden Maßnahmen und prüft eine Corona-Impfpflicht für ihre mehr als zwei Millionen Mitarbeiter.

Die Krankenschwester Mahaliah Catie trägt Schutzkleidung während sie eine Dosis des Corona-Impfstoffes des Herstellers Moderna vorbereitet.
Die Krankenschwester Mahaliah Catie trägt Schutzkleidung während sie eine Dosis des Corona-Impfstoffes des Herstellers Moderna vorbereitet. © Will Lester/Orange County Register via ZUMA/dpa (S

21.42 Uhr: Norwegen verschiebt nächste Corona-Lockerungen wegen Delta-Sorgen

Die Menschen in Norwegen müssen wegen Sorgen vor der Delta-Variante des Coronavirus länger auf die Lockerung weiterer Corona-Maßnahmen warten. Die Umsetzung der vierten Stufe des Öffnungsplans der Regierung wird auf Empfehlung der norwegischen Gesundheitsbehörden um mindestens zwei Wochen aufgeschoben, wie Gesundheitsminister Bent Høie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Oslo bekanntgab.Im Zuge der Delta-Ausbreitung sehe man eine beunruhigende Entwicklung in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Staaten mit höheren Impfzahlen wie etwa Großbritannien und die Niederlande, sagte Høie. Ob man in Stufe vier eintreten könne, solle nun Mitte August neu bewertet werden.

Jetzt weiter zu öffnen, würde das Risiko erhöhen, dass Kinder und Jugendliche nach den Ferien nicht mit einem relativ normalen Schulalltag ins neue Schuljahr starten könnten. Die Delta-Variante ist mittlerweile in einer Reihe von europäischen Staaten die dominierende Variante, darunter auch in Norwegen. Gemäß der Öffnungsstufe vier sollen unter anderem Beschränkungen für den Spitzensport und Begrenzungen für die Gästezahl im eigenen Heim verschwinden. Zumindest werden nach Regierungsangaben ab dem kommenden Montag einige Änderungen bei den bisherigen Lockerungen vorgenommen. Das bedeutet unter anderem, dass neben Kindern und Jugendlichen dann auch erwachsene Norwegerinnen und Norweger außerhalb ihrer eigenen Regionen und Landkreise an Sport- und Kulturveranstaltungen teilnehmen dürfen.

21.28 Uhr: Silber-Skaterin Leal sagt Empfang ab und ruft zum Impfen auf

Drei Tage nach ihrer Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio hat die 13 Jahre alte Skateboarderin Rayssa Leal in ihrer brasilianischen Heimat zum Impfen gegen das Coronavirus aufgerufen. Nach der Ankunft in der Millionenmetropole São Paulo drehte sie am Mittwoch im Flughafen ein paar Runden auf dem Skateboard. Die geplante Zeremonie auf der Skateboardanlage in der nordöstlichen Stadt Imperatriz ließ Leal aber absagen und fuhr im offenen Wagen der Feuerwehr durch die Stadt. Dies sei noch nicht der Moment für Menschenansammlungen, sagte sie in einem Video, in dem sie zudem dazu aufforderte, Schutzmaske zu tragen, Alcogel zum Desinfizieren der Hände zu benutzen und sich impfen zu lassen.

Leal hatte in Tokio im ersten Skateboard-Wettbewerb der Frauen Silber hinter der ebenfalls erst 13 Jahre alten Japanerin Momiji Nishiya gewonnen und damit Brasilien verzaubert.

Tokio: Skateboard: Olympia. Rayssa Leal aus Brasilien, die spätere Silbermedaillengewinnerin, in Aktion.
Tokio: Skateboard: Olympia. Rayssa Leal aus Brasilien, die spätere Silbermedaillengewinnerin, in Aktion. © Li Ga/XinHua/dpa

21.13 Uhr: Corona-Todes- und Neuinfektionszahlen weltweit stark gestiegen

Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten weltweit ist innerhalb einer Woche stark angestiegen: um 21 Prozent auf 69.000 in sieben Tagen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf berichtete. Die WHO bezieht sich auf Regierungsangaben für die Woche vom 19. bis 25. Juli. Insgesamt seien bislang mehr als vier Millionen Menschen weltweit nach einer Infektion gestorben. Experten verweisen darauf, dass nicht alle Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus an Covid-19 sterben, gemeldet werden. Andererseits hatten einige Gestorbene schwere Vorerkrankungen. Die Zahl der in der vergangenen Woche gemeldeten Infektionen lag bei 3,8 Millionen, das waren acht Prozent mehr als in der Vorwoche. Auf dem amerikanischen Kontinent stiegen sowohl Infektions- als auch Totenzahlen deutlich. Ebenso starben mehr Menschen in Südostasien.

Seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 sind fast 194 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die WHO betrachtete auch mehr als 90 Studien über die Wirksamkeit der von der WHO zugelassenen Impfstoffe in der Realwelt. Eine WHO-Notfallzulassung erhielten bislang die Mittel von Astrazeneca, Johnson&Johnson, Moderna, Pfizer/Biontech, Sinovac und Sinopharm. Das Bild sei nicht vollständig, weil mehr als 60 Prozent der Studien aus nur drei Ländern mit frühen Impfkampagnen stammten (Israel, USA und Großbritannien) und 71 Prozent nur Astrazeneca und Pfizer/Biontech betrachteten.

Allgemein lasse sich sagen, dass die Impfstoffe gut vor schweren Krankheitsverläufen schützen, so die WHO: Die Wirksamkeit habe bei den Impfstoffen von Astrazeneca, Moderna, Pfizer/Biontech und Sinovac bei über 80 Prozent gelegen. Bei Astrazeneca und Pfizer/Biontech seien auch bei Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante des Virus die Zahl der schweren Verläufe deutlich reduziert worden. Zu den anderen Mitteln liegen keine oder nicht genügend Studien vor.

20.58 Uhr: Erneuter Anstieg der Coronafälle in der Türkei

Wenige Wochen nach der Lockerung von Coronamaßnahmen in der Türkei ist die tägliche Fallzahl erstmals seit Anfang Mai über 20.000 gestiegen. Laut dem Gesundheitsministerium wurden am Mittwoch 22.291 neue Fälle gemeldet. Anfang des Monats hatte die Zahl noch zwischen etwa 5.000 und 6.000 gelegen. In Deutschland mit ähnlicher Bevölkerungsgröße meldeten die Gesundheitsämter am Mittwoch binnen eines Tages 2.768 Corona-Neuinfektionen.

Anfang Juli hatte die türkische Regierung Ausgangsbeschränkungen aufgehoben, die mehr als ein halbes Jahr gegolten hatten. Auch Obergrenzen für Restaurantbesucher wurden aufgehoben, Büros, Kinos und Theater wieder geöffnet. Etwa die Hälfte der Bevölkerung hat sich bisher mindestens einmal impfen lassen. Die Türkei setzt die Präparate von Sinovac und Biontech/Pfizer ein.

20.17 Uhr: Mediziner sehen durch Delta-Variante keine akute Gefahr für Kinder

Kindermediziner sehen derzeit keine akute Gefahr durch die Delta-Variante für Kinder und Jugendliche in Deutschland. „Es gibt keine Zunahme von schweren – intensivpflichtigen – Verläufen durch Delta bei Kindern und Jugendlichen“, sagte Jakob Armann, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum der Technischen Universität Dresden, dem Berliner „Tagesspiegel“. Aufgrund der aktuell insgesamt niedrigen Fallzahlen gibt es laut Armann „praktisch keine stationär aufgenommen Kinder und Jugendlichen“ mit einer Corona-Infektion.

Das zeigen auch aktuelle Daten der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI): Bundesweit wurden in den ersten drei Juli-Wochen nur fünf Kinder und Jugendliche wegen einer Corona-Infektion neu auf Normalstationen aufgenommen. Der letzte Fall, in dem ein Kind oder Jugendlicher wegen eines schweren Verlaufs auf Intensivstationen verlegt werden musste, datiert auf Anfang Juni.

Sorge vor eine Long-Covid-Welle bei Kindern hat Armann ebenfalls nicht. „Ich persönlich gehe nicht von einer grundsätzlichen Änderung der Situation durch Delta aus“, sagte er. Ähnlich bewertet Robin Kobbe, Kinderarzt und Infektiologe am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), die Situation: „Dass diese Variante eindeutig aggressiver ist, kann bisher für Kinder und Jugendliche nicht gesagt werden.“

19.58 Uhr: Niederlande: Nach Aus fürs Nachtleben gehen Infektionen stark zurück

In den Niederlanden geht die Zahl der Neuinfektionen weiter stark zurück. Zuletzt wurden 3513 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet, fast 500 weniger als am Vortag, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Mittwoch bekanntgab. In den vergangenen sieben Tagen ging den Angaben zufolge die Zahl der positiven Testergebnisse um fast 50 Prozent im Vergleich zur Vorwoche zurück. Grund für den rückläufigen Trend sind nach Angaben der Behörden die verschärften Maßnahmen vor allem für Nachtclubs und Diskotheken.

Dagegen stieg die Zahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern weiter an. Zur Zeit werden 629 Menschen behandelt, 13 mehr als am Vortag. In den vergangenen sieben Tagen waren im Schnitt vier Menschen an Covid-19 gestorben, in der Vorwoche waren es zwei am Tag. Die Niederlande waren am Dienstag von Deutschland wegen der sehr hohen Infektionszahlen zum Hochinzidenzgebiet erklärt worden. Nach Aufhebung der meisten Maßnahmen waren die Infektionszahlen explosionsartig gestiegen. Daraufhin hatte die Regierung zum 10. Juli die Notbremse gezogen und vor allem das Nachtleben wieder stark eingeschränkt.

Nachdem für Nachtclubs und Diskotheken verschärfte Regeln gelten, gehen die Corona-Infektionen zurück.
Nachdem für Nachtclubs und Diskotheken verschärfte Regeln gelten, gehen die Corona-Infektionen zurück. © Felix Kästle/dpa (Symbolbild)

19.34 Uhr: FDP-Chef Lindner gegen pauschale Testpflicht für Reiserückkehrende

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner hat sich kritisch über die Pläne der Bundesregierung zu erweiterten Testpflichten für Reiserückkehrende geäußert. Die Unionsgeführte Bundesregierung bereite die Öffentlichkeit erneut auf erhebliche Freiheitseinschränkungen vor, sagte Lindner am Mittwoch im schleswig-holsteinischen Strande. Es sei nicht das erste Mal, dass die Regierung "solche Testballons" starte. Als Beispiel nannte er die Diskussion um einen Wellenbrecher-Lockdown im November. Die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus habe zurecht darauf hingewiesen, dass eine pauschale Testpflicht sowohl schwer umsetzbar als auch in ihrer Pauschalität unverhältnismäßig sei, sagte Lindner.

Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie seien hingegen mobile Impfteams notwendig "vor Möbelmärkten und in den Stadtteilen, wo vielleicht ein Verständigungsproblem besteht, weil die soziale Zusammensetzung dort eben nicht nur deutsch als Umgangssprache hat", sagte Lindner. Notwendig seien Vorbereitungen für den Herbst bei der Testinfrastruktur. Es müsse stärker auf die zuverlässigeren PCR-Tests gesetzt werden. "Luftreiniger, CO2-Messer, das ist das, was wir für den Herbst brauchen." Ein neuer pauschaler Lockdown müsse in jedem Fall ausgeschlossen werden. "Und auch die bisher Nicht-Geimpften müssen sich mit einem negativen Test am gesellschaftlichen Leben beteiligen können."

19.13 Uhr: Baerbock: Testpflicht für Reiserückkehrer "absolut notwendig"

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat eine sofortige Verschärfung der Reiseregeln als absolut notwendig bezeichnet. Man dürfe nicht die Fehler des vergangenen Sommers wiederholen, indem man sich erst über besseren Schutz Gedanken mache, wenn die Reiserückkehrer bereits wieder zurück seien, sagte Baerbock am Mittwoch. Es sei absolut notwendig, dass Reiserückkehrer, die keine zweifache Impfung hätten, ab sofort vernünftig getestet würden.

Denn die Inzidenzen gingen wieder hoch. Man habe bereits gesehen, dass Reiserückkehrer Infektionen auch in Kitas und Schulen hereingebracht hätten. Die Bundesregierung plant eine generelle Corona-Testpflicht für Urlauber bei der Rückkehr nach Deutschland. Künftig soll grundsätzlich ein negativer Test nötig sein - egal, von wo und mit welchen Verkehrsmitteln man kommt. Eine generelle Testpflicht bei der Einreise besteht schon für alle Flugpassagiere. Ab wann die verschärften Regeln genau gelten sollen, ist vorerst noch offen.

18.59 Uhr: Berliner Polizei verbietet zwei "Querdenken"-Demos am Wochenende

Zwei für das Wochenende in der Hauptstadt geplante "Querdenken"-Kundgebungen gegen die Corona-Politik sind verboten worden. Das teilte ein Sprecher der Berliner Polizei am Mittwochabend mit. "Unter Berücksichtigung und nach Bewertung der objektiven Sachlage haben wir bisher zwei Versammlungen, eine am 31. Juli und eine am 1. August 2021, verboten." Um welche Demonstrationen genau es sich dabei handelt, teilte die Polizei auch auf Nachfrage nicht mit. Die Prüfung weiterer Versammlungen dauere außerdem noch an.

Am Sonntag ist unter anderem für den Nachmittag eine "Querdenken"-Kundgebung auf der Straße des 17. Juni in der Nähe des Brandenburger Tors geplant. Die Organisatoren von der Initiative "Querdenken 711" hatten dafür 22.500 Teilnehmer angemeldet, wie deren Sprecher, Michael Ballweg, am Mittwoch vor Bekanntwerden des Verbots sagte. Die Stuttgarter Initiative hat zu der Veranstaltung unter dem Motto "Das Jahr der Freiheit und des Friedens - Das Leben nach der Pandemie" aufgerufen. Die Berliner Polizei bereitet sich nach Angaben des Sprechers auf ein einsatz- und kräfteintensives Wochenende vor. "Aktuell befinden wir uns in der Bewertung sämtlicher Umstände und Erkenntnisse." Daran richteten sich alle Folgemaßnahmen aus. "Soll heißen: unser Einsatzkonzept, die detaillierte Kräfteplanung einschließlich der Anforderung von Unterstützungskräften, aber auch eine Entscheidung darüber, ob und welche Versammlung betreffend ein Verbot ausgesprochen werden müsste."

18.38 Uhr: New Yorker Metropolitan Oper soll "komplett geimpftes Haus" werden

Nach anderthalbjähriger Pause in der Corona-Pandemie will die New Yorker Metropolitan Oper mit dem Start der kommenden Saison im September zum "komplett geimpften Haus" werden. Alle Besucher müssten einen Impf-Nachweis vorlegen, teilten die Betreiber mit. Von Sängern, Orchester- und Chormitgliedern sowie Mitarbeitern werde ebenfalls eine Impfung verlangt. Solange für Kinder unter 12 Jahren noch kein Impfstoff zugelassen sei, dürften diese die Oper nicht betreten. Dafür soll es dann zum Start der Saison am 27. September keine Kapazitätseinschränkungen im Opernhaus geben, auch Masken sind nicht vorgeschrieben. Gezeigt wird "Fire Shut Up in My Bones" von Terence Blanchard - die erste Oper eines Afroamerikaners, die an der Metropolitan Oper Premiere feiert. Wegen der Corona-Pandemie ist das renommierte Haus in Manhattan seit März 2020 geschlossen.

Die Metropolitan Oper im Lincoln Center in New York (M), die Konzerthalle (r) und das Balletthaus (l).
Die Metropolitan Oper im Lincoln Center in New York (M), die Konzerthalle (r) und das Balletthaus (l). © picture alliance / Christina Horsten/dpa (Archiv)

18.18 Uhr: Warum bei Aldi in Sachsen noch Maskenpflicht herrscht

Dass die Corona-Inzidenz derzeit vergleichsweise niedrig ist, merken die Menschen in Sachsen am deutlichsten an einem Umstand: Die Maskenpflicht im Handel ist aufgehoben. Seit einigen Tagen kann man deswegen in den Supermärkten wieder Gesichter erkennen - nur eine Discounter-Kette will in ihren Filialen nicht zu früh Entwarnung geben und behält die Maskenpflicht noch bei: Aldi. Der Discounter verpflichtet Kunden dennoch, einen Schutz zu tragen. Ob das klappt, erfahren Sie hier.

18.06 Uhr: Polizei durchsucht Teststellen wegen Betrugsverdachts

Die Polizei in Berlin durchsucht Corona-Teststellen wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug. Mehr als 150 Orte stehen auf der Liste der Ermittler. Wie die Generalstaatsanwaltschaft mitteilte, gibt es mehr als 50 Tatverdächtige. Mehr als 200 Beamte des Landeskriminalamts und der Landespolizeidirektion durchsuchten nach Polizeiangaben die Teststellen. Ob Beweise sichergestellt wurden, blieb zunächst offen. "Ausgangspunkt waren Verdachtsmomente auf einen Abrechnungsbetrug im Zusammenhang mit Corona-Schnelltests im Bezirk Neukölln", sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner.

Anschließend sei im Juni stadtweit geprüft worden, ob Abrechnungen von Corona-Tests plausibel seien. "Dabei haben sich weitere Verdachtsmomente ergeben, denen wir nachgehen." Die Durchsuchungen beschränkten sich nicht auf einzelne Bezirke und auch nicht auf eine bestimmte Art von Teststellen. Möglicher Betrug mit Schnelltests beschäftigt seit Monaten die Verantwortlichen. In mehreren Bundesländern wurden Verdachtsfälle bekannt. Im Juni waren in Berlin einzelne Teststellen geschlossen worden, auch wegen unzureichender Durchführung von Tests und Hygienemängeln. Für solche Fälle hat der Senat eine Beschwerde-Adresse eingerichtet.

17.45 Uhr: Tschechien plant freie Tage für geimpfte Staatsbeamte

Tschechien plant eine Belohnung für die Corona-Impfung: Alle Staatsbediensteten, die die Spritze erhalten haben, sollen zwei zusätzliche bezahlte Urlaubstage erhalten. Das kündigte Ministerpräsident Andrej Babis am Mittwoch bei Twitter an. "Es ist wahr, dass manche von ihnen eine stärkere Impfreaktion hatten", räumte der Gründer der populistischen Partei ANO ein. Man wolle mit dem Schritt noch mehr Menschen zur Impfung motivieren, fügte der 66 Jahre alte Multimilliardär hinzu. In Tschechien mit seinen rund 10,7 Millionen Einwohnern gelten bisher 4,6 Millionen Menschen als vollständig geschützt. Das Kabinett soll über den Vorstoß bereits am Freitag entscheiden.

In Tschechien stehen Anfang Oktober Parlamentswahlen bevor. Nach einer aktuellen Umfrage der Meinungsforschungsagentur STEM würde die ANO von Babis mit 26,7 Prozent auf die meisten Stimmen kommen. Auf dem zweiten Platz würde ein Oppositionsbündnis aus Bürgermeisterpartei und Piratenpartei mit 24,1 Prozent landen.

17.33 Uhr: Meißen: Dritte Impfung startet - und keiner weiß es

Rentnerin Thea R. aus Meißen macht sich Sorgen. Sie ist schon Anfang Februar das zweite Mal gegen Corona geimpft worden. Der Hersteller des Vakzins Biontech/Pfizer empfiehlt - vor allem den vulnerablen Gruppen - nach einem halben Jahr eine Nachimpfung. Das halbe Jahr ist gleich vorbei, aber Frau R. erhält keine Informationen. Das Gesundheitsministerium nennt den September als Starttermin für einen Corona-Booster. Doch DRK, Ärzte und Ämter im Kreis Meißen wissen von nichts. Wie das kommt und was das bedeutet, lesen Sie im Artikel von Sächsische.de

Da sieht man mal, welche Impfstoffe beliebt sind und welche nicht. Die Spritzen mit Corona-Vakzinen liegen im Impfzentrum in Nierenschalen bereit. Bald soll es für alle vollständig Geimpften noch eine dritte Booster-Impfung geben.
Da sieht man mal, welche Impfstoffe beliebt sind und welche nicht. Die Spritzen mit Corona-Vakzinen liegen im Impfzentrum in Nierenschalen bereit. Bald soll es für alle vollständig Geimpften noch eine dritte Booster-Impfung geben. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

17.10 Uhr: Weltärztepräsident Montgomery spricht im CoronaCast über die Impfpflicht-Debatte

Sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, kann in Deutschland jeder frei für sich entscheiden. Es gibt gute Argumente dafür, aber genauso auch Gründe, die zumindest Anlass für Nachfragen geben. Einen Impfzwang gibt es nicht - aber aktuell eine Diskussion darüber, wie künftig mit nicht geimpften Personen umgegangen werden soll. Schließlich ist inzwischen der Zeitpunkt erreicht, zu dem jeder, der es will, ein Impfangebot bekommen kann. Im CoronaCast, dem Podcast von Sächsische.de zur Pandemie, gibt Frank Ulrich Montgomery, Präsident des Weltärztebundes, Antworten in der heiklen Debatte und einen Lösungsvorschlag: eine partielle Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen.

Das Gespräch hören Sie direkt über den hier eingebetteten Player. Weitere Abspielmöglichkeiten und Hintergründe zum Thema finden Sie in diesem Artikel: Weltärztepräsident für Impflicht in bestimmten Berufen

16.44 Uhr: Pfizer rechnet mit noch höherem Umsatz durch Corona-Impfstoff

Die gemeinsam mit der deutschen Biontech vermarktete Corona-Impfung lässt die Kassen bei Pfizer in diesem Jahr noch lauter klingeln als gedacht. Der US-Pharmakonzern hob am Mittwoch zur Vorlage der Quartalsbilanz seine Umsatzprognosen für die Impfung an und schraubte daher auch seine Jahresziele ein weiteres Mal höher. Wie Pfizer mitteilte, rechnet das Management nun mit Erlösen durch den Impfstoff von rund 33,5 Milliarden Dollar (28,4 Mrd Euro). Zuletzt war der Konzern von rund 26 Milliarden Dollar ausgegangen. Für den Jahresumsatz sagt Pfizer einen Anstieg auf 78 Milliarden bis 80 Milliarden Dollar voraus, nachdem zuvor noch 70,5 Milliarden bis 72,5 Milliarden im Plan standen.

Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) soll sich in einer Bandbreite von 3,95 bis 4,05 Dollar bewegen. Die alte Prognose hatte auf 3,55 bis 3,65 Dollar gelautet. Im zweiten Quartal trieben die Impfaktionen, in denen das Mittel Comirnaty des Duos Pfizer/Biontech eine wichtige Rolle spielt, das Wachstum der Amerikaner kräftig an: Die Erlöse wurden mit knapp 19 Milliarden Dollar im Vergleich zum Vorjahreswert nahezu verdoppelt. Unter dem Strich verdiente Pfizer knapp 5,6 Milliarden Dollar. Dies war ein Plus von rund 60 Prozent.

Fläschchen für den Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer stehen in den Produktionsstätten von Allergopharma in Reinbek bei Hamburg.
Fläschchen für den Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer stehen in den Produktionsstätten von Allergopharma in Reinbek bei Hamburg. © Christian Charisius/dpa/Pool (Archiv)

16.30 Uhr: Brandenburger Grundschüler müssen zunächst wieder Masken tragen

Auch die Brandenburger Grundschüler müssen in den ersten beiden Wochen nach dem Start des neuen Schuljahrs am 9. August im Unterricht und im Hort Masken tragen. Dies entschied das Brandenburger Kabinett in der neuen Corona-Umgangsverordnung, wie die Staatskanzlei am Mittwoch nach der Kabinettssitzung mitteilte. Ausgenommen davon ist der Sport-Unterricht. Zudem gilt die Maskenpflicht generell ab der 7. Klasse auch über die ersten zwei Wochen nach den Ferien hinaus und eine regelmäßige Testpflicht in allen Schulen.

Trotz der zunehmenden Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus sollen in Brandenburg von Anfang August an wieder größere Veranstaltungen unter Voraussetzungen zugelassen werden. Bei mehr als 1.000 Zuschauern wird die weiterhin zulässige Personenzahl auf die Hälfte der restlichen Kapazität der Einrichtung beschränkt. So könnten in einem Veranstaltungsort mit der Kapazität von 2.000 Gästen 1500 Menschen zugelassen werden, wenn das Abstandsgebot eingehalten werden könne, erläuterte die Staatskanzlei.

16.16 Uhr: Keine Quarantäne mehr für geimpfte EU-Bürger in England ab 2. August

Vollständig geimpfte EU-Bürger müssen bald in England nach der Einreise nicht mehr in Quarantäne gehen. "Wir helfen Menschen, die in den USA oder europäischen Ländern leben, sich mit ihren Familien und Freunden im Vereinigten Königreich wiederzuvereinigen", schrieb der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Mittwoch auf Twitter. Ab dem 2. August müssten Ankommende aus Ländern auf der sogenannten "gelben Liste" nicht mehr in Quarantäne gehen, wenn sie vollständig geimpft seien. Vor der Einreise und an Tag 2 nach der Einreise sind weiterhin Tests fällig.

In England gilt bislang für ausländische Reisende aus Ländern von der gelben Liste - auf der auch Deutschland trotz niedriger Corona-Zahlen weiterhin steht - eine strikte Quarantänepflicht. Ankommende müssen sich für mindestens fünf Tage isolieren, auch wenn sie vollständig geimpft sind. Premierminister Boris Johnson sei besorgt, sein Land könne seinen "Impfbonus" einbüßen und hinter Europa zurückfallen, hieß es vor der Ankündigung bereits in der "Times". In vielen EU-Ländern gelten bereits seit Monaten gelockerte Bestimmungen für geimpfte Reisende. Da die Corona-Politik im Vereinigten Königreich Ländersache ist, werden die Regeln zunächst nur für England gelten. Schottland, Wales und Nordirland könnten jedoch folgen.

16.00 Uhr: EU schließt Rahmenvertrag für Corona-Medikament

Die EU-Kommission hat mit dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline einen Rahmenvertrag über die Lieferung des Corona-Medikaments Sotrovimab abgeschlossen. Die Behörde sicherte so für 16 Mitgliedstaaten bis zu 220.000 Chargen, wie sie am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Ob Deutschland darunter ist, wurde auch auf Anfrage nicht mitgeteilt.

Sotrovimab wird derzeit von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geprüft. Das Medikament ist für Covid-19-infizierte Patienten gedacht, die noch milde Symptome zeigen und keine Sauerstoffzufuhr brauchen, aber ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Studien legen laut EU-Kommission nahe, dass eine frühe Behandlung mit Sotrovimab die Zahl der Kranken verringern kann, die ins Krankenhaus oder gar auf die Intensivstation müssen. Neben Impfstoffen spielten sichere und wirksame Therapeutika eine Schlüsselrolle bei der Rückkehr zur Normalität, erklärte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides zur Vertragsunterzeichnung. Beschafft werden kann das Mittel laut Kommission, sobald entweder die EMA es europaweit zugelassen oder ein Mitgliedstaat für sein Gebiet eine Notfallzulassung erteilt habe.

15.46 Uhr: Watzke hofft auf höhere Zuschauerzahlen - sonst drohen Klagen

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke setzt bei der Festlegung der Zuschauerzahlen in der kommenden Saison der Fußball-Bundesliga auf einen Dialog mit der Politik und will juristische Auseinandersetzungen vermeiden. "Klagen kann immer nur die Ultima Ratio sein. Wir müssen versuchen, mit der Politik Lösungen zu finden. Mir ist eine Lösung mit der Politik immer lieber als eine Lösung auf Klagewegen. Aber ausschließen kann man es natürlich nicht", sagte der Geschäftsführer des Revierclubs am Mittwoch im Trainingslager des Bundesligisten in der Schweiz.

Angesichts wieder steigender Coronazahlen und der anhaltenden Unsicherheit bei der Auslastung der Stadien sorgt sich Watzke um den Fußball. "Wenn das lange so weiter geht, werden eine ganze Menge Clubs in richtige Schwierigkeiten kommen. Für den Fußball ist es ganz entscheidend, dass wir irgendwann wieder ordentliche Zuschauerzahlen haben."

Ohne einen markant höheren Ticketverkauf sei auf dem Transfermarkt weiterhin Zurückhaltung geboten. "Wir sind immer noch in einem wirtschaftlichen Blindflug. Wenn die Politik die Nerven verliert, wieder nur auf Inzidenzen schaut und wir am Ende wieder nur mit ein paar tausend Zuschauern spielen dürfen, müssen wir jetzt Reserven bilden."

15.30 Uhr: Start für generelle Corona-Testpflicht bei Einreisen vorerst offen

Die Bundesregierung lässt den Start der geplanten generellen Corona-Testpflicht für Urlauber bei der Rückkehr nach Deutschland vorerst offen. Die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer nannte am Mittwoch in Berlin keinen Termin und wies auf noch laufende interne Abstimmungen hin. Regelungen für Reiserückkehrer stünden auch auf der Themenliste der Corona-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am 10. August. Was schon vorher geklärt werden könne, werde selbstverständlich geklärt. Es gelte: "Je schneller, desto besser."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) streben an, dass künftig grundsätzlich ein negativer Test nötig sein soll - egal, von wo und mit welchen Verkehrsmitteln man kommt. Eine generelle Testpflicht bei der Einreise besteht schon für alle Flugpassagiere. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Dienstagabend in der ARD gesagt, der Bund habe zugesichert, er werde bis zum 1. August alles probieren, um eine einheitliche Testpflicht einzuführen, "nicht nur für Flugreisen, sondern auch beispielsweise für alles, was an normalem Autoweg oder Bahnweg kommt".

15.21 Uhr: Testpflicht für Reiserückkehrer - Koalition plant Sondersitzung des Bundestags

Die große Koalition plant nach Angaben der SPD eine Sondersitzung des Bundestags im August, um durch eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes eine allgemeine Testpflicht für Reiserückkehrer einführen zu können. „Justiz-, Gesundheits- und Innenministerium arbeiten bereits an einer Gesetzesänderung und sind schon auf der Zielgeraden“, sagte der SPD-Rechtsexperte Johannes Fechner dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die erforderliche Änderung könnte vom Bundestag noch im August in einer Sondersitzung beschlossen werden“, ergänzte er.

Fechner sagte, die SPD halte eine allgemeine Testpflicht für Reiserückkehrer für sinnvoll. Eine entsprechende Neufassung der Einreiseverordnung brauche jedoch eine sichere gesetzliche Grundlage, die das Infektionsschutzgesetz bisher nicht biete. Es erlaube in der aktuellen Fassung nur eine allgemeine Testpflicht bei Flugreisen. „Es wäre Gift für das Vertrauen der Bevölkerung in die Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung, wenn Gerichte die Neuregelung wieder kippen würden. Dieses Risiko wollen und dürfen wir nicht eingehen“, betonte er. Durch eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes müsse nicht nur eine Verordnungsgrundlage geschaffen, sondern auch begründet werden, warum die Testpflicht verhältnismäßig sei.

Nicht nur Flugreisende sollen sich bei der Rückkehr nach Deutschland künftig auf Corona testen lassen.
Nicht nur Flugreisende sollen sich bei der Rückkehr nach Deutschland künftig auf Corona testen lassen. © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa (Symbolbild)

15.04 Uhr: Kneipenfestival "Honky Tonk" will nach Leipzig zurückkehren

Nach einer Zwangspause wegen Corona soll das Musik- und Kneipenfestival "Honky Tonk" in diesem Herbst nach Leipzig zurückkehren. Als Termin stehe der 25. September fest; der Vorverkauf beginne am 30. August, teilten die Veranstalter am Mittwoch mit. Beim "Honky Tonk" können die Gäste ein Eintrittsbändchen erwerben und damit von Lokal zu Lokal ziehen und dort Livemusik erleben. Das Festival musste zuletzt wegen der Pandemie anderthalb Jahre pausieren.

14.47 Uhr: Pro-Kopf-Verschuldung in Sachsen am geringsten

Die Corona-Pandemie hat die Schulden der öffentlichen Haushalte bei Banken und Privatunternehmen deutlich ansteigen lassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung waren beim sogenannten nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2020 mit 2172,9 Milliarden Euro verschuldet, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mit. Binnen Jahresfrist sei die öffentliche Verschuldung um 14,4 Prozent auf den höchsten Stand gestiegen, der jemals in der Statistik am Ende eines Jahres gemessen worden sei.

Trotz hoher prozentualen Zuwächse der Schuldenstände gegenüber 2019 - in Sachsen waren es sogar 344 Prozent - war im Freistaat die Verschuldung pro Kopf mit 1.244 Euro (2019: 279 Euro) am geringsten. Insgesamt stiegen Schulden der Länder bezogen auf das Vorjahr um 9,8 Prozent beziehungsweise 57,0 Milliarden Euro auf 636,0 Milliarden Euro. Am höchsten war die Pro-Kopf-Verschuldung mit durchschnittlich 21.723 Euro (2019: 19 041 Euro) in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin. Hier sei aber zu beachten, dass die Stadtstaaten anders als die Flächenländer auch kommunale Aufgaben wahrnehmen, hieß es.

Der Anstieg sei insbesondere bei Bund und Ländern auf die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zurückzuführen, darunter Hilfspakete und Mehrwertsteuersenkung. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich wie private Unternehmen im In- und Ausland. Das Bundesamt legte nun die endgültige Statistik vor, nachdem es im März bereits vorläufige, etwas geringere Zahlen veröffentlicht hatte.

14.22 Uhr: 74 neue Corona-Infektionen in Sachsen gemeldet

In den vergangenen 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Sachsen dem Gesundheitsministerium 74 neue Corona-Infektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 27 neue Fälle gewesen, also 47 weniger. Insgesamt sind damit seit Beginn der Pandemie in Sachsen offiziell 286.572 Infektionen nachgewiesen worden. Am Mittwoch wurden zudem 2 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben 10.127 Menschen im Freistaat an oder in Zusammenhang mit Covid-19. Geschätzt 275.995 Menschen sind von einer Covid-Erkrankung genesen.

Die Corona-Inzidenz steigt in Sachsen weiter auf niedrigem Niveau an. Das Robert Koch-Institut bezifferte den Wert auf 5,5 nach 4,8 am Dienstag. Leipzig hat mit aktuell 11,1 den höchsten Wert im Freistaat. Auch die Landeshauptstadt Dresden liegt mit 11,0 über den 10er Marke, die für das Einkaufen ohne Maskenpflicht ausschlaggebend ist. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen im einstigen Corona-Hotspot Vogtland (0,4).

14.07 Uhr: Nächste Bund-Länder-Runde zu Corona am 10. August

Die Ministerpräsidentenkonferenz will am 10. August mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer bestätigte am Mittwoch in Berlin das vorgezogene Treffen. Gesprochen werden soll über das Thema Impfen sowie über den Umgang mit Reiserückkehrern und mit den steigenden Infektionszahlen. Über Hochwasserhilfen werde in dieser Bund-Länder-Runde nicht beraten. Am Dienstagabend hatte bereits der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz und Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, erklärt, das die Beratungen "am übernächsten Dienstag in gewohnter Form, mit der Bundeskanzlerin als Videoschaltkonferenz stattfinden" werden.

13.53 Uhr: Polizei überführt Impfausweis-Fälscher

Die Polizei hat in Franken einen Impfausweis-Fälscher ermittelt. Gegen den 42-Jährigen laufe nun ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung, teilten die Staatsanwaltschaft Schweinfurt und das Polizeipräsidium Unterfranken in Würzburg am Mittwoch mit. Der Mann soll gefälschte Impfpässe anonym über einen Messenger-Dienst zum Verkauf angeboten haben. Er legte ein Geständnis ab. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung in der Region Main-Rhön wurde unter anderem ein gefälschter Impfpass sichergestellt, ausgestellt auf den Namen des Beschuldigten selbst.

Staatsanwaltschaft und Polizei wiesen darauf hin, dass nicht nur die Herstellung und der Verkauf gefälschter Impfausweise strafbar ist, sondern auch deren Verwendung. Zudem raten sie, keine Fotos von Impfausweisen, QR-Codes oder ähnlich sensiblen Daten und Dokumenten in sozialen Netzwerken oder über Messenger-Dienste zu veröffentlichen. Diese könnten Kriminelle als Grundlage für Fälschungen nutzen.

13.30 Uhr: Sozialministerium sucht Ursachen für Sachsens geringe Impfquote

Sachsen ist schon seit längerem Schlusslicht in der deutschen Impf-Statistik. Das Sozialministerium forscht nach Ursachen und sieht mehrere Gründe für die vergleichsweise schwache Quote im Freistaat. Auf Anfrage nannte das Ministerium am Mittwoch eine Mischung von Ursachen. Bei manchen Menschen würden wohl die derzeit niedrigen Inzidenzen und eine damit verbundene Sorglosigkeit eine Rolle spielen. Bei vielen dürften auch die wegen niedriger Inzidenzwerte fehlenden Testpflichten eine Rolle spielen. Welche Gründe das Ministerium noch nennt, lesen Sie im Artikel Warum hinkt Sachsen beim Impfen hinterher?

13.07 Uhr: Weiteres Todesopfer in Dresden

Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag 14 weitere Corona-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 30.869 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Davon gelten 29.633 als wieder genesen - drei mehr als am Dienstag. Die Behörden meldeten zudem eine weitere Krankenhauseinweisung und einen Todesfall. Seit Pandemiebeginn sind damit 1.107 Opfer in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, stieg nach Angaben der Lokalbehörden von 11,5 auf 12,6. Für Grenzwerte nach der Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen sind allerdings Werte des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend. Dort liegt die Zahl für Dresden heute bei 11,0, am Dienstag waren es 10,8. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen manchmal von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

12.55 Uhr: Start für generelle Corona-Testpflicht bei Einreisen vorerst offen

Die Bundesregierung lässt den Start der geplanten generellen Corona-Testpflicht für Urlauber bei der Rückkehr nach Deutschland vorerst offen. Die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer nannte am Mittwoch in Berlin keinen Termin und wies auf noch laufende interne Abstimmungen hin. Regelungen für Reiserückkehrer stünden auch auf der Themenliste der Corona-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder am 10. August. Was schon vorher geklärt werden könne, werde selbstverständlich geklärt. Es gelte: "Je schneller, desto besser."

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) streben an, dass künftig grundsätzlich ein negativer Test nötig sein soll - egal, von wo und mit welchen Verkehrsmitteln man kommt. Eine generelle Testpflicht bei der Einreise besteht schon für alle Flugpassagiere. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CDU) hatte am Dienstagabend in der ARD gesagt, der Bund habe zugesichert, er werde bis zum 1. August alles probieren, um eine einheitliche Testpflicht einzuführen, "nicht nur für Flugreisen, sondern auch beispielsweise für alles, was an normalem Autoweg oder Bahnweg kommt".

12.25 Uhr: Italiens Arzneimittelbehörde gibt Moderna-Vakzin für Jugendliche frei

Die italienische Arzneimittelagentur Aifa hat den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna für die Altersgruppen zwischen 12 und 17 Jahren freigegeben. Die technisch-wissenschaftliche Kommission habe die Auffassung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA vollständig akzeptiert, teilte die Aifa am Mittwoch in Rom mit. Die verfügbaren Daten hätten die Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs für diese Altersgruppe gezeigt.

11.50 Uhr: Briten spenden erstmals Impfdosen ins Ausland

Mehr als sieben Monate nach dem Start der eigenen Impfkampagne spendet Großbritannien erstmals Corona-Impfdosen ins Ausland. Das bestätigte eine Regierungssprecherin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Insgesamt gibt das Land neun Millionen Astrazeneca-Impfdosen an das UN-Impfprogramms Covax ab, wie das Außenministerium später am Tag bekanntgeben wollte. 817.000 Dosen sollen nach Kenia gehen, davon 400.000 noch in dieser Woche. Bis Mitte nächsten Jahres will das Vereinigte Königreich 100 Millionen Impfdosen abgeben.

Großbritannien hatte bei den Herstellern so viel Impfstoff bestellt, dass es ausreichen würde, um die eigene Bevölkerung mehrfach zu impfen. Da das Land bislang jedoch kaum Impfstoff exportierte und keine Dosen spendete, wurde den Briten immer wieder Impfnationalismus vorgeworfen.

11.15 Uhr: Öffentliche Haushalte mit Rekordverschuldung nach erstem Corona-Jahr

Die Corona-Pandemie hat die Schulden der öffentlichen Haushalte bei Banken und Privatunternehmen deutlich ansteigen lassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung waren beim sogenannten nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2020 mit 2172,9 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Binnen Jahresfrist sei die öffentliche Verschuldung um 14,4 Prozent auf den höchsten Stand gestiegen, der jemals in der Statistik am Ende eines Jahres gemessen worden sei.

Die Summe entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 26.141 Euro, 3.281 Euro mehr als Ende 2019. Die Entwicklung habe sich nach vorläufigen Ergebnissen im ersten Quartal 2021 fortgesetzt, erklärte das Bundesamt. Der Anstieg sei insbesondere bei Bund und Ländern auf die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zurückzuführen, darunter Hilfspakete und Mehrwertsteuersenkung. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich, wie private Unternehmen im In- und Ausland.

10.45 Uhr: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

Rund sieben Monate nach dem Start der Corona-Impfungen ist die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland vollständig gegen das Virus geimpft. Wie aus aktuellen Daten des Bundesgesundheitsministeriums vom Mittwoch hervorgeht, haben nach den Impfungen vom Vortag rund 41,8 Millionen Menschen den nach bisherigem Forschungs- und Entwicklungsstand bestmöglichen Impfschutz gegen das Coronavirus. Für diesen sind bei den meisten Vakzinen zwei Dosen im Abstand mehrerer Wochen vonnöten. Das entspricht 50,2 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Fast 50,9 Millionen Menschen in Deutschland haben bislang zumindest eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Das sind 61,1 Prozent der deutschen Bevölkerung. Das Robert Koch-Institut (RKI) geht seit der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus davon aus, dass weit mehr als 80 Prozent der Bevölkerung geimpft sein müssen, um den Effekt der sogenannten Herdenimmunität zu erreichen. Erst dann wären durch großflächige Immunisierung auch Menschen geschützt, die etwa aus medizinischen oder Altersgründen nicht geimpft werden können.

9.50 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt weiter auf niedrigem Niveau

Die Corona-Inzidenz steigt in Sachsen weiter auf niedrigem Niveau an. Das Robert Koch-Institut (RKI) bezifferte den Wert am Mittwoch auf 5,5. Am Vortag hatte er bei 4,8 gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Neuansteckungen es je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gibt. Derzeit ist Sachsen das Bundesland mit der drittniedrigsten Inzidenz. Nur die Nachbarländer Sachsen-Anhalt (3,6) und Thüringen (5,3) liegen noch darunter. Bundesweit lag der Wert am Mittwoch bei 15,0 (Dienstag: 14,5.)

Die Landeshauptstadt Dresden befindet sich mit 11,0 weiter über der 10er-Grenze. Daran hängt in Sachsen die Maskenpflicht beim Einkaufen. Die Marke muss mehrere Tage in Folge überschritten werden, bevor die Pflicht wieder greift. Auch die Großstadt Leipzig befand sich am Mittwoch mit 11,1 oberhalb dieser Marke. Am geringsten ist das Infektionsgeschehen im einstigen Corona-Hotspot Vogtland (0,4).

9.08 Uhr: Corona-Infektionen: Kinderferienlager abgebrochen

Der Landkreis Nordwestmecklenburg hat ein Ferienlager mit 75 Kindern wegen gehäufter Corona-Infektionen vorzeitig beendet. Wie ein Sprecher des Landkreises am Mittwoch sagte, stammten die Teilnehmer im Alter von 9 bis 13 Jahren hauptsächlich aus Mecklenburg-Vorpommern, aber auch aus einigen anderen Bundesländern. Sie seien nun zu Hause in Quarantäne.

Nach bisherigen Untersuchungen soll der Ursprung der Infektionskette ein Mitglied aus dem Betreuerteam sein, das kurz vor dem Lager-Start mit Bekannten aus dem Urlaub aus Spanien zurückgekehrt war. Nach Angaben des Landkreises gab es zu Beginn der Betreuertätigkeit einen negativen Schnelltest für das Teammitglied.

8.30 Uhr: Die Liebe der Deutschen zu Mallorca ist geblieben

Mallorca lebt vom Tourismus. Nun hat die Bundesregierung ganz Spanien als Corona-Hochinzidenzgebiet eingestuft. Das Corona-Auf-und-Ab macht Mallorca mürbe. Aber nicht kaputt. Wie geht es den Menschen auf der Insel - und was sagen die Touristen? Lesen Sie hier unsere große Reportage Mallorca in den Fängen der Pandemie

8.02 Uhr: RKI-Papier: Inzidenz ist Leitindikator für Infektionsdynamik

Die Inzidenz sollte nach Ansicht des Robert Koch-Instituts weiterhin der Leitindikator für die Infektionsdynamik bleiben. Das geht aus einem Papier hervor, das RKI-Chef Lothar Wieler am Montag bei einer Schaltkonferenz mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder präsentierte.

"Inzidenz ist Leitindikator für Infektionsdynamik (hohe Inzidenzen haben zahlreiche Auswirkungen)", heißt es in dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die 7-Tage-Inzidenz bleibe wichtig, um die Situation in Deutschland zu bewerten und frühzeitig Maßnahmen zur Kontrolle zu initiieren.

Zur aktuellen Lage heißt es in dem Papier, dass die Inzidenzen seit rund drei Wochen wieder stiegen, der Anteil der Hospitalisierungen seit rund zwei Wochen. "Die vierte Welle hat begonnen."

Hohe Impfquoten alleine seien nicht ausreichend, die vierte Welle flach zu halten, heißt es weiter. Zusätzliche "Basisschutz-Maßnahmen" seien notwendig, um die vierte Welle so zu senken, dass die Patientenzahlen in Krankenhäusern nicht zu hoch würden. Als Maßnahmen nennt das Papier eine Reduzierung der Kontakte sowie eine Reduktion der Mobilität.

7.30 Uhr: Dresden: Reiserückkehrer treiben Zahlen hoch

In Dresden steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder. In der ersten vollen Juli-Woche registrierte das Gesundheitsamt noch 33 Neuinfektionen, in der Woche darauf waren es bereits 63. In der vergangenen Woche sind 66 neue Infektionen gezählt worden.

Frank Bauer, Leiter des Gesundheitsamtes, sieht für die steigenden Infektionszahlen eine Reihe von Gründen. "Durch wegfallende Beschränkungen kommen wieder mehr Menschen zusammen und da nur noch in öffentlichen Verkehrsmitteln Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss, sind vermehrte Infektionen sehr wahrscheinlich", sagt er.

Außerdem habe sich die weitaus ansteckendere Delta-Variante als vorherrschende Variante in der Stadt etabliert. Ein weiteres Problem seien die Reiserückkehrer. "Ungefähr die Hälfte der derzeit positiv Getesteten war kurz vorher im Urlaub", so Bauer. Zu den Urlaubsländern, aus denen Infektionen mitgebracht wurden, gehörten insbesondere Tschechien, Frankreich, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate.

6.50 Uhr: FDP-Chef: Impffortschritt mit PCR-Tests kombinieren

FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, die Pandemiestrategie für wieder steigende Infektionszahlen weiterzuentwickeln. "Die politische Sommerpause darf nicht dazu führen, dass die Bundesregierung die Vorbereitung auf den Herbst vernachlässigt", sagte Lindner der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Zeit müsse genutzt werden, um durch mobile Teams zum Beispiel vor Supermärkten den Impfschutz zu verbessern. Auf steigende Fallzahlen könne auch mit einer weiterentwickelten Teststrategie reagiert werden.

"PCR-Tests sind dabei zuverlässiger als Schnelltests, dauern heute nicht mehr so lange und sind im Pool auch nicht teurer als Schnelltests", sagte Lindner. "Zusammen mit Impffortschritten wäre das eine gute Kombination."

Ziel müsse es sein, einen erneuten Lockdown und Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens zu verhindern. "Bei Geimpften und Genesenen verbieten sich ohnehin Beschränkungen", sagte er. "Aber auch Getestete mit negativem Ergebnis müssen am gesellschaftlichen Leben etwa durch den Besuch eines Restaurants teilnehmen können."

6.13 Uhr: Sachsens Kultusminister gegen Impfpflicht für Lehrer und Erzieher

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hat sich gegen eine mögliche Impflicht von Lehrern und Erziehern ausgesprochen. "Ich bin kein Freund von Impfpflichten, weil damit das Grundproblem nicht gelöst wird. Das Grundproblem ist die Akzeptanz", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Er verwies auf Erfahrungen mit Masken- und Testpflicht, wo viele Menschen auf Atteste ausgewichen seien. Das gleiche würde auch bei einer Impflicht gegen das Coronavirus passieren, erläuterte Piwarz.

Stattdessen appellierte er an die Vernunft und Solidarität des Personals in Kitas, Schulen und auch Pflegeeinrichtungen: "Gerade bei denjenigen, die nicht nur für sich selbst als Erwachsene Verantwortung tragen, sondern für Kinder oder andere Menschen, da habe ich wenig Verständnis, wenn man sich nicht impfen lässt." Dennoch sollte das Impfen nicht zur Pflicht werden. "Da sträubt sich bei mir einiges."

Ähnlich hatte sich Piwarz bereits zuvor in unserem Podcast "Politik in Sachsen" geäußert:

5.50 Uhr: Biden: US-Regierung prüft Corona-Impfpflicht für Mitarbeiter

Die US-Regierung erwägt, für ihre mehr als zwei Millionen Mitarbeiter eine Corona-Impfpflicht einzuführen. "Das wird zur Zeit geprüft", sagte US-Präsident Joe Biden auf die Frage einer Journalistin nach einer Impfpflicht für Angestellte des Bundes. "Aber falls Sie nicht geimpft sind, dann sind Sie nicht annähernd so intelligent wie ich dachte", sagte Biden am Dienstag (Ortszeit) bei einem Besuch des Büros der Geheimdienstkoordinatorin (ODNI) weiter.

Der Demokrat Biden hat sich gegen eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Die Impfkampagne in den USA tritt inzwischen jedoch auf der Stelle - und das trotz einer Fülle an Impfstoffen und vielen Impfanreizen. Politisch könnte aber selbst eine auf die Angestellten der Regierung begrenzte Impfpflicht heikel werden: Viele Republikaner dürften dies als Eingriff in die individuelle Freiheit zurückweisen. Falls die Impfungen damit zum politischen Zankapfel werden sollten, dürfte es noch schwieriger werden, kritische oder zögernde Anhänger der Republikaner zu überzeugen, sich impfen zu lassen.

5.20 Uhr: RKI registriert 2768 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 15,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit drei Wochen an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochmorgen lag sie bei 15,0 - am Vortag betrug der Wert 14,5, beim jüngsten Tiefststand vom 6. Juli waren es 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2.768 Corona-Neuinfektionen, wie aus den Zahlen weiter hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.28 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2.203 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

4.50 Uhr: Kleine Änderung bei Corona-Quarantäne bei Einreisen

Bei den Corona-Regeln für Einreisen nach Deutschland gilt ab Mittwoch eine kleinere Änderung bei Quarantäne-Vorgaben. Wer aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten kommt, kann die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne nun mit einem negativen Test vorzeitig beenden, wenn die Region noch während der Quarantänezeit herabgestuft wird - zu einem Risikogebiet oder Hochinzidenzgebiet mit hohen Infektionszahlen. Grundsätzlich ist vorzeitiges "Freitesten" für Einreisende aus Virusvariantengebieten sonst nicht möglich.

Unabhängig davon müssen sich Urlauber auf erweiterte Testpflichten bei der Rückkehr nach Deutschland gefasst machen. Die Bundesregierung stimmt dazu eine vorgesehene Neuregelung zum Schutz vor einer Corona-Ausbreitung. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) streben an, dass künftig grundsätzlich ein negativer Test nötig sein soll - egal, von wo und mit welchen Verkehrsmitteln man kommt. Eine generelle Testpflicht bei der Einreise besteht schon für alle Flugpassagiere.

Mittwoch, 4.30 Uhr: 16 neue Corona-Fälle im Olympia-Umfeld

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Tokio haben 16 neue Corona-Fälle um Umfeld der Spiele registriert. Unter den neuen Betroffenen war kein weiterer Olympia-Sportler, wie die Organisatoren am Mittwoch mitteilten. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan seit Beginn der Erfassung am 1. Juli stieg damit auf 169. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 17 Athletinnen oder Athleten mit dem Coronavirus. Im deutschen Team hatte es am vergangenen Freitag in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

Corona-Pandemie: Das geschah am Dienstag

21.58 Uhr: Söder: Bund plant Testpflicht für alle Einreisenden ab 1. August

Der Bund plant nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schon ab dem 1. August eine Testpflicht für alle, die nach Deutschland einreisen. "Der Bund hat uns heute zugesichert, er wird das jetzt bis zum 1.8. alles probieren mit einer einheitlichen Testpflicht nicht nur für Flugreisen sondern auch beispielsweise für alles was an normalem Autoweg oder Bahnweg kommt", sagte Söder am Dienstagabend in den ARD-"Tagesthemen". Er glaube, dass das jetzt verständlicher, klarer und sicherer sei. Das ursprüngliche angedachte Datum für eine Einreiseverordnung ab 11. September wäre "ein Witz gewesen", sagte Söder, "da ist der Urlaub vorbei selbst in den Ländern mit späten Ferien."

Die Länder hätten Druck gemacht, weil sie ein verlässliche Basis für die Einreise bräuchten, sagte Söder am Abend. Am Nachmittag sei ihm mitgeteilt worden, dass eine Rechtsgrundlage geschaffen werde, damit die Umsetzung zum 1. August klappe. "Die Regel ist ja relativ einfach, jeder braucht einen Test der sozusagen wieder anreist, ob er mit dem Auto, der Bahn oder mit dem Flugzeug kommt."

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Derzeit gilt die Testpflicht nur für Menschen, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte der "Bild"-Zeitung (Mittwoch) gesagt, dass nachweislich Geimpfte oder Genesene kein negatives Testergebnis nachweisen müssten. Seehofer und auch Söder sagten, dass die Kontrollen im Individualverkehr stichpunktartig erfolgen sollten. Stationäre Grenzkontrollen wolle keiner und mache auch keiner, sagte Söder.

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