merken
Deutschland & Welt

Priorisierung bei Corona-Impfung soll ab 7. Juni enden

Termine für alle in Impfzentren und bei Ärzten, nur 228 Neuinfektionen in Sachsen, Erzgebirgskreis ist Hotspot, Dresden lockert ab Mittwoch - unser Newsblog.

Wenn es nach dem Gesundheitsminister geht, dürften alle Menschen ab 7. Juni einen Impftermin bekommen, auch in Impfzentren.
Wenn es nach dem Gesundheitsminister geht, dürften alle Menschen ab 7. Juni einen Impftermin bekommen, auch in Impfzentren. © Michael Kappeler/dpa

Coronavirus in Sachsen, Deutschland und der Welt - das Wichtigste in Kürze:

  • Krankenstand in Sachsen auf Rekordtief
  • Dresden lockert Corona-Regeln ab Mittwoch
  • Umfrage: Mehrheit gegen Erleichterungen für Geimpfte
  • Lockerungen für Geimpfte und Genesene - was jetzt gilt.
  • Das sind die neuen Corona-Regeln für Sachsen
  • Impftermine in Sachsen: Alle wichtigen Infos
  • Corona in Sachsen (Stand 17. Mai): 278.465 bestätigte Infektionsfälle (+228 zum Vortag), 9.382 Todesfälle (+7 zum Vortag), 7-Tage-Inzidenz: 112,3 (Sonntag: 111,5)
  • Corona in Deutschland (Stand 17. Mai): 3.598.846 Infizierte (+5.412 zum Vortag), 86.160 Tote (+64 zum Vortag), 7-Tage-Inzidenz: 83,1 (Vortag: 83,1)

18.16 Uhr: Spahn: Priorisierung hat Menschenleben gerettet

Bis Ende Mai sollen 40 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen Corona geimpft sein. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin mit. 15 Millionen Impfungen von Menschen mit besonderem Risiko seien von heute bis zum 7. Juni vorgesehen. Dann werde die Priorisierung in Impfzentren und in den Arztpraxen aufgehoben. Spahn wertete den bis dahin noch weiter geltenden Vorrang für Ältere, Kranke und Menschen in bestimmten Berufen als wichtig. "Sie zuerst zu impfen, das war epidemiologisch geboten", sagte er. Die Priorisierung sei auch moralisch geboten gewesen. "Das war keine Bürokratie, das hat Menschenleben gerettet." Dennoch könnten die Kommunen bestimmte Kontingente von Impfdosen weiter für bestimmte Stadtteile oder Personengruppen verwenden.

Anzeige
Hier werden Azubis gesucht!
Hier werden Azubis gesucht!

Die Schule neigt sich dem Ende und ihr habt keine Ahnung was ihr beruflich machen wollt? Diese Firmen haben freie Ausbildungsplätze.

18.04 Uhr: Reichbürgerszene in Sachsen trotz Corona weiter kriminell aktiv

Sachsens Polizei hat im vergangenen Jahr in mindestens 146 Fällen Ermittlungen gegen sogenannte Reichsbürger aufgenommen. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die am Montag in Dresden veröffentlicht wurde. 140 Tatverdächtige seien ermittelt worden, hieß es. Mehr als 75 Prozent von ihnen seien männlich. "Die Gesamtfallzahl war demnach 2020 fast gleichauf mit dem Wert des Vorjahres", erklärte die sächsische Linken-Politikerin Kerstin Köditz. 2019 habe es 145 einschlägige Fälle gegeben. Zu einer Eindämmung der teils kriminellen Aktivitäten der Szene sei es während der Corona-Pandemie damit nicht gekommen.

Unter den ermittelten Straftaten seien fünf Körperverletzungen gewesen, hieß es. Lediglich rund 40 Prozent aller Fälle seien als politisch motiviert eingeschätzt worden. Nur etwa jede achte Tat tauche auch in der offiziellen Statistik rechtsmotivierter Straftaten auf. Klare Schwerpunktregionen dieser Straftaten sind laut Innenministerium die Städte Dresden und Zwickau sowie der Landkreis Zwickau. Sachsenweit wird die Zahl bekannter Reichsbürger aktuell auf etwa 1.050 Personen geschätzt.

17.47 Uhr: Mallorca darf nachts eine Stunde länger ausgehen

Angesichts sinkender Corona-Zahlen auf Mallorca soll die nächtliche Ausgangssperre ab Sonntag erst um Mitternacht beginnen. Eine Stunde mehr Zeit als bisher bleibt den Nachtschwärmern auf der bei Deutschen beliebte Urlaubsinsel damit. Regierungssprecher Iago Negueruela kündigte den Schritt am Montag in Palma an. Während der Ausgangssperre, die um 06 Uhr morgens endet, dürfen Einheimische wie Urlauber ihre Unterkunft nur aus triftigem Grund verlassen, etwa wegen Arbeit, eines Arztbesuches oder um zum Flughafen zu kommen.

Lockerungen gibt es auch bei den Bestimmungen zu privaten Treffen. Im Freien sind ab Sonntag dann Gruppen von bis zu acht Personen statt der bislang sechs erlaubt. In privaten Innenräumen bleibt es bei einer Obergrenze von höchstens sechs Personen, die dann aber künftig aus unterschiedlichen Haushalten kommen dürfen. Die neuen Regeln gelten vorerst für zwei Wochen und müssen noch vom Oberlandesgericht abgesegnet werden, eine Zustimmung galt aber als sicher. Unklar war, wie es mit der Gastronomie weitergeht.

Bars und Restaurants dürfen Kunden derzeit nur bis 22.30 Uhr und nur auf den Außenterrassen bedienen. Vorgesehen ist, dass ab nächster Woche unter Auflagen auch die Innenbereiche genutzt werden dürfen. Trotz steigender Gästezahlen blieb die Corona-Inzidenz auf der Baleareninsel vergleichsweise niedrig. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das regionale Gesundheitsministerium am Montag mit 18,97 an.

Kunden sitzen auf der Terrasse einer Bar in Palma de Mallorca. Außengastronomie kann jetzt zwischen 6 und 22:30 Uhr mit voller Kapazität öffnen, bald auch Innen.
Kunden sitzen auf der Terrasse einer Bar in Palma de Mallorca. Außengastronomie kann jetzt zwischen 6 und 22:30 Uhr mit voller Kapazität öffnen, bald auch Innen. © Clara Margais/dpa

17.29 Uhr: Viel zu viele Fans wollen zu Autogrammstunde in Moskau

Tausende Fans bei einer Autogrammstunde in der russischen Hauptstadt Moskau mitten in der Corona-Pandemie sind den Verantwortlichen dann doch zu viele gewesen. Bei dem Treffen mit Schauspielern des russischen Films "Major Grom: Der Pestdoktor" sei die Polizei eingeschritten, schrieb die Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta" am Montag. Tausende Menschen seien am Sonntag zu einem riesigen Kinderkaufhaus geströmt. Auf Bildern war zu sehen, wie zumeist Kinder und Jugendliche dicht gedrängt standen - viele ohne Mund-Nasen-Schutz. Vor dem Kaufhaus bildete sich eine lange Schlange.

Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein, weil Corona-Hygieneauflagen nicht eingehalten worden seien. Der Schauspieler Sergej Goroschko sagte nach dem Abbruch, dass sie solch einen riesigen Ansturm nicht erwartet hätten. Mehreren Menschen sei es in der Menge schlecht geworden. Der Film erzählt von einem Polizisten in St. Petersburg, der einen Mörder in der Maske eines Pestdoktors jagt. Grundlage für den Streifen ist eine Comic-Serie.

17.10 Uhr: Fördermittel für Orchester - Anreize für die Zeit nach der Pandemie

Die Bundesregierung unterstützt mit 7,4 Millionen Euro innovative Orchester in Deutschland. Gefördert würden unter anderen Projekte, die neue Wege in der Erarbeitung, Präsentation und Vermittlung von Musik beschreiten, teilte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Montag in Berlin mit. Bewerben könnten sich öffentlich und frei finanzierte Orchester und Ensembles. Die Förderung pro Orchester im Rahmen des Programms "Exzellente Orchesterlandschaft" betrage bis zu 400.000 Euro.

Die Fördermittel können den Angaben zufolge für einen Projektzeitraum bis zu zwei Jahren beantragt werden. Voraussetzung sei, dass die Projekte nicht der regulären Arbeit des Klangkörpers zuzurechnen seien. Damit würden für die Zeit nach der Pandemie Anreize und Freiräume für die Erprobung neuer Arbeitsweisen und Vermittlungsformen geschaffen, sagte Grütters. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung "unserer weltweit einzigartigen Musikkultur".

🔸 Unser Push-Service zum Coronavirus 🔸

Wie entwickelt sich die Lage weltweit und in Sachsen? Über unsere Push-Benachrichtigungen halten wir Sie über das aktuelle Geschehen in Sachen Coronavirus auf dem Laufenden. So abonnieren Sie den kostenlosen Push-Service.
(Leider nicht kompatibel für iPhone und iPad.)

16.46 Uhr: Laschet verteidigt verschiedene Öffnungsregelungen in Ländern

Der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat die unterschiedlichen Corona-Öffnungsregelungen in den Ländern über Pfingsten verteidigt. Wenn Inzidenzen sinken, müssten Grundrechtseinschränkungen zurückgenommen werden, sagte er am Montag in Berlin nach Beratungen der CDU-Spitzengremien. "Der Zeitpunkt ist jetzt da. Deshalb haben alle Länder sehr verantwortungsvoll Maßnahmen ergriffen, wie bestimmte Bereiche wieder geöffnet werden können", sagte Laschet. "Dass das in den Ländern unterschiedlich ist, ist doch mehr als sachgerecht. (...) Ich würde das nicht Flickenteppich nennen, sondern angemessene Antworten auf das Infektionsgeschehen."

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, verteidigt die unterschiedlichen Öffnungsstrategien in den Ländern.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, verteidigt die unterschiedlichen Öffnungsstrategien in den Ländern. © Fabrizio Bensch/Reuters/Pool/dpa (Archiv)

16.35 Uhr: Spahn für Ende der Impf-Priorisierung ab 7. Juni

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland soll ab dem 7. Juni keine festgelegte Reihenfolge mehr gelten. Die Priorisierung soll dann entfallen, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in Berlin nach einem entsprechenden Beschluss der Ressortchefs von Bund und Ländern sagte. "Damit sind alle Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren berechtigt, einen Impftermin zu vereinbaren", heißt es in einem Beschlussentwurf des Bundes für Beratungen mit den Gesundheitsministern der Länder am Montag. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Ab 7. Juni solle die Priorisierung bundesweit in Arztpraxen und den regionalen Impfzentren entfallen, heißt es in dem Vorschlag. Zugleich wird betont, dass aufgrund der aktuell erwarteten Liefermengen nicht gleich alle Impfwilligen bereits im Laufe des Juni geimpft werden könnten. "Die Impfkampagne wird wie angekündigt bis zum Ende des Sommers fortgesetzt werden müssen." Mehr zum Vorhaben des Ministers erfahren Sie hier.

16.17 Uhr: Polen beginnt mit Vergabe von Impfterminen für Minderjährige

Polen hat mit der Vergabe von Corona-Impfterminen für 16- und 17-Jährige begonnen. Mehr als 40 000 Teenager hätten sich bereits am ersten Tag registriert, sagte der Impfbeauftragte der Regierung, Michal Dworczyk, am Montag in Warschau. Das Interesse sei aber deutlich geringer als bei älteren Jahrgängen. Die Regierung werde in dieser Altersgruppe daher noch stärker für die Impfung werben. Die 16- und 17-Jährigen können sich seit Mitternacht für eine Impfung anmelden.

Rund 500.000 Teenager bekamen die dafür nötige elektronische Überweisung zugeschickt. Für die Vereinbarung eines Impftermins benötigen sie die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten. Nach Regierungsangaben wurden in Polen bislang insgesamt 15,9 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft, 4,6 Millionen davon vollständig. Polen hat knapp 38 Millionen Einwohner. Die Infektionszahlen gingen zuletzt deutlich zurück. Nach Angaben des

16.02 Uhr: Zweifacher Paralympics-Sieger Durst verzichtet auf Spiele in Tokio

Der zweifache Paralympics-Sieger Hans-Peter Durst verzichtet auf die Spiele im August in Tokio. Auf seiner Homepage nannte der 62 Jahre alte Radsportler drei Gründe für seine Absage: Gesundheitliche Bedenken vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, den "Respekt vor dem Gastgeberland" angesichts ablehnender Umfrage in Japan zu den Spielen und "ein kleines Zeichen der Solidarität" gegenüber jenen, die in der Pandemie um ihre Existenzen bangen.

Aus diesen Gründen hätte sich Durst offenbar eine komplette Absage der Spiele gewünscht. "Ich weiß, dass viele Top-Athleten Bauchgrummeln haben, und es wäre sicherlich hilfreich gewesen, wenn uns diese Entscheidung von anderer Stelle abgenommen worden wäre", sagte der Dortmunder den "Ruhr Nachrichten": "Mehr Transparenz und Ehrlichkeit in der Sportpolitik hätten sicher sehr geholfen. So habe ich jetzt für mich persönlich entschieden. Ich möchte damit niemandem einen Rat geben und verstehe jeden, der sich darauf freut."

Ein grundsätzlicher Rücktritt vom Sport sei das nicht. Durst lag nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall 1994 mehrere Monate im Koma. Er verlor seinen Gleichgewichtssinn, hat ein eingeschränktes Sehfeld auf beiden Augen, ein vermindertes Reaktionsvermögen und eine chronische Stoffwechselerkrankung. Bei den Spielen 2016 in Rio holte er Gold im Straßenrennen und im Zeitfahren. Zudem ist neunmaliger Weltmeister.

Hans-Peter Durst jubelt am 16. September 2016 über seine Goldmedaille im Radrennen bei den Olympischen Spielen in Rio De Janeiro.
Hans-Peter Durst jubelt am 16. September 2016 über seine Goldmedaille im Radrennen bei den Olympischen Spielen in Rio De Janeiro. © Jens Büttner/dpa-Zentralbild

15.46 Uhr: Digitale Händel-Festspiele ab Ende Mai

Nach ihrer abermaligen pandemiebedingten Absage bieten die Händel-Festspiele in Halle (Saale) Musikfans ab Ende Mai eine digitale Alternative. Kostenfrei stehen während des gesamten Festival-Zeitraums (28. Mai bis 13. Juni) online mehrere Festkonzerte mit namhaften Interpreten sowie zwei konzertante und eine szenische Opernaufführung zur Verfügung, wie das Händel-Haus in Halle am Montag mitteilte. Zu erleben ist demnach etwa eine neuzeitliche Erstaufführung von Händels Erfolgsoper "Giulio Cesare in Egitto" in der Fassung von 1725. Die musikalische Leitung liegt beim diesjährigen Händel-Preisträger Andrea Marcon.

Seine deutsche Erstaufführung feiert bei den Online-Festspielen das Opern-Pasticcio "Lucio Papirio dittatore", interpretiert vom englischen Orchester Opera Settecento unter Leo Duarte. Als besonderen Höhepunkt bezeichneten die Veranstalter eine szenische Aufführung der Händel-Oper "Ariodante" mit dem Mailänder Marionettentheater Carlo Colla & Figli.

15.27 Uhr: Eurowings sieht starken Anstieg der Buchungszahlen

Die Fluggesellschaft Eurowings sieht sich nach den Corona-Einschränkungen auf Kurs zu deutlich mehr Flugverkehr im Sommer. Man werde voraussichtlich Ende August oder Anfang September die geplanten 80 Flugzeuge in der Luft haben, sagte der Chef der Lufthansa-Tochter, Jens Bischof, am Montag in Köln. Das sei eine Verspätung um etwa vier Wochen. Aktuell seien rund 45 Flugzeuge unterwegs. Auch die Zahl der Buchungen habe sich parallel zu den Reise-Erleichterungen in den vergangenen zwei Wochen verdoppelt, erklärte der Airline-Chef.

An Spitzentagen verkaufe man wegen der gestiegenen Nachfrage von Privatleuten und Reiseveranstaltern aktuell mehr als 50.000 Tickets im Vergleich zu mehr als 80.000 Tickets in der Vorkrisenzeit. Für die kommenden vier Wochen habe man bereits 500 zusätzliche Flüge aufgelegt. Spitzenziel des größten deutschen Ferienfliegers bleibe Mallorca, das Eurowings im Sommer mehr als 300 Mal in der Woche anfliegen will.

15.06 Uhr: Nur 228 Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen sind nach Angaben des Sozialministeriums vom Montagnachmittag binnen eines Tages 228 Neuinfektionen sowie sieben weitere Todesfälle registriert. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche waren es 376 Neuinfektionen, am 17. April 1.108. Seit Beginn der Pandemie gibt es nun insgesamt 278.465 nachgewiesene Corona-Fälle in Sachsen sowie 9.382 Menschen, die an oder mit einer Covid-19-Erkrankung starben. Rund 256.500 Menschen gelten schätzungsweise als wieder genesen.

Sachsen hat weiter die zweithöchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland. Nach der Übersicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montag liegt der Freistaat mit 112,3 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen knapp hinter Thüringen (122,5). Der Erzgebirgskreis ist mit 228,4 bundesweiter Corona-Hotspot. Sechs Landkreise - Mittelsachsen, Görlitz, Zwickau, Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, Meißen und Bautzen - sowie Chemnitz liegen noch über der 100er Marke. Fünf Gebiete liegen inzwischen unter dieser Schwelle: Leipzig (56,5) und Dresden (82,6) sowie die Landkreise Leipzig (94,1), Nordsachsen (81,4) und der Vogtlandkreis (73,0).

14.57 Uhr: 7.500 Zuschauer beim Spiel von Hansa Rostock im Ostseestadion erlaubt

Zum letzten Saisonspiel des FC Hansa Rostock in der 3. Fußball-Liga gegen den VfB Lübeck werden am kommenden Samstag 7.500 Zuschauer im Ostseestadion zugelassen. "Es geht darum, mögliche Fanmassen vor dem Stadiongelände mit in das Stadion zu nehmen. Hier versprechen wir uns eine gezielte und bessere Lenkung von Zuschauerströmen", sagte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Montag in Schwerin. Das Kabinett werde am Dienstag eine Entscheidung treffen. Mehr dazu und was das mit Dresden zu tun hat, erfahren Sie hier.

Der 1. FC Union Berlin darf sein letztes Spiel in dieser Saison in der Fußball-Bundesliga erstmals seit Ende Oktober 2020 wieder vor Zuschauern austragen. Bis zu 2.000 Fans können bei der Begegnung gegen RB Leipzig am Samstag im Stadion An der Alten Försterei dabei sein, wenn die Inzidenzzahlen in der Hauptstadt auch in den kommenden Tagen so niedrig bleiben wie aktuell. Das bestätigte Martin Pallgen, Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Keine Fans dürfen dagegen zum Saisonabschluss ins Stadion des FC Bayern München (Beitrag 14.02 Uhr).

14.44 Uhr: Stiftung Lesen ruft zu mehr Leseförderung auf

Die Stiftung Lesen hat zu mehr Engagement bei der Leseförderung aufgerufen. Rund drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland könnten nicht richtig lesen, teilte die Stiftung am Montag in Mainz mit. Sie hätten deshalb oft Probleme im Unterricht und seien in der Berufswahl eingeschränkt. "Nur wenn wir die Leseförderung jetzt nachhaltig verbessern, können wir jedem Mädchen und Jungen Bildungschancen ermöglichen", erklärte der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, Jörg F. Maas. Dabei spiele das Vorlesen eine zentrale Rolle.

Der Lockdown während der Corona-Pandemie mit Kita- und Schulschließungen führe dazu, dass sich die Bildungsschere weiter öffne: zwischen Kindern, die gut lesen können, und jenen, denen es schwerfällt, hieß es weiter. Die Stiftung rief die politischen Parteien dazu auf, die Leseförderung und Bildung junger Menschen im Bundestagswahlkampf und danach zu einem wesentlichen Teil ihrer politischen Arbeit zu machen.

14.20 Uhr: Königin Máxima: Dank Corona mehr Zeit für Familie

Die niederländische Königin Máxima genießt einen Vorteil der Corona-Pandemie: Sie sei dankbar, dass sie mehr Zeit mit der Familie verbringen konnte, sagte Máxima in einem TV-Interview in Den Haag anlässlich ihres 50. Geburtstages am Montag. Vor allem für ihr Ehrenamt bei den Vereinten Nationen muss die Argentinierin viel reisen. "Ich muss sagen: Ich reiste ein bisschen zu viel vor Corona," räumte sie ein. "Ich bin heimlich auch ein bisschen froh, dass ich weniger reisen muss, vor allem, weil ja jetzt zwei Kinder aus dem Haus gehen. Dass ich jetzt so viel Zeit mit ihnen hatte, dafür bin ich echt sehr dankbar."

Kronprinzessin Amalia (17) will nach ihrem Abitur im Sommer ein Jahr lang reisen und Praktika machen. Und die zweite Tochter Alexia (15) wird im neuen Schuljahr ein Internat in Wales besuchen. Dann ist nur noch die jüngste Tochter Ariane (14) bei ihren Eltern im Palast in Den Haag zu Hause.

Wegen der Corona-Pandemie kann die königliche Familie den 50. von Máxima nicht groß feiern. Außerdem begannen am selben Tag auch noch für Amalia die Abiturprüfungen. "Wir werden auf bessere Zeiten warten", sagte die Königin. Das Wichtigste an ihrem Geburtstag sei, dass "ich älter werden darf und gesund bin".

König Willem-Alexander der Niederlande und Königin Maxima stehen mit ihren Töchtern Prinzessin Ariane (r), Prinzessin Alexia (M) und Prinzessin Amalia (l).
König Willem-Alexander der Niederlande und Königin Maxima stehen mit ihren Töchtern Prinzessin Ariane (r), Prinzessin Alexia (M) und Prinzessin Amalia (l). © Koen Van Weel/ANP/dpa

14.02 Uhr: Definitiv keine Zuschauer bei Saisonfinale des FC Bayern

Der FC Bayern München muss auch sein letztes Heimspiel der Saison ohne Zuschauer bestreiten. Nachdem Vereinsboss Karl-Heinz Rummenigge vor gut einer Woche den Wunsch nach einem Fan-Comeback geäußert hatte, erteilte diesem das Kreisverwaltungsreferat eine Absage. "Nach derzeitiger Rechtslage sind bis 02.06.2021 keine Spiele mit Zuschauer*innen möglich", teilte die Behörde der "Abendzeitung" am Montag mit. Eine Sonderregelung für den letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen den FC Augsburg komme nicht in Betracht. Damit bekommen einige Protagonisten des Rekordmeisters wie Trainer Hansi Flick oder die Abwehrspieler David Alaba, Jérôme Boateng und Javi Martinez auch keinen Abschied vor Zuschauern - sie alle werden die Bayern im Sommer verlassen. Außerdem wird es wie schon im Vorjahr wegen Corona keine Meisterfeier auf dem Rathausbalkon geben.

In der leeren Allianz Arena wird der Deutsche Meister Bayern München auch sein letztes Saisonspiel bestreiten.
In der leeren Allianz Arena wird der Deutsche Meister Bayern München auch sein letztes Saisonspiel bestreiten. © Matthias Balk/dpa

13.44 Uhr: Corona-Jahr 2020 hat Branchen in Sachsen unterschiedlich getroffen

Im Corona-Jahr 2020 haben sich die verschiedenen Branchen in Sachsen sehr unterschiedlich entwickelt. Während Gastgewerbe und Industrie einen kräftigen Umsatzrückgang hinnehmen mussten, steigerte der Einzelhandel seine Erlöse. Das geht aus dem Konjunkturbericht hervor, den das Statistische Landesamt in Kamenz am Montag veröffentlichte. Der Industrieumsatz ging demnach um 6 Prozent auf 57,2 Milliarden Euro zurück. Das sei das niedrigste Niveau seit 2014 gewesen, so das Landesamt. Der Wert der Exporte verringerte sich im Vergleich zu 2019 um 9 Prozent auf 36,8 Milliarden Euro. Sowohl in der Industrie als auch bei den Exporten habe es aber jeweils ein sehr starkes Schlussquartal gegeben, das die Vergleichswerte aus 2019 übertroffen habe.

Im Gastgewerbe betrug der Umsatzeinbruch 31 Prozent. Der Einzelhandelsumsatz legte um 6,7 Prozent zu. Auch das Bauhauptgewerbe kam vergleichsweise gut durch die Krise. Ein Gesamtumsatz von 6 Milliarden Euro bedeutete nur ein leichtes Minus von 0,8 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten auf dem Bau sei sogar um 1,5 Prozent gestiegen.

13.30 Uhr: Grundschulen gehen in zwei Landkreisen wieder in eingeschränkten Regelbetrieb

In den Landkreisen Vogtland und Nordsachsen können die Grundschulen von Mittwoch an wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gehen. Das teilte Sächsische Kultusministerium am Montag mit. Der jetzige Wechselunterricht an Grundschulen werde in Absprache mit den Landkreisen aufgehoben. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 gesunken ist, gelte nicht mehr die Bundesnotbremse, sondern die Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen. Für alle Schülerinnen und Schüler findet Unterricht dann wieder in Präsenz statt, aber in festen Gruppen und Klassen.

Dagegen gebe es keine Veränderungen für Kindertageseinrichtungen. Kinderkrippen und Kindergärten, hieß es in der Mitteilung. Die befinden sich demnach ohnehin bereits im eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen und Bezugspersonen. Gleiches gilt auch für die Horte. In den Kindertagespflegestellen könne nunmehr wieder Regelbetrieb stattfinden. Im Landkreis Meißen sollen ab Donnerstag die Schulen wieder für die ersten Schüler öffnen.

13.16 Uhr: Nur sechs Neuinfektionen in Dresden nachgewiesen

Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag lediglich sechs weitere Corona-Fälle gemeldet. Allerdings liegen die Werte zu Wochenbeginn aufgrund weniger Testungen meist niedriger als an anderen Tagen. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 29.829 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Die Zahl der Verstorbenen veränderte sich nicht - seit Pandemiebeginn sind 1.060 Opfer in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen. Sieben Patienten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Als genesen gelten mittlerweile 27.607 Dresdner - 110 mehr als am Sonntag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, sank seit dem Vortag von 83,7 auf 83,3. Für die Grenzwerte nach der Bundes-"Notbremse" sind allerdings Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend: Dort liegt der Wert für Dresden heute bei 82,6, tags zuvor waren es noch 79,9. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen oft von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

Janine Keith steht im Corona-Testzentrum in der Dresdner Sommerwirtschaft Neue Welt Paul Rackwitz und bereitet einen Corona-Schnelltest vor.
Janine Keith steht im Corona-Testzentrum in der Dresdner Sommerwirtschaft Neue Welt Paul Rackwitz und bereitet einen Corona-Schnelltest vor. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

13 Uhr: Ifo-Präsident warnt vor Vermögensteuer zur Corona-Finanzierung

Ifo-Präsident Clemens Fuest hat vor der Einführung einer Vermögensteuer gewarnt. Sie "wäre ein lautes Signal an alle Investoren, Deutschland als Standort zu meiden", und würde einen Aufschwung nach der Corona-Krise behindern, sagte er der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). Fast alle Industrieländer hätten sie abgeschafft. "Sie in Deutschland einzuführen, wäre ein riskanter steuerpolitischer Sonderweg." Deutschland könnte seine Corona-Kosten mit Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen auffangen.

"Kurzfristig sollte man aber höhere Verschuldung hinnehmen und die Finanz- und Steuerpolitik auf Wirtschaftswachstum ausrichten", dann "fällt die Bedienung der Schulden auch leichter", sagte Fuest. Eine von den führenden Wirtschaftsnationen (G20) ins Auge gefasste weltweite Steuerreform beurteilt er skeptisch. Es geht dabei um eine globale Mindeststeuer für international tätige Konzerne und Gewinnsteuern nicht nur am Firmensitz, sondern auch in den Ländern, wo die Einnahmen erzielt werden.

12.42 Uhr: Bundesbürger wollen neue Klimaschutz-, Flüchtlings- und Coronapolitik

Mehr als jeder zweite Bundesbürger wünscht sich einer aktuellen Umfrage zufolge eine neue Klimaschutz- und Flüchtlingspolitik. Rund 55 Prozent der Befragten sprachen sich für eine neue Politik in den Bereichen Umwelt- und Klimaschutz aus, wie die Bertelsmann Stiftung am Montag in Gütersloh erklärte. Fast ebenso viele Menschen wünschten sich eine neue Flüchtlings- und Integrationspolitik. 54 Prozent sprachen sich für eine andere Renten- und 53 Prozent für eine neue Bildungspolitik aus. Rund jeder zweite Befragte (52 Prozent) ist für einen Politikwechsel in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Deutlich weniger wichtig erscheine den Menschen ein Politikwechsel in der Finanzpolitik (rund 37 Prozent), erklärte die Stiftung das Umfrageergebnis.

Auch die bei der inneren Sicherheit (rund 35 Prozent) und in der Europapolitik (rund 25 Prozent) sprachen sich weniger Bürger für einen Wechsel aus. Deutliche Unterschiede zeigte die Umfragen zwischen West- und Ostdeutschland. In Westdeutschland liege der Wunsch einer neuen Klimapolitik mit 57 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt, erklärte die Stiftung. Im Osten Deutschlands sei dieser Wunsch mit knapp 48 Prozent deutlich niedriger. In den ostdeutschen Bundesländern wünschten sich hingegen fast zwei Drittel aller Bürger vor allem eine neue Flüchtlings- und Integrationspolitik (rund 66 Prozent) sowie eine neue Corona-Politik (65 Prozent). Auch der Wunsch nach einer neuen Bildungspolitik sei in Ostdeutschland mit fast 64 Prozent stärker als in Westdeutschland (knapp 50 Prozent).

12.22 Uhr: Corona-Zahlen in Indien sinken - Experte warnt vor zu wenigen Tests

Erstmals seit knapp einem Monat gibt es in Indien weniger als 300.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag. Insgesamt waren es in den vergangenen 24 Stunden mehr als 281.000 neue Corona-Fälle und 4.106 Tote im Zusammenhang mit Covid-19, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums am Montag zeigen. Am Montag gab auch bekannter indischer Virologe seinen Rücktritt von einem Regierungsgremium bekannt, das ein Konsortium von Laboren bei der Entdeckung von Mutationen berät. Das Konsortium hatte die ansteckendere indische Virusvariante B.1.617 gefunden, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestuft hat.

Zuvor hatte Shahid Jameel mehrfach das Corona-Management der Regierung kritisiert. In einem Meinungsartikel in der "New York Times" schrieb er vergangene Woche, dass Indien möglicherweise den Peak nicht richtig messen könne, weil zu wenig getestet werde. Zurzeit verbreitet sich das Coronavirus zunehmend in ländlichen Gebieten, wo es wenig Testmöglichkeiten gibt und mehr als die Hälfte der mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner leben. So dürfte die Dunkelziffer entsprechend hoch sein.

Eine an Covid-19 erkrankte Frau wird auf einer Rikscha zum Kolkata Medical College Hospital in Kolkata gebracht. Der Gründer einer Hilfsorganisation gab nun mehr als einem Dutzend Rikscha-Fahrer Schutzanzüge, Sauerstoffflaschen, Oximeter und weitere mediz
Eine an Covid-19 erkrankte Frau wird auf einer Rikscha zum Kolkata Medical College Hospital in Kolkata gebracht. Der Gründer einer Hilfsorganisation gab nun mehr als einem Dutzend Rikscha-Fahrer Schutzanzüge, Sauerstoffflaschen, Oximeter und weitere mediz © Avishek Das/SOPA Images via ZUMA Wire/dp

12.04 Uhr: FDP-Politiker fordert sächsischen Impfgipfel für mehr Tempo

Der Dresdner FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst hat das Impftempo im Freistaat kritisiert und einen sächsischen Impfgipfel gefordert. Sachsen sei bei den Erstimpfungen erneut Schlusslicht in ganz Deutschland, kritisierte Herbst am Montag. Angesichts der regional immer noch hohen Infektionszahlen in Sachsen forderte der FDP-Politiker mehr Tempo bei den Erstimpfungen. Zudem sollte es aus Sicht von Herbst einen Impfgipfel mit Vertretern von DRK, Haus- und Betriebsärzten, Krankenhäusern und kommunalen Entscheidungsträgern geben. "Ziel muss es sein, die vielen ungenutzten Impfdosen in Sachsen endlich schnell zu verabreichen."

In diesem Zusammenhang müsse auch darüber nachgedacht werden, die Zeitdauer zwischen Erst- und Zweitimpfung innerhalb des erlaubten Rahmens zu strecken, um mehr Erstimpfungen zu ermöglichen. Laut Übersicht des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Montag liegt die Quote für Erstimpfungen in Sachsen bei 32 Prozent - der Freistaat belegt damit im bundesweiten Vergleich knapp den letzten Platz. In Brandenburg ist die Quote mit 32,3 Prozent ähnlich. Der Bundesschnitt für Erstimpfungen liegt bei 37 Prozent. Bei den Zweitimpfungen liegt Sachsen dagegen nach wie vor mit einer Quote von 15 Prozent im bundesweiten Vergleich vorn - nur in Thüringen sind etwas mehr Menschen schon vollständig geimpft (15,1 Prozent). Bundesweit liegt die Quote bei 11,2 Prozent.

11.41 Uhr: Mehr als 40 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht

Die Impfzentren und Hausärzte in Deutschland haben bisher mehr als 40 Millionen Impfdosen verabreicht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 10:05 Uhr) wurden am Sonntag 268.750 Impfspritzen gesetzt. Wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mitteilte, sind damit 37 Prozent (30,8 Millionen) der Deutschen mindestens einmal und 11,2 Prozent (9,3 Millionen) vollständig geimpft.

Anteilig wurden davon laut RKI bisher in den Impfzentren 30 Millionen Dosen verabreicht, in den Arztpraxen waren es 10,1 Millionen. In der vergangenen Woche hatte es laut den Angaben am Mittwoch mit 1,38 Millionen gespritzten Dosen zudem einen Tagesrekord gegeben.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote jedoch. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften hat das Saarland mit 41,4 Prozent. Sachsen liegt mit 32 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

11.18 Uhr: Tschechien öffnet Impfung für alle ab 40 Jahren

In Tschechien können sich seit Montag alle Menschen ab 40 Jahren für einen Corona-Impftermin registrieren. Zu Beginn in der Nacht führte der große Andrang für knapp eine Stunde zum Kollaps des Online-Anmeldesystems. Inzwischen laufe wieder alles normal, teilten die Betreiber mit. Ministerpräsident Andrej Babis hatte die Nachfrage mit einem Tweet selbst angeheizt: "Ihr seid eine starke Altersgruppe und ich hoffe, dass ihr die Registrierung im Sturm nehmt", schrieb er kurz vor Mitternacht bei Twitter.

Zugleich warten mehr als 100.000 Senioren immer noch auf einen Impftermin bei ihrem Hausarzt. Die Impfzentren befinden sich fast ausschließlich in großen Städten. In Tschechien wurden nach offiziellen Angaben bereits mehr als 4,1 Millionen Einzeldosen verabreicht. Mehr als eine Million der knapp elf Millionen Einwohner ist vollständig geschützt.

Mit knapp 30.000 Corona-Todesfällen seit Pandemiebeginn zählt Tschechien zu den stark betroffenen Ländern in Europa. Inzwischen sind die Infektionszahlen stark gesunken. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich noch 71 Menschen je 100.000 Einwohner an. Am Montag öffnete die Außengastronomie, aber nur für Getestete, Geimpfte und Genesene mit einem Nachweis. Polizei und Gesundheitsämter sollen das kontrollieren.


11.00 Uhr: Weitere Impftermine in Sachsen verfügbar

Wie das Deutsche Rote Kreuz Sachsen via Twitter mitteilt, werden am heutigen Montag ab ca. 12 Uhr neue Impftermine auf Sachsens Online-Buchungsportal sachsen.impfterminvergabe.de freigeschaltet. Anders als bisher sollen nun immer regelmäßig montags, mittwochs und freitags neue Impftermine für die Impfzentren im Land vergeben werden.

10.40 Uhr: Erzgebirgskreis bundesweiter Corona-Hotspot

Sachsen hat bei rückläufiger Tendenz weiter die zweithöchste Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland. Der Erzgebirgskreis ist mit 228,4 und zusammen mit Schweinfurt (Bayern) bundesweiter Corona-Hotspot. Nach der Übersicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Montag liegt der Freistaat mit 112,3 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen hinter Thüringen (122,5).

Die Wocheninzidenz für das Land gab das RKI aktuell (Stand: 3.11 Uhr) mit 112,3 an. Sechs Landkreise - Mittelsachsen, Görlitz, Zwickau, Sächsische Schweiz/Osterzgebirge, Meißen und Bautzen - sowie die Stadt Chemnitz liegen noch über der 100er Marke. Fünf Gebiete liegen inzwischen unter dieser Schwelle: die Städte Leipzig (56,5) und Dresden (82,6) sowie die Landkreise Leipzig (94,1), Nordsachsen (81,4) und der Vogtlandkreis (73,0).

Das RKI wies für Sachsen binnen 24 Stunden 397 nachgewiesene Neuinfektionen und sechs weitere Todesfälle aus. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie im März 2020 im Freistaat 278.217 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 9.380 Patienten sind an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

10.30 Uhr: Ärzteverband warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung in Praxen

Die Chefin des Ärzteverbandes Marburger Bund, Susanne Johna, hat vor der Aufhebung der Impfpriorisierung in Arztpraxen gewarnt. Dadurch gebe es nicht mehr Impfstoff, "sondern einfach noch mehr Menschen, die um ein knappes Gut konkurrieren", sagte Johna am Montag im Deutschlandfunk. Wer besonders drängele komme dadurch möglicherweise früher zum Zug, als Menschen, die besonders geschützt werden müssen. Schon jetzt fühlten sich viele niedergelassene Ärzte "wie die letzte Mauer" bei der Impfstoffvergabe. In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen.

Die Impfpriorisierung habe nicht nur die Menschen vorgezogen, die ein Risiko hatten schwer zu erkranken - sondern habe auch Menschen mit einem geringeren Risiko eine Vorstellung davon gegeben, wann sie drankommen, sagte Johna. "Wenn ich jetzt gleichzeitig allen Menschen die Vorstellung gebe, sie könnten drankommen, gleichzeitig aber das Gut so knapp ist, dass das gar nicht möglich ist, führt das doch zu Frustration." Mit Blick auf möglicherweise verkürzte Impfabstände, um etwa früher in den Urlaub zu kommen, sagte Johna: "Das ist einfach medizinisch nicht sinnvoll und so dürfen wir mit dem knappen Gut nicht umgehen."

10.05 Uhr: Diese Lockerungen gelten aktuell für Urlauber in den Bundesländern

Viele Menschen sehnen sich nach Urlaub, doch in der Corona-Pandemie bleiben Möglichkeiten dazu weiterhin begrenzt. In welchen Bundesländern ist zu Pfingsten schon Tourismus möglich?

9.45 Uhr: Großbritannien lockert Corona-Restriktionen deutlich

Trotz Warnungen vor einer Ausbreitung einer sehr ansteckenden Variante des Coronavirus genießen die Menschen in weiten Teilen Großbritanniens wieder deutlich größere Freiheiten. Im größten Landesteil England dürfen sich seit Montag bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalte in geschlossenen Räumen treffen und müssen dabei auch keinen Abstand mehr halten. Im Freien sind sogar Treffen mit bis zu 30 Personen erlaubt. Umarmungen und Küsse zwischen Freunden und Verwandten sind wieder gestattet.

Museen, Zoos, Kinos, Theater und Sportstätten können ebenso öffnen wie Hotels und die Innengastronomie. Pubs und Restaurants dürfen aber nur am Tisch bedienen. Zudem ist Urlaub im Ausland wieder erlaubt. Allerdings ist eine Wiedereinreise nach Großbritannien ohne Quarantäne nur aus wenigen Ländern möglich, aus der EU steht nur Portugal auf dieser "grünen Liste". Wer aus Deutschland ankommt, muss sich weiterhin zehn Tage selbst isolieren und auf eigene Kosten zwei Corona-Tests machen.

Premierminister Boris Johnson rief die Bevölkerung zu einer "hohen Dosis Vorsicht" auf. Jeder müsse seinen Teil dazu beitragen, dass der Erfolg des jüngsten Lockdowns sowie des Impfprogramms nicht gefährdet werde, sagte der Regierungschef. Wissenschaftler warnten allerdings, die Lockerungen erfolgten in einem "gefährlichen Moment", da sich die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante in einigen Gegenden rasch ausbreite. Gesundheitsminister Matt Hancock schloss regionale Lockdowns mit Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in betroffenen Regionen wie Bolton und Blackburn in Mittelengland nicht aus.

Bisher plant die Regierung, am 21. Juni alle Corona-Restriktionen aufzuheben. Das soll nun aber am 14. Juni noch einmal überprüft werden.

Großbritannien, Newcastle: Eine Kellnerin bringt zwei Gästen im Mile Castle Pub eine Mahlzeit an den Tisch. Die Menschen in weiten Teilen Großbritanniens haben wieder deutlich größere Freiheiten.
Großbritannien, Newcastle: Eine Kellnerin bringt zwei Gästen im Mile Castle Pub eine Mahlzeit an den Tisch. Die Menschen in weiten Teilen Großbritanniens haben wieder deutlich größere Freiheiten. © Owen Humphreys/PA Wire/dpa

9.17 Uhr: Ifo: Staat fing vier Fünftel des Einkommensverlusts durch Corona auf

Der Staat hat einen Großteil der finanziellen Verluste der Bundesbürger durch Corona ausgeglichen. Rund 80 Prozent des «Einkommensschocks» seien abgefedert worden, schreiben die Autoren einer am Montag veröffentlichten Studie des Ifo-Instituts und des Joint Research Centers der Europäischen Kommission. Dabei hätten die Menschen quer durch alle Einkommensschichten ähnlich profitiert.

"Es ist gelungen, den Anstieg von Einkommensungleichheit und das Armutsrisiko abzufedern", sagt Andreas Peichl, Leiter des Ifo-Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. Laut Ifo haben unter anderem die Corona-Zuwendungen für Familien und die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes dazu beigetragen, die Bruttoerwerbseinkommen in Deutschland zu stabilisieren. Statt um knapp 5 Prozent sanken sie demnach nur um rund 0,8 Prozent. Zu den Corona-Sondermaßnahmen zählt das Institut unter anderem den Kinderbonus von 300 Euro und die Anhebung des steuerliche Entlastungsbetrags für Alleinerziehende auf 4.008 Euro.

Allerdings mahnt Peichl auch mit Blick in die nähere Zukunft: Da einige der Maßnahmen bereits ausgelaufen oder reduziert worden seien, oder ausliefen, sei davon auszugehen, «dass einkommensschwächere Haushalte negativ betroffen bleiben, solange die Pandemie nicht gestoppt ist. Daher erscheint es erforderlich, weitere Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und zum Ausgleich für die Pandemie-Verlierer zu treffen.»

8.24 Uhr: Kaum Fälle von Grippe oder Erkältungen in Sachsen

Durch Grippe und Erkältung sind die Ausfallzeiten in den ersten drei Monaten eines Jahres normalerweise besonders hoch. Doch in diesem Jahr ist das anders. So meldet die Techniker-Krankenkasse in Sachsen für das erste Quartal einen Krankenstand von 3,8 Prozent – so wenig wie seit 13 Jahren nicht mehr. 2020 lag er bei 5,3 Prozent. Am Lockdown allein lag das nicht, sagen Fachleute.

7.35 Uhr: In Dresden wird das Leben ab Mittwoch wieder etwas lockerer

Nach Leipzig wird nun auch Dresden die Corona-Notbremse lösen. Die Wocheninzidenz hat es fünf Werktage hintereinander unter die kritische Marke von 100 geschafft, teilte das Robert-Koch-Institut am Montagmorgen mit. Damit tritt das Infektionsschutzgesetz in der Landeshauptstadt an diesem Mittwoch außer Kraft. Wer denkt, nun wäre alles wieder beim Alten, der irrt sich jedoch. Denn abgelöst wird die Notbremse durch die sächsische Corona-Schutzverordnung. Was also gilt ab Mittwoch?

In Dresden kann man ab Mittwoch wieder seinen Kaffee in der Außengastronomie genießen - unter Auflagen und wenn das Wetter mitspielt.
In Dresden kann man ab Mittwoch wieder seinen Kaffee in der Außengastronomie genießen - unter Auflagen und wenn das Wetter mitspielt. © Sebastian Kahnert/dpa

6.55 Uhr: Britische Theaterszene erwacht langsam wieder zum Leben

Nach etlichen Monaten des Stillstands macht die britische Theaterszene erste Schritte Richtung Normalität. "Montag ist ein Moment der Aufregung", sagte Julian Bird von der Society of London Theatre vor der Öffnung erster Häuser am 17. Mai. "Es ist der Beginn der Erholung." Ab dieser Woche dürfen Theater und Kinos in England sowohl drinnen als auch draußen wieder Publikum empfangen - vorausgesetzt, sie nutzen nur die Hälfte ihrer eigentlichen Kapazitäten, um Abstand zu ermöglichen.

Dies bedeute, dass zunächst nur kleinere Produktionen zu sehen sein werden, so Bird. Für die großen Shows im Londoner West End rentiere es sich nicht, vor einem so kleinen Publikum zu spielen. Musicals wie "Mary Poppins" oder "Hamilton" werden daher erst später im Sommer wieder zu sehen sein. Die Beteiligten hoffen darauf, dass mit den derzeit für den 21. Juni angepeilten weiteren Lockerungen dann die Abstandsregeln gelockert und mehr Publikum erlaubt sein wird.

"Die nächsten Wochen werden finanziell schwierig", sagte Bird. Mieten und Honorare müssten weiter bezahlt werden - auch bei reduzierter Gästezahl. "Aber es bringt viele Leute wieder in Arbeit, viele Freischaffende, Selbstständige, Schauspieler, Musiker, die wieder arbeiten und Geld verdienen können." Gerade von ihnen seien viele in den vergangenen Monaten durch die Netze staatlicher Unterstützungsmaßnahmen gefallen.

6.22 Uhr: Impfpriorisierungen enden in einigen Ländern

In mehreren Bundesländern endet in dieser Woche die Priorisierung bei den Corona-Impfungen in Arztpraxen. Baden-Württemberg und Berlin beginnen an diesem Montag, Bayern folgt voraussichtlich im Laufe der Woche, Sachsen am 24. Mai. Allerdings dürfte vielerorts noch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehen, um allen Impfwilligen auch schnell einen Impftermin anbieten zu können. In den Impfzentren bleibt die Priorisierung noch bestehen.

5.25 Uhr: RKI registriert 5.412 Corona-Neuinfektionen und 64 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5.412 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6.922 Ansteckungen gelegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im Lagebericht des RKI vom Sonntag. "Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden."

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 83,1 (Vortag: 83,1; Vorwoche: 119,1). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 64 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 54 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.598.846 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.300.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 86.160.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntag bei 0,82 (Vortag: 0,84). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

5.10 Uhr: Schleswig-Holstein öffnet sich Touristen

Schleswig-Holstein, Scharbeutz: Eine Frau joggt am Strand entlang. Schleswig-Holstein öffnet heute unter Auflagen für Touristen.
Schleswig-Holstein, Scharbeutz: Eine Frau joggt am Strand entlang. Schleswig-Holstein öffnet heute unter Auflagen für Touristen. © Georg Wendt/dpa

Corona-Pandemie: Das passierte am Sonntag

17.50 Uhr: Umfrage: Fast drei Viertel wollen sich impfen lassen

Seit dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland vor fast fünf Monaten ist die Impfbereitschaft deutlich gestiegen. Fast drei Viertel der Deutschen über 18 Jahre wollen sich nach einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nun gegen das Coronavirus immunisieren lassen. 36 Prozent der Befragten haben sich schon mindestens einmal impfen lassen. Weitere 38 Prozent haben vor, das noch zu tun. Zusammen sind das 74 Prozent. Kurz vor Beginn der Impfkampagne am 27. Dezember hatten sich erst 65 Prozent für eine Impfung entschieden. 19 Prozent lehnten die Immunisierung damals ab, jetzt sind es nur noch 15 Prozent. Der Anteil der Unentschlossenen ist seit Ende Dezember von 16 auf 11 Prozent gesunken.

Die Bundesregierung wirbt dafür, dass sich möglichst viele Menschen in Deutschland immunisieren lassen. Damit soll eine sogenannte Herdenimmunität erreicht werden, die auch diejenigen vor Ansteckung schützt, die nicht geimpft sind. Nach unterschiedlichen Einschätzungen von Forschern ist dafür eine Impfquote zwischen 60 und 80 Prozent notwendig. Nach offiziellen Angaben haben bis zum Samstag 30,4 Millionen Menschen in Deutschland mindestens eine Corona-Impfung erhalten. Das sind 36,5 Prozent der Gesamtbevölkerung.

17.11 Uhr: Porsche macht das Homeoffice für Mitarbeiter zur Regel

Der Sportwagenbauer Porsche stellt seine Arbeitswelt deutlich um und gewährt Mitarbeitern mehr Möglichkeiten für mobiles Arbeiten. Künftig sei es möglich, an bis zu zwölf Tagen im Monat mobil zu arbeiten, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Automobilunternehmens am Sonntag. Betriebsrat und Geschäftsleitung hätten sich entsprechend geeinigt, bestätigte er einen Bericht der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ/Montag).

Mit dem Start ins mobile Arbeiten sollen Porsche-Mitarbeiter ein Technik-Paket erhalten, unter anderem mit einem großen Bildschirm. Einige Bereiche vor allem in der Produktion und Gastronomie seien aber von der zum 1. Mai geschlossen Vereinbarung ausgenommen, teilte Porsche mit. Bis mindestens Ende Juni arbeiteten Porsche-Mitarbeiter nach einer pandemiebedingte Ausnahmeregelung aber eh an fünf Tagen in der Woche zu Hause.

16.34 Uhr: Grüne für zwei Corona-Testwochen vor den Sommerferien

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt warnt vor Rückschlägen in der Corona-Pandemie durch eine Reisewelle im Sommer und fordert daher zwei bundesweite Testwochen vor den Sommerferien für alle Regionen mit weiterhin hohen Corona-Zahlen. "In diesen zwei Wochen sollen alle Menschen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz über 50 drei Selbsttests für zu Hause zugesandt bekommen", sagte Göring-Eckardt dem Berliner "Tagesspiegel". „So kann die Inzidenz dort weiter gedrückt werden, bevor durch die Ferien die Mobilität auch innerhalb von Deutschland wieder steigt,“ so Göring-Eckardt.

16.06 Uhr: Polizeieinsatz zum Dynamo-Aufstieg in Dresden

Überschattet von Fan-Ausschreitungen außerhalb des Stadions ist Dynamo Dresden zum vierten Mal nach 2004, 2011 und 2016 in die 2. Fußball-Bundesliga aufgestiegen. Ein 4:0 am Sonntag gegen Türkgücü München reichte, um die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus perfekt zu machen. Schon lange vor dem Anpfiff hatte die Polizei das Umfeld des Stadions großflächig abgesichert, da trotz Corona ein Massenandrang von Fans vor dem Stadion befürchtete.

Die Polizei sprach in der ersten Spielhälfte von einer "noch nicht angespannten Lage" - auch wenn viele Fußballfans sich nicht an Corona-Maßnahmen wie Maskenplicht oder Abstand hielten. Ab der 70. Minute eskalierte die Situation um das Stadion. Anhänger des Vereins attackierten die Polizei mit Pyrotechnik und versuchten die Absperrungen mit Gewalt zu durchbrechen. Die Beamten fuhren Wasserwerfer auf und setzten Tränengas ein. Mehr dazu im Ticker zum Spiel

Die Fans von Dynamo Dresden feiern im Großen Garten.
Die Fans von Dynamo Dresden feiern im Großen Garten. © dpa/Sebastian Kahnert

15.21 Uhr: Wieder steigende Corona-Infektionszahlen in Moskau

In der russischen Hauptstadt Moskau wächst die Sorge vor wieder deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen. In den vergangenen sieben Tagen habe es insgesamt etwa 20.000 neue Fälle gegeben - so viele wie seit Mitte Januar nicht mehr, meldete die Staatsagentur Tass am Sonntag. Gegenüber der Vorwoche seien das 17 Prozent mehr Infektionen gewesen. Die russischen Behörden meldeten am Sonntag landesweit rund 8.500 Neuinfektionen. Damit entfällt gut ein Drittel aller Fälle auf Europas größte Metropole. Nach den Mai-Feiertagen sind den Angaben nach zudem wieder mehr Menschen mit einer Corona-Erkrankung in Krankenhäuser eingeliefert worden - nach etwa 1.000 pro Tag Ende April seien es nun bis zu 1.300 neue Patienten.

Bürgermeister Sergej Sobjanin bezeichnete die Lage aber als insgesamt stabil. Im Staatsfernsehen rief er zu Impfungen auf. Dies sei nun auch in etwa 40 Parks in der Hauptstadt möglich. Neben Polikliniken werden Impfungen etwa in großen Einkaufszentren angeboten. Umfragen sehen aber eine große Impfmüdigkeit in Russland. In der Millionenstadt Moskau seien bereits mehr als 1,3 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, sagte Sobjanin.

14.38 Uhr: Trotz Corona viele Fans am Dresdner Stadion

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei das letzte Heimspiel von Fußball-Drittligist Dynamo Dresden gegen Türkgücü München abgesichert. Da Dynamo mit einem Sieg den Wiederaufstieg in die 2. Liga perfekt machen würde, hatten Polizei und Stadt einen Massenandrang von Fans vor dem Stadion befürchtet. Obwohl der Verein vor der Partie genau wie Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an die Anhänger appelliert hatte, nicht zum Stadion zu kommen und zu Hause zu bleiben, versammelten sich viele Fans um die Spielstätte. Alles zum möglichen Aufstieg im Liveticker

14.25 Uhr: Knapp 400 Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen wurden nach Angaben des Sozialministeriums vom Sonntagnachmittag binnen eines Tages 397 Neuinfektionen sowie sechs weitere Todesfälle registriert. Zum Vergleich: Vor genau einer Woche waren es 639 Neuinfektionen, am 16. April 1.746. Seit Beginn der Pandemie gibt es nun insgesamt 278.237 nachgewiesene Corona-Fälle in Sachsen sowie 9.375 Menschen, die an oder mit einer Covid-19-Erkrankung starben. Rund 255.750 Menschen gelten schätzungsweise als wieder genesen.

Besonders von der Pandemie betroffen ist weiterhin der Erzgebirgskreis, wo es innerhalb der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner 222,1 Neuinfektionen gab. Der niedrigste Wert dieser Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell in der Stadt Leipzig (58,5). Für den gesamten Freistaat wird die Inzidenz mit 111,5 (Samstag: 122,6) beziffert, deutschlandweit beträgt sie laut Robert Koch-Institut (RKI) durchschnittlich 83,1. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen meist von denen der Ministerien der Länder und denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

14.02 Uhr: Flugverbindungen von Sachsen nach Griechenland aufgenommen

Die Flughäfen Leipzig-Halle und Dresden sind seit Sonntag wieder mit Zielen in Griechenland verbunden. Wie die Mitteldeutsche Flughafen AG mitteilte, fliegt die Freebird Airlines Europe unter anderem im Auftrag des Reisekonzerns Tui die griechischen Inseln Kreta, Kos und Rhodos an. Sundair verbindet Dresden mit Rhodos und Heraklion (Kreta). Kos und Korfu ergänzen ab dem 3. beziehungsweise 29. Juni den Flugplan. Welche Regeln bei der Einreise gelten, lesen Sie im Artikel Von Sachsen geht es wieder in die Ägäis

13.09 Uhr: Mehrheit der Japaner für Olympia-Absage

Die Mehrheit der Japaner ist einer Umfrage zufolge weiter dafür, die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Corona-Pandemie abzusagen. Dies befürworteten 59,7 Prozent der Befragten, wie am Sonntag aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur Kyodo News hervorging. 25,2 Prozent der Japaner waren demnach dafür, die Spiele ohne Publikum abzuhalten. 12,6 Prozent meinten, das Event solle mit einer begrenzten Anzahl an Zuschauern stattfinden. In früheren Umfragen war die kritische Mehrheit ähnlich groß - oder sogar noch deutlicher. 72 Prozent der Japaner hatten sich Mitte April laut Kyodo News für die Absage oder Verschiebung der Olympischen Spiele und Paralympics ausgesprochen.

Die Olympischen Spiele waren wegen der Corona-Krise bereits um ein Jahr verlegt worden, der Start ist nun für den 23. Juli geplant. Im Juni wollen Japans Olympia-Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) über die Anzahl zugelassener Zuschauer an den jeweiligen Austragungsorten entscheiden.

12.14 Uhr: Nur wenige Neuinfektionen in Dresden nachgewiesen

Die Gesundheitsbehörden der Landeshauptstadt haben heute Mittag 21 weitere Corona-Fälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind nun insgesamt 29.823 Menschen in Dresden positiv getestet worden. Die Zahl der Verstorbenen veränderte sich nicht - seit Pandemiebeginn sind 1.060 Opfer in Zusammenhang mit der Viruserkrankung zu beklagen. Ein Patient musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Als genesen gelten mittlerweile 27.497 Dresdner - 22 mehr als am Samstag.

Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der neuen Corona-Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage, stieg seit dem Vortag von 82,8 auf 83,7 an. Für die Grenzwerte nach der Bundes-"Notbremse" sind allerdings Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) bindend: Dort liegt der Wert für Dresden heute bei 79,9, tags zuvor waren es noch 74,9. Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen oft von denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab.

11.24 Uhr: Mietwagen werden wohl deutlich teurer

Mietwagen in Urlaubsregionen könnten in der anstehenden Reisesaison deutlich teurer werden. Sowohl Anbieter als auch Vergleichsportale machen entsprechende Anzeichen aus. Mit den aktuellen Lockerungen für den Tourismus in einigen Ländern und Regionen ziehen teilweise schon jetzt die Preise an. Treiber sind zwei Entwicklungen in der Corona-Krise: Zum einen nimmt die Nachfrage angesichts der beginnenden und erwarteten Corona-Lockerungen und der anstehenden Reisesaison kräftig zu. Zum anderen ist das Angebot begrenzt, weil die Vermieter in der Krise sparen mussten. Mehr dazu im Artikel Bei Mietwagen droht ein Preissprung

11.01 Uhr: Schlagstock im Impfzentrum Löbau sichergestellt

Am Samstagmittag wurde die Polizei ins Löbauer Corona-Impfzentrum gerufen. Grund: Während der Einlasskontrolle hatte der Sicherheitsdienst bei einem 45-jährigen Mann einen Teleskopschlagstock und ein Taschenmesser gefunden. Da sich der Mann nicht ausweisen wollte, wurde die Polizei zur Unterstützung gerufen, teilten die Beamten am Sonntag mit. Die Einsatzkräfte nahmen die Personalien des Mannes auf und stellten Schlagstock und Messer sicher. Wegen des dreiteiligen Teleskopschlagstockes erwartet ihn nun ein Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

10.12 Uhr: Sachsen-Inzidenz auf 111,5 gesunken

Die Rate der Corona-Neuinfektionen in Sachsen ist erneut gesunken: Das Robert Koch-Institut (RKI) vermeldet nun eine Sieben-Tage-Inzidenz für den Freistaat von 111,5, tags zuvor waren es noch 122,6. Die Zahl gibt an, wie viele von 100.000 Einwohnern sich an den letzten sieben Kalendertagen infiziert haben. Vor einer Woche betrug die Wocheninzidenz im Freistaat noch 172,8, am 16. April - also vor einem Monat - lag die Zahl bei 229,5. Außer Sachsen liegen derzeit nur noch zwei Bundesländer über der 100er-Grenze: Für Thüringen wird ein Wert von 127,5 gemeldet, Baden-Württemberg registriert 102,3.

Die höchste Inzidenz der 13 Regionen in Sachsen hat mit 222,1 der Erzgebirgskreis, die meisten anderen Gebiete sind auf Werte unter 200 gesunken. Drei Kreise und zwei kreisfreie Städte liegen am Sonntag unter der 100er-Grenze, die für Lockerungen nach der Bundes-Notbremse besondere Bedeutung hat. Neben den zwei kreisfreien Städten Leipzig (58,5) und Dresden (79,9) sind das der Vogtlandkreis (73,9), der Landkreis Leipzig (87,9) und der Kreis Nordsachsen (80,4). Die RKI-Werte weichen allerdings aufgrund von Meldeverzögerungen meist von denen der Ministerien der Länder und denen der örtlichen Gesundheitsbehörden ab. Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es vom RKI.

9.26 Uhr: Stiko: Spätestens 2022 Auffrischung des Impfschutzes nötig

Die Bürger in Deutschland müssen sich nach Ansicht der Ständigen Impfkommission (Stiko) wohl spätestens im nächsten Jahr erneut gegen das Coronavirus impfen lassen. "Das Virus wird uns nicht wieder verlassen. Die aktuellen Corona-Impfungen werden deswegen nicht die letzten sein", sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Grundsätzlich müssen wir uns darauf einstellen, dass möglicherweise im nächsten Jahr alle ihren Impfschutz auffrischen müssen."

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet damit, dass die Immunität nach einer Impfung rund sechs Monate hält. Die erste Auffrischung werde deshalb für einige bereits im Herbst fällig sein, sagte er den Funke-Zeitungen. Sollten sich in Deutschland Mutationen verbreiten, gegen die die aktuellen Impfstoffe nicht so stark wirksam seien, müsse man möglicherweise auch schon früher mit einem angepassten Impfstoff beginnen. Gegen die südafrikanische Variante etwa wirkten die Vakzine von Astrazeneca und Johnson & Johnson nicht so gut. "Sollte sich diese Variante bei uns stark verbreiten, sollten die betroffenen Personen dann als erste besser immunisiert werden."

Mertens wies darauf hin, dass die Hersteller nach eigener Aussage bereits an modifizierten Impfstoffen arbeiten, die gegen relevante derzeit bekannte Mutanten wirksam sein sollen. Nach Angaben des Stiko-Chefs ist es zudem denkbar, dass der Impfschutz bei einzelnen Gruppen bereits wieder nachlässt oder generell zu schwach ist. Das könne einzelne Altersgruppen betreffen oder auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Bei Patienten, deren Immunabwehr medikamentös gesteuert werde, könnte es sein, dass bereits kurzfristig eine dritte Dosis nötig sei, so Mertens.

8.48 Uhr: Italiens Ex-Regierungschef Berlusconi verlässt das Krankenhaus

Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist nach Angaben seiner Partei aus dem Krankenhaus in Mailand wieder entlassen worden. Der 84-Jährige, der an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung von 2020 leidet, war dort seit Anfang der Woche behandelt worden. Wie der Vizechef seiner Partei Forza Italia, Antonio Tajani, am Samstagabend auf Facebook mitteilte, will sich Berlusconi zu Hause in Arcore in der Lombardei weiter erholen. Der Chef der in Rom mitregierenden Forza hatte sich im September mit dem Coronavirus angesteckt.

Berlusconi war im Laufe des Jahres wiederholt in der San Raffaele Klinik gewesen. Am Freitag hatte es in sozialen Netzwerken und in Rom deswegen sogar Gerüchte gegeben, dass der Medien-Unternehmer im Sterben liegen könnte. Seine Partei hatte das vehement dementiert, und auch Berlusconis Arzt sah sich veranlasst einzugreifen und die Welle im Netz zu stoppen: Professor Alberto Zangrillo schrieb am Freitagnachmittag auf Twitter, dass es allen seinen Patienten gut gehe.

8.09 Uhr: Umfrage: Deutsche bei Hotelöffnungen noch gespalten

Kurz vor Pfingsten sind die Deutschen bei der Frage nach der Öffnung von Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen noch gespalten. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sind 43 Prozent dafür, Beherbergungsbetriebe unabhängig von den Corona-Infektionszahlen sofort bundesweit unter bestimmten Auflagen wie Testpflichten zu öffnen. 31 Prozent meinen dagegen, Hotelöffnungen sollten von den Infektionszahlen in den jeweiligen Regionen abhängig gemacht werden. 14 Prozent meinen, die Unterkünfte sollten für Touristen noch geschlossen bleiben.

Bisher sind Hotels nur vereinzelt für Touristen geöffnet, etwa in einigen Modellregionen in Schleswig-Holstein. In der nächsten Woche sollen weitere Öffnungsschritte in Schleswig-Holstein, aber zum Beispiel auch in Bayern folgen. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dringt auf einen konkreten Zeitplan für die Öffnung von Gaststätten und Beherbergungsbetrieben, um mehr Planungssicherheit zu erhalten.

Sonntag, 7.53 Uhr: 8.500 Corona-Neuinfektionen und 71 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 8.500 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.656 gelegen. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei laut RKI zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag bundesweit bei 83,1 (Vortag: 87,3; Vorwoche: 118,6). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 71 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 127 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.593.434 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.286.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 86.096.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 0,84 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken.

Corona-Pandemie: Das geschah am Sonnabend

18.15 Uhr: Maas erteilt "Impfstoffdiplomatie" Absage

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bei einer Diskussion über internationale Gesundheitspolitik der "Impfstoffdiplomatie" eine Absage erteilt. Sie orientiere sich eher an "den Interessen von Ländern, die Impfstoffe zur Verfügung stellen als an denen von Ländern, die dringen auf Impfstoffe angewiesen sind", sagte er am Samstag auf dem Ökumenischen Kirchentag in Frankfurt. Es gebe Staaten, die so versuchten, ihren geopolitischen Einfluss zu erhöhen, sagte er mit Blick auf Russland und China.

"Impfstoffnationalismus ist nicht der richtige Weg", betonte Maas. Der Kampf gegen die Pandemie könne nur global gewonnen werden. "Langfristig werden wir das nur hinbekommen, wenn auch alle um uns herum das hinbekommen", verteidigte er die Entscheidung, bei der Impfstoffbestellung einen gemeinsamen europäischen Weg zu gehen.

17.20 Uhr: Polizei setzt Demo-Verbot für "Querdenker" in Dresden durch

Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Samstag in Dresden ein Demonstrationsverbot für "Querdenker" durchgesetzt. Überall auf Plätzen und Straßen in der Innenstadt waren Beamte präsent, Straßen rund um den Landtag gesperrt. Für den Fall der Fälle standen Wasserwerfer bereit. Nach Angaben der Polizei blieb die Lage bis zum späten Nachmittag entspannt. Bei unbeständigem Wetter mit mehrere Regengüssen waren ohnehin nur wenige Leute unterwegs.

Ein weiterer Großeinsatz steht der Dresdner Polizei am Sonntag bevor. Dann hat Fußball-Drittligist Dynamo Dresden sein letztes Heimspiel der Saison gegen Türkgücü München.

16.35 Uhr: Polen öffnet Außengastronomie und lockert Maskenpflicht

In Polen hat nach mehr als sechs Monaten die Außengastronomie wieder geöffnet. Die Kunden dürfen nur jeden zweiten Tisch besetzen, wie die Agentur PAP am Samstag berichtete. In vielen großen Städten feierten die Menschen die Wiedereröffnung der Bars und Restaurants bereits in der Nacht zum Samstag im Freien. "Wir wollten nach dem Vorbild anderer europäischer Länder um Mitternacht unser Glas erheben, um die Öffnung nach vielen Monaten zu feiern", sagte ein Barbesitzer in Krakau (Krakow). Bei sonnigem Wetter füllten sich die Café-Terrassen auch im Laufe des Tages wieder.

Im Freien müssen die Menschen nun keine Masken mehr tragen, wenn sie im öffentlichen Raum einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen einhalten können. Die Maskenpflicht gilt indes weiter in Bus und Bahn, in Geschäften und den meisten öffentlichen Gebäuden. "Wir sollten immer eine Maske dabeihaben, für den Fall, dass wir in Innenräume gehen", betonte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Die Behörden meldeten am Samstag 2.896 Corona-Neuinfektionen und 298 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden. Seit Beginn der Pandemie starben in Polen mehr als 71.600 Menschen. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 38 Millionen Einwohner. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach aktuellen Zahlen bei rund 65.

Menschen sitzen in Warschau vor einer Bar. Ab dem 15. Mai ist in Polen die Maskenpflicht im öffentlichen Raum aufgehoben.
Menschen sitzen in Warschau vor einer Bar. Ab dem 15. Mai ist in Polen die Maskenpflicht im öffentlichen Raum aufgehoben. © ZUMA Wire

15.50 Uhr: Weniger als 400 neue Infektionen in Sachsen

Sachsens Gesundheitsministerium hat am Samstag 395 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Das sind deutlich weniger als in der Vorwoche, wo 853 neue Fälle gezählt wurden. Zwei weitere Personen sind in Sachsen gestorben. Damit liegt die Zahl der Gesamttodesfälle nun bei 9.369.

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen lag am Samstag 122,6, ein Rückgang im Vergleich zum Vortag (134). Mit dem Landkreis Mittelsachsen (238,1) und dem Erzgebirgskreis (236,8) liegen zwei der drei bundesweit am stärksten betroffenen Regionen im Freistaat.

15.05 Uhr: Deutsche dürfen wieder in Portugal Urlaub machen

Besucher aus Deutschland und aus anderen EU-Ländern mit einer relativ guten Corona-Lage dürfen ab Montag wieder auch zu touristischen Zwecken in Portugal einreisen. Die bisher geltenden Einreisebeschränkungen werden für Bürger aus EU-Staaten mit einer 14-Tage-Inzidenz von weniger als 500 nicht mehr verlängert, teilte das Innenministerium am Samstag in Lissabon mit. Die Lockerungen gelten auch für die assoziierten Mitglieder des Schengenraums Norwegen, Schweiz, Liechtenstein und Island sowie für Großbritannien. Alle Einreisenden über zwei Jahren müssen aber weiterhin einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf.

Von dieser Lockerung für Einreisen auf dem Luft- oder Seeweg sind den Angaben zufolge Länder mit 500 oder mehr Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen ausgenommen. Dazu gehören Kroatien, Zypern, Litauen, die Niederlande und Schweden. Aus diesen EU-Ländern darf man noch mindestens bis Ende Mai nur mit triftigem Grund einreisen.

Der ehemalige Corona-Hotspot hat derzeit nach Island die niedrigsten Infektionswerte Europas. Der Ausnahmezustand zur Eindämmung der Pandemie ging am 1. Mai nach rund fünfeinhalb Monaten zu Ende.

14.20 Uhr: Kretschmer erwägt mehr Freiheiten bereits nach erster Impfung

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) fordert mehr Freiheiten beim Reisen auch für Bürger, die bisher nur eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs Astrazeneca erhalten haben. "Wir alle wollen in den Sommerurlaub fahren. Eine Erleichterung kann ich mir sehr gut vorstellen: Wer mit Astrazeneca geimpft wird, sollte schon drei Wochen nach der ersten Dosis mehr Freiheiten bekommen", sagte Kretschmer der Berliner "Morgenpost" (Samstag). Damit würde man sich an Österreich orientieren. "Der Schutz ist schon nach der ersten Astrazeneca-Impfung sehr gut."

Zu seinen eigenen Reiseplänen sagte der CDU-Politiker in dem Interview: "Ich bleibe in Sachsen, in unserem Haus im Zittauer Gebirge fühle ich mich sehr wohl."

Für den Impfstoff von Astrazeneca ist nach einem Beschluss von Bund und Ländern die Priorisierung mit einer festen Reihenfolge inzwischen aufgehoben worden. In Absprache mit dem Arzt kann man auch frei entscheiden, wann in der zugelassenen Spanne von vier bis zwölf Wochen die Astrazeneca-Zweitimpfung erfolgen soll. Der volle Impfschutz wird erst nach der zweiten Impfung erreicht.

Die Impfkommission empfiehlt für das Präparat einen Abstand von 12 Wochen zwischen erster und zweiter Dosis. Hintergrund sind Beobachtungen, dass der längere Abstand zu einer besseren Wirksamkeit führt. Die Wirksamkeit einer zweimaligen Impfung im Abstand von vier bis acht Wochen liege laut einem Bericht der europäischen Zulassungsbehörde EMA bei 50,4 Prozent. Bei zwölf und mehr Wochen steige sie auf 72,1 Prozent bis 82,4 Prozent an.

13.30 Uhr: AfD-Parteitag in Niedersachsen wegen Überfüllung abgebrochen

Die AfD hat ihren außerordentlichen Landesparteitag in Braunschweig wegen Überfüllung abbrechen und vorzeitig beenden müssen. Zu dem Parteitag waren am Samstag mehr Mitglieder erschienen, als unter Corona-Auflagen in den Saal gedurft hätten. Da keine stimmberechtigten Mitglieder, die vor der Türe warteten, ausgeschlossen werden durften, beschloss der Versammlungsleiter, den Parteitag abzubrechen. Eine Fortsetzung war am Samstag unmöglich.

649 Parteimitglieder befanden sich im Saal, 14 warteten draußen. Da das Ordnungsamt vor Ort auf die Durchsetzung der Corona-Auflagen pochte, hatte die AfD zunächst alle Journalisten nach draußen geschickt, es befanden sich aber noch immer zu viele Menschen im Saal. Der Parteitag wurde von Gegendemonstrationen begleitet.

Zuvor hatte sich ein Schlagabtausch zwischen beiden Blöcken der Partei abgezeichnet. Für den von Kreisvorständen einberufenen Parteitag lagen Abwahlanträge gegen AfD-Landeschef Jens Kestner und drei weitere Vorstandsmitglieder vor. Moderate Kräfte in der Partei wehrten sich damit gegen den Versuch des rechten Lagers um Kestner, die Kandidatenaufstellung zur Bundestagswahl wegen angeblicher Formfehler zu wiederholen.

Mitglieder der AfD nehmen an einem Sonderparteitag der AfD Niedersachsen teil. Er musste wegen Überfüllung abgebrochen werden.
Mitglieder der AfD nehmen an einem Sonderparteitag der AfD Niedersachsen teil. Er musste wegen Überfüllung abgebrochen werden. © dpa

12.42 Uhr: Rund 850 Menschen stehen in Bayern Schlange für eine Impfdosis

Eine Sonderimpfaktion im oberbayerischen Ebersberg hat am Samstag für großen Andrang gesorgt. Gegen 10.00 Uhr vormittags hätten etwa 850 Menschen am Volksfestplatz für eine Impfdosis Schlange gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Einige Impfwillige warteten demnach bereits seit 5.00 Uhr und waren zum Teil aus entfernten Landkreisen angereist.

Die Wartenden hätten sich "außerordentlich diszipliniert" verhalten, sagte die Leiterin des Corona-Krisenstabs des Kreises, Brigitte Keller. Bei der Aktion standen 1000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca zur Verfügung. Organisiert wurde sie von den niedergelassenen Ärzten im Landkreis.

Auch in Berlin-Neukölln warteten am Freitag Hunderte auf eine Spritze bei einem Impf-Pilotversuch. Das Impfangebot in einer Schule ist ein Modellversuch für Stadtgebiete mit Inzidenzen, die weit über dem Berliner Durchschnitt liegen.

12.10 Uhr: Lehrerverband rechnet mit Regelbetrieb nach den Sommerferien

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, ist optimistisch, dass die Schulen nach den Sommerferien zum normalen Unterricht zurückkehren können. "Ich rechne damit, dass der dritten Welle keine vierte mehr folgen wird und das nächste Schuljahr bei anhaltend sinkenden Inzidenzen und weiteren Impffortschritten im Regelbetrieb starten kann", sagte Meidinger der "Welt" (Samstag).

Zumindest für die älteren Schüler gebe es eine reelle Chance, bis dahin geimpft zu sein. "Wir befürworten auch Impfaktionen an Schulen, um ein niedrigschwelliges Angebot für Schüler und Lehrkräfte zu schaffen", betonte Meidinger. Daran schließe sich aber die Frage an, wie der Schulbetrieb im Nebeneinander von geimpften und ungeimpften Schülern sowie Lehrkräften organisiert werden könne.

Dazu zählten Frage wie: "Was passiert, wenn Eltern nicht wünschen, dass ihr Kind von einem ungeimpften Lehrer unterrichtet wird? Dürfen ungeimpfte Schüler mit auf Klassenfahrt und in die Theatergruppe? Kann ich Geimpften das Tragen einer Maske abverlangen?"

Er rechne fest damit, dass es eine politische Debatte um eine Impfpflicht für Lehrkräfte geben werde, sagte Meidinger. Der Lehrerverband spreche sich zwar gegen eine Pflichtimpfung aus. Seiner Ansicht nach hätte der Staat bei verbeamteten Lehrkräften und entsprechender gesetzlicher Regelung aber wohl die Handhabe dazu.

11.20 Uhr: Mehr als 30 Millionen Menschen haben erste Corona-Impfung erhalten

In Deutschland haben nun mehr als 30 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Damit sind 36,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag via Twitter mitteilte. Mehr als neun Millionen Menschen, und damit 10,9 Prozent der Bevölkerung, haben bereits den vollen Impfschutz. Bis Ende Mai soll ein starker Fokus auf die Zweitimpfungen gelegt werden. Laut Spahn wird bis Anfang Juni der relative Anteil der Zweitimpfungen an den täglichen Impfungen hoch sein. Danach steige der Anteil der Erstimpfungen wieder.

11.00 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen sinkt weiter

Bei der Corona-Pandemie deutet sich auch in Sachsen eine leichte Entspannung an. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen ging am Samstag weiter zurück. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen bei 122,6. Am Freitag waren es noch 134. Sachsen ist hinter Thüringen (132,1) aber noch immer das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Bundesweit sank sie am Samstag auf 87,3. Den geringsten Wert hat Schleswig-Holstein (39,1).

In Sachsen selbst gibt es weiter ein sehr differenziertes Bild. Mit dem Landkreis Mittelsachsen (238,1) und dem Erzgebirgskreis (236,8) liegen zwei der drei bundesweit am stärksten betroffenen Regionen im Freistaat. Nur in Coburg 255,6 ist der Wert noch höher. Vier Gebiete in Sachsen liegen inzwischen unter der Schwelle von 100: die Städte Leipzig (59,9) und Dresden (74,9) sowie der vormalige Corona-Hotspot Vogtland (78,3) und Nordsachsen (91,5).

Das RKI registrierte für Sachsen binnen 24 Stunden 610 nachgewiesene Neuinfektionen und fünf weitere Todesfälle. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie im März 2020 im Freistaat 277 434 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 9.372 Frauen und Männer sind an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

10.35 Uhr: Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen in der Pandemie gestiegen

Die Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen ist in der Corona-Pandemie gestiegen. Der Anteil Betroffener betrug einer Statistik zufolge im vergangenen Jahr 7,0 Prozent - 1,5 Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt. 2019 waren es im Freistaat 6,1 Prozent. "Zu vielen jungen Menschen in Sachsen fehlt die Perspektive. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Lage noch verschlimmert", sagte Sabine Zimmermann, Bundestagsabgeordnete der Linken aus Zwickau, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Anteil habe in Sachsen wie schon im Vorjahr höher gelegen als die Arbeitslosenquote für alle zivilen Erwerbspersonen. Bundesweit sei das hingegen umgekehrt.

"Wenn sie einen Arbeitsplatz finden, ist er meist deutlich schlechter bezahlt als im Bundesschnitt. Kein Wunder, dass viele junge, oft gut qualifizierte Menschen unserem Bundesland den Rücken kehren und anderswo nach Arbeit suchen", betonte die Politikerin, die im Bundestag den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend leitet. Sie hatte die Zahlen zur Jugendarbeitslosigkeit erfragt. In der Altersgruppe der 15- bis 25-Jährigen gab es demnach im Vorjahr in Sachsen 11.500 Arbeitslose, 2.000 mehr als 2019.

Zimmermann zufolge ist vor allem der ländliche Raum immer noch ein Wegzugsgebiet. "Teils fehlt es auch an Ausbildungsangeboten in der betrieblichen wie auch in der überbetrieblichen Ausbildung. Wer aber zum Beispiel im Automobilbereich seine Ausbildung in Stuttgart macht, wird nicht nach Zwickau oder Leipzig zurückkehren." Man brauche eine echte Ausbildungs- und Arbeitsmarktoffensive für junge Menschen in Sachsen. Hier sei die Staatsregierung in der Pflicht, Jugendliche und junge Erwachsene gezielt zu fördern.

9.30 Uhr: Umfrage: Mehrheit gegen Erleichterungen für Geimpfte

Die Mehrheit der Deutschen hält die Aufhebung coronabedingter Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene für falsch. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 32 Prozent, die Personengruppen sollten keine Vorteile erhalten, solange nicht jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte. Weitere 21 Prozent meinen, Geimpfte und Genesene sollten generell nicht anders behandelt werden als Menschen, die nicht geimpft sind. Dagegen halten nur 39 Prozent die Aufhebung der Einschränkungen für richtig. 8 Prozent machten keine Angaben.

Seit vergangenen Sonntag gilt eine Verordnung, die eine Reihe von Einschränkungen für Geimpfte und von einer Corona-Infektion Genesene aufhebt. Sie können sich wieder uneingeschränkt mit anderen Menschen treffen und müssen auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nicht mehr beachten. Auch das Reisen ist für diese Personengruppen inzwischen leichter. Die Quarantänepflicht bei Rückkehr nach Deutschland gilt für sie nur, wenn sie aus einem Gebiet mit neuen Virusvarianten kommen. Das sind derzeit nur elf Länder außerhalb Europas. Auch von der Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland sind sie weitgehend befreit.

Vollständig geimpft sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag bisher rund 8,8 Millionen Menschen (10,6 Prozent). Rund 29,9 Millionen Menschen haben eine Erstimpfung erhalten (35,9 Prozent).

8.35 Uhr: Kretschmer zieht Corona-Notbremse des Bundes in Zweifel

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Notwendigkeit bundeseinheitlicher Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie infrage gestellt. "Die Bundesnotbremse hat viel Aufregung ausgelöst. Es ist nicht gelungen, die Bevölkerung von der Notwendigkeit dieser Maßnahmen zu überzeugen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag).

Zwar sei es legitim, wenn der Bundesgesetzgeber handele. "Aber wir müssen sehen, dass wir uns in einer Spirale befinden, die Politik und Bevölkerung auseinanderbringt. Das ist nicht gut", betonte Kretschmer. "Wir sollten daraus lernen, dass regionale Entscheidungen besser sind als das Eingreifen durch den Bund."

Die bundesweit verbindlichen Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen waren am 23. April in Kraft getreten. In Landkreisen und kreisfreien Städten, die drei Tage lang eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten haben, gelten seither unter anderem nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Mit den einheitlichen Regelungen will die Politik einen Flickenteppich in den Bundesländern verhindern. Befristet sind sie bisher maximal bis zum 30. Juni.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, kritisiert: "Die Bundesnotbremse hat viel Aufregung ausgelöst."
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, kritisiert: "Die Bundesnotbremse hat viel Aufregung ausgelöst." © dpa-Zentralbild

Samstag, 7.55 Uhr: RKI registriert 7.894 Corona-Neuinfektionen und 177 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 7.894 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.58 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Samstag vor einer Woche hatte der Wert bei 15.685 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 87,3 (Vortag: 96,5; Vorwoche: 121,5).

Aufgrund des Feiertags am 13. Mai sei bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass an Feier- und Brückentagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden, hieß es im Lagebericht des RKI vom Freitagabend. "Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden."

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 177 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 238 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.584.934 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.275.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 86.025.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitag bei 0,87 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Corona-Pandemie: Das geschah am Freitag

21.59 Uhr: "Querdenken" in Dresden bleibt verboten

Die für Samstag angemeldeten Demonstrationen des Aktionsbündnisses „Querdenken 351“ bleiben verboten. Nachdem die Stadtverwaltung die Aufzüge verboten hatte, bestätigte am Mittwoch zunächst das Dresdner Verwaltungsgericht das Verbot. Am Freitagabend legte das Oberverwaltungsgericht in Bautzen nach und lehnte eine Beschwerde ab.

Die Begründung des Gerichts ist, dass von den bis zu 5.000 angemeldeten Teilnehmern infektionsschutzrechtlich nicht vertretbare Gefahren für Versammlungsteilnehmer, Polizeibeamte und Passanten ausgehe. Ein Verbot sei ein angemessenes und wirkungsvolles Mittel, den Gesundheitsschutz durchzusetzen. Zwar habe der Anmelder ein Hygienekonzept vorgelegt, die Behörden "gehen aber zutreffend davon aus, dass es bei den mit 5.000 Teilnehmern angemeldeten Versammlungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dem Antragsteller nicht gelingen wird, die Einhaltung seines Konzepts sicherzustellen." Bisherige Veranstaltungen hätten gezeigt, dass sich die Teilnehmenden schlicht nicht daran halten.

20.59 Uhr: Litauen will Corona-Impfstoff an EU-Ostpartner abgeben

Litauen wird den östlichen EU-Partnerländern 200.000 Dosen Corona-Impfstoff bereitstellen, damit sie in der Impfkampagne nicht abgehängt werden. Nach Angaben der Regierung in Vilnius will das baltische EU-Land bis zum Herbst der Ukraine 100.000 Dosen, Georgien 15 000 Dosen und der Republik Moldau 11.000 Dosen zuweisen. Über die Aufteilung der restlichen Dosen soll in Kürze entschieden werden. Bereitstellen werde Litauen den Impfstoff von Astrazeneca, sagte Außenminister Gabrielius Landsbergis der Agentur BNS zufolge.

"In den Ländern der EU verläuft der Impfprozess schnell und reibungslos, aber wir werden nicht sicher sein, bis unsere Nachbarn sicher sind. Wahre Solidarität ist Handeln", sagte Landsbergis. "Wir hoffen, dass andere EU-Mitglieder dem Beispiel Litauens folgen." Litauens Präsident Gitanas Nauseda lobte während eines Besuchs in der Republik Moldau die Entscheidung als "sehr gut" und "rechtzeitig". "Dies wird dazu beitragen, den Impfprozess durchzuführen, der hier bisher ziemlich chaotisch gewesen ist", sagte er in Chisinau.

20.13 Uhr: Auf Mallorca öffnen immer mehr Hotels

Gute Nachricht für Mallorca-Fans: Auf der spanischen Urlaubsinsel öffnen nach dem harten Winter mit einer neuen, heftigen Pandemiewelle und zahlreichen Einschränkungen immer mehr Hotels ihre Pforten. Besucher haben bereits die Wahl zwischen 188 Häusern, wie der mallorquinische Hotelierverband FEHM am Freitag mitteilte. Das seien 22,65 Prozent aller Hotels beziehungsweise knapp 19 Prozent aller Hotel-Betten auf der Insel, hieß es. Allein in den vergangenen sieben Tagen hätten 32 Beherbergungseinrichtungen in verschiedenen Teilen der Mittelmeerinsel den Betrieb wieder aufgenommen.

Wer angesichts der entspannten Lage das schöne Wetter und die Temperaturen von bereits deutlich über 20 Grad auf Mallorca genießen möchte, muss trotz der Lockerungen der vergangenen Wochen weiterhin einige Regeln beachten. Zwischen 23.00 und 06.00 Uhr gilt etwa auf allen Inseln eine nächtliche Ausgehsperre. Die Innenbereiche von Bars, Cafés und Restaurants bleiben vorerst - voraussichtlich bis zum 23. Mai - geschlossen. Im Freien dürfen Gastronomen seit einigen Tagen aber durchgängig zwischen sechs und 22.30 Uhr im Freien bewirten.

20 Uhr: Polen startet Corona-Impfkampagne mit Promis

Die polnische Regierung will mit Prominenten die Impfbereitschaft der Bevölkerung ankurbeln. Spitzensportler und Filmstars sollen in Medien und auf Plakaten für Corona-Impfungen werben. An der am Freitag begonnenen Kampagne nehmen nach Regierungsangaben unter anderem die Fußball- und Volleyball-Nationalmannschaften sowie der Formel-1-Rennfahrer Robert Kubica teil.

"Impfungen sind ein Weg, die Pandemie loszuwerden", erklärte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bei der Ankündigung der Kampagne. Wenn die Polen nun Solidarität zeigten, sei ein normaler Sommer "in unserer Reichweite", ergänzte er. Gesundheitsminister Adam Niedzielski gab sich optimistisch: "Ich gehe davon aus, dass Polen während der Sommerferien dank der Impfungen eine Immunisierung von 70 bis 80 Prozent der Bevölkerung gegen Covid-19 erreichen wird." In diese Schätzung bezog er auch die von der Erkrankung Genesenen ein.

19.30 Uhr: Sachsens Polizei plant Großeinsätze am Wochenende

Die sächsische Polizei bereitet sich wegen möglicher Menschenansammlungen am Wochenende vor allem in Dresden auf Großeinsätze vor. Dabei werde man von Kollegen der Bereitschaftspolizei, der Polizei aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie der Bundespolizei unterstützt, teilte die Polizeidirektion Dresden am Freitag mit. Es sei mit erheblichen Verkehrseinschränkungen im Zentrum zu rechnen.

Für Samstag waren mehrere Kundgebungen der Initiative "Querdenken 351" gegen Corona-Maßnahmen angemeldet worden. Die Stadt hatte die Versammlungen untersagt, das Verwaltungsgericht Dresden bestätigte das. Am Freitag reichte der Anmelder nach eigenen Angaben am Oberverwaltungsgericht Bautzen einen Eilantrag dagegen ein. Mit einer Entscheidung wird am Freitagabend gerechnet.

Unabhängig vom Ausgang der juristischen Auseinandersetzung will die Polizei wie schon bei früheren Gelegenheiten in der Stadt präsent sein. Die "Querdenker"-Proteste waren auch der Grund, weshalb die Polizei eine Verlegung des letzten Heimspiels von Fußball-Drittligist SG Dynamo Dresden am Samstag anregte. Dynamo Dresden steht kurz vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga, vor allem im Falle eines Sieges sind Menschenansammlungen in der Nähe des Stadions wahrscheinlich. Der Deutsche Fußball-Bund kam dem nach und verlegte das Spiel auf Sonntag.

18.40 Uhr: Reisen nach Helgoland ab Montag wieder möglich

Urlauber und Tagestouristen können ab Montag wieder nach Helgoland reisen. Wer ein negatives Testergebnis vorlege, könne wieder auf die einzige Hochseeinsel Deutschlands kommen - unabhängig davon, ob für einen oder mehrere Tage, teilte der zuständige Kreis Pinneberg am Freitag mit.

Übernachtungsgäste müssen den Angaben zufolge bei der Anreise ein negatives Testergebnis besitzen, das nicht älter als 24 Stunden beim Antigen-Schnelltest oder 48 Stunden beim PCR-Test sein darf. Außerdem ist spätestens alle 72 Stunden eine erneute Testung notwendig. Testangebote gibt es demnach auf der Insel. Für einen Tagesausflug nach Helgoland reicht ein negatives Testergebnis aus, das nicht älter als 48 Stunden ist. Die Testpflicht entfällt für Geimpfte, Genesene sowie für Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wer ein negatives Corona-Testergebnis vorliegt, kann ab Montag wieder nach Helgoland reisen.
Wer ein negatives Corona-Testergebnis vorliegt, kann ab Montag wieder nach Helgoland reisen. © dpa-tmn

18.15 Uhr: Großbritannien wird wieder als Corona-Risikogebiet eingestuft

Die Bundesregierung stuft Großbritannien trotz niedriger Infektionszahlen ab Sonntag wieder als Corona-Risikogebiet ein. Grund ist das "zumindestens eingeschränkte Vorkommen" der zuerst in Indien festgestellten Virusvariante, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab. Die Variante B.1.617.2 hat in Indien zu dramatischen Infektionszahlen beigetragen. Die Nachbarländer Sri Lanka und Nepal werden von der Bundesregierung am Sonntag ebenfalls hochgestuft: Sri Lanka zum Risikogebiet und Nepal zum Virusvariantengebiet, der höchsten Risikostufe, für die weitgehende Reisebeschränkungen gelten.

Es gibt aber auch neun Länder und Regionen, die am Sonntag auf der Corona-Risikoskala zurückgestuft werden - vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet: Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien, Estland, Ukraine, Jordanien, Libanon und die Palästinensischen Autonomiegebiete. Wer von dort einreist, muss nicht mehr zwingend in Quarantäne, sondern kann stattdessen bei Einreise einen negativen Test vorweisen.

Mit den Kanarischen Inseln wird außerdem ein weiteres beliebtes Urlaubsziel der Deutschen ganz von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Das hat für Touristen aber keine praktischen Auswirkungen mehr, da die Quarantänepflicht für von dort zurückkehrenden Urlauber mit Inkrafttreten einer neuen Einreiseverordnung bereits am Donnerstag gefallen ist. Die Testpflicht beim Rückflug nach Deutschland gilt weiter.

Mehr zur Einstufung Großbritanniens als Corona-Risikogebiet lesen Sie hier.

17.30 Uhr: DRK Sachsen schaltet 23.715 neue Impftermine frei

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Sachsen will etwa um 18 Uhr 23.715 neue Termine auf dem Online-Impfportal freischalten. Unter anderem sollen auch wieder Termine mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca für Personen über 60 Jahre freigegeben werden. Gebucht werden können Termine für den 26. bis 28. Mai in allen Impfzentren. Termine mit dem Vakzin von Astrazeneca sind zusätzlich für den 17. bis 20 Mai buchbar. Die meisten neuen Termine gibt es in den Impfzentren in Dresden und Löbau.

Das DRK hatte bei der Terminvergabe für die Erstimpfungen in Sachsen seine Strategie vor knapp einer Woche geändert. Tausende zusätzliche Impftermine können jetzt immer montags, mittwochs und freitags gebucht werden. Buchungen sind über das Online-Portal möglich, teilte das für die Impfungen im Freistaat zuständige DRK mit. Das DRK weist allerdings darauf hin, dass nicht genug Impfstoff für alle Impfwilligen zur Verfügung steht. Mehr Hintergründe finden Sie im Podcast „Wie das in Sachsen mit den Impfterminen läuft“.

16.50 Uhr: Gesundheitsminister Spahn gegen Corona geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich am Freitag von seinem Hausarzt im münsterländischen Legden gegen Corona impfen lassen. Der 40-Jährige erhielt den Impfstoff der Firma Astrazeneca. Er habe sich nach einem Gespräch mit dem Arzt bewusst dafür entschieden, erklärte er nach Angaben eines Sprechers. Für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe, sagte der Sprecher weiter.

"Nach diesen langen Monaten der Pandemie fühlt es sich gut an, geimpft und damit geschützt zu sein. Alle bei uns zugelassenen Impfstoffe wirken sehr gut und sind sicher", betonte Spahn. "Ich kann nur jedem empfehlen, der ein Impfangebot bekommt, sich auch impfen zu lassen." Der Weg raus aus der Pandemie führe nur über mehr Impfungen und geringere Inzidenzen.

Nach Angaben seines Ministeriums hätte Spahn auch in Berlin die Möglichkeit gehabt, sich als Mitglied der Bundesregierung in der Prioritätsgruppe 3 mit anderen Impfstoffen impfen zu lassen. Der Astrazeneca-Impfstoff kann seit dem 6. Mai unabhängig von Prioritätsgruppen verimpft werden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird in einer Hausarztpraxis mit dem Impfstoff Astrazeneca geimpft.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wird in einer Hausarztpraxis mit dem Impfstoff Astrazeneca geimpft. © dpa

16.25 Uhr: Quarantäne-Pflicht bei Einreise fällt in Italien weg

Für Italien-Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern entfällt am Sonntag die bisher notwendige Corona-Quarantäne nach der Ankunft. Das teilte das Gesundheitsministerium am Freitag in Rom mit. Künftig sei für Einreisen aus den Ländern der Europäischen Union, dem Schengenraum sowie Großbritannien und Israel nur noch ein negativer Test erforderlich. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen.

Das 60-Millionen-Einwohner-Land zählte am Donnerstag in 24 Stunden rund 8.000 Corona-Neuinfektionen und etwa 200 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Sars-CoV-2-Virus. Von Montag an werden voraussichtlich fast alle Regionen Italiens zur Gelben Zone mit moderatem Corona-Risiko gehören.

15.52 Uhr: WHO-Chef fordert Impfstoff für ärmere Länder statt für Kinder

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat an reiche Nationen appelliert, Corona-Impfstoff an ärmere Länder zu spenden statt jetzt damit Kinder zu impfen. Derzeit stünden nur 0,3 Prozent des globalen Angebots an Impfstoffen Ländern mit niedrigem Einkommen zur Verfügung, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. In vielen Ländern seien noch nicht einmal medizinisches Personal und Pflegerinnen gegen Covid-19 geschützt.

"Ich verstehe, warum manche Länder ihre Kinder und Jugendlichen impfen wollen. Aber zu diesen Zeitpunkt bitte ich sie dringend, dies zu überdenken," sagte Tedros. Die Dosen sollten besser der Initiative Covax zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt, an dem die WHO führend beteiligt ist, hat eine gerechte globale Verteilung von Impfstoffen zum Ziel. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sprach sich am Freitag dafür aus, Kindern und Jugendlichen vorrangig ein Impfangebot zu machen, sobald der Impfstoff für diese Gruppe zugelassen ist. In den USA und in Kanada ist das Produkt von Pfizer/Biontech bereits ab zwölf Jahren zugelassen.

14.57 Uhr: 625 Corona-Neuinfektionen in Sachsen

Weiterführende Artikel

Die Woche der Lockerungen in Sachsen

Die Woche der Lockerungen in Sachsen

Die Corona-Inzidenzen im Freistaat fallen. Mit positiven Folgen von Schulen bis zu Biergärten.

Impf-Priorisierung ab 7. Juni aufgehoben

Impf-Priorisierung ab 7. Juni aufgehoben

Die Corona-Impfungen haben Tempo aufgenommen. Jetzt liegt ein konkreter Termin auf dem Tisch, wann der Vorrang für bestimmte Gruppen enden soll.

Die aktuelle Corona-Lage in Dresden

Die aktuelle Corona-Lage in Dresden

Die Inzidenz bleibt weiterhin unter 100. Die Stadt wird deshalb ab Mittwoch die Maßnahmen lockern. Alles Wichtige zu Covid-19 in Dresden.

Corona in Dresden: Inzidenz bleibt niedrig

Corona in Dresden: Inzidenz bleibt niedrig

Die Wocheninzidenz liegt weiter unter 100. Trotzdem ist die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen in Dresden so hoch wie seit Januar nicht mehr.

Sachsens Gesundheitsministerium meldet am Freitag 625 Corona-Neuinfektionen in 24 Stunden. Das sind deutlich weniger als in der Vorwoche, wo 1.188 Neuinfektionen gezählt wurden, allerdings kann der Feiertag am Donnerstag zu weniger gemeldeten Fällen geführt haben. Dazu gibt es nur fünf gemeldete Todesfälle in ganz Sachsen. Am schwersten von der Pandemie betroffen sind weiterhin der Erzgebirgskreis mit einer Inzidenz von 241 und der Kreis Mittelsachsen (236). Der Vogtlandkreis, der lange Zeit ebenfalls viele Infektionsfälle hatte steht nur noch bei 100,9 und damit knapp über der Schwelle, an der die Bundesnotbremse greift. Am wenigsten betroffen sind die Städte Leipzig (68,3) und Dresden (87,3), sowie der Kreis Nordsachsen (91).

Mehr zum Thema Deutschland & Welt