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Deutschland & Welt

Millionen Corona-Impfdosen nach Panne unbrauchbar

Panne in US-Werk von Johnson & Johnson, Inzidenz in Sachsen sinkt auf 13,8, nächste Kreise lockern ab Montag - unser Newsblog.

Millionen Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson müssen nach einer Panne vernichtet werden.
Millionen Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson müssen nach einer Panne vernichtet werden. © Jessica Hill/FR125654 AP/dpa

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt - das Wichtigste in Kürze:

18.25 Uhr: Millionen Impfdosen müssen nach Panne vernichtet werden

In einem US-Werk in der Stadt Baltimore des Impfstoff-Herstellers Johnson & Johnson müssen nach einer Produktionspanne offenbar Millionen Impfdosen vernichtet werden. Mehrere Chargen seien wegen einer möglichen Kontamination unbrauchbar, wie die Arzneimittelbehörde FDA am Freitag mitteilte. Eine genaue Zahl wurde allerdings nicht genannt. Die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf informierte Kreise von 60 Millionen Corona-Impfdosen, die vernichtet werden müssten. Berichten der Nachrichtenagentur AFP zufolge hat die Panne auch Auswirkungen auf die Impfstoffversorgung in Deutschland. So würden laut einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums im zweiten Quartal etwa 6,5 Millionen Dosen weniger geliefert als erwartet.

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18.05 Uhr: Ansturm auf Dresdens Einkaufszentren

Menschenmassen haben sich am Samstag über die Prager Straße geschoben. Der Wegfall der Testpflicht in Dresden hat den innerstädtischen Geschäften einen regelrechten Kundenansturm beschert. Vor Primark in der Centrum-Galerie bildeten sich auf beiden Ebenen mehr als 50 Meter lange Schlangen. Mehr dazu lesen Sie hier.

17.35 Uhr: Nächster Kreis in Sachsen darf Corona-Regeln lockern

In Sachsen gibt es immer weniger Corona-Neuinfektionen. Weil die Inzidenz im Erzgebirgskreis nun fünf Tage unter dem Schwellenwert 50 liegt, kann auch hier ab Montag gelockert werden, wie das Landratsamt mitteilte - bei Kontaktbeschränkungen, Gastronomie oder Veranstaltungen. Neben den Kitas wechseln dann auch die Schulen in den Regelbetrieb. Messen, Tagungen und Kongresse sind erlaubt. Hallenbäder dürfen wieder öffnen.

Bekannt war bereits, dass der Landkreis Bautzen bei einer Inzidenz unter 35 ab Montag die Corona-Regeln lockern darf. Dort werden unter anderen die Maskenpflicht in Kitas und Schulen sowie die Testpflicht für Geschäfte und Kultureinrichtungen aufgehoben und Feiern mit bis zu 50 Personen erlaubt. Auch Diskotheken und Clubs dürfen öffnen - mit Hygienekonzept, Kontakterfassung und Testpflicht. Alles zu den Lockerungen im Kreis Bautzen finden Sie hier.

Im Erzgebirgskreis werden werden ab Montag die Corona-Regeln gelockert.
Im Erzgebirgskreis werden werden ab Montag die Corona-Regeln gelockert. © dpa/Hendrik Schmidt

17.20 Uhr: Randale in Berliner Parks - Verstöße gegen die Hygieneauflagen

In mehreren Berliner Parks haben große Partys in der Nacht zum Samstag die Polizei auf den Plan gerufen. Anwohner waren gegen Mitternacht vom Lärm genervt. Auch wegen Verstößen gegen die Hygieneauflagen in der Pandemie räumte die Polizei einige Grünanlagen, teilte die Behörde am Samstag mit. Dabei kam es mitunter zu Randale. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

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15.55 Uhr: Bericht: Mallorca will Öffnung der Discos ab Mitte Juli zulassen

Auf der Party-Insel Mallorca wird das Leben immer normaler: Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen gegen Mitte Juli im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage sowohl auf der liebsten Insel der Deutschen als auch auf den anderen Balearen wieder öffnen dürfen, wie die Zeitung "Diario de Mallorca" am Samstag unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma berichtete.

Die Wiedereröffnung der Vergnügungslokale solle nach den Plänen Palmas um den 17. Juli herum passieren. Die endgültige Entscheidung solle aber erst nach einem siebentägigen Pilotprojekt Anfang Juli fallen. "Diario de Mallorca" zitierte Regionalpräsidentin Francina Armengol mit den Worten, das Nachtleben solle auf den spanischen Mittelmeer-Inseln "eher früher denn später" reaktiviert werden.

Diese Pläne seien das Ergebnis eines Treffens von Armengol und anderen Politikern mit Vertretern der Branche. Es sei relativ sicher, dass das Tanzen im Inneren der Lokale prinzipiell gestattet werden solle. In einer ersten Etappe würden alle Lokale allerdings spätestens um 3 Uhr schließen müssen. Zudem werde es mehrere Regeln geben, etwa die Beachtung eines Sicherheitsabstandes zu fremden Personen und der Maskenpflicht in bestimmten Situationen.

Tanz- und andere nächtliche Vergnügungslokale bleiben in Spanien zum größten Teil bereits seit dem Corona-Lockdown von März 2020 geschlossen. Aufgrund der Einschränkungen warfen allein auf den Balearen laut Studien die Betreiber von mindestens 500 der insgesamt 1.500 Geschäfte des Sektors endgültig das Handtuch.

Die Corona-Zahlen gehen in Spanien seit Monaten kontinuierlich zurück. Zuletzt wurden landesweit 46 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst. Diese Sieben-Tage-Inzidenz beträgt auf den Balearen derzeit sogar nur gut 20. Damit liegt die Region in Spanien nur knapp schlechter als Valencia (ca. 18) sowie Murcia und Galicien (je ca. 19).

Auf der Party-Insel Mallorca wird das Leben immer normaler: Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen gegen Mitte Juli wieder öffnen dürfen.
Auf der Party-Insel Mallorca wird das Leben immer normaler: Diskotheken, Pubs und andere Nachtlokale sollen gegen Mitte Juli wieder öffnen dürfen. © dpa

14.55 Uhr: Nur 55 neue Infektionen in Sachsen gemeldet

Das Infektionsgeschehen in Sachsen bleibt auf niedrigem Niveau. Das Gesundheitsamt meldete am Samstag 55 Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag sowie drei Todesfälle. Vor einer Woche waren 154 Infektionen gemeldet worden. Insgesamt infizierten sich seit Pandemie-Beginn im März 2020 in Sachsen bislang 285.430 Menschen, 9.979 Menschen starben an oder mit Corona.

13.50 Uhr: Betriebsärzte bekommen zweiten Corona-Impfstoff

Für die Corona-Impfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, so dass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen. Zum Start hatten die Betriebsärzte in der ersten Woche ab 7. Juni zunächst 702.000 Dosen von Biontech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602.550 sein.

Die Arztpraxen sollen in der Woche vom 21. Juni rund 3,3 Millionen Impfdosen erhalten, nämlich 2,84 Millionen Dosen von Biontech und 504.000 von Astrazeneca. Die Länder sollen nach neuen Lieferdaten noch im Juni rund 700.000 Dosen mehr für die Impfzentren bekommen als zunächst geplant, wie es vom Gesundheitsministerium weiter hieß. In der kommenden Woche seien es 400.000 Dosen von Astrazeneca extra. Mehrere Länder wollten dies für Erstimpfungen verwenden.

13.02 Uhr: Dresden meldet nur noch 221 aktive Infektionen

Das Dresdner Gesundheitsamt hat am Samstag acht neue Coronafälle gemeldet. Insgesamt haben sich damit bisher nachweislich 30.571 Menschen in der Stadt infiziert. Bei 29.250 von ihnen geht das Gesundheitsamt davon aus, dass sie die Infektion bereits überstanden haben. Abzüglich der Zahl aller Verstorbenen bedeutet dies, dass zurzeit noch 221 Infektionen aktiv sind - Tendenz sinkend.

12.50 Uhr: Jeder Vierte vollständig gegen Corona geimpft

Mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland haben bislang mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das entspricht 48,1 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.10 Uhr) hervorgeht. Den vollständigen Impfschutz hat nun demnach mehr als jeder Vierte (21,35 Millionen Menschen oder 25,7 Prozent).

Insgesamt wurden laut RKI bislang 60,1 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht, 965 478 davon am Freitag. In dieser Woche sei erstmals an drei Tagen die Millionenmarke bei den täglichen Impfungen geknackt worden, schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bei Twitter. Laut RKI wurden etwa zwei Drittel aller Impfungen in Impfzentren verabreicht, ein Drittel in Arztpraxen.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 52,9 Prozent weiterhin den höchsten Anteil Erstgeimpfter, Schlusslicht bleibt Sachsen mit 43,0 Prozent. Das Saarland zählt mit 30,4 Prozent den höchsten Anteil an Einwohnern mit vollständigem Impfschutz und hat pro Einwohner bislang auch die meisten Impfdosen verabreicht. Am langsamsten läuft die Impfkampagne dem RKI zufolge in Hamburg, das aber auch zu den Ländern gehört, die bislang die wenigsten Impfdosen erhalten haben. Bei den Zweitimpfungen liegt Sachsen auf dem fünften Platz.

11.35 Uhr: Polizei löst Party mit 1.000 Teilnehmern in Köln auf

Eine Open-Air-Party in Köln mit rund 1000 Teilnehmern ist in der Nacht zu Samstag aufgelöst worden. Dabei sind zwei Polizisten und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch Flaschenwürfe leicht verletzt worden, alle drei seien jedoch dienstfähig geblieben, berichtete ein Polizeisprecher. Nach seinen Angaben hatte die Stadt die Polizei gegen 23.00 Uhr um Amtshilfe bei der Auflösung der Party am Aachener Weiher gebeten.

Mit "starken Kräften" sei die Polizei dorthin gefahren. Zwei DJ-Pulte wurden sichergestellt. "Die DJs waren aber schon flüchtig", so der Sprecher weiter. Die Menge habe sich dann zerstreut. Mehrere Anzeigen seien gefertigt worden. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um eine organisierte Party gehandelt hat. Zuvor hatten mehrere Medien über die Auflösung der Party berichtet.

11.03 Uhr: Impfaktion von Hausarzt lockt bis zu 2000 Leute an

Mit einem "offenen Impftag" für Corona-Schutzimpfungen hat ein Hausarzt im hessischen Babenhausen einen Ansturm ausgelöst. Bereits vor dem Start der Aktion am Samstagmorgen um 8.00 Uhr hätten sich rund 1.500 bis 2.000 Menschen vor Ort eingefunden und sich in Warteschlangen eingereiht, sagte der Bürgermeister der südhessischen Stadt, Dominik Stadler (parteilos), der Deutschen Presse-Agentur. Die Leute seien teils bereits am Vortag angereist und hätten vor der Praxis campiert.

Der Bürgermeister rief dazu auf, nicht mehr anzureisen, da es im Stadtgebiet bereits zu erheblichen Verkehrseinschränkungen komme und die vorgesehenen Parkplätze voll seien. Polizei und Ordnungsamt seien vor Ort, um die Verkehrssituation unter Kontrolle zu halten.

Nach den Worten Stadlers hatte der Hausarzt etwa eine Woche zuvor bekanntgegeben, dass er 1.000 Impfdosen bestellt habe und diese am Samstag ohne vorherige Registrierung vergeben werde. Man habe von städtischer Seite von vornherein Bedenken zu den Plänen geäußert, weil die Befürchtung bestand, eine freie Vergabe der Impfungen könne zu einer schwierigen und "nicht steuerbaren" Lage führen, sagte Stadler. Die Stimmung unter den Wartenden sei aber friedlich und gelöst, alle hielten sich an die Abstandsregeln und die Maskenpflicht. Dennoch werde man im Falle einer Wiederholung der Aktion nachsteuern.

Nach zwei Stunden waren nach Angaben Stadlers bereits rund 300 Personen geimpft, pro Stunde erhielten etwa 90 Menschen ihre Corona-Schutzimpfungen, da ein größeres Team die Impfungen durchführe. Um den Zustrom zu lenken sei ein Parkplatz eigens mit einer Art Parcours ausgestattet worden, so der Bürgermeister.

Ein Arzt bereitet eine Impfung in seiner Hausarztpraxis vor.
Ein Arzt bereitet eine Impfung in seiner Hausarztpraxis vor. © Sebastian Gollnow/dpa

10.15 Uhr: Vier Regionen in Sachsen mit Inzidenz unter 10

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Sachsen geht weiter zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) wies den Wert pro 100.000 Einwohner in einer Woche für den Freistaat am Samstagmorgen mit 13,8 aus. Am Tag zuvor lag die Inzidenz noch bei 14,7. Mit dem Erzgebirgskreis (28,7) und Mittelsachsen (25,3) liegen nur noch zwei Regionen über der 20er Marke, fünf weitere sowie die Städte Chemnitz (13,4) und Dresden (10,1) bereits darunter. Drei Landkreise und die Stadt Leipzig sind inzwischen einstellig, der Vogtlandkreis hat mit 2,1 dabei die niedrigste Ansteckungsquote.

Laut RKI-Übersicht gibt es im Freistaat 75 weitere bestätigte Neuinfektionen gegenüber dem Vortag sowie 15 registrierte Todesfälle. Seit Pandemie-Beginn im März 2020 infizierten sich danach landesweit insgesamt 285 362 Menschen. 9972 starben mit oder an Corona.

9.10 Uhr: Studie: Hohe Impfquote mindert Corona-Risiko für junge Ungeimpfte

Eine hohe Impfquote im Land kann offenbar das Risiko für ungeimpfte Jugendliche vermindern, sich mit Corona anzustecken. Das zeigen Gesundheitsdaten aus Israel, die im Fachjournal "Nature Medicine" vorgestellt werden. Mit zunehmender Zahl geimpfter Erwachsener wurden demnach immer weniger unter 16-Jährige positiv auf Corona getestet - im Mittel halbierte sich der Anteil positiv Getesteter in der noch ungeimpften Bevölkerung mit jedem Anstieg um 20 Prozentpunkte beim Anteil Geimpfter.

Die Daten stützen die Hoffnung, dass die Kinder in Deutschland im Herbst vor größeren Ansteckungswellen geschützt sein könnten, wenn bis dahin ein Großteil der Erwachsenen den vollen Impfschutz hat. Die Forscher merken allerdings an, dass bei den Ergebnissen die Möglichkeit einer natürlich erworbenen Immunität gegen Corona - also durch überstandene Infektion - bei den unter 16-Jährigen nicht berücksichtigt wurde. Zudem habe es zeitweise Lockdown-Maßnahmen gegeben, deren Einfluss auf das Infektionsgeschehen in der Auswertung nicht berücksichtigt sei.

Die Forscher um Roy Kishony vom Technion–Israel Institute of Technology in Haifa hatten Impfdaten von Erwachsenen und Corona-Testergebnisse von unter 16-Jährigen in Israel betrachtet. Für die junge Altersgruppe war in dem Land zum Erhebungszeitpunkt noch keine Impfung zugelassen. Die Ergebnisse basieren auf Daten aus 177 israelischen Gemeinden, die von Anfang Dezember 2020 bis Anfang 2021 erfasst wurden.

Das Neun-Millionen-Einwohner-Land Israel setzt seit dem 19. Dezember sehr schnell seine Impfkampagne um. Rund 5,5 Millionen Menschen haben dort bereits eine Erstimpfung und mehr als 5,1 Millionen eine Zweitimpfung erhalten. Inzwischen werden auch 12- bis 15-Jährige geimpft. Die Zahl der Neuinfektionen und schweren Erkrankungen ging in den vergangenen Monaten stark zurück. In Israel wird das Vakzin der Hersteller Biontech und Pfizer verwendet.

Die hohe Wirksamkeit dieses Impfstoffs bei der Vorbeugung von Infektion und Krankheit hätten klinische Studien und Impfkampagnen gezeigt, heißt es in der Studie. Dennoch habe es in Israel zunächst Bedenken gegeben, die Impfkampagnen könnten zu einer vermehrten Übertragung des Virus führen - wenn geimpfte Menschen unachtsamer mit Abstands- oder Quarantäneregeln umgingen. Dies sei offensichtlich nicht passiert.

08.05 Uhr: Städtetag fordert Festhalten an Impfzentren

Die Corona-Impfzentren sollten aus Sicht des Deutschen Städtetags längerfristig weiter betrieben werden. "Bei dem zu erwartenden Andrang sind die Impfzentren mit ihren großen Kapazitäten, etwa in Messehallen, zu wichtig, um sie einfach abzuwickeln", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Passauer Neuen Presse" (Samstag) mit Blick auf steigende Impfstofflieferungen. "Außerdem starten aus den Impfzentren die mobilen Impfteams in Pflegeeinrichtungen und soziale Brennpunkte. Wir brauchen leistungsstarke Strukturen. Die Pandemie ist noch nicht vorbei."

Der Chef des Hausärzteverbandes Ulrich Weigeldt argumentierte hingegen mit zu hohen Kosten. Es sei "mehr als fraglich, Strukturen aufrechtzuerhalten, von denen man immer wieder hört, dass die Kosten pro Impfung etwa zehnmal so teuer sind wie in den Praxen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag). "Anstatt die Impfzentren künstlich am Leben zu erhalten, sollte die Politik ihre Energie lieber in eine sinnvolle Planung der Impfstoffbereitstellung für die Auffrischungsimpfungen stecken."

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7.50 Uhr: RKI registriert 1911 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 18,3

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2.294 Corona-Neuinfektionen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 18,3 an (Vortag: 18,6; Vorwoche: 26,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 129 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 122 Tote.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.713.480 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.573.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 816 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,83 (Vortag: 0,79). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona-Pandemie: Das geschah am Freitag

22 Uhr: Vier negative Testbefunde: Llorente wieder im spanischen EM-Camp

Diego Llorente ist wieder zurück im spanischen EM-Quartier. Der Fußball-Profi vom englischen Premier-League-Club Leeds United wurde am Freitag von seinen - mit Abstand - klatschenden Mitspielern in Las Rozas de Madrid empfangen. Das Quartier hatte Llorente am Dienstag nach einem positiven Corona-Test noch umgehend verlassen müssen.

Bei vier nachfolgenden PCR-Tests ergaben sich aber jeweils negative Befunde. Das teilte der Verband am Freitag mit. Dem Protokoll entsprechend konnte er damit wieder zur Mannschaft stoßen. Tags zuvor hatte der Verband bereits von «schwerwiegenden Anzeichen» geschrieben, dass es sich bei dem 27 Jahre alten Llorente bei dem positiven Befund um ein falsch-positives Ergebnis handeln würde.

Weiter in Quarantäne in Barcelona muss indes Kapitän Sergio Busquets bleiben. Er hatte am Sonntag nach einem positiven Testergebnis aus der Ciudad del Fútbol abreisen müssen. Er wird dem Team, von dem am Freitag der Teil der Spieler geimpft wurde, der noch keinerlei Immunschutz vor dem Virus hatte, zunächst weiter fehlen.

20.30 Uhr: Bierhoff: Kein deutscher Spieler zweimal geimpft

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich insgesamt zufrieden mit dem Stand der Corona-Impfungen rings um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Start geäußert. Von den Spielern ist allerdings bislang noch keiner zweimal geimpft, wie Bierhoff am Freitagabend bei Magenta TV sagte. Teilweise seien die Spieler einmal geimpft, bei einigen Genesenen sei keine Impfung mehr notwendig. Viele Betreuer seien zweimal geimpft worden. Die DFB-Auswahl startet am Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich in das paneuropäische Turnier. Weitere Gegner in der schweren deutschen Vorrundengruppe sind Titelverteidiger Portugal und Außenseiter Ungarn.

Zur Stimmung im Team vor dem letzten Turnier unter Bundestrainer Joachim Löw bemerkte Bierhoff: "Hier merkt man einfach die große Freude, die Begeisterung, etwas zu leisten und mit der Nationalmannschaft ein neues Bild abzugeben." Drei Jahre nach dem Vorrunden-Aus bei der WM in Russland wüssten die Spieler auch, dass die Erwartungshaltung nicht ganz so hoch sei und kritisch hingeschaut werde. Grundsätzlich gebe es vor jedem Turnier eine Unsicherheit. "Die hat man auch jetzt", sagte der 53-jährige Bierhoff.

19.41 Uhr: Heil wirft Teilen der Union im Maskenstreit Ablenkungsmanöver vor

Im Koalitionsstreit um möglicherweise minderwertige Corona-Schutzmasken hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Teilen der Union ein Ablenkungsmanöver vorgeworfen. «Man muss aufpassen, dass eine Sachdebatte nicht vernebelt wird. Und ich erlebe schon, dass einige auf Unionsseite versuchen, das Ganze zu einer rein parteipolitischen Auseinandersetzung zu erklären, um nicht über die Sache sprechen zu müssen», sagte Heil dem "Spiegel". "Und es gibt den Versuch, über technische Fragen die Öffentlichkeit so zu verwirren, dass die Leute nicht mehr verstehen, worum es wirklich geht."

Hintergrund der Debatte, die die schwarz-rote Koalition belastet, ist ein Spiegel-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, aus der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

18.47 Uhr: Krankenhäuser: Zahl der Intensivbetten nicht manipuliert

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat den Vorwurf zurückgewiesen, die Zahl der freien Intensivbetten sei während der Corona-Pandemie falsch angegeben worden. «Krankenhäuser haben die Zahl der Intensivbetten nicht manipuliert, diesen Verdacht äußert auch der Bundesrechnungshof nicht. "Intensivbettenzahlen zu manipulieren ist auch gar nicht möglich, da die Ausgleichszahlungen an Bedingungen geknüpft sind, die die Krankenhäuser nicht beeinflussen können", sagte der Vorstandsvorsitzende der DKG, Gerald Gaß, der "Rheinischen Post".

Laut einer Mitteilung der DKG vom Freitag zählen zu den Bedingungen, dass das Krankenhaus bestimmten Notfallversorgungsstufen angehört, die Inzidenz im gesamten Landkreis bei mindestens 50 Fällen liegt und dass im gesamten Landkreis weniger als 25 Prozent der Intensivbehandlungsplätze frei sind. "Es geht eben ausdrücklich nicht um die Quote freier Betten in einzelnen Krankenhäusern, die dann daraus theoretisch ein Vorteil erzielen könnten. Zudem haben wir mit dem Intensivregister eine transparente Datenbank, die uns aktuell und verlässlich die Zahl der Intensivbetten meldet", sagte Gaß der Zeitung.

Der Bundesrechnungshof hatte in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht "eine massive Überkompensation aus Steuermitteln" bei Ausgleichszahlungen für Krankenhäuser festgestellt. Die Kliniken bekamen Geld für verschobene oder ausgesetzte planbare Aufnahmen, um freie Kapazitäten für Covid-19-Patientinnen und -Patienten zu schaffen. Die Ausgleichszahlungen des Bundes hätten allein im Jahr 2020 rund 10,2 Milliarden Euro betragen.

Das Gesundheitsministerium räumte in einer im Bericht zitierten Stellungnahme ein, dass es eine Überkompensation für Krankenhäuser gegeben haben könne - allerdings "allenfalls" bis zu einer Anpassungs-Verordnung im Juli 2020.

18.11 Uhr: DRK Sachsen vergibt über 18.500 neue Impftermine

Das DRK Sachsen hat auf dem Sächsischen Impfterminportal wieder tausende Termine freigeschaltet. Auf Twitter teilte das DRK mit, dass insgesamt 18.537 Impfdosen zur Verfügung stünden.

18.01 Uhr: Delta-Variante wohl 60 Prozent ansteckender als Alpha-Typ

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta ist Analysen zufolge wesentlich ansteckender als der in Großbritannien entdeckte Alpha-Typ. Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbehörde Public Health England am Freitag mit. Außerdem soll sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen können - das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollständig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante - auch B.1.617.2 genannt - geschützt.

Die Delta-Variante sorgt im Vereinigten Königreich derzeit offiziellen Angaben zufolge für rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie ließ die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen und könnte die geplanten weiteren Corona-Lockerungen gefährden. Am Freitag meldeten die Behörden mit 8.125 Fällen - fast 1.000 mehr als am Vortag - die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Ende Februar. Die Bundesregierung hat Großbritannien wegen der Mutante wieder als Virusvariantengebiet mit extrem strengen Einreise- und Quarantäneregeln eingestuft.

17.29 Uhr: Niederlande: Ab Ende Juni wieder Massenveranstaltungen ohne Maske

Die Niederlande wollen ab Ende Juni wieder Massenveranstaltungen ohne Schutzmasken zulassen. Voraussetzung ist allerdings, dass Teilnehmer einen Impfbeweis oder ein negatives Testergebnis vorweisen. Das teilte die Regierung am Freitag in Den Haag mit. Besucher müssten dann auch nicht mehr 1,5 Meter Abstand halten. Damit wären ab Ende Juni auch wieder volle Stadien für Konzerte oder Fußballspiele möglich.

Zunächst sollen Veranstaltungen mit bis zu 25.000 Besuchern erlaubt werden, die höchstens 24 Stunden dauern. Ab Ende Juli sollen dann auch mehrtägige Veranstaltungen ohne eine maximale Besucherzahl möglich sein. Dann wären auch wieder Festivals möglich.

Die Regierung stützt ihre Entscheidung auf die Ergebnisse von einer Reihe von Feldversuchen in den vergangenen Monaten. Danach sind Veranstaltungen sicher, wenn Besucher vorher getestet werden und der Besucher-Zustrom kontrolliert wird. Zur Zeit sind Veranstaltungen nur mit einer sehr begrenzten Zahl von Teilnehmern erlaubt. Die Zahl der Neuinfektionen in den Niederlanden geht zurück. Zur Zeit gibt es etwa 71 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Mehr als die Hälfte der Einwohner hat mindestens eine Impfdosis erhalten.

17.02 Uhr: Nur Trudeau trägt Maske - Ehepaar Johnson begrüßt die G7-Gäste

Nur einer trug Maske: Am Strand von Carbis Bay haben der britische Premierminister Boris Johnson und seine Frau Carrie die Staats- und Regierungschefs zum G7-Gipfel begrüßt. Lediglich der kanadische Premierminister Justin Trudeau trug bei der kurzen Begegnung für die Kameras eine Corona-Schutzmaske - er zog sich die Mund-Nasen-Bedeckung nur Sekunden auf, wenige Sekunden bevor er mit den Johnsons die Ellenbogen aneinander stieß. Alle anderen Politiker und ihre Partner erschienen maskenlos - hatten allerdings bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen im nahe gelegenen Newquay alle ihren Mund-Nasen-Schutz auf.

Außer Trudeau kam lediglich der italienische Regierungschefs Mario Draghi als Single. So wird Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem vermutlich letzten G7-Gipfel von Ehemann Joachim Sauer begleitet, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen brachte ihren Gatten Heiko mit. Auf dem traditionellen "Familienfoto" standen die Spitzenpolitiker bald darauf dann wieder ohne Begleitung - und ohne Masken - für die Kameras bereit.

Boris Johnson (verdeckt) und seine Ehefrau Carrie Johnson begrüßen Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, bei ihrer Ankunft zum G7-Gipfel am Carbis Hotel.
Boris Johnson (verdeckt) und seine Ehefrau Carrie Johnson begrüßen Justin Trudeau, Premierminister von Kanada, bei ihrer Ankunft zum G7-Gipfel am Carbis Hotel. © Phil Noble/Pool Reuters/AP/dpa

16.42 Uhr: Bundestag verlängert Pandemie-Notlage

Der Bundestag hat die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" wegen der Corona-Pandemie verlängert. Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten. Dafür hatten Redner von Union und SPD geworben. Die Grünen hatten trotz Kritik Zustimmung angekündigt. Abgeordnete von FDP und AfD sowie der Linke wandten sich gegen eine Verlängerung. Abgestimmt wurde namentlich, es gab 375 Ja-Stimmen, 218 Nein-Stimmen und 6 Enthaltungen.

Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Der Bundestag hatte die "epidemische Lage" erstmals am 25. März 2020 festgestellt. Ohne Verlängerung würde die epidemische Lage Ende Juni auslaufen. Nun wird sie maximal für drei Monate verlängert.

16.19 Uhr: Digitaler Impfnachweis künftig auch in der Luca-App

Der neue digitale Corona-Impfnachweis wird vom kommenden Mittwoch an auch in der Luca-App angezeigt werden können. Das teilten die Betreiber der App am Freitag in Berlin mit. Damit stehen mit der App CovPass, der Corona-Warn-App des Bundes und der Luca-App nun drei unterschiedliche Lösungen zur Verfügung, um einen Impfnachweis auf dem Smartphone präsentieren zu können.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern. Der für den digitalen Nachweis erforderliche QR-Code wird in der Regel mit dem zweiten Impfgang ausgehändigt. Bereits vollständig Geimpfte bekommen das Schreiben mit der Klötzchengrafik entweder per Post zugesendet oder können sich die Bescheinigung bei ausgewählten Ärzten und Apotheken ausstellen lassen.

Die Luca-App ist vor allem dafür gedacht, die Zettelwirtschaft beim Einchecken in Restaurants, Geschäften und Events abzulösen. Aktuelle sind laut einem Sprecher der Culture4Life GmbH 313 Gesundheitsämter an das Luca-System angebunden. 230.000
Betriebe und 15 Millionen Menschen nutzten bereits die App.

15.50 Uhr: Corona-Impfung für rund zehn Prozent der Jugendlichen empfohlen

Rund eine halbe Million Jugendliche sollten sich wegen besonderer Risiken gegen das Coronavirus impfen lassen. Das geht aus Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland hervor. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Impfung bei 12- bis 17-Jährigen nur bei besonderen Vorerkrankungen. Die Liste umfasst zwölf Krankheiten, darunter Adipositas, Diabetes, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21.

Eine Auswertung des Zentralinstituts zeigt, dass etwa elf Prozent aller Jugendlichen in Deutschland in der fraglichen Altersgruppe mindestens eines dieser Risikomerkmale aufweisen. "Bei gesetzlich Versicherten ergeben sich bundesweit etwa 402.000 Impflinge", teilte das Institut am Freitag in Berlin mit. "Unter Berücksichtigung der Privatversicherten sind bundesweit etwa 452.000 potenzielle Impflinge betroffen." Knapp die Hälfte davon leidet unter Asthma.

14.35 Uhr: Kultusminister blicken optimistisch auf neues Schuljahr

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) blickt zuversichtlich auf das neue Schuljahr. "Unser Wunsch ist: Das Schuljahr soll mit so viel Normalität wie möglich starten. Das bedeutet, dass wir von einem regelhaften Präsenzunterricht in allen Fächern und allen Jahrgängen ausgehen", sagte die derzeitige Präsidentin und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Freitag nach dem Ende der KMK-Beratungen.

Es gebe die klare Perspektive, dass der Schulbetrieb im neuen Schuljahr mit allen Aspekten wieder aufgenommen werden könne, einschließlich Klassenfahrten, Exkursionen oder AGs, sagte der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) sagte, die KMK sei ihrer Linie treu geblieben und sage sehr klar, dass Präsenzunterricht durch andere Varianten des Lernens nicht zu ersetzen sei.

Die Ministerinnen und Minister hatten bei ihrer Videokonferenz bereits am Donnerstag vereinbart, dass alle Schulen nach den Sommerferien "dauerhaft im Regelbetrieb (...) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden" besucht werden sollen. Regelbetrieb bedeute, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde, heißt es in einem Beschluss. Auch außerschulische Angebote wie Schulfahrten würden wieder in "vollem Umfang" ermöglicht. Maßnahmen wie eine Maskenpflicht oder Tests werden allerdings nicht ausgeschlossen.

13.59 Uhr: Bundesregierung hebt Reisewarnung für Corona-Risikogebiete auf

Nach mehr als einem Jahr hebt die Bundesregierung die Reisewarnung für touristische Reisen in Corona-Risikogebiete am 1. Juli auf. Das betrifft fast 100 Länder weltweit. "Nach langen Monaten des Lockdowns dürfen wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen", erklärte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag diesen Schritt.

Die Bundesregierung rät ab 1. Juli auch nicht mehr generell von touristischen Reisen ins Ausland ab. Für Länder der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, die nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird künftig in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch "um besondere Vorsicht gebeten". Das betrifft zum Beispiel Italien, große Teile Spaniens und ab kommenden Sonntag auch ganz Österreich.

Derzeit gilt die Corona-Reisewarnung für alle Weltregionen, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 50 übersteigt. An dem 1. Juli wird sie erst ab einer Inzidenz von 200 gelten und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Das sind weltweit aber nur etwa 40 der insgesamt rund 200 Länder.

13.49 Uhr: Bundesverfassungsgericht weist Antrag aus Wermsdorf ab

Das Bundesverfassungsgericht hat einen Antrag der Gemeinde Wermsdorf auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die in der Bundesnotbremse festgelegten Kita- und Schulschließungen zurückgewiesen. Der Antrag sei unzulässig, heißt es in einem am Freitag veröffentlichten Beschluss des Gerichts (Aktenzeichen: 2 BvQ 43/21). Bürgermeister Matthias Müller (CDU) hatte den Antrag im April eingereicht, weil er die Gemeinde in ihrem Recht auf kommunale Selbstverwaltung verletzt sah. Damit seien die festgelegten Regelungen verfassungswidrig, meinte er.

Die Richter begründeten ihren Beschluss unter anderem damit, dass eine einstweilige Anordnung eine Entscheidung in der Hauptsache vorwegnehmen würde. Gründe dafür, dass eine solche Vorwegnahme ausnahmsweise zulässig wäre, seien nicht ersichtlich.

Außerdem sei eine mögliche Verletzung der Selbstverwaltungsgarantie durch die angegriffene Regelung nicht dargelegt worden und auch nicht ersichtlich. Zudem sei nicht erkennbar, dass die Organisations-, Personal- und Finanzhoheit der Kommunen durch die im Infektionsschutzgesetz festgelegte Notbremse betroffen gewesen sei. Der Beschluss des Gerichts ist unanfechtbar. Müller war am Freitag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

13.36 Uhr: EU-Staaten lockern Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen

Die EU-Staaten haben sich kurz vor dem Beginn der Sommerurlaubszeit auf eine Lockerung der Grenzwerte für Corona-Reisebeschränkungen verständigt. Ein am Freitag angenommener Beschluss sieht vor, Regionen künftig erst bei deutlich höheren Inzidenzzahlen als Risikogebiet einzustufen. Dies soll dazu führen, dass weniger Menschen unter strenge Test- und Quarantäneauflagen fallen und innerhalb der EU wieder mehr gereist werden kann. Geimpfte und Genesene sollen zudem in der Regel gar keine Reisebeschränkungen zu befürchten haben.

Nach der Einigung werden Gebiete zum Beispiel nur noch dann als "rotes" Corona-Risikogebiet ausgewiesen, die in den 14 Tagen zuvor zwischen 200 und 500 neue Fälle pro 100.000 Einwohner gemeldet haben - oder zwischen 75 und 200 bei einem Anteil positiver Corona-Tests von über 4 Prozent. Früher hatten die unteren Grenzwerte noch bei 50 beziehungsweise 150 gelegen. Entsprechend wurden auch die Grenzwerte für "orangene" Gebiete mit mäßiger Ansteckungsgefahr und "grüne Gebiete mit geringer Ansteckungsgefahr angepasst.

Für den Fall, dass besorgniserregende Virusvarianten auftauchen, können Reisebeschränkungen allerdings über eine "Notbremse" wieder eingeführt beziehungsweise verschärft werden.

13.19 Uhr: Ganz Österreich ab Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste der Risikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus diesen Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Corona-Risikoliste wird immer kürzer.

12.41 Uhr: Nur neun Neuinfektionen in Dresden - aber drei Todesopfer

Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag neun weitere Corona-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 30.563 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Drei weitere Patienten verstarben - seit Pandemiebeginn sind jetzt 1.100 Opfer in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen. Zudem mussten zwei Menschen ins Krankenhaus eingewiesen werden. Als genesen gelten mittlerweile 29.226 Dresdner - 30 mehr als am Donnerstag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, stieg nach Angaben der Lokalbehörden seit dem Vortag leicht von 10,6 auf 10,8. Für Grenzwerte nach der Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen sind allerdings Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend: Dort liegt der Wert für Dresden heute bei 10,1, tags zuvor waren es noch 9,9. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen oft von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

12.13 Uhr: Zwischen Kritik und Hass - Corona-Proteste, und was sie mit uns machen

Die Kritik an Corona-Maßnahmen gibt es fast schon genauso lange wie die Pandemie. Doch Kritik ist nicht gleich Kritik. Das zeigen diverse Demonstrationen und die Art und Weise, wie etwa in Sozialen Medien miteinander umgegangenen wird. Darum geht es in einer neuen Folge CoronaCast, dem Podcast von Sächsische.de zur Pandemie.

Ein Gespräch über Corona-Proteste in Sachsen zwischen "Querdenken" und berechtigter Maßnahmenkritik. Und über Pressefreiheit. Zu Gast sind die freie Journalistin Doreen Reinhard (ua. "ZEIT Online" und SZ) und SZ-Investigativreporterin Franziska Klemenz. Die Podcastfolge hören Sie direkt über den eingebetteten Player. Weitere Abspielmöglichkeiten und Hintergründe zum Thema gibt es in diesem Artikel: Corona, Protest und was das mit uns macht

11.57 Uhr: Fast jeder Vierte vollständig gegen Corona geimpft

In Deutschland ist nahezu jeder vierte Mensch vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.10 Uhr) sind 24,8 Prozent der Gesamtbevölkerung (20,6 Millionen Menschen) bereits vollständig geimpft, 47,5 Prozent (39,5 Millionen Menschen) haben mindestens eine Impfung erhalten. Insgesamt wurden laut RKI bislang 59 Millionen Impfdosen verabreicht. Am Donnerstag wurden demnach 1.096.521 Impfdosen gespritzt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb bei Twitter, damit habe es zum zweiten Mal in dieser Woche mehr als eine Millionen Erst- und Zweitimpfungen an einem Tag gegeben.

Je nach Bundesland variiert laut RKI die Impfquote. Die höchste Quote an Menschen, die mindestens einmal geimpft sind, verzeichnet Bremen mit 52,1 Prozent. Sachsen bleibt mit 42,7 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Das Saarland liegt bei der Berücksichtigung aller verabreichten Impfdosen beim Tempo an der Spitze, während die Kampagne dem RKI zufolge in Hamburg am langsamsten läuft. Hamburg gehört aber auch zu den Ländern, die bislang die wenigsten Impfdosen erhalten haben.

11.21 Uhr: Handwerk erstmals seit 2013 mit Umsatzminus

Materialmangel und Corona-Beschränkungen haben die Geschäfte der Handwerker in Deutschland zu Jahresbeginn belastet. Zum ersten Mal seit 2013 sanken die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk in einem ersten Quartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Die Wiesbadener Behörde bezifferte den Rückgang der Erlöse in den ersten drei Monaten 2021 auf 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Zahl der Beschäftigten sank um 1,7 Prozent.

Alle sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks erwirtschafteten weniger Umsatz als im Vorjahresquartal, das erst am Ende von den Einschränkungen zur Bekämpfung der Pandemie betroffen war. Besonders hart traf es die Handwerke für den privaten Bedarf, allen voran Friseurbetriebe, deren Erlöse infolge der Corona-Maßnahmen um 37,4 Prozent einbrachen. Dort sank die Zahl der Beschäftigten auch besonders stark (minus 9,2 Prozent).

Einen deutlichen Umsatzrückgang gab es ebenfalls im Bauhauptgewerbe (minus 15,9 Prozent). Die gewichtigsten Gewerbezweige – Maurer und Betonbauer sowie Straßenbauer - verzeichneten nach fünfjährigen Erlössteigerungen ein Minus von 17,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Als Ursachen gelten Rohstoffengpässe, teurere Rohstoffe und der vergleichsweise kalte Winter. Die Preise für Holz und andere Baustoffe sind auf dem Weltmarkt unter anderem wegen der großen Nachfrage aus China und den USA stark gestiegen.

10.47 Uhr: Studie: Biontech-Impfstoff schützt auch vor Corona-Mutationen

Der Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer schützt einer neuen Studie zufolge auch vor der zuerst in Indien aufgetretenen Corona-Variante Delta (B.1.617.2). Auch vor mehreren anderen Varianten wie beispielsweise der zuerst in Nigeria aufgetretenen Mutante B.1.525 schütze der Impfstoff, schreiben die Wissenschaftler um Pei Yong Shi von der University of Texas in Galveston im Fachjournal "Nature".

Für die Studie untersuchten die Forscher 20 Blutproben von 15 Menschen, die jeweils zwei Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer erhalten hatten, und testeten die Reaktion auf die verschiedenen Corona-Varianten. Die Wirksamkeit der Antikörper sei bei den Varianten zwar niedriger ausgefallen als bei einem im Januar 2020 isolierten Coronavirus-Typ, sie sei jedoch immer noch "robust", hieß es. Vorherige Studien und Datenerfassungen hatten ähnliche Ergebnisse erbracht.

10.04 Uhr: Kanuslalom-Weltcup in Markkleeberg mit Zuschauern

Der Kanuslalom-Weltcup vom 18. bis 20. Juni in Markkleeberg bei Leipzig wird vor Zuschauern ausgetragen. Das teilte der Veranstalter am Freitag mit. Allerdings werden die deutschen Olympia-Starter sowie die versammelte Weltelite von den Fans strikt getrennt. Zudem wird der Zugang zur Anlage am Wildwasserkanal kontrolliert und Personen zur etwaigen Kontaktnachverfolgung erfasst. "Wir werden allerdings die Einhaltung der bekannten Abstandsregeln im Auge behalten und können, sobald die Kapazität der Tribüne erschöpft ist, keine Zuschauer mehr auf das Gelände lassen", sagte Organisationschef Christoph Kirsten.

Die rund 150 Starter und Starterinnen reisen unmittelbar nach dem Weltcup an diesem Wochenende in Prag nach Markkleeberg und sind dann in einer sogenannten Corona-Bubble.

9.17 Uhr: In Dresden gelten jetzt neue Corona-Regeln

In Dresden werden die Corona-Regeln in den kommenden Tagen gleich mehrmals gelockert. Möglich macht es die anhaltend niedrige Wocheninzidenz – das Robert Koch-Institut meldete am Freitagmorgen einen Wert von 10,1 für Sachsens Landeshauptstadt. Das Gesundheitsamt teilte mit, dass heute weniger strikte Regeln gelten - unter anderem beim Einkaufen, aber auch in der Gastronomie. Was sich nun alles ändert, lesen Sie im Artikel Diese Lockerungen gelten ab Freitag in Dresden

8.52 Uhr: Deutscher G7-Sicherheitsmann in Quarantäne

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Hotel beim G7-Gipfel in Cornwall hat sich ein Sicherheitsmann der deutschen Vorausdelegation von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vorsorglich in Quarantäne begeben. Das teilte ein Regierungssprecher am Freitag in Berlin mit. Dies habe keine Auswirkungen auf die Reise der Kanzlerin und ihrer Delegation zu dem Gipfel in Carbis Bay, erklärte er weiter. Merkel wollte gegen Freitagmittag im englischen Cornwall eintreffen.

In Berlin war am Donnerstagabend die Rede davon, dass zwei Mitglieder des Sicherheits-Vorauskommandos der Kanzlerin in dem betroffenen Hotel in St. Ives untergebracht waren. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson hatte auf Anfrage von Journalisten bestätigt, dass Merkel weiterhin am Gipfel teilnehmen werde. Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge wurde der Ausbruch bereits am Mittwoch festgestellt. Das Hotel sei daraufhin geschlossen worden, hieß es.

8.20 Uhr: Quarantäne-Hochhaus: Toter infizierte sich in Dresden

Im Fall des am 1. Juni in Dresden verstorbenen Studenten haben die Ermittlungen der Gesundheitsbehörden ergeben, dass sich der junge Mann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die Infektion in Dresden und damit nicht auf einer Auslandsreise geholt hat. Es bestehe ein Zusammenhang zu einer anderen positiv getesteten Person. Mehr zu dem Fall lesen Sie im Artikel Verstorbener infizierte sich in Dresden

Das Gesundheitsamt Dresden hatte dieses Studentenwohnheim unter Quarantäne gestellt.
Das Gesundheitsamt Dresden hatte dieses Studentenwohnheim unter Quarantäne gestellt. © dpa/Daniel Schäfer

7.51 Uhr: Corona-Entspannung in Sachsen setzt sich fort

Die Corona-Lage in Sachsen hat sich weiter entspannt: Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldet nun eine Sieben-Tage-Inzidenz für den Freistaat von 14,7, tags zuvor waren es noch 15,4. Die Zahl gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich an den letzten sieben Kalendertagen infiziert haben. Vor einer Woche betrug die Wocheninzidenz im Freistaat noch 29,4, am 11. Mai - also vor einem Monat - lag die Zahl bei 167,6. Deutschlandweit beträgt der Inzidenzwert nun 18,6 - Sachsen liegt damit weister unter dem Bundes-Durchschnitt und weist niedrigere Zahlen als zehn andere Bundesländer auf. Die Tabelle wird derzeit von Baden-Württemberg mit 25,2 angeführt, der niedrigste Wert wird aus Mecklenburg-Vorpommern (6,0) gemeldet.

Die höchste Inzidenz der 13 Regionen in Sachsen hat laut RKI trotz auch dort sinkender Zahlen der Erzgebirgskreis mit 31,6, gefolgt von den Kreisen Mittelsachsen (25,0) und Bautzen (22,7). Alle anderen Gebiete kommen auf Werte unterhalb der 20er-Marke, der Kreis Görlitz (8,7) und der Vogtlandlandkreis (4,4) unterschreiten die 10er-Schwelle. Die RKI-Zahlen weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen meist von denen der Ministerien der Länder und denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

7.10 Uhr: Kein klares Bild bei Myokarditis und Corona-Impfung

Bei einem möglichen Zusammenhang zwischen sehr seltenen Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und einer Corona-Impfung insbesondere bei jungen Männern ab 16 Jahren hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) bislang kein klares Bild. Zwar habe man in den vergangenen Wochen "zunehmend Meldungen über den Verdacht einer Myokarditis oder Perimyokarditis im zeitlichen Zusammenhang mit der Verabreichung von Covid-19-mRNA-Impfstoffen erhalten", heißt es in einem Sicherheitsbericht des PEI.

Andererseits weise es bezogen auf alle Altersgruppen nicht auf ein Risikosignal hin, wenn man die gemeldeten Fälle zu der Myokarditis-Quote ins Verhältnis setze, die auch ohne Impfung zu erwarten wäre. Dennoch falle bei den mRNA-Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer auf, "dass vorwiegend jüngere Menschen betroffen sind, die jedoch vermutlich aufgrund der Impfpriorisierung nicht die prozentual größte Impfgruppe ausmachen." Bislang gehe es um 92 Fälle.

6.15 Uhr: Was gilt jetzt für Tschechien-Reisen?

Ob zum Einkaufen, Tanken oder Urlaub: Die Reise in Sachsens Nachbarland ist wieder möglich. Die Grenzen sind seit Mitte Mai wieder geöffnet, Deutschland gilt als Land mit mittlerem Infektionsrisiko. Trotz der Lockerungen gibt es aber bei der Einreise einiges zu beachten. Den aktuellen Stand lesen Sie im Artikel Was gilt jetzt für Tschechien-Reisen?

5.23 Uhr: RKI registriert 2.440 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2.440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3.165 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 18,6 an (Vortag: 19,3; Vorwoche: 29,7). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 102 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 86 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.711.569 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.569.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, beträgt nun 89.687. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,74).

Freitag, 5.02 Uhr: Empire State Building wird Impfzentrum

In der Corona-Pandemie wird auch das Empire State Building in New York zum Impfzentrum. Vorerst von diesem Freitag an bis Sonntag könnten sich Menschen in dem berühmten Hochhaus mitten in Manhattan impfen lassen, teilte Gouverneur Andrew Cuomo mit. Die ersten 100 Geimpften dürfen danach kostenlos die Aussichtsplattformen des Wolkenkratzers besuchen.

Zuvor waren im Bundesstaat New York schon zahlreiche weitere berühmte Einrichtungen - wie etwa das American Museum of Natural History - zu Impfzentren geworden. Für Impfungen wurden von der Regierung und Unternehmen zahlreiche Anreize geschaffen, beispielsweise kostenlose Donuts, Pommes, U-Bahn-Karten, Eintrittskarten für Museen und Sportveranstaltungen, eine Geld-Lotterie und die Verlosung von kostenlosen Studienplätzen für Kinder und Jugendliche. Mehr als 60 Prozent der Erwachsenen im Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern sind bereits voll geimpft, zuletzt hatte der Schwung der Impfkampagne aber nachgelassen.

Corona-Pandemie: Das geschah am Donnerstag

21.47 Uhr: G7-Gipfel: Corona-Ausbruch im Hotel von Merkels Sicherheitsleuten

In einem Hotel, in dem Sicherheitsleute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beim G7-Gipfel in Cornwall untergebracht waren, hat es Medienberichten zufolge einen Corona-Ausbruch gegeben. Ein Sprecher des britischen Premierministers Boris Johnson bestätigte jedoch auf Anfrage von Journalisten am Donnerstag, dass die Bundeskanzlerin weiter am Gipfel teilnehmen werde.

Der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge wurde der Ausbruch bereits am Mittwoch festgestellt. Das Hotel sei daraufhin geschlossen worden, hieß es weiter.

Die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden demokratischen Industrienationen beraten von Freitag bis Sonntag über Themen wie den Kampf gegen Klimawandel und die Coronavirus-Pandemie in dem Badeort Carbis Bay in der südwestenglischen Grafschaft Cornwall.

21.15 Uhr: Biden: USA knüpfen Impfstoffspenden nicht an Bedingungen

US-Präsident Joe Biden hat die Unterstützung der globalen Impfkampagne zur Beendigung der Corona-Pandemie als humanitäre Pflicht bezeichnet. Die Vereinigten Staaten knüpften die Spende von Hunderten Millionen Impfdosen an arme Länder nicht an Bedingungen, sagte Biden am Donnerstag im Küstenort St. Ives im englischen Cornwall. "Unsere Impfstoffspenden beinhalten keinen Druck für Gefälligkeiten oder mögliche Zugeständnisse. Wir tun das, um Leben zu retten. Um diese Pandemie zu beenden." Biden stellte für Freitag eine Ankündigung der G7-Staaten zur Unterstützung der globalen Impfkampagne in Aussicht.

Das Weiße Haus hatte zuvor angekündigt, 500 Millionen Impfdosen des Vakzins der Pharmakonzerne Pfizer und Biontech zu erwerben und an 92 arme Länder und die Afrikanische Union zu spenden. 200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.

Es sei auch in Amerikas eigenem Interesse, den Kampf gegen die Pandemie auch anderswo in der Welt zu unterstützen, sagte Biden. "Solange das Virus anderswo wütet, besteht die Gefahr neuer Mutationen, die unser Volk bedrohen könnten." Es halte zudem das globale Wirtschaftswachstum zurück, erhöhe die Instabilität und schwäche Regierungen. Es sei im Interesse aller, dass sich die Weltwirtschaft von der Pandemie erhole.

20.48 Uhr: Behörden erlauben Impfung von Spaniens EM-Team

Spaniens EM-Team wird kurz vor dem Start des Turniers noch gegen das Coronavirus geimpft. Die Impfungen sollen am Freitag ab 10 Uhr im Teamquartier von Las Rozas durch das Militär vorgenommen werden, teilte der spanische Fußballverband mit. Zuvor hatte es wegen der positiven Coronatests bei Kapitän Sergio Busquets und Diego Llorente eine heftige Debatte um Impfungen für die Mannschaft gegeben. Nationaltrainer Luis Enrique drängte auf eine schnelle Lösung, am Donnerstag gab es schließlich Grünes Licht von den Behörden.

Mit dem Schritt solle die Sicherheit für das spanische Team bei der Europameisterschaft erhöht werden, zumal andere Mannschaften bereits geimpft seien, hieß es. Der Verband dankte der Regierung für die Zustimmung. Unklar blieb, wie viele Spieler geimpft werden. Einige Profis hatten bereits bei ihren Vereinen ein Vakzin gegen Corona erhalten oder sind von einer Infektion genesen. Der Mitteilung zufolge soll je nach Spieler individuell entschieden werden, welchen Impfstoff er erhält.

20.28 Uhr: Bundeswehr reduziert Kontingent für Corona-Amtshilfe

Die Bundeswehr reduziert angesichts der Fortschritte im Kampf gegen die Corona-Pandemie ihr Einsatzkontingent für Amtshilfen. Das Kontingent soll von 25.000 auf 15.000 zum 1. Juli sinken, wie Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nach Angaben ihres Ministeriums in der Konferenz der Ministerpräsidenten am Donnerstag mitteilte. "Die positive Entwicklung führt jetzt erfreulicherweise auch zu einem Rückgang der Amtshilfeanträge", begründete die Ministerin den Schritt. Die Bundeswehr werde aber weiter gebraucht, insbesondere beim Impfen der Bevölkerung.

Die Bundeswehr hat laut Ministerium bis heute rund 8.000 Anträge zur Amtshilfe erhalten. 92 Prozent davon seien gebilligt und umgesetzt worden. Aktuell seien rund 11.000 Soldatinnen und Soldaten in die Amtshilfe eingebunden. Zusammen genommen seien zur Bewältigung der Corona-Pandemie bis heute über 75.000 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt worden. Sie halfen unter anderem in Gesundheitsämtern, etwa zur Nachverfolgung von Corona-Infektionen, bei Corona-Teststationen oder in Impfzentren.

19.54 Uhr: Jeder zweite Erwachsene in der EU einmal gegen Corona geimpft

Jeder zweite Erwachsene in der Europäischen Union ist mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC sind das 183,1 Millionen Menschen. Knapp 26 Prozent der Erwachsenen - rund 94,8 Millionen - haben demnach den vollen Impfschutz, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind.

Von der Leyen schrieb auf Twitter, die EU sei auf gutem Weg zu dem Ziel, bis Ende Juli genügend Impfstoff zu haben, um 70 Prozent der Erwachsenen zu impfen. Ein Sprecher der EU-Kommission stellte klar, dass dieses Ziel gelte, auch wenn sich die Zulassung für den deutschen Hersteller Curevac verzögern sollte. Zuletzt hatte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) erklärt, eine Zulassung des Curevac-Impfstoffs sei statt im Juni realistisch erst im August zu erwarten.

19.35 Uhr: Apotheken verzeichnen Rekordumsatz im Corona-Jahr 2020

In der Corona-Krise haben die Apotheker in Deutschland einen Rekordumsatz verzeichnet. Die Erlöse lagen im vergangenen Jahr bei 56,71 Milliarden Euro, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Das waren mehr als 2 Milliarden Euro mehr als im Jahr davor. Das habe zum einen mit dem Verkauf von Corona-Produkten wie Masken, Tests und Desinfektionsmittel zu tun, sagte Claudia Korf, ABDA-Geschäftsführerin für den Bereich Ökonomie. Es spielten aber auch Vorzieheffekte eine Rolle, weil viele Verbraucher zu Beginn der Krise Medikamente horteten.

Kritik an einer üppigen Vergütung seitens des Bundes für den Verkauf von Schutzmasken wies Korf erneut zurück. "Das ist Unsinn", sagte sie am Donnerstag. "Es gab genau vier Wochen, in denen die Regierung eine Möglichkeit gesucht hat, diese Masken an die Bevölkerung zu verteilen." Einzig die Apotheken seien dazu in der Lage gewesen, "aus dem Nichts" Strukturen aufzubauen und den Einkauf zu organisieren.

19.04 Uhr: Merkel zurückhaltend bei zusätzlichen Impfdosis-Spenden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich vor dem G7-Gipfel zurückhaltend zu zusätzlichen Corona-Impfstoff-Spenden Deutschlands für ärmere Länder der Welt geäußert. Sie sehe durchaus Sinn darin weiterzugeben, was überzählig sei, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Angesichts nicht völlig klarer Liefermengen für Juli, August und September könne sie nun aber keine Verpflichtung für noch nicht gelieferte Mengen eingehen. Sie müsse "schon auch darauf achten, dass wir unseren Bürgerinnen und Bürgern jetzt ein Impfangebot machen, so wie die Vereinigten Staaten von Amerika das selbstverständlich ihren Bürgern auch gemacht haben".

Merkel nannte es erfreulich, dass die US-Regierung vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall eine Spende von 500 Millionen Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt angekündigt hat. Sie verwies zugleich auf den bisherigen Beitrag der Europäischen Union für die globale Versorgung mit der Ausfuhr von schon deutlich mehr als 200 Millionen Dosen, was sich sehen lassen könne. "Wir teilen seit Januar unsere Impfstoffe mit allen auf der Welt. Das tun nicht alle anderen."

Deutschland stelle rund eine Milliarde Euro für das internationale Programm Covax bereit, was Geld für den Kauf von etwa 200 Millionen Impfdosen entspreche. Generell stelle sich die Frage, ob dies nicht der bessere Weg sei, als über Bedarf zu bestellen und es dann zu verschenken. Merkel verwies zudem auf die Zusage, dass Deutschland bis Jahresende 30 Millionen Dosen zur Verfügung stellen wolle.

18.26 Uhr: Söder: Noch zu früh für generelle Lockerungen bei Großveranstaltungen

Trotz der positiven Entwicklungen bei den Corona-Infektionszahlen hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Lockerungen für Großveranstaltungen noch für verfrüht. Die Lage sei zwar sehr positiv, es wachse jedoch jeden Tag die Sorge über die Entwicklung in Großbritannien, wo sich die sogenannte Delta-Variante des Virus stark ausbreite, sagte der CSU-Chef am Donnerstag nach der Ministerpräsidentenkonferenz. Aus diesem Grund könne jetzt nicht alles ohne Regeln freigegeben werden.

"Wir sollten nicht kopflos sein", betonte Söder. Dies gelte gerade auch für den Umgang mit Großveranstaltungen, wo etwa die jeweilige Form der Veranstaltung - also etwa ob es sich um ein Rockkonzert oder um ein Fußballspiel handle, sehr unterschiedlich zu bewerten seien. Entscheidend seien zudem sowohl die Inzidenzzahlen als auch eine hohe Impfgeschwindigkeit.

Darüber hinaus wünscht sich auch Söder eine Fortführung der Impfzentren über den 30. September hinaus. Die Impfzentren sollten nicht einfach beendet werden, sondern klug und vorsichtig verfahren, sagte er.

Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder
Der CSU-Chef und bayerische Ministerpräsident Markus Söder © Peter Kneffel/dpa-Pool/dpa

18 Uhr: Bürger uneins beim Impfen von Kindern

Die Ansichten der Deutschen zur Impfung von Kinder ab 12 Jahren gehen auseinander. Im neuen ARD-Deutschlandtrend äußerten 43 Prozent den Wunsch, dass auch Kinder ab 12 Jahren möglichst schnell eine Corona-Impfung erhalten. 48 Prozent stimmen dem nicht zu. Die EU-Arzneimittelbehörde hatte den Impfstoff von Biontech/Pfizer auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat für Deutschland aber keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen.

Seit Montag ist die Impfpriorisierung in Deutschland aufgehoben, das Meinungsbild der Bürger ist auch hier geteilt. 53 Prozent finden dies richtig, 43 Prozent hingegen nicht. Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie halten 61 Prozent für angemessen. 24 Prozent finden, sie gingen zu weit, 13 Prozent sagen hingegen, die Maßnahmen gingen nicht weit genug. Gerecht behandelt beim Impfen fühlen sich 71 Prozent, 23 Prozent verneinen dies.

17.31 Uhr: Merkel verteidigt Einreisebeschränkungen für Großbritannien und Indien

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich am Donnerstag nach einer digitalen Sitzung mit den Länderchefs zur aktuellen Corona-Lage geäußert. „Die Entwicklung ist extrem erfreulich momentan“, sagte Merkel. „Aber wir dürfen nicht vergessen: Corona ist nicht verschwunden.“ Sorgen bereite ihr insbesondere die Delta-Variante. „Wir fühlen uns bestärkt, dass wir sehr starke Einreisebeschränkungen für Großbritannien und Indien erlassen haben.“

Man befinde sich mit Blick auf das Impfen nun in einem Wettlauf. Im Herbst werde man beginnen müssen mit Nachimpfungen der älteren Generation, der sogenannten Booster-Impfungen. Merkel bilanzierte: „Wir haben einen Sommer, der uns viele Möglichkeiten gibt. Aber wir sollten nicht sorglos sein.“

17.20 Uhr: Moderna beantragt Zulassung in den USA ab 12 Jahren

US-Hersteller Moderna hat nun auch in Amerika eine Notfallzulassung seines Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt. Man habe die nötigen Unterlagen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eingereicht, teilte Moderna am Donnerstag mit. Bisher darf Menschen dieser Altersgruppe in den USA und auch in der Europäischen Union nur das Vakzin von Biontech/Pfizer gespritzt werden. Moderna hatte bereits am Montag in der EU die Zulassung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragt.

Grundlage des Antrags sei eine Phase-2/3-Studie mit dem mRNA-1273 genannten Moderna-Impfstoff bei 2500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA. Die Wirksamkeit habe dabei bei 100 Prozent gelegen. Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil seien wie bei der Phase-3 Studie von Erwachsenen, hieß es weiter.

17.02 Uhr: Polen lockert weitere Corona-Beschränkungen - mehr Gäste in Hotels

Polen hat für die Urlaubszeit die Lockerung weiterer Corona-Beschränkungen angekündigt. Ab dem 26. Juni sollen Hotels bis zu einer maximalen Auslastung von 75 Prozent Gäste beherbergen dürfen, sagte Regierungschef Mateusz Morawiecki am Donnerstag in Warschau. Kinder würden dabei nicht mitgezählt. Bislang lag das Limit bei 50 Prozent. Auch in Restaurants dürfen künftig bis zu 75 Prozent der Plätze besetzt werden. Bei Konzerten und Sportveranstaltungen gilt eine maximale Auslastung von 50 Prozent. Auch Tanz in Diskotheken soll es wieder geben - bis zu 150 Gäste sind erlaubt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Donnerstag lag die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages bei 382, im gleichen Zeitraum starben 84 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Bislang wurden 23,2 Millionen Impfdosen verabreicht. Gut 8,9 Millionen Menschen sind vollständig geimpft. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner.

16.24 Uhr: Impfkommission empfiehlt Corona-Impfungen nur für vorerkrankte Kinder

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat in der Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen, wie aus dem jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts am Donnerstag hervorging.

16.15 Uhr: Kritik an Impfaktion an Privatgymnasium

Eine Corona-Impfaktion bei Schülern eines privaten Gymnasiums des Bistums Mainz sorgt für Empörung. Landesärztekammer und Kassenärztliche Vereinigung kritisieren die Aktion, bei der dem Vernehmen nach vier Mediziner rund 160 Schüler ab 16 Jahren den Piks gesetzt haben sollen. Das Bistum Mainz hat dagegen Verständnis für die Elterninitiative, die die Impfungen organisiert hat.

Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) mahnte, solche „offensichtlich allein auf Öffentlichkeitswirkung ausgelegte Aktionen könnten (...) schlimmstenfalls zur Folge haben, dass das nötige Vertrauen und die Akzeptanz für die Impfkampagne sinkt“.

„Wir sehen die Impfaktion am Theresianum ausgesprochen kritisch und halten sie zum jetzigen Zeitpunkt für nicht angemessen. Landesweit warten noch Hunderttausende aus den Priorisierungsgruppen 2 und 3 auf ihre Impfung“, sagte der Präsident der Landesärztekammer, Günther Matheis. „Wir sehen die Impfaktion des Mainzer Theresianum (..) sehr kritisch und halten sie zum jetzigen Zeitpunkt für unangemessen“, heißt es auch bei der Kassenärztlichen Vereinigung. Dem Bundesgesundheitsministerium sind solche Fälle nicht bekannt.

15.43 Uhr: 101 neue Corona-Infektionen in Sachsen gemeldet

Das Infektionsgeschehen in Sachsen stagniert weiter auf niedrigem Niveau. Das Gesundheitsministerium meldete am Donnerstag 101 Neuinfektionen und 19 Corona-Todesfälle. Vor einer Woche waren 185 Neuinfektionen gemeldet worden. Insgesamt infizierten sich seit Pandemie-Beginn im März 2020 in Sachsen bisher 285.300 Menschen und 9.952 starben mit oder an Corona.

15.15 Uhr: "Dauerhafter Regelbetrieb" in Schulen nach den Sommerferien

Monatelange Schulschließungen wie in diesem Jahr soll es im nächsten Schuljahr nicht mehr geben. Die Kultusminister der Länder vereinbarten am Donnerstag bei einer Videoschalte, dass alle Schulen nach den Sommerferien "dauerhaft im Regelbetrieb (...) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden" besucht werden sollen. Das geht aus einem Beschluss hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Regelbetrieb bedeute, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde. Auch außerschulische Angebote, wie Schulfahrten, würden wieder in "vollem Umfang" ermöglicht, heißt es in dem Beschluss weiter. "Wir werden alle für einen dauerhaften Regelbetrieb und die Vermeidung weiterer Schulschließungen kämpfen", hieß es aus Teilnehmerkreisen. Der Schulbetrieb soll dabei nicht daran geknüpft werden, ob Schülerinnen und Schüler geimpft sind oder nicht.

Eine mögliche Maskenpflicht in den Schulen auch im neuen Schuljahr schließen die Kultusminister nicht aus. Grundsätzlich müsse der Einsatz von Mitteln zur Eindämmung der Pandemie, wie Tests und Masken, weiter in Betracht gezogen werden, da die weitere Entwicklung unklar sei. "Aber auch eine Maskenpflicht ist immer noch absolut vorzugswürdig gegenüber einer neuerlichen Schulschließung", sagte ein Teilnehmer der Beratungen.

15.05 Uhr: Landkreis Görlitz bereitet weitere Lockerungen vor

Das Robert-Koch-Institut hat am Donnerstag für den Landkreis Görlitz eine 7-Tage-Inzidenz von 7,5 gemeldet, der Landkreis gab sie mit 9,5 an. Das bedeutet, dass ab Montag weitere Lockerungen möglich sein werden, wenn der Wert unter 35 bleibt - mehr dazu hier:

Menschen in der Görlitzer Altstadt genießen das schöne Wetter.
Menschen in der Görlitzer Altstadt genießen das schöne Wetter. © Nikolai Schmidt

14.55 Uhr: Spahn zurückhaltend bei Debatte um Volksfeste im Herbst

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich zurückhaltend zu der Debatte geäußert, ob wegen der entspannteren Corona-Lage im Herbst wieder Volksfeste möglich sein sollten. Er finde es schwer, dies jetzt schon "so rum oder so rum" entscheiden zu können, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. "Eins haben wir immer gesagt: Das, was als letztes wieder gehen können wird, ist Party."

Partys, Großveranstaltungen, Feiern, Karneval, Wiesn, Schützenfest seien "leider genau das, wo dieses Virus sich am schnellsten ausbreitet". Es werde auch wieder dazu kommen, dass Menschen sich ausgelassen in den Armen lägen - besonders bei hoher Impfquote und wenn die Lage insgesamt unter Kontrolle sei. "Aber ich traue mir nicht zu, heute zu sagen, dass das im Herbst schon wieder so voll geht", sagte der Minister.

14.44 Uhr: Jeder zweite Erwachsene in der EU einmal gegen Corona geimpft

Jeder zweite Erwachsene in der Europäischen Union ist mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Die Zahl nannte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC sind das 183,1 Millionen Menschen. Knapp 26 Prozent der Erwachsenen - rund 94,8 Millionen - haben demnach den vollen Impfschutz, für den in der Regel zwei Spritzen nötig sind.

Von der Leyen schrieb auf Twitter, die EU sei auf gutem Weg zu dem Ziel, bis Ende Juli genügend Impfstoff zu haben, um 70 Prozent der Erwachsenen zu impfen. Ein Sprecher der EU-Kommission stellte klar, dass dieses Ziel gelte, auch wenn sich die Zulassung für den deutschen Hersteller Curevac verzögern sollte. Zuletzt hatte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) erklärt, eine Zulassung des Curevac-Impfstoffs sei statt im Juni realistisch erst im August zu erwarten.

14.24 Uhr: Mobilität wieder auf dem Niveau vor der Corona-Krise

Die Menschen in Deutschland sind wieder so mobil wie vor der Corona-Krise. Darauf deutet eine Sonderauswertung experimenteller Daten des Statistischen Bundesamts hin. "In der ersten Juniwoche erreichte die Mobilität wieder das Vorkrisenniveau", berichtete das Amt am Donnerstag in Wiesbaden. An Fronleichnam (3. Juni) waren die Menschen sogar mehr unterwegs als am gleichen Feiertag 2019. Schon im Mai hatte sich die Mobilität in Deutschland dem Niveau des Jahres 2019 angenähert. Sie blieb aber noch sechs Prozent unter dem Referenzwert des Mai 2019. Im April 2021 waren bundesweit noch neun Prozent weniger Bewegungen als 2019 verzeichnet worden.

Nicht einheitlich war demnach der Effekt an den vielen Feiertagen im Mai: Im Vergleich zum jeweiligen Feiertag vor zwei Jahren fanden am Tag der Arbeit (1. Mai) 16 und an Christi Himmelfahrt (13. Mai) 14 Prozent weniger Bewegungen statt – beide Tage sind üblicherweise beliebte Ausflugstage. Am Pfingstmontag 2021 (24. Mai) war die Mobilität dagegen vier Prozent höher als am Pfingstmontag 2019.

An Fronleichnam (3. Juni) waren die Menschen in den Bundesländern, wo der Tag ein Feiertag war, durchschnittlich acht Prozent mehr unterwegs als am gleichen Feiertag im Jahr 2019. Ein möglicher Grund für den nicht durchgehenden Trend ist das Wetter, denn "Mobilität hängt auch vom Wetter ab", wie die Statistiker erklärten.

13.50 Uhr: "Politbarometer": Gefühl der Bedrohung durch Coronavirus sinkt

Zum ersten Mal seit Monaten ist nach einer Umfrage eine Mehrheit der Menschen in Deutschland der Ansicht, dass die Corona-Pandemie für sie persönlich keine Gefahr mehr darstellt. Im jüngsten, am Donnerstag veröffentlichten ZDF-"Politbarometer" erklärten 53 Prozent der Befragten, dass sie ihre Gesundheit durch das Coronavirus aktuell nicht für gefährdet halten. 43 Prozent sehen das anders. Seit September 2020 hatten die Befragten mehrheitlich Corona als Risiko für die eigene Gesundheit gesehen.

In der Wahrnehmung der wichtigsten Probleme in Deutschland steht die Corona-Krise demnach zwar noch ganz oben (51 Prozent), wurde aber zuletzt deutlich seltener genannt als noch im Mai (66 Prozent). Mit dem Impffortschritt sind der Umfrage zufolge die meisten Menschen (55 Prozent) eher unzufrieden, 41 Prozent hingegen zufrieden. Den Wegfall der Impfpriorisierung seit dieser Woche befürworten demnach 63 Prozent, während 34 Prozent es nicht richtig finden, dass sich jetzt alle Impfwilligen impfen lassen können.

Bei der Frage, ob bis zum Ende des Sommers ein weitgehend normales Leben möglich sein wird, sind die Meinungen gespalten: 48 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie bis dahin entsprechend im Griff ist, 49 Prozent bezweifeln das.

13.22 Uhr: Tierparks und Zoos in Sachsen können Corona-Hilfen beantragen

Tierparks und Zoos in Sachsen können ab sofort die Erstattung von corona-bedingten Einnahmeausfällen beantragen. Das teilte das Tourismusministerium am Donnerstag in Dresden mit. Über die Förderrichtlinie Zoos können demnach Einnahmeausfälle zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2021 ausgeglichen werden. Die Höhe der Zuwendung bemesse sich nach den nicht durch Einnahmen gedeckten Betriebsausgaben der Einrichtung im Förderzeitraum, begrenzt auf maximal 900.000 Euro je Einrichtung.

"Zoos und Tierparks sind sehr wichtige touristische und kulturelle Einrichtungen", erklärte Tourismusministerin Barbara Klepsch (CDU) anlässlich eines Besuchs im Tierpark Chemnitz. Auch sie seien viele Monate durch die Infektionsschutzmaßnahmen mit großen Einschränkungen konfrontiert oder seien es teilweise noch immer. "Mit der Förderrichtlinie wollen wir den Erhalt von Zoos und Tierparks in Sachsen sichern und dabei helfen, finanzielle Engpässe zu überbrücken." Anträge können noch bis Monatsende bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden.

12.58 Uhr: Spahn: Digitaler Corona-Impfnachweis startet nun schrittweise

Der neue digitale Corona-Impfnachweis soll jetzt in Deutschland schrittweise starten. Nach einer Testphase werden sich nun nach und nach Impfzentren, Praxen und Apotheken anschließen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin sagte. "Aber nicht alle sind heute oder morgen schon angeschlossen." Ziel sei, dass bis Ende Juni die Anwendung namens "CovPass" für alle Interessenten zu Verfügung stehe. Für das nachträgliche Erstellen eines digitalen Nachweises hätten viele Bundesländer in diesen Tagen damit begonnen, per Post einen QR-Code nach Impfungen in Impfzentren zu verschicken. Den Code kann man dann mit dem Smartphone einscannen.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Deutschland setzt damit ein Vorhaben der Europäischen Union um. Dafür wurden einheitliche Details eines Zertifikats vereinbart, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Die App soll als Beleg bei gelockerten Corona-Beschränkungen eingesetzt werden können und zur Sommerferienzeit Reisen in Europa erleichtern.

Mit Blick auf das Corona-Infektionsgeschehen sprach Spahn von einer ermutigenden Entwicklung - die Infektionszahlen gingen deutlich herunter, Intensivstationen leerten sich von Corona-Patienten, die Impfzahlen stiegen weiter mit guter Geschwindigkeit. Dies ermögliche es, wieder mehr Freiheit und Normalität zu wagen.

Zugleich gelte es, das Erreichte abzusichern und die Zahlen weiter zu senken. Umso tiefer man dabei komme, desto weniger gebe man neuen Mutationen des Coronavirus eine Chance, sich zu verbreiten. Etwa in Großbritannien mit einer noch höherer Impfquote sei zu sehen, wie man durch Mutationen wieder zu hohen Neuansteckungen kommen könne.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt ein Muster eines digitalen Impfzertifikats.
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt ein Muster eines digitalen Impfzertifikats. © dpa

12.30 Uhr: Dresden meldet erneut nur wenige neue Fälle

Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag nur 12 weitere Corona-Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 30.554 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Ein weiterer Patient verstarb - seit Pandemiebeginn sind jetzt 1.097 Opfer in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen.

Krankenhauseinweisungen gab es keine, als genesen gelten mittlerweile 29.196 Dresdner - 38 mehr als am Mittwoch. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, fiel nach Angaben der Lokalbehörden seit dem Vortag von 11,5 auf 10,6. Für Grenzwerte nach der Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen sind allerdings Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend: Dort liegt der Wert für Dresden heute bei 9,9, tags zuvor waren es noch 11,1. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen oft von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

12.25 Uhr: Fast 1,3 Millionen Corona-Impfungen an einem Tag

In Deutschland sind innerhalb eines Tages fast 1,3 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus vorgenommen worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag (Stand: 11.05 Uhr) wurden am Mittwoch 1.280.338 Impfdosen gespritzt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb auf Twitter, am Mittwoch hätten 1,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland eine Erst- oder Zweitimpfung erhalten. 47,0 Prozent (39,1 Millionen Menschen) sind nun laut RKI mindestens einmal gegen Corona geimpft, 23,9 Prozent (19,9 Millionen) bereits vollständig geimpft. Insgesamt wurden laut RKI bislang 57,9 Millionen Impfdosen verabreicht.

Je nach Bundesland variiert laut RKI die Impfquote. Die höchste Quote an Menschen, die mindestens einmal geimpft sind, verzeichnet Bremen mit 51,2 Prozent. Sachsen bleibt mit 42,1 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Das Saarland liegt bei der Berücksichtigung aller verabreichten Impfdosen beim Tempo an der Spitze, während die Kampagne dem RKI zufolge in Hamburg am langsamsten läuft. Hamburg gehört aber auch zu den Ländern, die bislang die wenigsten Impfdosen erhalten haben.

Impfwillige können sich seit Montag unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig stiegen Tausende Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

11.58 Uhr: Landratsamt untersagt Aufzug der Partei "Freie Sachsen" in Plauen

Die Versammlungsbehörde des Landratsamt des Vogtlandkreises hat einen für Freitag geplanten Aufzug der als rechtsextrem geltenden Partei Freie Sachsen untersagt. Die derzeit geltende Corona-Schutz-Verordnung erlaube nur ortsfeste Versammlungen, teilte das Landratsamt am Donnerstag mit. Zudem müssten die Teilnehmer eine medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Der Anmelder habe jedoch eine Ausnahmegenehmigung beantragt, um beide Vorschriften nicht einhalten zu müssen. Mehr dazu lesen Sie hier.

11.25 Uhr: Mann stirbt in Leipzig an Sinusthrombose

In Leipzig ist in dieser Woche ein Mann an den Folgen einer Sinusthrombose verstorben. Auf Grund der zeitlichen Nähe könne der Tod des über 40-Jährigen mit einer Corona-Impfung mit dem Präparat des Herstellers Astrazeneca in Zusammenhang stehen, sagte eine Sprecherin des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) am Donnerstag. "Die bisherigen Laborergebnisse weisen auf einen Zusammenhang mit der vorhergehenden Impfung hin, sind aber noch nicht abgeschlossen." Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) habe alle Informationen zu dem Fall erhalten. Dort sollen sie nun überprüft und bewertet werden. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.

Nach Angaben des PEI waren in Deutschland bis Anfang Juni 102 Fälle von Sinus- und Hirnvenenthrombosen nach Impfung mit dem Corona-Vakzin von Astrazeneca gemeldet worden, 67 Frauen und 35 Männer. 21 Menschen seien gestorben. Die sehr seltenen Fälle dieser Hirnthrombosen wurden demnach ausschließlich nach der ersten Impfdosis berichtet. Bis Anfang Juni wurden in Deutschland laut PEI 8.586.297 Erstdosen dieses Impfstoffs verabreicht. Bei den Betroffenen begannen die Symptome demnach meist innerhalb von 29 Tagen nach der Impfung.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird in einem Impfzentrum aufgezogen.
Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca wird in einem Impfzentrum aufgezogen. © Matthias Bein/dpa-Zentralbild

11.17 Uhr: Kreise: Länder uneins in Debatte zu Regeln für Großveranstaltungen

Der Umgang mit Großveranstaltungen in der aktuellen Corona-Lage sorgt unter den Ländern für teils massive Verstimmungen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sehen zumindest Teile der SPD-regierten Bundesländer an diesem Donnerstag bei der Ministerpräsidentenkonferenz Abstimmungsbedarf zum weiteren Vorgehen für allgemeine Großveranstaltungen, aber auch mit Blick auf die anstehende Fußball-Europameisterschaft.

Dagegen sieht die B-Seite, also die unionsregierten Länder plus das Grünen-geführte Baden-Württemberg, laut Informationen aus Teilnehmerkreisen das Thema genau wie das Kanzleramt zunächst nicht auf der Tagesordnung. Eine Einigung zu dem Punkt gilt daher als sehr unwahrscheinlich.

Dem Vernehmen nach wünscht sich die SPD-Seite etwa grundlegende Rahmenbedingungen für Zuschauer bei Großveranstaltungen in Innenräumen und Open-Air abhängig von der Inzidenz, der Impfquote und einer verbindlichen Test- und Maskenpflicht.

Am Nachmittag (15.00 Uhr) wollen die Länderchefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) per Videokonferenz beraten. Dabei sollen aber eigentlich Corona-Themen gar nicht im Mittelpunkt stehen. Geplante Themen sind vielmehr der Stand der Digitalisierung der Verwaltung und die Energiewende in Deutschland.

11.01 Uhr: Dänemark verabschiedet sich großteils von Mund-Nasen-Schutz

In Dänemark wird man ab nächster Woche deutlich weniger Menschen mit Mund-Nasen-Schutz sehen. Die Pflicht zum Tragen einer Maske oder eines Visiers wird am Montag für fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens aufgehoben. Einzige Ausnahme davon bleibt der öffentliche Nahverkehr - dort aber auch nur, wenn man nicht sitzt. Im Nahverkehr soll die Tragepflicht dann endgültig am 1. September fallen. Darauf und auf weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen hat sich die Regierung in der Nacht zum Donnerstag mit dem Großteil der Parlamentsparteien in Kopenhagen geeinigt.

Bereits ab Freitag dürfen Restaurants und weitere Lokale bis Mitternacht offen bleiben, ab Mitte Juli wird das bis auf 2 Uhr ausgeweitet. Auch das Verbot zum Verkauf von Alkohol zu später Stunde wird ab Freitag gelockert. Dänemark hatte im Frühjahr erste Öffnungsschritte eingeleitet und die Beschränkungen seitdem nach und nach zurückgefahren. Mittlerweile ist im Land im Grunde wieder alles offen bis auf die Diskotheken - die dürfen nun nach fast anderthalbjähriger Schließung voraussichtlich ab dem 1. September öffnen.

10.36 Uhr: DOK Leipzig setzt im Herbst in erster Linie auf die Kinos

Das Leipziger Festival- für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) setzt im Herbst in erster Linie auf die Rückkehr in die Kinos. "Im Unterschied zu 2020 wird das Online- und Offline-Filmprogramm nicht parallel stattfinden, denn 2021 möchten wir den Kinos den Vorrang geben", teilte Festivalleiter Christoph Terhechte mit. Während das Festival vor Ort vom 25. bis 31. Oktober stattfinden soll, vom 1. bis 14. November gibt es im Internet ein Online-Filmprogramm mit einer Auswahl an Festivalfilmen.

In diesem Jahr soll den Angaben Terhechtes nach die Anzahl der Festivalfilme wieder auf über 200 steigen, bei einem im Vergleich zu 2019 reduzierten Programm. "Wir hoffen auf angepasste Hygienekonzepte im Herbst und eine sich weiter entspannende Situation, die eine größere Auslastung der Kinos im Vergleich zum Vorjahr ermöglichen", so Terhechte. Die 17. Ausgabe der Fachveranstaltung DOK Industry wird in diesem Jahr zum ersten Mal hybrid realisiert - also vor Ort und im Netz.

10.05 Uhr: Testanbieter bekommen ab Juli weniger Geld für Corona-Tests

Nach mutmaßlichem Betrug in Corona-Schnellteststellen sollen die Betreiber ab Juli weniger abrechnen können. Zudem sollen sie strenger kontrolliert werden. Das sieht eine geänderte Testverordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die zwischen den Bundesministerien derzeit abgestimmt wird und die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Funke Mediengruppe hatte zuerst darüber berichtet. Betreiber von Teststellen sollen für die Entnahme des Abstrichs ab 1. Juli nur noch 8 Euro abrechnen können. Bisher waren es 15 bei ärztlichen und 12 Euro bei anderen Anbietern. Weil die Tests günstiger geworden sind, sollen sie nur noch pauschal mit 4,50 statt mit bis zu 6 Euro abgerechnet werden können.

Die für die Abrechnung zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen sollen die Abrechnungen künftig gründlicher prüfen - mit Hilfe von Wirtschaftsprüfern auch im Detail und vor Ort. Generelle Beauftragungen von Teststellen, wie sie mit sogenannten Allgemeinverfügungen möglich waren, soll es nicht mehr geben. Gesundheitsämter sollen die Stellen nur noch einzeln beauftragen können. Zudem sollen sich alle Anbieter von Bürgertests an die Corona-Warn-App anschließen müssen. Auf Wunsch der Getesteten sollen sie ein Testzertifikat direkt über die App bekommen.

Die Kosten für alle Zentren insgesamt taxiert der Entwurf auf 1,4 Milliarden Euro 2021. Je eine Million Testungen entstehen dem Bund laut dem Entwurf darüber hinaus Kosten von bis zu 15 Millionen Euro bis Juni beziehungsweise 9 Millionen Euro ab Juli sowie Sachkosten von bis zu 6 Millionen Euro bis Juni und 4,5 Millionen Euro ab Juli 2021.

9.38 Uhr: Indien stellt traurigen Corona-Rekord auf

Indien hat mit der Meldung von 6.148 Corona-Todesfällen einen neuen weltweiten Tageshöchstwert verzeichnet. Die hohe Zahl gehe allerdings auf eine Nachmeldung des Bundesstaates Bihar zurück, der seine Todeszahlen um fast 4.000 hoch korrigiert habe, meldete die "Times of India". Das südasiatische Land registrierte laut Gesundheitsministerium in Neu-Delhi am Donnerstag zudem 94.052 Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Damit hat Indien seit Beginn der Pandemie über 29 Millionen Corona-Infektionen und fast 360.000 Corona-Tote zu beklagen.

Indiens offizielle Corona-Statistik ist vielfach in Kritik geraten, weil besonders auf dem Land Corona-Kranke vielfach nicht getestet werden und daher auch nicht in die Statistik eingehen. Schätzungen zufolge könnten die wirklichen Zahlen zwischen drei- bis zehnmal so hoch sein.

Solche Bilder gingen um die Welt: Gräber in der Nähe eines Einäscherungsplatzes am Ufer des Ganges sind mit safranfarbenen Tüchern bedeckt.
Solche Bilder gingen um die Welt: Gräber in der Nähe eines Einäscherungsplatzes am Ufer des Ganges sind mit safranfarbenen Tüchern bedeckt. © Prabhat Kumar Verma/ZUMA Wire/dpa

9.04 Uhr: Corona-Einschränkungen belasten Inlandstourismus weiter stark

Die Corona-Einschränkungen haben den Inlandstourismus in Deutschland auch im April ausgebremst. Die Zahl der Gästeübernachtungen war mit 8,5 Millionen zwar fast doppelt so hoch (plus 94,9 Prozent) wie in dem von der Corona-Krise stark beeinträchtigten Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Gegenüber April 2019 wurde aber nur gut ein Fünftel der Übernachtungen gezählt (minus 79,0 Prozent). Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vergleich zum Krisenmonat April 2020 um 98,4 Prozent auf 7,6 Millionen. Reisende aus dem Ausland standen für 0,9 Millionen Übernachtungen (plus 69,1 Prozent).

Touristische Übernachtungen waren auch im April 2021 verboten. Das Verbot wurde allerdings abhängig von der Pandemiesituation vor Ort regional teilweise gelockert. Für viele Betriebe lohnte sich der Aufwand einer Eröffnung im April aber offenbar nicht: Von den etwa 52.000 in der Statistik erfassten Beherbergungsbetrieben hatten nach Angaben des Bundesamtes nur 30.872 geöffnet.

8.16 Uhr: Sachsen bei Inzidenz weiter unter dem Bundesschnitt

Die Corona-Lage in Sachsen entspannt sich weiterhin: Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldet nun eine Sieben-Tage-Inzidenz für den Freistaat von 15,4, tags zuvor waren es noch 17,9. Die Zahl gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich an den letzten sieben Kalendertagen infiziert haben. Vor einer Woche betrug die Wocheninzidenz im Freistaat noch 35,2, am 10. Mai - also vor einem Monat - lag die Zahl bei 176,4. Deutschlandweit ist der Inzidenzwert nun auch unter die 20er-Marke gefallen - am Donnerstagmorgen betrug er 19,3. Sachsen liegt damit aktuell unter dem Bundes-Durchschnitt und weist niedrigere Zahlen als zehn andere Bundesländer auf. Die Tabelle wird derzeit von Baden-Württemberg mit 25,9 angeführt, der niedrigste Wert wird aus Mecklenburg-Vorpommern (5,3) gemeldet.

Die höchste Inzidenz der 13 Regionen in Sachsen hat laut RKI nach wie vor der Erzgebirgskreis mit 33,7, den niedrigsten Wert verzeichnet der einstige bundesweite Hotspot Vogtlandkreis mit 4,4. Werte unterhalb der 10er-Marke werden zudem aus der Stadt Dresden (9,9) sowie dem Landkreis Görlitz (7,5) gemeldet. Die RKI-Zahlen weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen meist von denen der Ministerien der Länder und denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

7.22 Uhr: Corona-Einschränkungen: Was müssen Urlauber hinnehmen?

Badeurlaub auf Kreta, Ausspannen auf Mallorca, Sightseeing in Italien: Reisen in Europa werden zum Beginn der Sommerferien wieder zunehmend möglich - doch sie laufen noch nicht so reibungslos ab wie vor der Pandemie. Flugpläne sind mit heißer Nadel gestrickt, viele Hotels öffnen gerade erst wieder. Urlauber müssen sich darauf einstellen, dass vieles nicht klappt wie geplant.

Wer auf Nummer sicher gehen will, bucht eine Pauschalreise mit umfassenden Rechten. Doch welche nachträglichen Änderungen der Reise sind hier noch zumutbar? Und welche Einschränkungen sind am Urlaubsziel hinzunehmen? Die Antworten lesen Sie im Artikel Corona: Was müssen Urlauber hinnehmen?

Flugplanänderungen sind ein häufiges Ärgernis für Urlauber.
Flugplanänderungen sind ein häufiges Ärgernis für Urlauber. © dpa/Soeren Stache

6.30 Uhr: Kultusminister beraten über neues Schuljahr unter Corona-Bedingungen

Die Kultusministerkonferenz der Länder berät heute über die Vorbereitung des kommenden Schuljahres. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie der Schulbetrieb mit Blick auf die Corona-Pandemie nach den Sommerferien weitergehen soll. KMK-Präsidentin Britta Ernst hatte gesagt, es sei wichtig, dass die Schulen nach dem Sommer in voller Präsenz öffnen, unabhängig davon, ob Kinder geimpft sind oder nicht. Im noch laufenden Schuljahr haben erste Bundesländer - darunter auch Sachsen - wegen der stark gesunkenen Corona-Zahlen bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht an den Schulen angekündigt.

6.01 Uhr: Kommission: Trotz Corona-Impfung fehlt einigen Menschen Immunschutz

Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollständiger Impfung keinen wirksamen Corona-Immunschutz aufgebaut haben. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen." Die Immunantwort sei schlechter oder falle ganz aus.

Betroffen seien etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. In solchen Fällen sei es wichtig, das Ansteckungsrisiko im Umfeld durch Impfungen so weit wie möglich zu verringern. "Man nennt das Kokonstrategie", so Mertens. Auch bei Rheumapatienten sei die Immunantwort je nach Art der Immunsuppression zumindest reduziert. Im Moment könne man noch nicht abschätzen, wie groß die Gruppe der Patienten sei, die trotz vollständiger Impfung keinen oder einen zu geringen Immunschutz aufgebaut hätten. "Wir müssen aber davon ausgehen, dass es nicht nur Einzelfälle sind."

5.21 Uhr: RKI registriert 3.187 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3.187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4.640 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an (Vortag: 20,8; Vorwoche: 34,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 94 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 166 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.709.129 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.563.800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.585 angegeben. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,74 (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 74 weitere Menschen anstecken.

Donnerstag, 5.01 Uhr: Sachsens Wirtschaftsförderung informiert über Ansiedlungen

Die globale Corona-Pandemie hat auch die Arbeit der Wirtschaftsförderung erschwert. Wie es um Exportbestrebungen von hiesigen Firmen, Erweiterungen und Ansiedlungen im Freistaat bestellt ist, darüber gibt das landeseigene Unternehmen heute Vormittag Auskunft. Mit dabei sind Geschäftsführer Thomas Horn und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Die Wirtschaftsförderung begleitet Investoren und Firmen bei der Ansiedlung in Sachsen und hilft Unternehmen, neue Märkte im Ausland zu erschließen.

Mit einer der größten Ansiedlungen der vergangenen Jahre hatte Sachsen erst am Montag für Aufsehen gesorgt: Bosch eröffnete in Dresden seine digitale und vernetzte Chipfabrik für mehr als eine Milliarde Euro. Auch Technologiekonzerne wie Vodafone oder Jenoptik hatten jüngst Investitionen in Dresden angekündigt..

Corona-Pandemie: Das geschah am Mittwoch

21.54 Uhr: Söder erhöht im Maskenstreit Druck auf SPD-Arbeitsminister Heil

Im schwarz-roten Streit um Corona-Schutzmasken von angeblich zweifelhafter Qualität erhöht CSU-Chef Markus Söder den Druck auf SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil. "Sollten die Vorwürfe so nicht stimmen, (...) müsste diskutiert werden, ob Hubertus Heil noch im Amt bleiben kann", sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwochabend in der ARD-Sendung "Maischberger. Die Woche". Söder betonte, er könne nicht beurteilen, ob die Vorwürfe stimmten, gleichwohl vertraue er der Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich eindeutig hinter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) gestellt habe.

Hintergrund der Debatte ist ein "Spiegel"-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

21.41 Uhr: Viele Neuinfektionen: Moskau verschärft Corona-Kontrollen

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärfen die Behörden in Russlands Hauptstadt Moskau die Kontrolle von Corona-Beschränkungen. Außerdem würden in den kommenden Tagen zusätzliche Krankenhäuser für Corona-Patienten geöffnet, sagte Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Zuletzt waren in Europas größter Metropole mehr als 4.100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden registriert worden - so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr. In ganz Russland zählten die Behörden mehr als 10.400 neue Fälle und damit einen Höchststand seit Mitte März bei einer wahrscheinlich hohen Dunkelziffer.

Sobjanin warb einmal mehr für die Impfung, der viele Moskauer weiterhin skeptisch gegenüberstehen. In der 12-Millionen-Einwohner-Stadt haben sich jüngsten Zahlen zufolge erst rund 12,5 Prozent der Menschen immunisieren lassen. Seit Monaten gibt es im öffentlichen Leben kaum noch Beschränkungen. Unter anderem Restaurants, Bars und Theater haben geöffnet. Ab sofort soll etwa verstärkt überprüft werden, ob die Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen einen Mund-Nasen-Schutz tragen und ob Unternehmen Hygieneregeln einhalten.

21.18 Uhr: USA wollen 500 Millionen Impfdosen an andere Länder spenden

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will die US-Regierung übereinstimmenden Medienberichten zufolge 500 Millionen Impfdosen erwerben und sie an andere Länder spenden. Das Weiße Haus habe sich entsprechend mit den Pharmakonzernen Pfizer und Biontech geeinigt, berichtete am Mittwoch unter anderem die "Washington Post" unter Berufung auf mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Den Berichten zufolge dürfte US-Präsident Joe Biden das Vorhaben vor oder beim G7-Gipfel im südwestenglischen Cornwall verkünden, an dem er während seiner ersten Auslandsreise als Präsident teilnimmt. Laut "New York Times" sollen die Impfdosen im Laufe der kommenden zwei Jahre an etwa 100 Länder verteilt werden.

Die Impfkampagnen gehen in den einzelnen Ländern der Welt im Vergleich in höchst unterschiedlichem Tempo voran. In den USA haben bereits mehr als 171,7 Millionen der rund 330 Millionen Einwohner mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als 140,4 Millionen Menschen sind voll geimpft.

Die US-Regierung hat bislang zugesagt, bis Ende Juni 80 Millionen Impfstoffdosen mit anderen Staaten zu teilen. Vergangene Woche hatte das Weiße Haus Details zur Verteilung der ersten 25 Millionen Dosen veröffentlicht. Mindestens 75 Prozent davon, knapp 19 Millionen Dosen, sollen demnach über das Impfprogramm Covax vergeben werden. Die verbleibendenden rund 25 Prozent, etwa 6 Millionen Dosen, will die US-Regierung direkt an Länder abgeben: etwa an die Nachbarländer Kanada und Mexiko sowie Indien und Südkorea.

20.42 Uhr: Kritik an Impfaktion in Mainzer Gymnasium

Einen Tag nach der organisierten Impfung von Schülern eines katholischen Mainzer Gymnasiums ist das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium auf deutliche Distanz zu der Aktion gegangen. „Seit Beginn der Impfkampagne gilt leider bis heute: Der Impfstoff ist Mangelware“, erklärte Landesgesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Mittwoch. Deswegen sei es weiterhin richtig, dass zuerst Menschen mit hohem Ansteckungsrisiko oder erhöhter Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs geimpft werden.

Aktionen wie die im Mainzer Theresianum könnten „schlimmstenfalls zur Folge haben, dass das nötige Vertrauen und die Akzeptanz für die Impfkampagne sinkt“. Dies müsse dringend verhindert werden. Den Minister hatten nach eigenen Angaben Rückmeldungen vieler Bürgerinnen und Bürger erreicht, die kein Verständnis hätten. Für die Entscheidung, die Priorisierung bei den Coronavirus-Impfungen bereits jetzt aufzuheben, sei allerdings das Bundesgesundheitsministerium verantwortlich.

Die Mainzer Schule hatte für rund 150 Schülerinnen und Schüler über 16 sowie Abiturienten eine Impfstraße aufgebaut. Ärzte aus der Elternschaft hatten den Impfstoff organisiert und einen Tag nach der offiziellen Aufhebung des bisherigen Terminvergabe-Verfahrens verimpft. In Rheinland-Pfalz warteten Anfang der Woche noch mehr als 200.000 Menschen aus einer der drei Priorisierungsgruppen auf eine Terminvergabe.

20.01 Uhr: Kultusminister beraten über neues Schuljahr unter Corona-Bedingungen

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) berät am Donnerstag über die Vorbereitung des kommenden Schuljahres. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie der Schulbetrieb mit Blick auf die Corona-Pandemie nach den Sommerferien weitergehen soll. KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD) hatte gesagt, es sei wichtig, dass die Schulen nach dem Sommer in voller Präsenz öffnen, unabhängig davon, ob Kinder geimpft sind oder nicht. Im noch laufenden Schuljahr haben erste Bundesländer wegen der gesunkenen Corona-Zahlen bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht an den Schulen angekündigt.

Die Ministerinnen und Minister wollen außerdem eine gemeinsame Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule verabschieden. Auf der Tagesordnung der Videokonferenz steht dazu ein Gespräch mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und den Vorsitzenden der Gemeinsamen Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens, Felix Klein und Samuel Salzborn. Am Freitag sollen die Ergebnisse der Beratungen bei einer Pressekonferenz vorgestellt werden.

19.42 Uhr: Canstatter Volksfest fällt erneut aus

Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart erneut nicht statt. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland war vom 24. September bis zum 10. Oktober 2021 geplant. Die „Bild“ hatte zuerst berichtet.

Deutschlands zweitgrößtes Volksfest muss auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen.
Deutschlands zweitgrößtes Volksfest muss auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie ausfallen. © Marijan Murat/dpa

19.12 Uhr: Besorgniserregende Virusvariante Delta in Deutschland bei 2,5 Prozent

Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai. Die Entwicklung der Variante (B.1.617.2) der Wochen zuvor beschreibt das RKI in der Tendenz als ansteigend, auf bis zu 3,1 Prozent in der Woche vom 17. bis 23 Mai. In den RKI-Berichten der Vorwochen war der Anteil dieser Variante stets mit Werten um zwei Prozent beziffert worden, nun gab es aber rückwirkend Änderungen, die etwa mit Nachmeldungen begründet werden.

Mit einem Anteil von 94 Prozent an den untersuchten Proben löst die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

18.41 Uhr: Kapitän an Covid-19 gestorben? - Schiff darf nicht anlegen

Seine letzte Reise ist eine wahre Odyssee: Weil der Kapitän an Covid-19 gestorben sein könnte, ist der italienische Containerfrachter "Ital Liberia" in den vergangenen Wochen an mehreren asiatischen Häfen abgewiesen worden. Nachdem Crewmitglieder bei der Abfahrt im südafrikanischen Durban bereits Anfang April positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, sollte die Mannschaft eigentlich in Jakarta in Quarantäne gehen, wie die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd mitteilte. Dann habe die Hauptreederei Evergreen jedoch mitgeteilt, dass der Kapitän gestorben sei.

Auch das italienische Außenministerium bestätigte, dass der Mann im April gestorben war. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Hapag-Lloyd teilte am Mittwoch mit, dass das Schiff nun auf dem Weg in die italienische Heimat sei. Der fast 300 Meter lange Frachter mit einer Kapazität von rund 5.000 Standardcontainern pendelt üblicherweise zwischen China und Südafrika.

18.01 Uhr: Digitaler Corona-Impfnachweis geht an den Start

Der geplante digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll an diesem Donnerstag an den Start gehen. Die Anwendung namens "CovPass" werde Schritt für Schritt ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Ressortchef Jens Spahn (CDU) will Einzelheiten dazu am Donnerstag vorstellen. Der digitale Nachweis kann zudem auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Bundes angezeigt werden. Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google.

Der vorgesehene digitale Nachweis soll eine freiwillige Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes sein. Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Das soll auch Reisen erleichtern.

Den digitalen Nachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können. Auch nachträgliche Ausstellungen sollen möglich sein - etwa bei Ärzten und Apotheken. Vor dem Start war ein Testlauf in ausgewählten Impfzentren begonnen worden. Die Einführung starte nun am Donnerstag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

17.34 Uhr: Kretschmer verteidigt Gesundheitsminister Spahn

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) setzt darauf, dass Gesundheitsminister Jens Spahn trotz Kritik an seiner Amtsführung in der Corona-Krise auch der nächsten Bundesregierung angehören wird. Auf die Frage, ob eine Fehleranalyse fällig sei, sagte Kretschmer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Jens Spahn ist ein sehr engagierter Politiker. Ich hoffe, dass er in der nächsten Bundesregierung wieder dabei ist."

Kretschmer verteidigte seinen Parteifreund auch in der Debatte um eine mögliche Abgabe von Masken aus China an Heime für Obdachlose und Menschen mit Behinderung. Die SPD wirft Spahn vor, Masken zweiter Klasse angeboten zu haben, der Minister weist das zurück. Kretschmer, der auch CDU-Präsidiumsmitglied ist, sagte über Spahn: "Er hat Steherqualität - auch gegen die Boshaftigkeit der SPD." Die SPD verliere als Volkspartei immer mehr an Boden und verhalte sich deswegen wie ein schlechter Verlierer.

17.05 Uhr: Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht immer deutlichere Zeichen der Entspannung in der Corona-Krise. Die CDU-Politikerin sagte am Mittwoch, die Zahl der Arbeitslosen sinke, ebenso wie die Zahl der Kurzarbeiter. Die Konjunkturerwartungen seien besser geworden, im Einzelhandel zum Beispiel stiegen die Umsätze wieder. "Die derzeit deutlich sinkenden Infektionsraten machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Maßnahmen und Verhaltensregeln wirken." Merkel äußerte sich in einer Grußbotschaft bei einem Festakt für den im März aus dem Amt geschiedenen langjährigen Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer .

Merkel sagte, die Unternehmen hätten mit Homeoffice und regelmäßigem Testen zu dem Erfolg ganz wesentlich beitragen. Gerade flächendeckende Tests seien für eine vorzeitige Erkennung und Unterbrechung der Infektionsketten von entscheidender Bedeutung. Hinzu komme die Impfkampagne, bei der nun nach und nach die Betriebsärzte einbezogen seien.

Die Kanzlerin ging außerdem auf die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ein. Im vergangenen Ausbildungsjahr sei die Zahl der Ausbildungsverträge vor dem Hintergrund der Corona-Krise deutlich zurückgegangen. Es müsse so schnell wie möglich gelingen, aus dem Negativtrend bei den Ausbildungsverträgen einen positiven Trend zu machen. Die Sicherung von Fachkräften sei ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Wirtschaft. Staat und Sozialpartner seien gemeinsam gefordert, Betriebe und Auszubildende besser zusammenzubringen.

16.30 Uhr: 152 neue Corona-Infektionen in Sachsen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut (RKI) am Mittwoch 152 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie 285.199 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen, wie aus der Online-Übersicht des Instituts hervorgeht. Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um 19 auf 9.933. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche wurde mit 17,9 angegeben, bundesweit liegt dieser Wert derzeit bei 20,8.

Im weiter mit der höchsten Inzidenz belasteten Erzgebirge ging der Wert auf 42,1 zurück, nachdem er am Dienstag mit 48,7 unter die 50er-Marke gesunken war. Am wenigsten Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab es im einstigen Corona-Hotspot Vogtland mit 4,9 (Dienstag: 6,6).

16.10 Uhr: Japan will ausländische Olympia-Teilnehmer weiter reduzieren

Olympia-Gastgeber Japan will die Zahl der ausländischen Teilnehmer keine zwei Monate vor dem Beginn der Spiele weiter reduzieren. Das sagte Ministerpräsident Yoshihide Suga am Mittwoch im Parlament und bekräftigte seinen Entschluss, die Spiele trotz breiter Ablehnung in der eigenen Bevölkerung wie geplant durchzuziehen.

Suga steht wegen seiner Corona-Politik und seines Festhaltens an dem Sportspektakel in der Kritik. Er hofft laut Beobachtern, dass die Spiele trotz der Pandemie erfolgreich über die Bühne gehen und er dadurch Rückenwind für noch in diesem Jahr anstehende Wahlen bekommt.

15.50 Uhr: Niederlande heben PCR-Testpflicht für Einreisen aus Deutschland auf

Die Niederlande nehmen die Einstufung Deutschlands als Corona-Hochrisikogebiet zurück. Damit entfällt von Donnerstag (10. Juni) an für Einreisende aus Deutschland mit einem Aufenthalt von mehr als zwölf Stunden die Pflicht eines negativen PCR-Testes. Das teilte das NRW-Europaministerium am Mittwoch mit. NRW-Minister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) begrüßte die Entwicklung: "Die geforderten PCR-Tests waren für die Bürgerinnen und Bürger aufwendig und kostspielig. Das Grenzgebiet kehrt Schritt für Schritt zur Normalität zurück." Allerdings müssten Reisende und Pendler weiter vorsichtig sein, mahnte er. Deutschland gilt in den Niederlanden demnach nun als Risikogebiet.

15.38 Uhr: Studien: Alte Menschen reagieren schwächer auf Corona-Impfstoff

Forscher der Berliner Charité haben eine Erklärung dafür gefunden, warum es trotz zweifacher Impfungen immer noch Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen gibt. Das Immunsystem von alten Menschen reagiere weniger effizient auf die Impfung als das von jüngeren, teilte die Charité am Mittwoch nach zwei im Fachblatt "Emerging Infectious Diseases" veröffentlichten Studien mit. Deshalb sei es besonders wichtig, dass Pflegepersonal und Besucher immunisiert seien. Darüberhinaus blieben Hygienemaßnahmen und Tests wichtig. Mittelfristig komme auch eine weitere Auffrischimpfung für ältere Menschen infrage, um deren Impfschutz zu verbessern.

Für eine Untersuchung arbeiteten die Wissenschaftler einen Ausbruch in einer Berliner Pflegeeinrichtung vom Februar auf. Dabei hatten sich - neben 11 Pflegekräften ohne vollständigen Impfschutz - rund 20 Bewohner mit Sars-CoV-2 in der Variante Alpha (B 1.1.7) angesteckt. Bis auf vier von ihnen waren alle vollständig mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer geimpft. Die vier Ungeimpften erkrankten so schwer, dass sie in einem Krankenhaus behandelt werden mussten. Nur rund ein Drittel der Geimpften hatte Krankheitszeichen wie Husten oder Atemnot. Zwei geimpfte Bewohner starben laut Charité, aber vermutlich nicht ursächlich an Covid-19.

15.02 Uhr: Bundesregierung verlängert Corona-Wirtschaftshilfen

Die Bundesregierung verlängert staatliche Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise. Wie Finanz- und Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Berlin mitteilten, wird die Überbrückungshilfe III für Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als "Überbrückungshilfe III Plus" fortgeführt.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, der "Konjunkturmotor" laufe. Dennoch verlaufe der Ausstieg aus der Pandemie schrittweise. Deswegen sei die Verlängerung der bisher bis Ende Juni befristeten Hilfen ein wichtiges Signal.

Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument der Regierung, um Folgen der Pandemie auf Jobs und Firmen abzufedern. Mit der Verlängerung wird auch die Obergrenze für die Zuschüsse erhöht - vor allem größere Unternehmen etwa aus der Mode- und Hotelbranche hatten geklagt, die Hilfen bisher nicht zu bekommen. Zugleich sollen Unternehmen, die Mitarbeiter früher aus der Kurzarbeit holen oder Beschäftigte neu einstellen, eine "Restart-Prämie" bekommen. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch auch beschlossen, dass der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit erneut verlängert wird.

14.30 Uhr: Corona-Impfdosen manipuliert - drei Jahre Haft für US-Apotheker

Ein Apotheker und Impfskeptiker im US-Bundesstaat Wisconsin hat Dosen des Corona-Impfstoffs Moderna verderben wollen - dafür muss er jetzt für drei Jahre ins Gefängnis. Zudem muss er seinem Arbeitgeber, einem Krankenhaus in der Ortschaft Grafton, Schadenersatz in Höhe von 83.800 Dollar (etwa 68.800 Euro) zahlen, wie das US-Justizministerium in Washington am Dienstag (Ortszeit) mitteilte.

Der Mann unterbrach demnach die für den Impfstoff notwendige Kühlkette. Medienberichten zufolge mussten etwa 500 Dosen als Folge der Manipulation vernichtet werden.

Der 46-Jährige hatte der Behörde zufolge im Dezember 2020 in zwei Nachtschichten in Folge an seinem Arbeitsplatz eine Box mit den Moderna-Dosen aus dem Kühlschrank genommen und erst nach mehreren Stunden wieder zurückgestellt. Damit seien 57 Menschen anschließend geimpft worden, bevor die Manipulation des Apothekers bekannt geworden sei, hieß es weiter. Der Mann habe das Risiko "rücksichtslos missachtet", dass Menschen dadurch der Gefahr von Tod und Körperverletzung ausgesetzt werden könnten.

13.52 Uhr: Weitreichende Lockerungen ab Freitag in Dresden

In Dresden werden die Corona-Regeln in den kommenden Tagen gleich mehrmals gelockert. Möglich macht es die anhaltend niedrige Wocheninzidenz. Das Gesundheitsamt sagt auf SZ-Anfrage, es rechne auch am Donnerstag mit einer so niedrige Inzidenz, dass ab Freitag weniger strikte Regeln gelten - unter anderem beim Einkaufen, aber auch in der Gastronomie. Was sich alles ändert, lesen Sie hier:

13.30 Uhr: Nach Corona-Pause wieder sächsische Waldjugendspiele

Nach der coronabedingten Zwangspause haben am Mittwoch in Chemnitz die diesjährigen sächsischen Waldjugendspiele begonnen. An der Auftaktveranstaltung im Forstbezirk Chemnitz nahmen 18 Kinder der Klasse 3a aus der Baumgartengrundschule Chemnitz/Grüna teil, wie der Landesforstbetrieb Sachsenforst mitteilte. Im Juni und Juli sowie im September und Oktober sollen abhängig vom weiteren Infektionsgeschehen rund 50 weitere Veranstaltungen durchgeführt werden.

Ziel der Waldjugendspiele ist es laut Sachsenforst, Kindern das Ökosystem Wald näherzubringen und sie für die Belange der Natur zu sensibilisieren. Sie finden regelmäßig seit 1999 statt, eine Ausnahme stellte die coronabedingte Absage im vergangenen Jahr dar. Jedes Jahr nehmen den Angaben nach rund 6.000 Mädchen und Jungen der dritten und vierten sowie sechsten Klassenstufe an den Veranstaltungen teil. In diesem Jahr werden nach aktuellem Stand nur rund die Hälfte der üblichen Teilnehmerzahlen erreicht.

12.53 Uhr: Nur sechs Neuinfektionen in Dresden

Die Corona-Lage entspannt sich auch in Dresden weiter: Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag lediglich sechs weitere Corona-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 30.542 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Weitere Todesopfer wurden nicht gemeldet - seit Pandemiebeginn sind 1.096 Verstorbene in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen. Ein Patient musste ins Krankenhaus eingewiesen werden. Als genesen gelten mittlerweile 29.158 Dresdner - 48 mehr als am Dienstag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, fiel nach Angaben der Lokalbehörden seit dem Vortag von 15,8 auf 11,5. Für Grenzwerte nach der Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen sind allerdings Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend: Dort liegt der Wert für Dresden heute bei 11,1, tags zuvor waren es noch 14,7. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen oft von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

12.35 Uhr: Normalbetrieb für Schulen und Kitas in Mittelsachsen und Erzgebirge

Aufgrund stabiler Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb von 50 können Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Mittelsachsen ab Freitag (11. Juni) wieder in den Regelbetrieb zurückkehren, teilte das sächsische Kultusministerium am Mittwoch mit. Im Landkreis Erzgebirge findet der Regelbetrieb in Kitas und Schulen ab Montag (14. Juni) statt. Hier greift die neue Schul- und Kita-Verordnung, die den Regelbetrieb ab einer stabilen Inzidenz von unter 100 ermöglicht. Damit kann wieder Präsenzunterricht für alle Schüler und ohne Teilung der Klassen stattfinden. Auch in Kitas ist wieder ein Regelbetrieb möglich.

Laut der neuen Regelungen in der Kita- und Schulverordnung kann nach jetzigem Stand zudem ab Montag in fast allen Landkreisen die Maskenpflicht für Schüler und Schulpersonal im Schulgebäude wegfallen, da die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 35 liegt. Für den Erzgebirgskreis und Mittelsachsen wird diese Regelung voraussichtlich erst Mitte der Woche eintreten, wenn die Inzidenz weiter fällt, heißt es in der Mittelung vom Kultusministerium.

12.11 Uhr: EU-Gericht kippt Genehmigung von Corona-Hilfen für Condor

Ryanair hat vor dem EU-Gericht einen Erfolg gegen staatliche Corona-Hilfen für die deutsche Condor erzielt. Die Richter kippten am Mittwoch den Beschluss der EU-Kommission zur Genehmigung der Beihilfe. Die Entscheidung der Brüsseler Behörde sei nicht ausreichend begründet, erklärte das Gericht in Luxemburg. Praktisch hat das aber zunächst keine Folgen: Die Wirkung der Nichtigerklärung wurde ausgesetzt, bis die EU-Kommission einen neuen Beschluss gefasst hat.

11.45 Uhr: Fast 47 Prozent der Deutschen mindestens einmal gegen Corona geimpft

In Deutschland sind inzwischen 46,5 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch haben 38,6 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. 18,9 Millionen Menschen (22,8 Prozent) sind vollständig geimpft. Insgesamt sind demnach 56,6 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Am Dienstag wurden laut RKI 984.723 Dosen gespritzt.

Je nach Bundesland variiert laut RKI die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet Bremen mit 50,4 Prozent. Sachsen liegt mit 41,5 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Das Saarland liegt bei der Berücksichtigung aller verabreichten Impfdosen beim Tempo an der Spitze, während die Kampagne dem RKI zufolge in Brandenburg am langsamsten läuft. Das östliche Bundesland hat aber von allen Ländern bislang auch mit die wenigsten Impfdosen erhalten.

11.18 Uhr: Sächsische Impfkommission gibt Empfehlung zum Kinderimpfen

Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt, Schüler im Alter zwischen 12 und 15 Jahren nur in Ausnahmefällen zu impfen. Sie sollten nur dann Impfstoff erhalten, wenn Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf vorliegen oder sie an chronischen Krankheiten leiden. Das teilte die Kommission in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung mit. Die zweite Gruppe, die der Empfehlung zufolge geimpft werden sollte, umfasst Kinder dieser Altersgruppe, die unmittelbaren Kontakt zu Menschen mit Risiko für eine schwere Covid-Erkrankung haben.

10.42 Uhr: Kabinett verlängert Kurzarbeitsregeln

Für Unternehmen, die in der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, wird der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit erneut verlängert. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD).

Der Staat erstattet demnach auch über den 30. Juni hinaus die Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit vollständig. Ab Oktober werden die Beiträge dann noch zur Hälfte übernommen, wenn mit der Kurzarbeit bis zum 30. September begonnen wurde. Zudem soll es für die Anmeldung von Kurzarbeit weiter ausreichen, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten betroffen sind und nicht wie sonst ein Drittel. Das galt zunächst nur für Unternehmen, die bis Ende dieses Monats Kurzarbeit anmelden. Auch hier wird die Frist bis Ende September verlängert.

10.20 Uhr: Europaparlament gibt grünes Licht für Covid-19-Zertifikat

Das Covid-19-Zertifikat für einfacheres Reisen in der EU rückt näher. Die Abgeordneten des Europaparlaments billigten die Details für das EU-weite Zertifikat, wie das Parlamentspräsidium am Mittwoch in Straßburg mitteilte. Zuvor hatten sich die Abgeordneten und die EU-Länder bereits vorläufig auf die Regelungen für das Dokument zum Nachweis von Corona-Tests, -Impfungen und überstandenen Infektionen geeinigt. Damit das Zertifikat wirklich kommen kann, müssen auch die Mitgliedsstaaten noch formell zustimmen.

Mit dem Zertifikat soll das Reisen in der Europäischen Union wieder erleichtert werden. Mitgliedsstaaten können für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete dann nur bei entsprechender Infektionslage weitere Beschränkungen wie eine Quarantäne einführen. Die ersten Länder stellen die Zertifikate bereits aus. Auch Deutschland ist zumindest schon mit der Technik für das EU-weite Zertifikat verbunden.

9.45 Uhr: Mehr Geld für Sachsens Städtewettbewerb "Ab in die Mitte!"

Sachsen will den Einzelhandel in den Innenstädten beim Weg aus der Corona-Krise unterstützen. Dafür wird der Städtewettbewerb "Ab in die Mitte!" ausgeweitet, wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) am Mittwoch mitteilten. Demnach kommen zu dem bisher ausgelobten Preisgeld von 100.000 Euro in diesem Jahr noch einmal 300 000 Euro und im kommenden Jahr 200.000 Euro hinzu. Gesucht werden Ideen, wie die Innenstädte belebt und gestärkt werden können.

Bei den Haushaltsverhandlungen wurde für den Wettbewerb zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt. "Der Wettbewerb soll genutzt werden, um wieder Leben in die Innenstädte zu bringen", so Minister Schmidt. Neben Kommunen können sich auch Händlerinitiativen und Gewerbetreibende beteiligen. Städte können auch mehrere Projekte etwa für verschiedene Stadtzentren einreichen. Der Handel hatte während des Lockdowns wiederholt ein Öffnungskonzept gefordert und vor einem Ladensterben gerade in den Innenstädten gewarnt.

9.02 Uhr: Update für die Corona-Warn-App macht Impfnachweis möglich

Mehrfach wurde es angekündigt, nun ist es soweit: Gegen das Coronavirus Geimpfte können ihren Impfnachweis in digitaler Form in der Corona-Warn-App hinterlegen. Möglich macht das ein Update der App, das jetzt zum Download in Apples App Store und im Google Play Store zur Verfügung steht beziehungsweise aufgrund gestaffelter Auslieferung in Kürze stehen soll. Erste Nutzer konnten das Update bereits herunterladen und zeigten auf Twitter Screenshots der neuen Funktionen.

Menschen in Deutschland, die keine Tracing-App für die Anzeige eines digitalen Impfnachweises verwenden möchten, können auf die Smartphone-App "CovPass" ausweichen, die keine Kontaktverfolgungsfunktion hat. Die wird derzeit vom Robert-Koch-Institut und IBM entwickelt. Mehr zu diesem Projekt erfahren Sie im Artikel Wann kommt der digitale Impfpass?

8.38 Uhr: Sachsen-Inzidenz sinkt unter 20

Die Rate der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist weiter rückläufig: Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldet nun eine Sieben-Tage-Inzidenz für den Freistaat von 17,9, tags zuvor waren es noch 21,9. Die Zahl gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich an den letzten sieben Kalendertagen infiziert haben. Vor einer Woche betrug die Wocheninzidenz im Freistaat 39,7, am 9. Mai - also vor einem Monat - lag die Zahl noch bei 172,8. Deutschlandweit beträgt der Inzidenzwert nun 20,8. Sachsen liegt damit aktuell unter dem Bundes-Durchschnitt und weist niedrigere Zahlen als neun andere Bundesländer auf. Die Tabelle wird derzeit von Baden-Württemberg mit 26,9 angeführt, der niedrigste Wert wird aus Mecklenburg-Vorpommern (6,2) gemeldet.

Die höchste Inzidenz der 13 Regionen in Sachsen hat laut RKI trotz auch dort sinkender Zahlen der Erzgebirgskreis mit 42,1, gefolgt vom Kreis Mittelsachsen (29,9). Werte unterhalb der 20er-Marke werden aus den kreisfreien Städten Dresden (11,1), Leipzig (12,5) und Chemnitz (13) sowie den Landkreisen Nordsachsen (11,1), Görlitz (12,3), Zwickau (19,7), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (17,9) und Leipzig (13,9) gemeldet. Für das Vogtland wird sogar ein Wert von nur 4,9 ausgewiesen. Die RKI-Zahlen weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen meist von denen der Ministerien der Länder und denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab, wodurch auch die in der folgenden Karte angezeigten Werte abweichen können.

8.02 Uhr: Bundesregierung stoppt laut "Bild" Impf-Werbevideo

Weil der für Corona-Impfungen werbende Berliner Arzt Najeeb Al-Saidi bei Facebook israelfeindliche Posts verbreitet hat, hat die Bundesregierung laut "Bild"-Zeitung das entsprechende Werbevideo gestoppt. Eine Regierungssprecherin sagte dem Blatt (Mittwoch): "Die Äußerungen von Herrn Dr. Al-Saidi auf seinem Facebook-Account waren zum Zeitpunkt der Aufzeichnung und Veröffentlichung des Videos nicht bekannt." Das Video werde nicht weiter verbreitet. Dem Bericht zufolge finden sich auf dem Facebook-Profil des Mannes Einträge, in denen die Vertreibung von Juden aus dem Nahen Osten gefordert wird. Auch habe er Propagandafotos der Al-Qassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Terrorgruppe Hamas, verbreitet.

Regierungssprecher Steffen Seibert habe das Impf-Werbevideo zeitweilig auch auf seinem persönlichen Twitter-Profil gepostet. Der entsprechende Tweet sei gelöscht worden, berichtet "Bild". Der deutsch-muslimische Autor Ahmad Mansour sagte der Zeitung, es zeuge von "Unprofessionalität", dass sich die Regierung "nicht mal die Mühe gemacht" habe, das Facebook-Profil des Arztes zu überprüfen.

7.47 Uhr: Was ab Montag in Sachsen für Sportler und Fans gilt

Sachsens Sportler müssen derzeit einige Regeln beachten. Doch wie sehen die genau aus? Wer muss sich testen lassen, wie groß darf die Sportgruppe sein und ab wann darf man wieder ins Schwimmbad? Durch die sinkenden Inzidenzen – am Mittwoch meldete das Robert-Koch-Institut für Sachsen einen Sieben-Tage-Wert von 17,9 – kommt der Amateursport wieder etwas in Bewegung. Auch steigende Impfzahlen sorgen für Öffnungsschritte. Was nun für Sachsen Aktive und Fans gilt

7.08 Uhr: Weiterer Corona-Fall im spanischen EM-Team

Nach Kapitän Sergio Busquets ist in der spanischen Fußball-Nationalmannschaft auch Diego Llorente positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Verband in der Nacht zum Mittwoch mitteilte, werde der 27-Jährige von Leeds United das EM-Quartier des dreimaligen Europameisters in Las Rozas de Madrid verlassen. Die Vorbereitung des Teams auf die an diesem Freitag beginnende EM werde mit individuellem Training fortgesetzt. Die Infektion von Busquets (32) war am Sonntag bekanntgegeben worden, seitdem können die Spanier nur unter erheblichen Einschränkungen trainieren.

Die Spanier spielen in der EM-Gruppe E am kommenden Montag (21.00 Uhr) in Sevilla gegen Schweden, es folgen die Partien gegen Polen (19. Juni) und die Slowakei (18.00) an gleicher Stelle. Auch die Schweden haben bereits zwei Corona-Fälle in ihrer Nationalmannschaft vermeldet.

6.46 Uhr: Ärzteschaft ruft nach mehr Impfstoff

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, drängt die Bundesregierung, für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus zu sorgen. "Der Bedarf übersteigt die zur Verfügung stehenden Kapazitäten deutlich. Wenn wir Termine verschieben müssen, weil Lieferungen ausbleiben, führt das zu Frust bei den Patienten. Und diesen Frust bekommt als Erstes das Praxispersonal zu spüren", sagte Reinhardt der "Rheinischen Post" (RP). Er habe Verständnis dafür, dass die Menschen schnell geimpft werden wollen. Der Bund müsse daher sicherstellen, dass so schnell wie möglich ausreichend Impfstoffe für die Praxen, Impfzentren und Betriebsärzte zur Verfügung stehen.

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, appellierte an die impfwilligen Menschen, noch für eine kurze Zeit Geduld zu haben. "Jeder, der will, wird auch geimpft werden. Nur können nicht alle sofort und gleichzeitig oder schon in den nächsten Tagen ihre Impfung erhalten", sagte Gassen der "RP". Dazu seien vorhandenen Impfstoffmengen immer noch zu knapp. Die Situation solle sich laut Bundesgesundheitsministerium aber ändern.

6.07 Uhr: Kurzarbeitsregeln werden erneut verlängert

Die wegen Corona vereinfachten Zugangsregeln zur Kurzarbeit sollen über Ende Juni hinaus um weitere drei Monate verlängert werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) legt dazu an diesem Mittwoch dem Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung vor. Vor allem finanziell stark belastete Unternehmen im Einzelhandel, in der Unterhaltungs-, Reise- und Tourismusbranche und im Hotel- und Gaststättengewerbe benötigten den erleichterten Zugang zur Kurzarbeit auch noch über den 30. Juni 2021 hinaus, heißt es. Heil hatte den Schritt bereits im Mai angekündigt.

Konkret geht es bei den Regeln um Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden bei Kurzarbeit. Die werden bislang bis zum 30. Juni zu 100 Prozent vom Staat übernommen. Die Regelung soll nun bis Ende September gelten. Zudem soll es für die Anmeldung von Kurzarbeit weiterhin ausreichen, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten betroffen sind und nicht wie sonst vorgegeben ein Drittel. Für die zuständige Bundesagentur für Arbeit rechnet das Ministerium durch die Verlängerung der Regeln mit Mehrausgaben von rund 2,6 Milliarden Euro.

5.24 Uhr: RKI registriert 3.254 Corona-Neuinfektionen

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3.254 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4.917 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 20,8 an (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 107 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 179 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.705.942 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.557.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89.491 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagnachmittag bei 0,71 (Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 71 weitere Menschen anstecken.

Mittwoch, 5.01 Uhr: Corona-Ausbrüche auf 400 Nerzfarmen in der EU

Auf mehr als 400 Nerzfarmen in Ländern der Europäischen Union sind nach Angaben von Tierschützern Corona-Ausbrüche bekannt geworden. Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn waren dabei bis Mitte Mai in zehn EU-Staaten Millionen von Tieren betroffen. Laut einer Aufstellung der Organisation wurde Sars-CoV-2 in Dänemark auf 290 Nerzfarmen nachgewiesen, in den Niederlanden waren es 69 und in Schweden 13. In Griechenland habe es in 22 von 91 Nerzfarmen positive Testungen gegeben. Weitere Nachweise gab es laut Tierschutzbund in Italien, Litauen, Polen, Spanien, Frankreich und Lettland. Die Tierschutz-Organisation forderte ein Verbot der Zucht und Haltung von Pelztieren.

Als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie hatte Dänemark alle Nerze in den Nerzzuchtbetrieben des Landes töten lassen. Der radikale Schritt war damit begründet worden, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe. Die Nerzhaltung in Dänemark wurde bis zum 31. Dezember 2021 verboten. In Deutschland gibt es laut Tierschutzbund derzeit keine Nerzfarmen. Sie seien zwar nicht verboten, aber wegen der Haltungsvorgaben kein lukratives Geschäft, hieß es.

Corona-Pandemie: Das geschah am Dienstag

21.45 Uhr: USA lockern Reisewarnung für Dutzende Länder - auch für Deutschland

Die USA haben in der Corona-Pandemie ihre Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger für Ziele wie Deutschland und Dutzende andere Länder gelockert. Das Außenministerium in Washington bewertet Reiseziele auf einer Skala von eins bis vier - die Bundesrepublik steht neben Ländern wie Italien, Frankreich, Mexiko oder Kanada seit Dienstag nun wieder auf Stufe drei des Warnsystems. Das bedeutet, dass US-Bürger ihre Reisepläne überdenken sollen. Auch Japan, das die Olympischen Sommerspiele ausrichtet, steht nun auf Stufe drei. Zuvor galt die höchste Stufe vier, die für mehrere andere EU-Länder wie Portugal, Belgien, die Niederlande und Polen aufrecht erhalten wurde.

Die Neubewertung ändert nichts an dem wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisestopp in die USA für Ausländer aus dem europäischen Schengen-Raum, aus Großbritannien, Irland, Indien, China, Brasilien, Südafrika und dem Iran. Eine Einreise aus diesen Staaten ist weiterhin in der Regel nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.

21.22 Uhr: Drosten warnt vor Rückschlägen für Corona-Impfkampagne im Sommer

Der Virologe Christian Drosten hat vor Rückschlägen für die Corona-Impfkampagne über den Sommer in Deutschland gewarnt. Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässig würden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten, weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité am Dienstag im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info). "Solche Dinge dürfen einfach nicht eintreten. Das wird, glaube ich, die nächste große Aufgabe sein."

Drosten erwartet demnach in einigen Wochen eine Diskussion über die Förderung der Impfbereitschaft. Ziel seien mindestens 80 Prozent Zweifachimpfungen, zumindest in der "impffähigen erwachsenen Bevölkerung", erinnerte er. Auch nach der Aufhebung der festgelegten Reihenfolge seit Montag bleibe es zunächst noch wichtig, die Gruppen zu impfen, in denen dies wegen des erhöhten Covid-19-Risikos dringlich sei. Das Augenmerk müsse im Moment noch auf der Versorgung der Menschen ab Mitte 40 liegen, so Drosten. Aktuell liegt der Anteil der vollständig Geimpften in der Bevölkerung bei knapp 22 Prozent.

20.41 Uhr: Brüssel billigt kommende Woche erste Pläne für Corona-Hilfsgelder

Die EU-Kommission will kommende Woche erste nationale Ausgabenpläne für den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Hilfsfonds genehmigen. Erste Gelder könnten dann "in den kommenden Wochen zu fließen beginnen", sagte EU-Kommissionspräsident Ursula von der Leyen am Dienstag im Europaparlament in Straßburg. Sie zeigte sich überzeugt, dass Europa durch den Fonds "stärker als jemals zuvor" aus der Krise kommen werde.

Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten den 750 Milliarden Euro schweren Hilfsfonds gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie im Juli vergangenen Jahres vereinbart. Die EU-Kommission nimmt zu seiner Finanzierung im Namen der Mitgliedstaaten gemeinsame Schulden in beispielloser Höhe auf. Erste Anleihen will die Behörde noch im Juni ausgeben, mit ersten Auszahlungen wird im Juli gerechnet. Die Mitgliedstaaten mussten dafür in Brüssel nationale Ausgabenpläne einreichen, die bestimmte Kriterien erfüllen. So müssen mindestens 37 Prozent der Mittel in Klimaschutzmaßnahmen investiert werden und 20 Prozent in Digitalisierung.

20.14 Uhr: Corona-Lockerungen: Was nun in Sachsen für Sportler und Sportfans gilt

Sachsens Sportler müssen derzeit einige Regeln beachten. Doch wie sehen die genau aus? Wer muss sich testen lassen, wie groß darf die Sportgruppe sein und ab wann darf man wieder ins Schwimmbad? Durch die sinkenden Inzidenzen kommt der Amateursport wieder etwas in Bewegung. Auch steigende Impfzahlen sorgen für Öffnungsschritte. Was nun für Sportler und Sportfans in Sachsen gilt, lesen Sie hier.

19.57 Uhr: Arzt impft neunjähriges Mädchen unzulässigerweise gegen Corona

In Schwaben hat ein Arzt eines kommunalen Impfzentrums einem neunjährigen Mädchen unzulässigerweise eine Corona-Impfung verabreicht. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Mediziner eingeleitet worden, nachdem das Kind die Spritze bekommen hat. Zunächst hatte der Augsburger Sender Hitradio RT1 über die Impfung berichtet.

In Deutschland ist eine Immunisierung mit dem Vakzin von Biontech inzwischen für Kinder ab zwölf Jahren erlaubt, Jüngere dürfen keine Impfung erhalten. Nach Angaben der Polizei ist noch unklar, wie es zu der Impfung des Kindes in Bobingen (Landkreis Augsburg) kam. Dazu sollen nun die Beschäftigten des Impfzentrums befragt werden. Das Mädchen war nur als Begleitung ihres Vaters, für den die Spritze eigentlich war, in dem Zentrum.

Das Augsburger Landratsamt gab zu dem Fall keine Stellungnahme ab und verwies auf den privaten Betreiber. Eine Anwältin erklärte im Namen des Dienstleisters, dass der Arzt irrtümlich angenommen habe, das Kind sei eine Risikopatientin, die tatsächlich geimpft werden müsse. Es liege ein individuelles Versagen des Impfarztes vor. Das Unternehmen habe sich danach sofort von dem Mitarbeiter getrennt. Das Mädchen kam nach dem Vorfall zur Beobachtung in eine Klinik. Nach Angaben des Vaters hatte die Impfung bislang keine gesundheitlichen Folgen für die Tochter.

19.34 Uhr: Ferienstaus übertreffen Vor-Corona-Niveau

Die Lockerung der Corona-Beschränkungen macht sich auf Deutschlands Autobahnen gleich bemerkbar: Am vergangenen langen Wochenende gab es zum Ende der Pfingstferien nach Schätzung des ADAC sogar mehr Staus als vor der Krise 2019. Besonders stauträchtig war der Feiertag Fronleichnam am vergangenen Donnerstag: Der ADAC zählte 1.900 Staus, gut 700 mehr als 2019. Laut ADAC gab es aber durchaus Unterschiede, insbesondere eine größere Zahl von Tagesausflüglern oder kurzentschlossenen Urlaubern. Deshalb sei der Verkehr 2021 oft sogar stärker gewesen als 2019.

19.13 Uhr: Kurzarbeitsregeln werden erneut verlängert

Die wegen der Corona-Pandemie vereinfachten Zugangsregeln zur Kurzarbeit sollen über Ende Juni hinaus um weitere drei Monate verlängert werden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) legt dazu an diesem Mittwoch dem Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung vor. In der Begründung heißt es, es gebe nach Ansicht der Bundesregierung trotz sinkender Corona-Zahlen und Impffortschritts weiterhin "Unsicherheiten". Es gehe darum, "Beschäftigungsverhältnisse auch über den 30. Juni 2021 hinaus zu stabilisieren und dadurch Arbeitslosigkeit und gegebenenfalls Insolvenzen möglichst zu vermeiden".

Vor allem finanziell stark belastete Unternehmen im Einzelhandel, in der Unterhaltungs-, Reise- und Tourismusbranche und im Hotel- und Gaststättengewerbe benötigten den erleichterten Zugang zur Kurzarbeit auch noch über den 30. Juni 2021 hinaus, heißt es weiter. Heil hatte den Schritt bereits im Mai angekündigt und von Planungssicherheit für die Unternehmen gesprochen. Für die zuständige Bundesagentur für Arbeit rechnet das Ministerium durch die Verlängerung der Regeln mit Mehrausgaben von rund 2,6 Milliarden Euro.

18.51 Uhr: Gefährliche Keime im Zapfbier

Nach der pandemiebedingten Zwangspause für die Restaurants ist Vorsicht geboten: Die Stadt Dresden warnt vor Keimen in den Zapfanlagen. Während die Restaurants lange Zeit geschlossen hatten, konnten sich Krankheitserreger in den Hähnen verbreiten. Das Lebensmittelüberwachungsamt empfiehlt deshalb, die Zapfanlagen ordentlich zu reinigen. Sonst könne es zu Magenverstimmungen und Durchfall kommen. Seit Mittwoch, 19. Mai, haben die Biergärten in Dresden wieder geöffnet. Das hat viele Dresdner gefreut, mussten sie doch mehr als sieben Monate auf ein frisches Bier vom Fass verzichten.

18.35 Uhr: Aspirin hilft nicht bei schweren Covid-Verläufen

Aspirin verbessert einer britischen Studie zufolge nicht die Überlebensaussichten bei schwer kranken Covid-19-Patienten. Da das Medikament dazu beiträgt, Blutgerinnsel bei anderen Krankheiten zu reduzieren, wurde es bei Corona-Patienten getestet, die ein höheres Risiko für Gerinnungsprobleme haben.

Obwohl Aspirin mit einer leicht erhöhten Wahrscheinlichkeit in Verbindung gebracht werde, lebend entlassen zu werden, reiche das wohl nicht aus, um seine weit verbreitete Anwendung bei Covid-19-Patienten im Krankenhaus zu rechtfertigen, sagte Peter Horby, einer der Wissenschaftler, der an der Studie der Universität Oxford mit rund 15.000 Patienten beteiligt war.

17.56 Uhr: David Hasselhoff macht Werbung für Corona-Impfung

Der US-Schauspieler und Sänger David Hasselhoff macht Werbung für die Impfkampagne des Bundesgesundheitsministeriums. "Ärmel hoch", sagt Hasselhoff auf Deutsch in einem vom Ministerium auf Twitter veröffentlichten Video. Das Haus von Jens Spahn (CDU) bestätigte am Dienstag, dass Hasselhoff für seinen Beitrag kein Geld bekommen habe.

Sein Rat an alle Amerikaner in der ganzen Welt und in Deutschland sei, sich impfen zu lassen, so Hasselhoff in einem weiteren Video. Dazu zeigt er ein kleines Pflaster auf seinem rechten Oberarm. Er wolle wieder Alltag haben und die Freiheit zu reisen, erklärt der Sänger des Mauerfall-Hits "Looking For Freedom" vor seiner Villa in der kalifornischen Stadt Calabasas. Und er habe Freiheit durch die Impfung gefunden: "I found freedom".

17.23 Uhr: Start für digitalen Corona-Impfnachweis rückt näher

Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. Ab kommendem Montag soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Dienstag in Berlin mitteilte. Bereits zuvor soll die freiwillige Anwendung namens "CovPass" nach Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium für alle Interessenten in den App-Stores für Smartphones zur Verfügung stehen.

Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Dies soll auch Reisen erleichtern. Dabei geht es um eine Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes.

Den digitalen Nachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können. Auch nachträgliche Ausstellungen sollen möglich sein - etwa bei Ärzten und Apotheken. Vor dem bundesweiten Start war ein Testlauf in ausgewählten Impfzentren begonnen worden.

16.59 Uhr: Curevac-Impfstoff nicht vor August

Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögern wird. Zuletzt hatte es geheißen, man rechne mit einer Zulassung im Juni. Lucha sagte, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe in der Gesundheitsministerkonferenz mitgeteilt, „dass wir nach der derzeitigen Situation leider erst realistisch im August erwarten können, dass der Curevac-Impfstoff zulassungsfähig appliziert werden kann oder zugelassen wird.“ Der Grünen-Politiker erklärte, dass es bei der von Curevac durchgeführten klinischen Studie zu dem Vakzin „Komplikationen“ gebe.

Zuvor hatte „Business Insider“ berichtet, dass Spahn in der Konferenz berichtet habe, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) „nicht vor August“ mit einer Zulassung des Curevac-Mittels rechne. Bei der Studie gebe es noch nicht genug Teilnehmer. Noch Ende Mai hatte es demnach in internen Lieferprognosen der Bundesregierung geheißen, dass bis Ende Juni 1,4 Millionen Dosen von Curevac kommen, bis Ende September 9,4 Millionen und im letzten Quartal 28,9 Millionen. In den aktualisierten Prognosen von Juni tauche Curevac nun für dieses Jahr gar nicht mehr auf.

16.31 Uhr: So ist die Lage im Dresdner Corona-Hochhaus

In Dresden ist Ende vergangener Woche ein komplettes Hochhaus wegen des Verdachts eines Ausbruchs der sogenannten Delta-Variante abgeriegelt worden. Ein Mann, der von einer Reise aus Indien zurückgekehrt war, ist zuvor in einem Krankenhaus gestorben. Inzwischen ist die Quarantäne für die meisten der 170 Bewohner des Hochhauses wieder aufgehoben. Allerdings sind sieben Bewohner positiv getestet worden und elf weitere als enge Kontaktpersonen eingestuft worden.

Wie hat sich die Lage entwickelt? Was weiß man über den Verstorbenen? Und wie geht es jetzt weiter? Im CoronaCast, dem Podcast von Sächsische.de zur Pandemie, sprechen dazu der Virologe Alexander Dalpke und Luisa Zenker, die als Reporterin von vor Ort berichtet.Die Folge hören Sie direkt über den eingebetteten Player. Weitere Abspielmöglichkeiten finden Sie in diesem Artikel: Das Corona-Hochhaus und die Folgen

15.56 Uhr: Stiko empfiehlt Corona-Impfung für Kinder mit Vorerkrankungen

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung laut einem vorläufigen Entwurf nur Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium nennt laut dem als vertraulich gekennzeichneten Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag, rund ein Dutzend Krankheitsbilder, die mit anzunehmendem erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf einhergingen. Eine generelle Impfempfehlung für die Altersgruppe wird in dem Entwurf nicht ausgesprochen. Zuvor hatten „Business Insider“ und andere Medien darüber berichtet.

Die Stiko listet auf: Fettleibigkeit, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression, schwere Zyanose, schwere Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie, chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion, chronische Niereninsuffizienz, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, maligne Tumorerkrankungen, Trisomie 21 (Down-Syndrom) und syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung.

Zusätzlich sieht der Stiko-Entwurf eine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vor, „in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z.B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie)“.

15.40 Uhr: Inzidenz sinkt in zwei niedersächsischen Landkreisen auf Null

Die niedersächsischen Landkreise Friesland und Goslar kommen derzeit bundesweit am besten durch die Corona-Pandemie: Die Sieben-Tage-Inzidenz in den beiden Landkreisen ist nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag auf Null gesunken. Der Wert gibt die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche an. Damit lagen die beiden Kreise deutschlandweit vorn - gefolgt vom Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Inzidenz von 1,3, wie aus den RKI-Daten hervorgeht. Allerdings sind die Daten wegen der Meldeketten nicht immer ganz aktuell, auch gibt es immer wieder Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter.

So geht das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar aktuell von einer Sieben-Tage-Inzidenz von 2,2 aus, wie aus online veröffentlichten Daten des Kreises hervorgeht. Neuinfektionen gab es demnach am Dienstag keine, 28 aktive Infektionen wurden gemeldet.Der Landrat des Kreises Friesland, Sven Ambrosy, sagte angesichts des Inzidenzwerts Null: „Bereits seit Monaten haben wir in Friesland eine vergleichsweise niedrige und stabile Inzidenz, die in den letzten Tagen stetig gefallen ist.“ Er begründete dies unter anderem mit enger und schneller Kontaktnachverfolgung.

15.12 Uhr: 123 neue Corona-Infektionen in Sachsen gemeldet

Die Gesundheitsämter in Sachsen haben dem Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag 123 neue Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt wurden damit seit Ausbruch der Pandemie 285.047 Corona-Infektionen in Sachsen nachgewiesen, wie aus der Online-Übersicht des Instituts hervorgeht. Zugleich stieg die Zahl der Todesfälle um 18 auf 9.914. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche wurde mit 21,9 angegeben, bundesweit liegt dieser Wert derzeit bei 22,9.

Das ist Sachsens neue Corona-Schutzverordnung

Am Dienstag stellte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) im Rahmen der Kabinetts-Pressekonferenz gemeinsam mit Kultusminister Christian Piwarz (CDU) die neue Corona-Schutzverordnung vor, die ab dem 14. Juni gelten soll. Darin sind einige Lockerungen festgeschrieben. Besonders erwartet werden außerdem neue Regeln zur Testpflicht, vor allem an Schulen. Viele Eltern protestieren seit Monaten dagegen. Die Konferenz können Sie hier anschauen.

  • Lockdown: Der Lockdown wird verlängert, mit der ab 14. Juni geltenden neuen Corona-Schutzverordnung bis zum 30. Juni.

  • Notbremse: Sachsen führt eine Notbremse ein, für den Fall, dass die Infektionszahlen wieder ansteigen. Kriterium ist hier die Bettenbelegung: Liegen mehr als 1.300 Corona-Patienten auf Sachsens Normalstationen oder mehr als 420 auf den Intensivstationen, soll es Verschärfungen geben.
  • Maskenpflicht: Wo der Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist, soll unter freiem Himmel weiterhin Maske getragen werden. In geschlossenen Räumen und in Bus und Bahn gilt sie weiterhin.

  • Testpflicht: In vielen Bereichen soll die Testpflicht wegfallen, wenn die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen den Wert 35 unterschritten wird. Zwei Tage danach greifen die Lockerungen. Bislang galt eine 14-Tage-Regel, außerdem zählten nur Werktage. Zu den Orten, wo kein Test mehr nötig sein wird, zählen alle Arten von Geschäften, körpernahe Dienstleistungen, der Besuch von Gaststätten mit einem weiteren Hausstand, touristische Übernachtungen, sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen aller Art und einige mehr.

  • Kitas und Schulen: Für Kitas und Schulen gibt es erstmals eine eigene Verordnung. Sachsens Schulen sollen unterhalb einer 100er-Inzidenz in den Normalbetrieb wechseln dürfen, das würde nach derzeitigem Stand für alle gelten. Liegt die Inzidenz fünf Tage unter 35 soll die Maskenpflicht in Schulen wegfallen. Das gilt fürs gesamte schulische Personal sowie die Schüler, jedoch nicht für Externe. An Orten, wo sich Menschen begegnen, gilt weiterhin eine Empfehlung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Abgenommen werden kann sie jedoch im Unterricht. Die Testpflicht bleibt jedoch vorerst bestehen. Diese ist durch ein Bundesgesetz geregelt und kann durch das Land Sachsen nicht aufgehoben werden. Ab dem 14. Juni sollen Klassenfahrten nach Sachsen und Deutschland stattfinden dürfen.
  • Kontaktbeschränkungen: Liegt die Inzidenz fünf Tage lang unter 35 dürfen private Treffen oder Firmenfeiern mit bis zu 50 Personen ohne Testpflicht stattfinden. Auch öffentliche Feiern sollen wieder möglich sein, unter der Voraussetzung eines Hygienekonzepts. Ab 50er-Inzidenz können sich zehn Menschen treffen, ab 100 fünf. Kinder unter 14, Geimpfte und Genesene gelten nicht.

  • Gastronomie: Ab einer Inzidenz fünf Tage unter 35 soll im Außen- und Innenbereich die Testpflicht entfallen. Außerdem entfällt in Außenbereichen die Kontakterfassung.

  • Alten- und Pflegeheime: Geimpfte und Genesene müssen keine FFP2-Masken mehr tragen, hier reichen medizinische Masken.

  • Tourismus: Ab dem 14. Juni sollen touristische Reisen wieder erlaubt sein, Hotels und Pensionen sollen ab einer Inzidenz unter 50 wieder Gäste empfangen dürfen, das gleiche gilt für Messen und Kongresse. Ab einer Inzidenz von 35 entfällt die Testpflicht.

  • Freizeit: Alle Arten von Sportanlagen, Hallen- und Schwimmbäder sowie Zirkusse und Spielhallen dürfen ab einer 50er-Inzidenz mit Testpflicht und Kontakterfassung, ab einer 35er-Inzidenz ohne Testpflicht öffnen. Für Minderjährige gilt keine Testpflicht. Diskotheken können unter einer 35er-Inzidenz öffnen - dann jedoch nur mit Test.

14.59 Uhr: Köpping: "Sachsen wurde beim Impfstoff benachteiligt"

Insgesamt wurden in Sachsen bislang 2,6 Millionen Impfdosen verabreicht. 180.000 bis 200.000 Menschen werden pro Woche geimpft. Allerdings hat Sachsen weniger Impfstoff erhalten, als dem Bundesland zusteht. "Wir sind benachteiligt worden", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping. Nun gibt es jedoch gute Nachrichten: So sollen noch in dieser Woche 24.000 Dosen Astrazeneca zusätzlich geliefert werden. Diese Dosen gehen an die Arztpraxen, so Köpping. Für die nächste Woche seien zudem 11.700 Dosen des Biontech-Impfstoffs angekündigt, weitere 35.000 Dosen sollen in den nächsten ein bis zwei Wochen kommen.

14.50 Uhr: Diese Regeln gelten beim Public Viewing

Für das Public Viewing zur am Freitag beginnenden Fußball-Europameisterschaft gelten die gleichen Regeln wie für Kulturveranstaltungen. Kann der notwendige Abstand eingehalten werden, braucht es keine Testpflicht. Wird der Abstand nicht eingehalten, ist eine Testpflicht nötig. „Die Obergrenze ist bei 999 Personen festgelegt“, so Köpping. Was drüber hinaus geht, müsse als Großveranstaltung angemeldet werden. Für jede Veranstaltung muss beim Gesundheitsamt ein Hygienekonzept vorgelegt werden.

Am Freitag beginnt die Fußball-EM. In Sachsen können höchstens 1.000 Personen zusammen schauen.
Am Freitag beginnt die Fußball-EM. In Sachsen können höchstens 1.000 Personen zusammen schauen. © dpa

14.38 Uhr: Seehofer legt Ausnahmeregel für Fußball-EM vor - keine Quarantäne

Das Bundeskabinett will am Mittwoch die Details der bereits angekündigten Ausnahmen von der Corona-Quarantänepflicht für die Fußball-EM beschließen. Von dieser bis zum 28. Juli befristeten Ausnahme-Regelung für die Europameisterschaft sei jeder erfasst, der zur Teilnahme, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert worden sei, hieß es am Dienstag aus dem Bundesinnenministerium.

Von der Pflicht zur Anmeldung und Absonderung nach Einreise aus einem sogenannten Virusvariantengebiet sollen also nicht nur Fußballer ausgenommen sein, sondern beispielsweise auch Journalisten, die von den Spielen berichten. Auch das für solche Gebiete eigentlich verhängte Beförderungsverbot gelte für diese Fälle nicht, teilte das Ministerium mit. Es müsse jedoch rund um die Veranstaltung ein "strenges Schutz- und Hygienekonzept" eingehalten werden. Dazu zähle auch ein täglicher Corona-Test. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Ausnahme-Regelung bereits in vergangene Woche angekündigt und mit der Bedeutung dieses sportlichen Großereignisses begründet.

14.00 Uhr: Sachsens Grüne fordern Stufenplan für Lockerungen

Die Linke im sächsischen Landtag hat die Regierung aufgefordert, im Sommer weiter an der Eindämmung der Pandemie zu arbeiten. So müssten die notwendige technische und digitale Gesundheitsinfrastruktur geschaffen und Bildungsdefizite ausgeglichen werden, teilte die Fraktion am Dienstag mit Blick auf die neue Corona-Schutzverordnung mit. Diese will das Kabinett am Mittag vorstellen - geplant sind umfangreiche Lockerungen. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, die Staatsregierung dürfe nicht noch einen Sommer vertrödeln, hieß es. Die Linke mahnte daher an, eine Logistik für mögliche Auffrischungen der Impfungen vorzubereiten und die Testinfrastruktur weiter abzusichern.

Am Montagabend hatte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bereits eine Lockerung der Testpflicht in Aussicht gestellt. Ab einer Inzidenz von 35 sind bereits in der jetzigen Landesverordnung zahlreiche Lockerungen möglich. So fällt aufgrund anhaltend niedriger Infektionszahlen von Mittwoch an in Leipzig die Testpflicht in vielen Bereichen weg: Beim Shoppen, in Restaurants, in Freibädern und in Kultureinrichtungen ist dann kein Negativ-Test mehr nötig.

Die Grünen im Landtag warnten davor, zu viele Einrichtungen zu früh zu öffnen. «Eine Inzidenz von unter 35 weist in die richtige Richtung, reicht als Zielmarke für umfassende Öffnungen jedoch nicht aus», mahnte Abgeordnete Kathleen Kuhfuß. Sie verwies auf den Stufenplan des Robert-Koch-Institutes (RKI), der aus Sicht der Grünen die Grundlage für die neue Landesverordnung bilden sollte. Damit gilt eine Inzidenz von weniger als 10 als Orientierung, um etwa die Testpflicht zu streichen. Auch die Kontaktnachverfolgung etwa in Hotels und Restaurants soll aus Sicht der Grünen beibehalten werden.

13.40 Uhr: Sterbefallzahlen in vierter Mai-Woche etwa im Schnitt der Vorjahre

Die Sterbefallzahlen in Deutschland sind in der 21. Kalenderwoche (24. bis 30. Mai) fast auf den Durchschnitt der vergangenen Jahre gesunken. In der Woche starben 16 893 Menschen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden auf Basis einer Hochrechnung mitteilte. Das liege ein Prozent oder 91 Fälle über dem Schnitt der Jahre 2017 bis 2020 für diese Kalenderwoche. In der Woche zuvor hatte der Anstieg zwei Prozent betragen.

Ein Vergleich mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten Corona-Sterbefälle ist bis einschließlich der 19. Kalenderwoche möglich (10. bis 16. Mai). In dieser Woche gab es laut RKI 1.006 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, 272 weniger als in der Vorwoche. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in jener Woche fünf Prozent (871 Fälle) über dem Durchschnitt der vier Vorjahre. Die Corona-Pandemie hat sich 2020 ab Ende März erstmals auf die Entwicklung der Zahlen ausgewirkt und den Durchschnitt der Vorjahre ab dann ebenfalls beeinflusst, wie das Bundesamt erklärte.

12.53 Uhr: Drei Testcenter in Leipzig müssen schließen

Drei Corona-Testcenter in Leipzig müssen wegen zahlreicher Verstöße schließen. Wie das Gesundheitsamt am Dienstag mitteilte, wurden bei Kontrollen des Ordnungsamtes mehrere Mängel festgestellt. Dazu gehören fehlende Schulungsnachweise der testenden Personen, fehlende Identitätsprüfung der zu testenden Personen und eine mangelhafte Transparenz und Unstimmigkeiten bei der Anzahl der durchgeführten Testungen. Betroffen sind die Center an Baumärkten in der Torgauer Straße 271, Riesaer Straße 102 und der Gießerstraße 37.

12.40 Uhr: Überdurchschnittlich viele Todesfälle in Tschechien im April

Trotz der seit Monaten laufenden Corona-Impfkampagne sind in Tschechien auch im April mehr Menschen gestorben als üblich. Es wurden rund 11.500 Todesfälle registriert und damit 27 Prozent mehr als im Schnitt der gleichen Monate der Jahre 2015 bis 2019. Dennoch sei es die geringste monatliche Übersterblichkeit seit Beginn der Herbst-Coronawelle gewesen, teilte die staatliche Statistikbehörde CSU mit.

Tschechien mit seinen knapp 10,7 Millionen Einwohnern war besonders stark von der Pandemie betroffen, zudem lief die Impfkampagne wie in vielen Ländern eher schleppend an. Seit Beginn der Krise starben knapp 30.200 Menschen, bei denen eine Infektion mit dem Erreger nachgewiesen wurde. Inzwischen hat sich die Lage aber sehr gebessert. Nach aktuellen Zahlen steckten sich innerhalb von sieben Tagen zuletzt nur noch 21 Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus an.

Tschechien ist besonders stark von Corona betroffen: Seit Beginn der Krise starben knapp 30.200 Menschen
Tschechien ist besonders stark von Corona betroffen: Seit Beginn der Krise starben knapp 30.200 Menschen © Dalibor Glück/CTK/dpa

12.21 Uhr: Tanzen ohne Abstand bei Leipziger Modellprojekt

Im Rahmen des Leipziger Modellprojekts Kultur kann am 12. und 19. Juni ohne Abstand getanzt werden. Bis zu 200 Gäste könnten bei "Deutschlands erster Tanzveranstaltung mit PCR-Testung und ohne AHA-Regeln" im Club "Destillery" mitmachen, teilten die Initiatoren des Projekts am Dienstag mit. Die Fachkommission des Tourismusministerium habe grünes Licht für die Erprobung von Veranstaltungen im Clubbetrieb gegeben.

Voraussetzung zur Teilnahme sind jeweils negative Testergebnisse bei einem Antigen- sowie einem PCR-Pooltest. Bis zum Nachmittag des jeweiligen Veranstaltungstages müssten die Tests abgegeben werden, hieß es. Einige Stunden später liege das Ergebnis digital vor. Durch die Anwendung der Corona-Warn-App sowie eines digitalen Corona-E-Registers seien ein sicherer Zugang zur Veranstaltung sowie eine digitale Kontaktnachverfolgung gewährleistet. Sieben Tage nach der Tanzveranstaltung sollen die Teilnehmenden erneut einen PCR-Test durchführen lassen, um so mögliche Auswirkungen auf das Infektionsgeschehen untersuchen zu können.

12.08 Uhr: Nur 16 Neuinfektionen in Dresden

Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag 16 weitere Corona-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 30.536 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Ein weiterer Patient verstarb - seit Pandemiebeginn sind damit 1.096 Opfer in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen. Zudem mussten drei Menschen ins Krankenhaus eingewiesen werden. Als genesen gelten mittlerweile 29.110 Dresdner - 39 mehr als am Montag.

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Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, fiel nach Angaben der Lokalbehörden seit dem Vortag von 19 auf 15,8. Für Grenzwerte nach der Corona-Schutzverordnung des Freistaats Sachsen sind allerdings Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend: Dort liegt der Wert für Dresden heute bei 14,7, tags zuvor waren es noch 18,9. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen oft von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab. Alle Zahlen aus Dresden

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