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Deutschland & Welt

Corona: Nur 29 Neuinfektionen in Sachsen

Inzidenz im Freistaat stabil, Kinder ab 12 Jahren können Moderna oder Biontech bekommen, Maskenpflicht ab Dienstag auch in Leipzig, - unser Newsblog.

In Dresden fiel der Inzidenz- Wert mit 9,9 wieder knapp unter die Marke von 10.
In Dresden fiel der Inzidenz- Wert mit 9,9 wieder knapp unter die Marke von 10. © dpa-Zentralbild

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt - das Wichtigste in Kürze:

21.59 Uhr: New York: Impfung oder Tests für Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe

Nach dem medizinischen Personal und den städtischen Mitarbeitern müssen in New York ab Anfang September auch alle Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe entweder einen Impfnachweis vorlegen oder sich regelmäßig testen lassen. Das gelte für die rund 68.000 Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde MTA, die unter anderem für U-Bahnen und Busse zuständig ist, sowie für die Mitarbeiter der Port Authority, die die Flughäfen betreibt, teilte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Montag mit.

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Zuvor waren ähnliche Regelungen für das städtische Personal der Millionenmetropole, darunter auch Polizisten und Lehrpersonal, sowie medizinisches Personal angekündigt worden. Bürgermeister Bill de Blasio kündigte am Montag zudem an, dass künftig nur noch bereits geimpfte Menschen von der Stadt neu eingestellt würden. Zusätzlich empfahl er allen Menschen, auch bereits geimpften, in öffentlichen Innenräumen wieder Masken anzuziehen - ordnete dies aber nicht offiziell an.

Ein Busfahrer mit Mund-Nasen-Schutz fährt durch New York.
Ein Busfahrer mit Mund-Nasen-Schutz fährt durch New York. © ZUMA Press

21.25 Uhr: Festivalorganisator glaubt an Großevents

Der Berliner Festivalorganisator Gerhard Kämpfe hält Großevents trotz der Coronavirus-Pandemie in absehbarer Zeit wieder für möglich. "Ich denke, dass wir im nächsten Jahr Großveranstaltungen erleben werden", sagte Kämpfe. Er fügte hinzu: "Ich bin ein Zweckoptimist, ansonsten hätte ich den falschen Beruf."

Kämpfe glaubt nach eigenen Worten "an die Vernunft der Menschen, sich impfen zu lassen". Erst dann werde im Bereich der Großveranstaltungen vieles wieder möglich sein. Aktuell bereitet Kämpfe mit seinem Team das Kurt-Weill-Fest in Dessau ab 27. August und die Jüdischen Kulturtage im November in Berlin vor.

Der Festivalorganisator nannte es grundsätzlich kompliziert, Open-air-Veranstaltungen zu machen, "weil das Wetter immer ein Risikofaktor ist". Er betonte: "Aber in der Pandemie ist es doppelt schwierig, weil es Unterschiede in der Platzierung für drinnen und draußen gibt." Auch stelle sich die Frage, wie Impf-, Test- oder Genesenen-Nachweise kontrolliert werden sollen: "Es ist viel mehr Aufwand erforderlich."

20.45 Uhr: Später als geplant - 70 Prozent der Erwachsenen in USA geimpft

Mit rund einem Monat Verspätung haben die USA ein von US-Präsident Joe Biden ausgerufenes Impfziel erreicht. Mit Stand Montag haben 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfdosis erhalten, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. Eigentlich sollte diese Marke bereits am Unabhängigkeitstag am 4. Juli erreicht werden. Das Ziel wurde damals jedoch trotz zahlreicher Impfanreize und eines großen Vorrats an Impfstoffen verfehlt.

Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, schrieb auf Twitter von einem "Meilenstein". In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen.

20.00 Uhr: Keine neuen Corona-Todesfälle in Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerium hat am Montag 29 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet, vor einer Woche waren es 25 gewesen. Todesfälle gab es keine neuen, insgesamt sind in Sachsen 10.130 Menschen mit oder an einer Covid-19-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle in Sachsen erhöht sich auf 286.713.

In Sachsen bleibt die Corona-Inzidenz vorerst auf niedrigem Niveau stabil. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Montag mit 6,3 aus - am Tag zuvor waren es 6,4. Damit liegt der Freistaat hinter Thüringen (5,4) an zweiter Stelle der Bundesländer mit der niedrigsten Inzidenz. Bundesweit liegt die Ansteckungsrate mit 17,8 nach 17,5 am Sonntag deutlich höher als in Sachsen. Der landesweit höchste Wert wurde mit 12,8 in Leipzig registriert, in Dresden fiel der Wert mit 9,9 wieder knapp unter die Inzidenz-Marke von 10.

In der Landeshauptstadt gelten wegen steigender Corona-Zahlen über die Inzidenz von 10 in der vergangenen Woche seit Samstag wieder strengere Corona-Regeln, unter anderem muss beim Einkaufen eine Maske getragen werden. Zudem greifen Kontaktbeschränkungen und in manchen Bereichen eine Testpflicht. In Leipzig werden diese Einschränkungen für Dienstag erwartet. Am niedrigsten ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen mit 0,4 nach wie vor und seit Tagen unverändert im Vogtland.

19.15 Uhr: Gut 500 Ermittlungsverfahren nach verbotenen Demos

Die Berliner Polizei hat nach den eigentlich verbotenen Versammlungen von Gegnern der Corona-Politik am Sonntag mindestens 503 Ermittlungsverfahren gegen Teilnehmer eingeleitet. In 59 Fällen werde wegen Widerstands und in 43 Fällen wegen tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt, teilte die Polizei am Montagabend mit. Weitere Anzeigen wurden demnach wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, Gefangenenbefreiung sowie Verstößen gegen das Versammlungsfreiheitsgesetz und die Berliner Infektionsschutzverordnung geschrieben.

Insgesamt hätten Einsatzkräfte knapp 1.000 Personen "in ihrer Freiheit beschränken oder sie festnehmen" müssen, hieß es in der Polizeibilanz weiter. Mehr als 60 Prozent von ihnen seien aus anderen Bundesländern nach Berlin gekommen. Teilnehmer unerlaubter Versammlungen hätten in verschiedenen Bezirken wiederholt Einsatzkräfte attackiert, aber auch Andersdenkende und mindestens ein Fernsehteam. Mehr als 60 Polizistinnen und Polizisten seien bei Einsätzen zum Teil schwer verletzt worden.

Trotz eines Verbots großer Demonstrationen waren am Sonntag mehrere Tausend Menschen durch die Hauptstadt gezogen. Sie versammelten sich immer wieder in Gruppen in verschiedenen Teilen der Stadt, mehrfach kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und Polizeikräften.

18.30 Uhr: Impf-Angebote für Kinder ab 12 Jahren geplant

Als Corona-Schutz zum Schulstart nach den Sommerferien sollen zusätzliche Impfgelegenheiten für Kinder und Jugendliche kommen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen am Montag, dass nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige auch in Impfzentren oder auf andere niedrigschwellige Weise anbieten wollen. Dabei sei entsprechende ärztliche Aufklärung erforderlich. Zudem sollten Kinder und Jugendliche auch durch Kinder- und Hausärzte sowie im Rahmen von Impfungen für Angehörige von Beschäftigten in Firmen geimpft werden können. Für Jugendliche und junge Erwachsene in Universitäten und Berufsschulen sind ebenfalls Impf-Angebote geplant.

Die mRNA-Coronaimpfstoffe der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna waren bereits durch die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen worden, ein allgemeines Impfangebot für diese Altersgruppe gab es in Deutschland aber noch nicht. Impfwillige konnten die Vakzinen allerdings bereits auf Wunsch und mit Zustimmung der Eltern in Arztpraxen erhalten.

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18.09 Uhr: Zu viele Briten in Quarantäne: Regierung schraubt an Corona-App

Um die Anzahl der Beschäftigten zu senken, die wegen Kontakts mit Corona-Infizierten in Quarantäne sind, hat die britische Regierung die Einstellungen der Corona-App ändern lassen. Künftig schlägt die Anwendung nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab, wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück. Das Ministerium betonte, das Update beeinfluss weder die Empfindlichkeit der App noch ändere es die Risikoschwelle.

Zuletzt waren wöchentlich Hunderttausende in England und Wales aufgefordert worden, sich wegen engen Kontakts mit Menschen, die später positiv auf das Virus getestet wurden, in Selbstisolation zu begeben. Die Regelung hatte schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft: Pubs und Gaststätten blieben geschlossen, Lebensmittelregale leer, Bahnen und Busse blieben stehen. Medien nennen das Phänomen "Pingdemie" - nach dem "ping", das Anwender über einen Corona-Kontakt informiert.

17.38 Uhr: Übersicht: Das kosten die Corona-Tests in Europa für Touristen

Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen nun bei der Einreise nachweisen können, dass sie negativ getestet, gegen Corona geimpft oder genesen sind. Das gilt unabhängig vom Verkehrsmittel. Die Testpflicht (PCR oder Antigen) für Reiserückkehrer bedeutet in der Praxis zusätzlichen Aufwand - und meist höhere Urlaubskosten.

Für Touristen ist der Corona-Test im europäischen Ausland nur in wenigen Ländern kostenlos, zeigt eine Übersicht des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ). Manchmal kostet sogar der Antigen-Test mehr als 100 Euro pro Person. Die Angaben zu den einzelnen Ländern stammen aus dem Netzwerk der Europäischen Verbraucherzentren. Oft handelt es sich um Preisspannen, manchmal fehlen konkrete Zahlen.

Die Übersicht finden Sie hier: Das kosten die Corona-Tests für Touristen

17.03 Uhr: Delta-Variante in Thailand: Strikter Lockdown in Bangkok verlängert

Die Behörden in Bangkok bekommen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus trotz strikter Maßnahmen weiter nicht in den Griff. Der Lockdown in Thailands Hauptstadt und mehreren Dutzend Provinzen wird deshalb um zunächst zwei Wochen verlängert, wie die Regierung am Montag mitteilte. Mitte August werde neu bewertet, ob die Einschränkungen gelockert oder noch einmal bis zum 31. August ausgedehnt würden, sagte Apisamai Srirangson, eine Sprecherin des staatlichen Centre for Covid-19 Situation Administration (CCSA).

Die Bürger der sogenannten "dunkelroten Zonen", zu denen auch Bangkok gehört, dürfen derzeit nicht in andere Landesteile reisen. Zudem herrschen strenge Ausgangsbeschränkungen zwischen 21.00 und 04.00 Uhr. Einkaufszentren, Massagesalons und Restaurants sind geschlossen. Jedoch verlangsame sich der Anstieg der Zahl der Neuinfektionen in Bangkok langsam, hieß es. In der größten Stadt des Landes, in deren Metropolregion fast 15 Millionen Menschen leben, werden derzeit fast 40 Prozent aller landesweiten neuen Fälle verzeichnet.

Ein Mann geht über den menschenleeren Bahnsteig der 104 Jahre alten Hua Lamphong Railway Station in Bangkok.
Ein Mann geht über den menschenleeren Bahnsteig der 104 Jahre alten Hua Lamphong Railway Station in Bangkok. © AP

16.30 Uhr: Studie: Hälfte der Jugendlichen will zurück zum Präsenzunterricht

Die Hälfte der Jugendlichen möchte sich nach der Corona-Pandemie wieder vom Homeschooling verabschieden. Bei der Jugend-Digitalstudie der Postbank sprachen sich 51 Prozent der Befragten dafür aus, dass es in Zukunft wieder ausschließlich Präsenzunterricht gibt. Immerhin ein gutes Drittel wünscht sich aber zumindest einen Wechsel zwischen persönlicher Anwesenheit in der Schule und digitalem Fernunterricht. Für die am Montag veröffentlichte, repräsentative Studie waren nach Angaben der Postbank 1.000 Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren befragt worden.

Die Hälfte von ihnen räumte ein, dass sie sich beim Homeschooling leichter ablenken lässt. 55 Prozent der Befragten hoben jedoch die Zeitersparnis positiv hervor, weil das Pendeln zur Schule wegfällt. Nachholbedarf sehen die Jugendlichen bei der technischen Ausstattung der Schulen: Diese bewerteten sie im Schnitt mit der mäßigen Schulnote 3,1. Auch für die technischen Fähigkeiten der Lehrkräfte gab es lediglich die Note 3,0.

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16.05 Uhr: Lordi-Sänger lässt sich im Monsterkostüm impfen

Monstermäßige Impfung: Mr. Lordi, Sänger der finnischen Hardrock-Horror-Band Lordi, hat sich in seinem furchterregenden Bühnen-Outfit gegen Corona impfen lassen. Der Frontmann des Siegers des Eurovision Song Contests 2006 ("Hard Rock Hallelujah") bekam am Sonntag bei einer Impfveranstaltung im nordfinnischen Rovaniemi seine zweite Corona-Impfung verpasst.

"Sie haben eine große Nadel in meinen Arm gesetzt, und genau deshalb bin ich hierhergekommen", wurde Mr. Lordi, der gutbürgerlich eigentlich Tomi Petteri Putaansuu heißt, im Anschluss vom Rundfunksender Yle zitiert. Die Veranstaltung war dazu gedacht, vor allem jüngere Menschen zur Corona-Impfung zu ermutigen.

© Lehtikuva

15.30 Uhr: Bundeszentrale bietet Orientierung zur Corona-Impfung von Kindern

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) will Eltern bei der Entscheidung über eine Corona-Impfung ihrer Kinder mit einer Sammlung von Informationen unterstützen. Das Merkblatt gibt Orientierungshilfe zu Fragen wie: Soll ich mein Kind impfen lassen, auch wenn es nicht vorerkrankt ist? Wie sicher ist die Corona-Schutzimpfung für mein Kind? Schützt die Impfung auch vor der Delta-Variante? Enthalten ist zudem eine Checkliste zu Aspekten wie Vorerkrankungen, Alter und persönlichen Kontakten, die bei der Entscheidung für oder gegen eine Impfung helfen soll.

14.56 Uhr: Bund will mit Ländern über Ende von Gratis-Corona-Tests beraten

Die Bundesregierung will mit den Ländern über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests beraten - kommen soll dies aber erst später. Das Thema soll am 10. August in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Montag in Berlin sagte. Sie betonte, dass Schnelltests "ganz sicher nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig" werden, sondern noch eine ganz Weile kostenlos bleiben sollten. Aus Fairnessgründen solle erst allen Menschen die Chance gegeben werden, sich mit dem gebotenen Abstand zweimal impfen zu lassen und die dann vorgesehenen 14 Tage zusätzlich einhalten zu können, nach denen der Impfschutz als vollständig gilt.

Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche für alle Bürger. Angesichts der schwächeren Nachfrage nach Corona-Impfungen wird darüber diskutiert, dass man für Tests künftig etwas bezahlen soll - auch als Anreiz für Menschen, die sich impfen lassen könnten, damit aber zögern. Demmer sagte, dass es hierzu keine Einigung in der Regierung gebe. Gespräche dazu würden fortgesetzt. Unter anderem Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte sich dafür ausgesprochen, dass der Staat ab einem bestimmten Zeitpunkt die Tests für jene nicht mehr zahlt, die sich impfen lassen könnten. Dies müsse aber lange vorher angekündigt werden.

14.27 Uhr: Ohne-Termin-Impfaktion im Dresdner Alaunpark

Am Sonntag, 8. August 2021, können sich Kurzentschlossene im Alaunpark gegen das Corona-Virus impfen lassen – kostenfrei und ohne Termin. Für den „einfachen Pieks“ am Rande des beliebten Treffpunkts parkt das Impfmobil von 10 Uhr bis 16 Uhr am Eingang Bischofsweg. Wie das DRK am Montag mitteilt, sind Krankenversicherungs-Chipkarte, Personalausweis oder Pass sowie, falls vorhanden, der Impfausweis mitzubringen. Den Aufklärungs- und Anamnesebogen gibt es vor Ort. Geimpft wird der Impfstoff von Johnson & Johnson. Hier reicht eine Spritze aus. Auch im Angebot ist der Impfstoff von BionTech. In dem Fall ist ein zweiter Termin nach drei Wochen notwendig.

Am 8. August kann man sich im Alaunpark impfen lassen.
Am 8. August kann man sich im Alaunpark impfen lassen. © Jürgen Lösel

13.52 Uhr: Zoo Leipzig bekommt 900.000 Euro Corona-Zuschuss

Um fehlende Einnahmen infolge der Corona-Pandemie zu decken, hat der Leipziger Zoo 900.000 Euro vom Freistaat Sachsen bekommen. Auch wenn der Zoo inzwischen wieder geöffnet sei, blieben große Defizite aus den vielen Monaten der Schließung, teilte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) am Montag mit. Für die 19 Zoos und Tierparks stelle das Ministerium insgesamt rund 2,9 Millionen Euro zur Verfügung.

Wegen der Pandemie war der Zoo in Leipzig knapp sieben Monate lang geschlossen, wie der kaufmännische Leiter des Tierparks, Andrej Synnatzschke, berichtete. Durch die fehlenden Ticketverkäufe habe man gut 12 Millionen Euro Verlust gemacht. "Einen Zoo kann man nicht komplett herunterfahren, die Tiere müssen versorgt werden."

13.24 Uhr: 61,7 Prozent der Bevölkerung einmal geimpft - Impftempo sehr gering

Das Tempo bei den Erstimpfungen gegen das Coronavirus in Deutschland ist so gering wie seit Monaten nicht. Mittlerweile haben 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis bekommen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Montag (Stand 9.55 Uhr) hervorgeht. Das sind gut 51,3 Millionen Menschen.

"Allerdings ist Zahl der Erstimpfungen so niedrig wie zuletzt im Februar", schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter. "Damals hatten wir nicht genug Impfstoff, das ist heute anders: bitte impfen lassen!"

Vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind mittlerweile 52,3 Prozent der Bevölkerung - also knapp 43,5 Millionen Menschen. Bei den Bundesländern liegt Bremen mit 61,5 Prozent Bevölkerungsanteil der vollständig Geimpften weiter an der Spitze, Sachsen ist mit 47,4 Prozent Schlusslicht.

13.07 Uhr: Umfrage: Impftempo und höhere Inzidenz dämpfen Konsumstimmung

Das niedrigere Impftempo und die steigenden Corona-Infektionszahlen dämpfen nach einer Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) die Verbraucherstimmung. Nach fünf Monaten im Aufwärtstrend entwickelte sich das auf einer Umfrage unter 2.000 Verbrauchern basierende Konsumbarometer im August wieder negativ, wie der Verband am Montag mitteilte.

"Derzeit beschäftigt Verbraucher die nachlassende Dynamik der Impfkampagne sowie die Ausbreitung von neuen und aggressiveren Corona-Varianten. Beide Faktoren dämpfen den Optimismus unter Verbrauchern und haben einen negativen Effekt auf ihre Stimmung", erklärte der HDE. Gemessen an den vergangenen zwölf Monaten erfolge die leichte Eintrübung der Stimmung allerdings auf hohem Niveau.

Wie sich der private Konsum im weiteren Jahresverlauf entwickeln werde, sei maßgeblich von den Infektionszahlen der kommenden Monate und dem politischen Umgang damit abhängig, betonte der Verband. Die jüngste Entwicklung zeige, wie anfällig die Erholung sei.

12.59 Uhr: Freie Musikensembles erhalten Finanzhilfe vom Bund

Chöre, Orchester und andere freie Musikensembles können wegen der Corona-Pandemie auf finanzielle Hilfe vom Bund hoffen. Dieser stelle insgesamt 35 Millionen Euro für das im Rahmen von "Neustart Kultur" entwickelte Förderprogramm des Deutschen Musikrats zur Verfügung, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Montag in Berlin mit. Davon seien allein fünf Millionen Euro für die gezielte Unterstützung von Nachwuchsensembles vorgesehen. Antragssteller könnten jeweils bis zu 150.000 Euro erhalten. "Die Folgen der Pandemie waren und sind für die freien Ensembles und insbesondere auch für den künstlerischen Nachwuchs existenzbedrohend", betonte Grütters.

Das Förderprogramm solle helfen, die Vielfalt der Szene "in ihren zahlreichen Facetten zu bewahren" und "ihre enorme künstlerische Qualität zu erhalten". Freie Ensembles prägten das Musikleben von der Alten Musik bis zur zeitgenössischen Musik, hieß es weiter. Sie seien Innovationsmotor der Musikszene, auch in transkulturellen und Genregrenzen überschreitenden Formationen. Antragsberechtigt seien professionelle freie Ensembles aller Genres ab zwei Mitgliedern bis zu einer Orchester- oder Chorgröße, deren Stammbesetzung überwiegend freischaffend tätig ist. Voraussetzung sei, dass die Ensembles nicht überwiegend öffentlich finanziert werden und die Projekte der Antragsteller im Inland durchgeführt werden.

12.42 Uhr: Neue Einreiseregeln: Kleiner Grenzverkehr von Sachsen zu Polen bleibt offen

Die Bundespolizei kontrolliert an den Grenzen stichprobenartig auf die Einhaltung der neuen Regelungen für Reiserückkehrer. So auch in Görlitz, bestätigt Holger Uhlitzsch, Sprecher der Bundespolizei in Pirna. Die Kontrollen sind flächendeckend, also auch im Görlitzer Raum an der Grenze zu Polen, "und im Süden des Landkreises an der Grenze zu Tschechien", erklärt Uhlitzsch. Reiserückkehrer müssen seit diesem Sonntag bei Einreise nach Deutschland einen Negativ-Test, einen Impf- oder Genesenennachweis vorweisen können. Nicht betroffen sind davon zum Beispiel Berufpendler. Auch der kleine Grenzverkehr bleibt - zumindest auf sächsischer Seite - ohne Test möglich, "also bei kurzen Aufenthalten etwa zur Versorgung oder zum Tanken", erklärt Holger Uhlitzsch. Mehr zum Grenzverkehr nach Polen erfahren Sie hier.

Fahrradfahrer sind auf dem Oder-Neiße-Radweg, der sich an der Grenze zu Polen entlangzieht. Ein kurzer Abstecher ins Nachbarland ist von Sachsen aus möglich.
Fahrradfahrer sind auf dem Oder-Neiße-Radweg, der sich an der Grenze zu Polen entlangzieht. Ein kurzer Abstecher ins Nachbarland ist von Sachsen aus möglich. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

12.21 Uhr: Altmaier bekräftigt: Für Verlängerung von Corona-Hilfen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat bekräftigt, die Corona-Hilfen für Firmen über den September hinaus verlängern zu wollen. Eine Sprecherin sagte am Montag: "Minister Altmaier setzt sich seit langem dafür ein, die Überbrückungshilfen über den September hinaus zu verlängern, um betroffene Betriebe und ihre Beschäftigten zu unterstützen, die vielfach noch länger mit den Corona-Folgen zu kämpfen haben. Er hat sich dazu auch mehrfach öffentlich geäußert und sehr deutlich gemacht, dass die Bundesregierung auch in Zukunft fest an der Seite der Unternehmen stehen wird. Wir begrüßen insoweit, dass jetzt auch Minister Scholz diesem Vorschlag positiv gegenübersteht."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gesagt: "Niemand soll kurz vor der Rettung ins Straucheln geraten." Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen seien bis zum 30. September befristet. "Ich will beides bis zum Jahresende verlängern. Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen." Die Bundesregierung hat bisher entschieden, dass die bisher bis Ende Juni befristete Überbrückungshilfe III als "Überbrückungshilfe III Plus" bis September fortgeführt wird.

Neu ist eine "Restart-Prämie", mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu Personalkosten erhalten können - falls sie etwa Personal aus der Kurzarbeit zurückholen oder neu einstellen. Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument der Regierung, um Folgen der Pandemie auf Jobs und Firmen abzufedern.

11.59 Uhr: Bayerns Polizeigewerkschaft: Stichproben-Checks unzureichend

Die Gewerkschaft der Polizei in Bayern hält die Stichproben-Kontrollen von Urlaubsrückkehrern für unzureichend. Eine flächendeckende Überprüfung sei allerdings nicht zu schaffen, sagte der bayerische Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Peter Pytlik am Montag dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, "radioWelt").Wer aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss seit Sonntag auch bei der Reise per Auto oder Bahn nachweisen, dass er entweder negativ getestet ist, gegen Corona geimpft oder genesen ist. Sonst drohen Bußgelder. Über Bayern läuft der Großteil des Verkehrs aus Österreich, Italien und Kroatien.

"Wir sind halt nicht in der Lage, das flächendeckend zu kontrollieren - was ja Sinn machen würde, wenn man denn diesen Weg geht", sagte Pytlik. "Diese stichprobenartigen Kontrollen sind aus meiner Sicht auch nicht vollends zufriedenstellend." Die Bundespolizei in Koblenz berichtete am Montag, dass in den Grenzregionen von Rheinland-Pfalz und des Saarlands bei rund 1400 stichprobenartigen Überprüfungen kaum Verstöße registriert worden seien. Lediglich zwei Personen hätten im Saarland keinen Test vorweisen können. Die Reisenden in Autos und Bahn seien gut vorbereitet gewesen.

11.20 Uhr: Australierin vergisst Lottoschein im Lockdown: Millionengewinn

Wegen des Corona-Lockdowns in Sydney hat eine Australierin erst nach zwei Wochen bemerkt, dass sie Lotto-Millionärin geworden ist. Die Gewinnzahlen wurden bereits am 21. Juli gezogen, "aber wegen dieses ganzen Lockdowns hier, hatte ich den Lottoschein gar nicht kontrolliert", zitierte der australische Sender 9News am Montag die Frau aus dem Vorort Fairfield. "Ich hatte Tausend andere Sachen im Kopf." Als sie sich schließlich an den Schein erinnerte und ihn checkte, stellte sie ungläubig fest, dass sie eine Million australische Dollar (618.000 Euro) gewonnen hatte.

"Ich kann es nicht glauben. Das macht alles so viel besser", erklärte die überglückliche Frau. Zunächst werde sie nun ihr Haus abbezahlen. "Und wenn der Lockdown vorbei ist, werde ich definitiv einen Urlaub planen." In Sydney und anderen Teilen des Bundestaats New South Wales herrschen wegen der Ausbreitung der Delta-Variante schon seit Wochen strikte Beschränkungen. Sie sollen bis mindestens Ende August gelten.

11.01 Uhr: Wieder Maske auf beim Einkaufen in Leipzig ab Dienstag

Nach Dresden verschärft auch Leipzig die Corona-Regeln. Ab Dienstag muss in der Messestadt beim Einkaufen und in einigen anderen Bereichen wieder Maske getragen werden. Der Grund: Die Corona-Inzidenz lag dort am Sonntag den fünften Tag in Folge über der entscheidenden 10er-Grenze. Auch Kontaktbeschränkungen greifen wieder sowie Testpflichten, wie die Stadtverwaltung am Montag mitteilte. In Dresden gelten bereits seit Samstag wieder verschärfte Corona-Regeln, weil die Ansteckungsrate dort über der 10er-Grenze liegt. Die anderen Regionen in Sachsen sind derzeit alle deutlich unter 10.

Sachsen hatte als erstes Bundesland die Maskenpflicht im Einzelhandel gelockert. Seit dem 16. Juli dürfen Kunden - bei einer Inzidenz unter 10 und wenn es der Abstand hergibt - ohne Maske in die Geschäfte gehen. Auch in Lokalen, Hotels oder Kulturstätten darf man sich wieder maskenlos bewegen. Was die Werte über 10 nun bedeuten, erfahren Sie hier.

In Dresden gilt die Maskenpflicht beim Einkaufen bereits seit vergangenem Sonnabend wieder. In Leipzig tritt sie am morgigen Dienstag wieder in Kraft.
In Dresden gilt die Maskenpflicht beim Einkaufen bereits seit vergangenem Sonnabend wieder. In Leipzig tritt sie am morgigen Dienstag wieder in Kraft. © Robert Michael/dpa-Zentralbild

10.23 Uhr: Keine Quarantäne mehr für geimpfte Reisende in Großbritannien

Vollständig geimpfte Reisende und Minderjährige aus Deutschland, fast allen EU-Staaten und den USA müssen nach ihrer Ankunft in Großbritannien nicht mehr in Corona-Quarantäne. Nötig ist seit Montag noch ein Corona-Test spätestens am zweiten Tag nach der Einreise. Die Buchungen für Flüge in die USA seien trotz der dortigen Restriktionen seit der Ankündigung um 300 Prozent gestiegen, sagte der Chef des Verbands Airlines UK, Tim Alderslade, dem Sender Times Radio. Er forderte aber zugleich die Regierung auf, mehr Länder auf die "grüne Liste" zu setzen. Wer von dort nach Großbritannien einreist, muss nicht in Quarantäne, auch wenn er nicht geimpft ist.

Allerdings plant die Regierung nach Informationen verschiedener Medien eine Änderung des Ampelsystems, mit dem die Reiseregeln für Länder angezeigt werden. Demnach gibt es Überlegungen, eine Zusatzkategorie zu schaffen, die anzeigt, welche Länder wegen der dortigen Corona-Lage Gefahr laufen, auf die "rote Liste" zu rutschen. Das würde bedeuten, dass Reisende nach ihrer Rückkehr verpflichtend in Hotel-Quarantäne und dafür bis zu 1.750 Pfund (2.050 Euro) pro Person bezahlen müssen.

Gegen die Pläne gibt es zudem Widerstand in der Regierung sowie in der Konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson. Finanzminister Rishi Sunak soll den Regierungschef in einem formalen Brief dazu gedrängt haben, die neue Kategorie nicht umzusetzen. Ein solcher Schritt würde die britische Wirtschaft treffen und das Land im Wettbewerb um Touristen zurückfallen lassen. Die Opposition wirft der Regierung vor, ein Reise- und Grenzchaos zu verursachen.

Passagiere gehen durch die Ankunftshalle von Terminal 5 am Londoner Flughafen Heathrow, nachdem sie in Großbritannien angekommen sind.
Passagiere gehen durch die Ankunftshalle von Terminal 5 am Londoner Flughafen Heathrow, nachdem sie in Großbritannien angekommen sind. © Kirsty O'Connor/PA Wire/dpa

9.59 Uhr: Weitere Demonstrationen in Berlin untersagt

Drei für Montag geplante Demonstrationen gegen die Corona-Politik in Berlin sind nach Angaben der Polizei untersagt worden. Betroffen sind zwei geplante Aufzüge auf der Straße des 17. Juni unter dem Titel "Das Jahr der Freiheit und des Friedens", für die bis zu 10.000 Teilnehmer angemeldet waren. Verboten wurde auch eine Versammlung am Potsdamer Platz unter der Überschrift "Freies Leben, freie Liebe" mit 1.000 Teilnehmern, wie eine Polizeisprecherin am Montag sagte.

Am Wochenende waren trotz des Verbots mehrerer Demonstrationen Tausende in Berlin auf die Straße gegangen. Dabei kam es am Sonntag mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei. Es gab knapp 600 Festnahmen. Darüber wollte die Polizei am Montag Bilanz ziehen.

9.38 Uhr: Lauterbach spricht sich für Impfung von Kindern aus

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält Corona-Impfungen von Kindern ab zwölf Jahren für angemessen. Dass die Politik hier jetzt Fakten schaffe, sei richtig, sagte Lauterbach am Montag im Deutschlandfunk vor Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz zu dem Thema. Die wesentlichen Studien zur Impfung von Kindern zeigten, dass eine Durchseuchung mit der Delta-Variante des Coronavirus gefährlicher sei als eine Impfung. Wissenschaftlich komme er klar zu dem Ergebnis, dass Impfungen Kindern helfen.

Auch die US-Gesundheitsbehörde CDC, die weltweit wohl die besten Experten habe, empfehle die Impfung von Kindern. In den USA seien mehr als sechs Millionen Kinder geimpft, die Immunisierung sei hier gut untersucht.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen wie Diabetes oder Adipositas, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Lauterbach sagte, die Stiko vertrete hier eine "Außenseiterposition".

9.15 Uhr: Plan des Gesundheitsministeriums: Mehr Impfungen für Jugendliche

Die Gesundheitsminister der Länder wollen an diesem Montag über Corona-Impfangebote für Jugendliche beraten. Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern ein solches Angebot bekommen. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte im Mai den Covid-19-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen, vor wenigen Tagen folgte auch die Freigabe für Moderna. Für Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen.

"Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten", schreibt das Ministerium in dem an die Länder versendeten Beschlussvorschlag. Auch niedergelassene Ärzte und Betriebsärzte, die Angehörige impften, könnten eingebunden werden. In einigen Ländern sind bereits Impfaktionen etwa an Schulen geplant. Welche weiteren Impfangebote es für junge Erwachsene geben soll, erfahren sie im Artikel Mehr Jugendliche sollen geimpft werden

9.07 Uhr: Stiko fällt noch immer keine Entscheidung zu Impfung von Kindern

Die Ständige Impfkommission (Stiko) bleibt trotz politischen Drucks bei ihrer abwartenden Haltung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte am Montag dem Sender NDR Info, es gebe noch zu wenige Daten über mögliche gesundheitliche Folgeschäden für 12- bis 17-Jährige. "Wir sagen, wir können nicht eine generelle Empfehlung aussprechen, solange wir diesbezüglich nicht die notwendige Datensicherheit haben." Politischer Druck für eine schnelle Entscheidung habe keinen Einfluss auf die Stiko, machte Mertens deutlich. "Es kann durchaus sein, dass wir unsere Empfehlung ändern werden, aber sicher nicht, weil Politiker sich geäußert haben", sagte der Stiko-Vorsitzende.

Am heutigen Montag beraten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über Corona-Impfangebote für Jugendliche. "Es werden nunmehr alle Länder Impfungen für 12- bis 17-Jährige in den Impfzentren anbieten", schreibt das Bundesgesundheitsministerium in einem an die Länder versendeten Beschlussvorschlag.

8.50 Uhr: Journalisten-Union verurteilt "Querdenker"-Attacke auf Landesgeschäftsführer

Die Deutsche Journalisten-Union (dju) in ver.di hat sich bestürzt über einen brutalen Angriff auf ihren Landesgeschäftsführer bei der "Querdenken"-Demonstration am Sonntag in Berlin geäußert. "Wir sind zutiefst bestürzt und stehen solidarisch an der Seite unseres Kollegen, der seit dem vergangenen Jahr unter großem persönlichen Einsatz die Kundgebungen der sogenannten Querdenker beobachtet und dort für die Medienschaffenden und die Pressefreiheit eintritt", erklärte die Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di, Monique Hofmann.

Der Landesgeschäftsführer in Berlin-Brandenburg, Jörg Reichel, war nach einem Bericht des "Tagesspiegels" von Teilnehmern der eigentlich verbotenen "Querdenken"-Demonstration vom Fahrrad gezerrt, geschlagen und getreten worden. Nur durch das Eingreifen von Passanten ließen die Täter von Reichel ab, berichtete die Zeitung weiter. Der Gewerkschaftler erlitt demnach Verletzungen an Schulter und Beinen und musste im Krankenhaus behandelt werden.

8.00 Uhr: Impfen an den verrücktesten Orten in Görlitz

Hochzeiten, Firmenfeiern, öffentliche Veranstaltungen - bei Anlässen wie solchen sorgen Simone Drescher und ihre Mitarbeiter vom Kochstudio Regenbogen in Kunnerwitz für das Catering. Normalerweise. In den vergangenen anderthalb Jahren waren solche größeren Feste häufig wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Simone Drescher hat in dieser Zeit eine andere Aufgabe übernommen. Sie arbeitet derzeit im Impfzentrum Löbau und hilft auch bei den mobilen Impfterminen im Landkreis Görlitz. Gerade in der Stadt Görlitz gibt es inzwischen viele Möglichkeiten, sich kurzentschlossen impfen zu lassen. Angefangen hatte es mit dem Schlesischen Tippelmarkt vor zwei Wochen.

Das Impfzentrum Löbau zählt einerseits zu den stärksten nach Dresden, Leipzig, Chemnitz und Mittweida. Andererseits: Über die Impfquote unter den Kreis-Einwohnern sagt das nicht viel aus. So hatte der Landkreis Görlitz ermittelt, dass zeitweise über 40 Prozent der Patienten nicht aus dem Kreis Görlitz kamen, sondern aus Bautzen oder Dresden. Eine Untersuchung der TU Dresden hatte nahegelegt, dass in Ostsachsen sogar die Ressentiments gegen Corona-Maßnahmen besonders hoch sind. Mit welchen Aktionen der Landkreis die Impfquote unter den eigenen Bewohnern verbessern will, erfahren Sie hier im Artikel von Sächsische.de.

7.38 Uhr: Erschöpfter Formel-1-Superstar Hamilton fürchtet Long-Covid

Lewis Hamilton war ungewohnt erschöpft nach dem Großen Preis von Ungarn und begab sich zunächst sogar in die Obhut des Teamarztes. Danach erklärte der 36 Jahre alte Superstar der Formel 1: "Ich kämpfe wirklich schon das ganze Jahr mit der Gesundheit und darum, gesund zu bleiben, nachdem, was Ende vergangenen Jahres passiert ist." Hamilton meinte damit seine Corona-Infektion, die ihn ein Rennen hatte pausieren lassen. Der siebenmalige Weltmeister nimmt an, dass er unter den Langzeitfolgen der Covid-19-Erkrankung, Long Covid genannt, leidet.

Nach dem spektakulären Rennen auf dem Hungaroring am Sonntag hatte er über Schwindelgefühle auf dem Podium geklagt. Zur Pressekonferenz war Hamilton erst mit Verspätung gekommen. Vielleicht sei er dehydriert gewesen, aber er habe so etwas definitiv noch nicht erlebt. In Silverstone habe er zwar ähnliches vor zwei Wochen durchgemacht, "aber hier war es schlimmer". Er hätte mit keinem speziell darüber gesprochen, "aber ich denke, es dauert noch an", erklärte Hamilton seinen Long-Covid-Verdacht.

7.12 Uhr: Pilotengewerkschaft: Nach Corona-Pause kein Sicherheitsproblem

Flugreisende müssen sich der Pilotengewerkschaft zufolge nach der coronabedingten Zwangspause von Piloten und Pilotinnen keine Sorgen um die Sicherheit im Flugzeug machen. "Die deutschen Airlines, deren Piloten wir auch als Vereinigung Cockpit vertreten, tun das Maximum, um die Sicherheit wie vor der Pandemie zu gewährleisten", sagte der Präsident der Pilotenvereinigung Cockpit (VC), Stefan Herth, der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Montag). Alle Flugzeugführer trainierten mit Simulatorsitzungen und Checkflügen, bis sie wieder eingesetzt werden - auch die Theorie. "Da braucht sich niemand Gedanken zu machen."

Die Airlines hätten das Ausbildungspersonal in der Phase des weitgehenden Stillstands einen Großteil der wenigen Flüge machen lassen, "damit die Routine zumindest dort erhalten bleibt". In keinem der deutschen Unternehmen sei da "die Kostenfrage hochgekommen". "Nummer eins bei einer Airline ist die Sicherheit - das spiegelt sich im Training."Nach Angaben des Cockpit-Chefs erholt sich die Luftfahrt gerade rasch von ihrer Krise. "Die Airlines holen immer mehr Leute aus der Kurzarbeit heraus und haben in bestimmten Flotten und an bestimmten Standorten schon Vollbeschäftigung", sagte er.

Der Pilot Christian Roessing-Schmalbach bei seinem Check in seinem Airbus A320.
Der Pilot Christian Roessing-Schmalbach bei seinem Check in seinem Airbus A320. © David Young/dpa

6.42 Uhr: Unternehmer Hipp: Corona sorgt für Bio-Boom

Die Menschen sind durch die Corona-Pandemie nach Ansicht des oberbayerischen Babykost-Herstellers Stefan Hipp demütiger geworden. Viele hätten während der Pandemie viel Zeit damit verbracht sich zu fragen, was wirklich wichtig im Leben ist, sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). Sie hätten sich Gedanken gemacht, wie sie eine bessere Welt für sich und ihre Kinder schaffen können. Eine Folge sei der Boom von Bioprodukten. Seine Sorge sei es gewesen, dass während der Pandemie die Anliegen der "Fridays for Future"-Bewegung aus dem Fokus geraten.

"Gott sei Dank ist genau das Gegenteil passiert: Die Menschen setzen sich noch intensiver mit dem Schutz der Umwelt und insbesondere des Klimas auseinander", sagte der Chef des Unternehmens aus dem oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm. Der Bio-Markt etwa sei im vergangenen Jahr doppelt so stark gewachsen wie die Jahre zuvor. "Es gab ein Art Bio-Aufwachen in der Corona-Zeit", sagte Hipp. Klimaschutz sei nicht nur in Deutschland, sondern in vielen europäischen Ländern das Thema Nummer eins.

6.16 Uhr: 49-Jähriger kollabiert bei "Querdenken"-Protesten und stirbt

Bei den "Querdenker"-Demonstrationen in Berlin ist ein Mann kollabiert und anschließend in einem Krankenhaus gestorben. Ein Sprecher der Polizei bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am frühen Montagmorgen, der 49-Jährige sei Teilnehmer der Proteste gewesen. Der Mann habe im Zuge einer Identitätsfeststellung bei der Demonstration am Sonntagnachmittag über ein Kribbeln in Arm und Brust geklagt. Durch polizeiliche Einsatzkräfte seien sofort Erstmaßnahmen getroffen worden, bis sich ein alarmierter Rettungswagen unmittelbar der Versorgung angenommen habe. Der Mann sei in einem Krankenhaus gestorben. Der vorschriftsgemäßen Praxis folgend sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden.

Trotz des Verbots mehrerer Demonstrationen auch aus der "Querdenker"-Szene waren in Berlin Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Dabei kam es am Sonntag mehrfach zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei. Wie Polizeisprecher Thilo Cablitz der rbb-"Abendschau" sagte, habe es fast 600 Festnahmen gegeben. Es seien um die 5.000 Teilnehmer gewesen. Sie hätten stadtweit immer wieder versucht, sich zusammenzufinden.

Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen laufen trotz Verbots die Bismarckstraße entlang und legen den Verkehr lahm.
Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen laufen trotz Verbots die Bismarckstraße entlang und legen den Verkehr lahm. © Fabian Sommer/dpa

5.53 Uhr: Delta-Variante: Lockdown im australischen Queensland verlängert

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Australien gilt jetzt auch im nordöstlichen Bundesstaat Queensland ein strikter Lockdown. Die Maßnahmen waren am Wochenende zunächst für drei Tage verhängt worden, sollen nun aber bis mindestens nächsten Sonntag verlängert werden, wie die Gesundheitsbehörden am Montag mitteilten. Im Süden der Region ist die Zahl der Infektionen mittlerweile auf 31 gestiegen. Sie hängen alle mit einem positiv getesteten 17-jährigen Schüler zusammen. Unter den betroffenen Gebieten sind auch die Metropole Brisbane und die beliebte Urlaubsregion Gold Coast.

Die Menschen dürfen nur noch in Ausnahmefällen ihre Häuser verlassen. Das tropische Queensland grenzt an den Bundesstaat New South Wales mit der Millionenstadt Sydney, die schon seit Wochen im Lockdown ist. Die Einschränkungen wurden hier zuletzt bereits bis Ende August verlängert. Das 25-Millionen-Einwohner-Land hatte gleich zu Beginn der Pandemie extrem strikte Regeln eingeführt und verhängt schon bei wenigen Dutzend Fällen verschärfte Regeln. Seit der Ausbreitung der Delta-Variante häufen sich aber die Lockdowns.

5.35 Uhr: Schulstart in den ersten Bundesländern - Mit Maske und Tests

Nach gut sechs Wochen Ferien beginnt in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an diesem Montag das neue Schuljahr. Es sind die ersten Bundesländer in Deutschland. Auch das neue Schuljahr steht im Zeichen des Coronavirus. In Schleswig-Holstein müssen alle Schüler in den Innenräumen in den ersten drei Wochen des Schuljahres Masken tragen. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss sich zweimal pro Woche selbst testen. Das gilt für Schüler ebenso wie für alle Beschäftigten. Auf den Schulhöfen müssen die Mädchen und Jungen keine Masken mehr anlegen. Sie dürfen sich im neuen Schuljahr auch draußen wieder in beliebigen Gruppen aufhalten - die "Kohortenregelung" fällt weg.

In den ersten beiden Bundesländern startet die Schule nach den Ferien wieder - und wieder mit Tests und Maskenpflicht.
In den ersten beiden Bundesländern startet die Schule nach den Ferien wieder - und wieder mit Tests und Maskenpflicht. © Symbolfoto: Kamaryt Michal/CTK/dpa

05.06 Uhr: Inzidenz steigt weiter - 847 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Montagmorgen lag sie bei 17,8 - am Vortag hatte der Wert 17,5 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9 betragen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 847 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 958 Ansteckungen gelegen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.772.109 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden ein Todesfall verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.660. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.656.300 an.

Montag, 4.55 Uhr: 17 neue Corona-Fälle bei Olympischen Spielen in Tokio

Im Umfeld der Olympischen Spiele in Tokio hat es 17 neue Corona-Fälle gegeben. Das vermeldeten die Organisatoren am Montag. Athleten waren dieses Mal nicht betroffen. Der Höchstwert war am vergangen Freitag mit 27 Neuinfektionen erreicht worden. Die Zahl der positiven Tests rund um die Wettkämpfe in Japan stieg damit auf 276. Insgesamt infizierten sich demnach bislang 24 Sportler mit dem Coronavirus. Am Tag der Eröffnungsfeier hatte es im deutschen Team in Radsportler Simon Geschke den ersten Corona-Infizierten gegeben.

Corona-Pandemie - Das geschah am Sonntag

17.59 Uhr: Zahlreiche Festnahmen nach Demo-Verboten in Berlin

Bei Ansammlungen insbesondere von Gegnern der Corona-Politik in Berlin sind am Sonntag zahlreiche Menschen festgenommen worden. Bis zum späten Nachmittag habe es rund 500 Festnahmen und vorübergehende Festnahmen zum Aufnehmen der Personalien gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei. "Das Aggressionspotenzial variierte." Zum Teil habe es Versuche gegeben, Absperrungen zu überwinden und Einsatzkräfte beiseite zu drängen. Bei solchen Auseinandersetzungen sei von Seiten der Polizei auch körperliche Gewalt angewendet worden, so der Sprecher. Nachdem die Polizei mehrere für das Wochenende geplante "Querdenken"-Demonstrationen verboten hatte, trafen sich am Sonntag Protestierer in verschiedenen Teilen des Berliner Stadtgebiets.

Am Vormittag seien trotz Versammlungsverbots bis zu 2.000 Menschen im Bereich Westend in Charlottenburg zusammengekommen, sagte der Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei habe dort wie an anderen Stellen interveniert, Menschen angehalten, kontrolliert und Platzverweise erteilt.

Am Nachmittag seien an der Siegessäule an der Straße des 17. Juni ebenfalls etwa 2.000 Menschen zusammengekommen. Sie hätten versucht, in den Bereich einzudringen, für den die Initiative "Querdenken 711" eine Kundgebung mit 22.500 Teilnehmern angemeldet hatte, die dann aber verboten wurde. "Das konnten wir unterbinden", so der Sprecher. "Wir haben Fahrzeuge als Absperrungen genutzt, auch Absperrgitter." Außerdem seien Wasserwerfer hinzugezogen worden - "die wir glücklicherweise nicht zum Einsatz bringen mussten."

© dpa

17.20 Uhr: Youtube sperrt Sky News Australia wegen Corona-Berichterstattung

Das Videoportal Youtube hat den Sender Sky News Australia wegen dessen Corona-Berichterstattung für eine Woche gesperrt. Eine Youtube-Sprecherin bestätigte am Sonntag den Vorwurf an den Sender, falsch über die Pandemie informiert zu haben. Man habe klare und gesicherte Grundsätze, um die Verbreitung von Covid-19-Fehlinformationen zu verhindern, hieß es in einer Stellungnahme. Die einwöchige Sperre ist seit Donnerstag (29.7.) in Kraft.

Detaillierte Angaben zu den beanstandeten Inhalten machte Youtube nicht. Laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" hatte Sky News Australia zahlreiche Videos gepostet, die die Existenz von Covid-19 leugneten oder dazu ermunterten, gegen Corona das Malaria-Mittel Hydroxychloroquin oder das Anti-Wurmmittel Ivermectin einzunehmen.

Sky News Autralia bewertete die Sperrung als einen "Anschlag auf die Gedankenfreiheit". "Sky Australia wurde zeitweilig davon suspendiert, auf der von Google betriebenen Plattform Youtube zu posten, weil es Meinungen veröffentlichte, mit denen der Tech-Riese nicht übereinstimmt", hieß es auf der Seite des Senders. Unter den Videos, die als unangemessen beurteilt wurden, seien unter anderem Debatten darüber, ob Atemschutzmasken nützlich oder Lockdowns gerechtfertigt seien. Der Sender warf Youtube vor, in der Covid-19-Debatte "willkürlich" gegen konservative Stimmen fokussiert zu sein.

16.30 Uhr: Impfaktion in 1.800 Metern Höhe

Auf 1.800 Metern Höhe hat der Landkreis Berchtesgadener Land eine Impfaktion gestartet - doch dichter Nebel und regnerisches Wetter in den Alpen haben am Samstag nur wenige Ausflügler auf die Bergstation des Jenner bei Berchtesgaden geführt. Elf Menschen erhielten von einem Impfteam eine Anti-Corona-Spritze, wie eine Sprecherin des Landratsamtes sagte. In Anbetracht des Wetters seien die Verantwortlichen damit durchaus zufrieden. Auch zwei Saisonarbeitskräfte einer nahe gelegenen Berggaststätte hätten das Angebot genutzt und sich impfen lassen. Mit dem ungewöhnlichen Angebot wollte man mehr Menschen zum Impfen bewegen. Eine Anmeldung war nicht nötig. Von Wanderungen im Anschluss wurde abgeraten.

© dpa

15.45 Uhr: Tschechen dürfen wieder in Disco

In Tschechien sind am Sonntag weitere Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Wer geimpft, getestet oder von einer Covid-Erkrankung genesen ist, darf wieder in Diskotheken. Schwimmbäder dürfen wieder Badegäste ohne Beschränkung der Personenzahl aufnehmen. An Sport- und Kulturveranstaltungen dürfen wieder bis 7.000 Menschen im Freien und 3.000 in Innenräumen teilnehmen, wenn alle einen Covid-Pass haben.

Auch zahlreiche andere Begrenzungen der Besucherzahlen fallen weg oder werden abgemildert. Das gilt etwa für Ausstellungen sowie Kultur- und Sportveranstaltungen. Nicht in allen Fällen ist ein Covid-Zertifikat als Bedingung für die Lockerungen vorgeschrieben. So sind etwa Besichtigungen von Schlössern oder Führungen durch Zoos auch ohne Nachweis erlaubt, wenn die Teilnehmerzahl die 20 nicht überschreitet.

14.20 Uhr: Maskenpflicht beim Einkaufen wohl ab Dienstag auch in Leipzig

Nach Dresden drohen auch in Leipzig verschärfte Corona-Regeln. Da der Inzidenzwert in der Messestadt am Sonntag den fünften Tag in Folge über zehn lag, muss laut Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung von Dienstag an beim Einkaufen wieder eine Maske getragen werden. Eine entsprechende Verfügung werde am Montag veröffentlicht, sagte ein Sprecher der Stadt am Sonntag. In Dresden gelten bereits seit Samstag wieder verschärfte Corona-Regeln, weil die Ansteckungsrate dort zu hoch ist.

Sachsen hatte als erstes Bundesland die Maskenpflicht im Einzelhandel gelockert. Seit dem 16. Juli dürfen Kunden ohne Maske in die Geschäfte gehen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 10 liegt und wenn es der Abstand hergibt.

Neben der Maskenpflicht beim Einkaufen greifen Kontaktbeschränkungen: Maximal zehn Menschen dürfen sich treffen. Familienfeiern, Eheschließungen und Beerdigungen sind nur noch für bis zu 50 Personen zulässig, wobei Geimpfte und Genesene nicht mitzählen. In einigen Bereichen gilt auch wieder eine Testpflicht.

Am Sonntag wies das Robert Koch-Institut (RKI) den Wert der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche für Leipzig mit 12,8 und für Dresden mit 10,2 aus.

13.40 Uhr: Rangeleien zwischen Protestierenden und Polizei in Berlin

Nach dem Verbot mehrerer Demonstrationen auch aus der "Querdenker"-Szene in Berlin haben sich im Umfeld des Olympischen Platzes in Charlottenburg Hunderte von Menschen versammelt. Dabei ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei gekommen. Nach Polizeiangaben gab es Versuche, Absperrungen zu durchbrechen. "Hierbei musste in einzelnen Fällen körperliche Gewalt angewendet werden", sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Vereinzelt habe es Festnahmen gegeben. Die Ansammlung mit nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen sei als verbotene Ersatzveranstaltung zu werten.

Zum Teil setzten sich Menschen dabei auf die Straße. Trillerpfeifen waren zu hören, laute Rufe, etwa "Frieden, Freiheit, Demokratie" und Polizeifahrzeuge mit Martinshorn. Auch ein Hubschrauber der Polizei war in der Luft im Einsatz. Bei der Festnahme von Protestierern ist nach Angaben eines dpa-Reporters Pfefferspray eingesetzt worden, als einige andere Protestierer die Polizisten daran hindern wollten.

Der Zug der Menschen hat sich inzwischen weiter bewegt. Dabei waren zwischen Theodor-Heuss-Platz und Wilmersdorfer Straße nach Angaben des dpa-Reporters am frühen Nachmittag Hunderte von Menschen auf der Fahrbahn. Polizisten hätten die Fahrbahn stellenweise geräumt.

Demonstranten nehmen an einer unangemeldeten Demo gegen die Corona-Maßnahmen trotz Demonstrationsverbot teil.
Demonstranten nehmen an einer unangemeldeten Demo gegen die Corona-Maßnahmen trotz Demonstrationsverbot teil. © dpa

12.50 Uhr: Schäuble attackiert "Querdenker"-Szene

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die "Querdenker"-Szene scharf angegriffen. "Wenn weltweit praktisch alle Fachleute sagen, Corona ist gefährlich und Impfen hilft, wer hat dann eigentlich das Recht zu sagen: Ich bin aber klüger? Das ist für mich ein nahezu unerträgliches Maß an Überheblichkeit", sagte Schäuble der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der CDU-Politiker appellierte an die Szene: "Bitte schauen Sie sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse an, lassen Sie sich nicht von billigen Parolen hinter die Fichte führen!" Schäuble fügte hinzu: "Auch bei den Querdenkern sollte die Betonung auf "Denken" liegen und nicht auf "Quer"."

In Berlin hatte die Polizei für dieses Wochenende mehrere Demonstrationen der "Querdenker"-Szene verboten. Eine Reihe anderer Veranstaltungen, die sich ihrem Titel zufolge teils ebenfalls gegen die Politik in der Corona-Pandemie richten, können dagegen stattfinden, darunter ein Autokorso.

12.01 Uhr: Einreise-Testpflicht: Stichprobenartige Kontrollen begonnen

Die Bundespolizei hat am Sonntag mit Kontrollen der verschärften Testpflicht für Reiserückkehrer begonnen. "Es erfolgen stichprobenartige Kontrollen. Wir versuchen mit unseren Kräften aber so viele Einreisende wie möglich zu überprüfen", sagte der Sprecher der Bundespolizei in Pirna, Holger Uhlitzsch, mit Blick auf die sächsischen Grenzen zu Polen und Tschechien.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte: "Die Bayerische Grenzpolizei wird in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizei Reiserückkehrer aus dem Ausland im Rahmen der stichprobenartigen Schleierfahndung kontrollieren, um die Einhaltung der verschärften Regeln zu überprüfen". Dabei werde auch die bayerische Bereitschaftspolizei die Beamten an der Grenze unterstützen.

Seit Sonntag müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es bisher schon für alle Flugpassagiere. Künftig gilt dies für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

11.15 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen leicht gestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen weiter leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies den Wert am Sonntag mit 6,4 aus, nachdem dieser am Samstag bei 6,3 gelegen hatte. Damit hat der Freistaat die drittniedrigste Inzidenz aller Bundesländer. Nur die Nachbarn Sachsen-Anhalt (6,2) und Thüringen (5,2) liegen darunter. Der bundesweite Wert ist gegenüber dem Vortag weiter gestiegen - von 16,9 auf 17,5.

Der landesweit höchste Wert wurde mit 12,8 in Leipzig registriert, es folgt Dresden mit 10,2. In der Landeshauptstadt gelten seit Samstag wieder strengere Corona-Regeln. So muss beim Einkaufen eine Maske getragen werden. Zudem greifen Kontaktbeschränkungen und in manchen Bereichen eine Testpflicht. In Leipzig werden diese Einschränkungen für Dienstag erwartet.

Sachsen hatte als erstes Bundesland die Maskenpflicht im Einzelhandel gelockert. Seit dem 16. Juli dürfen Kunden ohne Maske in die Geschäfte gehen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 10 liegt und wenn es der Abstand hergibt.

10.30 Uhr: Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel überschreitet wieder 200

Die Zahl der Corona-Schwerkranken in Israel hat erstmals seit April wieder die 200er-Marke überschritten. Von insgesamt 362 Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden, seien 212 schwer erkrankt, teilte das Gesundheitsministerium am Sonntag in Tel Aviv mit. 37 müssen künstlich beatmet werden. Auf dem Höhepunkt der Pandemie in Israel im Januar hatte die Zahl der Schwerkranken bei etwa 1200 gelegen.

Angesichts steigender Infektionszahlen hat Israel als erstes Land damit begonnen, Menschen über 60 Jahren eine dritte Impfdosis gegen das Coronavirus zu geben. Ein Expertenteam hatte eine solche Auffrischungsimpfung mit dem Biontech-Pfizer-Präparat empfohlen, obwohl es noch keine entsprechende Vorgabe der Arzneimittelbehörde FDA gibt.

9.20 Uhr: Geschke verlässt Quarantäne-Hotel - "Ende der nutzlosesten Reise"

Der positiv auf Corona getestete Radsportler Simon Geschke hat bei den Olympischen Spielen in Tokio das Quarantäne-Hotel endlich verlassen dürfen. "Ende der nutzlosesten Reise meiner Karriere, super aufgeregt aus der Quarantäne zu kommen und nach Hause zu fliegen", schrieb der 35-Jährige auf Twitter.

Geschke war vor über eine Woche ins Quarantäne-Hotel eingezogen, nachdem ein PCR-Test trotz Impfung positiv ausgefallen war. Nach den Pandemie-Vorschriften für Olympia hätte Geschke bis maximal 14 Tage in der Quarantäne festgehalten werden können. Nach zwei negativen Tests durfte er aber das Hotel verlassen. In den vergangenen Tagen war große Kritik an den Zuständen in dem abgeschotteten Hotel aufgekommen. Daraufhin hatten die Gastgeber die Bedingungen etwas verbessert.

8.26 Uhr: "Querdenken"-Demonstration in Berlin bleibt verboten

Die von der "Querdenken"-Szene angekündigte große Demonstration in Berlin gegen die Corona-Politik bleibt verboten. Das Oberverwaltungsbericht Berlin-Brandenburg (OVG) bestätigte in der Nacht zu Sonntag die vorhergehenden Entscheidungen des Berliner Verwaltungsgerichts und der Polizei. Aus der "Querdenken"-Szene war neben einer Vielzahl weiterer Veranstaltungen für Sonntagnachmittag eine Demonstration mit 22.500 Teilnehmenden in der Nähe des Berliner Regierungsviertels angemeldet worden. (Az.: OVG 1 S 109/21)

Die Polizei hatte in den zurückliegenden Tagen diese und zwölf weitere am Wochenende geplante Demonstrationen mit dem gleichen Hintergrund verboten. Das OVG hat mit dem in der Nacht bekanntgegebenen Beschluss nun insgesamt vier Beschwerden gegen die Verbote in Eilverfahren zurückgewiesen.

Das Verwaltungsgericht habe seine Entscheidung im Wesentlichen damit begründet, dass eine unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Gefahren für Leben und Gesundheit von Menschen drohen, argumentierte das OVG. Die Versammlungen der "Querdenken"-Szene zeichneten sich deutschlandweit dadurch aus, dass die Teilnehmenden sie nutzten, um öffentlichkeitswirksam gegen zur Eindämmung der Corona-Infektionsgefahr geschaffene Rechtsnormen zu verstoßen.

8.04 Uhr: Einreise-Testpflicht gestartet - Seehofer kündigt Kontrollen an

Zum Start der Corona-Testpflichten für Reiserückkehrer aus dem Ausland an diesem Sonntag hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) Kontrollen angekündigt. "Wer nach Deutschland einreist, muss damit rechnen, kontrolliert zu werden. Bundes- und Landespolizei arbeiten hier Hand in Hand", sagte er der "Bild am Sonntag". An den Binnengrenzen werde es Stichproben geben, um kilometerlange Staus im Urlaubsverkehr zu verhindern. "Bei Einreisen aus Ländern außerhalb der EU, an den Flug- und Seehäfen wird jeder kontrolliert, ohne Ausnahme." Wer keinen negativen Test habe, müsse eventuell in Quarantäne, und es drohten "empfindliche Bußgelder".

Seit Sonntag gilt bei der Einreise nach Deutschland eine Testpflicht. Damit soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zum Ende der Sommerferien verhindert werden. Alle Menschen ab zwölf Jahren müssen bei der Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist - mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine solche Vorgabe gab es schon für alle Flugpassagiere. Jetzt gilt sie für alle Verkehrsmittel, also auch bei Einreisen per Auto oder Bahn.

Seehofer sprach sich dagegen aus, mit weiteren Maßnahmen den Druck auf Impfverweigerer zu erhöhen: "Wir haben bislang ein gut funktionierendes Prinzip für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete. Daran sollten wir festhalten. Ich halte auch nichts davon, direkten oder indirekten Druck auszuüben, was die Impfung angeht." Er sprach sich aber dafür aus, stärker als bisher für die Impfung zu werben. "Sie ist der einzige Weg, der uns aus der Pandemie herausbringt. Ohne eine ausreichende Impfquote in der Bevölkerung hüpfen wir nur von Welle zu Welle."

© dpa Grafik

7.30 Uhr: Inzidenz steigt weiter - 2.097 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagmorgen lag sie bei 17,5 - am Vortag hatte der Wert 16,9 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9 betragen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 2.097 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.19 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1.548 Ansteckungen gelegen.


Corona-Pandemie - Das geschah am Samstag

17.28 Uhr: Scholz für Verlängerung von Corona-Hilfen mindestens bis Jahresende

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) plädiert für eine Verlängerung der Corona-Hilfen mindestens bis zum Jahresende. "Niemand soll kurz vor der Rettung ins Straucheln geraten", sagte der SPD-Kanzlerkandidat den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Hilfen wie die Kurzarbeiter-Regelung und auch die Wirtschaftshilfen seien bis zum 30. September befristet. "Ich will beides bis zum Jahresende verlängern. Möglicherweise müssen wir auch im nächsten Jahr dem einen oder anderen Unternehmen helfen."

Aktuell können Betriebe, die bis 30. September Kurzarbeit einführen, die erleichterten Zugangsbedingungen zum Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Wenn man erst vorher Kurzarbeit im Betrieb hatte, muss dazwischen eine dreimonatige Unterbrechung liegen. Ein Betrieb kann demnach Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind; normalerweise sind es 30 Prozent. Minusstunden müssen vor der Gewährung von Kurzarbeitergeld keine aufgebaut werden. Auch Leiharbeitskräfte können Kurzarbeitergeld bekommen.

Auch die Überbrückungshilfe III ist derzeit bis Ende September beschlossen. Firmen sowie Soloselbstständige bekommen hier nicht rückzahlbare Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten - das sind etwa Mieten und Pachten, Zinsaufwendungen für Kredite, Ausgaben für Strom und Versicherungen. Voraussetzung: ein coronabedingter Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent. Vergleichswert ist in der Regel der jeweilige Monat im Vor-Corona-Jahr 2019.

17.10 Uhr: Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio auf neuem Höchststand

Der besorgniserregende Anstieg der Corona-Infektionen in Tokio während der abgeschirmten Olympischen Spiele geht ungebremst weiter. Wie die Stadtverwaltung am Samstag bekanntgab, wurden binnen 24 Stunden 4.058 Neuinfektionen registriert. Es ist das erste Mal, dass die Zahl der Fälle über die Marke von 4.000 stieg, nachdem die Neuinfektionen drei Tage lang jeweils über 3.000 gelegen hatten. Erst am Vortag verlängerte die Regierung den Notstand in Tokio abermals - vorerst bis zum 31. August - und weitete ihn auf weitere Präfekturen aus. Der wichtigste Coronavirus-Berater der Regierung, der Mediziner Shigeru Omi, hatte angesichts der rasanten Ausbreitung der Virus-Variante Delta vor Überlastung des Gesundheitssystems gewarnt.

Die japanische Regierung ist auf die freiwillige Kooperation der Bevölkerung angewiesen. Harte Ausgangssperren wie in anderen Ländern hat Japan seit Beginn der Pandemie zu keinem Zeitpunkt verhängt. Die Regierung fordert die Bürger immer wieder auf, zu Hause zu bleiben und sich die Olympischen Spiele am Fernseher anzuschauen. Zudem wurde an die Jüngeren appelliert, sich so wie inzwischen die meisten der älteren Japaner über 65 Jahren gegen das Virus impfen zu lassen. Hierzu wird erwogen, Jüngeren Impfungen auch ohne Reservierungen zu ermöglichen. Es gibt aber Klagen über nicht ausreichende Impfstoffe.

13.42 Uhr: Bundesregierung plant Ende von kostenlosen Coronatests

Die Bundesregierung plant ein Ende der kostenlosen Coronatests. "Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat schon vor Wochen gesagt, dass er es für denkbar hält, die Tests zu einem späteren Zeitpunkt für Ungeimpfte nicht mehr kostenlos anzubieten. Der genaue Zeitpunkt ist noch festzulegen", teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag auf Anfrage mit. Wie aus Regierungskreisen verlautete, gibt es dazu allerdings noch keine Einigung. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, die Bundesregierung habe sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass die Tests kostenpflichtig werden, sobald sich alle Deutschen zweimal impfen lassen konnten - also Ende September oder Anfang Oktober.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Corona-Tests sollten kostenpflichtig werden, wenn alle sich hätten impfen lassen können - also in wenigen Wochen." Ausnahmen müssten natürlich für die gelten, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können sowie für Kinder und Jugendliche.

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther forderte den Bund auf, Corona-Tests so schnell wie möglich kostenpflichtig zu machen. "Die Bundesregierung sollte schon in der kommenden Woche ein konkretes Datum für die Umstellung auf die Kostenpflichtigkeit der Corona-Tests festlegen", sagte der CDU-Politiker der "Welt". Dieses Datum könnte der 20. September sein. "Bis dahin hätte jeder bisher Ungeimpfte noch die Chance, sich vollständig impfen zu lassen."

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8.02 Uhr: Schärfere Corona-Regeln in Dresden - Maskenpflicht beim Einkaufen

Nach dem Anstieg der Corona-Fallzahlen gelten in Dresden ab dem Wochenende wieder schärfere Corona-Regeln. Von diesem Samstag an muss in der Landeshauptstadt beim Einkaufen und in einigen anderen Bereichen wieder Maske getragen werden. Die Zahl der Neuansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche hatte mehrere Tage in Folge über der entscheidenden 10er-Grenze gelegen. Neben der Maskenpflicht beim Shoppen greifen in Dresden auch Kontaktbeschränkungen: Maximal zehn Menschen dürfen sich treffen. Familienfeiern, Eheschließungen und Beerdigungen sind nur noch für bis zu 50 Personen zulässig, wobei Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt werden. In Museen, Kinos, Konzerthäusern oder Theatern sowie bei Sportveranstaltungen gilt wieder eine Testpflicht, wenn der Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Gleiches gilt für Freizeit- und Vergnügungsparks, Indoorspielplätze, Zirkusse und Spielhallen.

Sachsen hatte als erstes Bundesland die Maskenpflicht im Einzelhandel gelockert. Seit dem 16. Juli dürfen Kunden - bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 10 und wenn es der Abstand hergibt - ohne Maske in die Geschäfte gehen. Auch in Lokalen, Hotels oder Kulturstätten darf man sich bei einer Inzidenz unter 10 maskenlos bewegen. Als zweite der 13 Regionen in Sachsen steuert Leipzig darauf zu, die 10er-Grenze zu überschreiten.

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