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Die Corona-Zahlen steigen drastisch

Die Zahl der Neuinfektionen nimmt deutlich zu – nun auch in Sachsen. Im Landkreis Bautzen gilt die erste Warnstufe.

Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test.
Ein Arzt macht einen Abstrich für einen Corona-Test. © Britta Pedersen/dpa

Die Zahl der Corona-Fälle ist in Deutschland sprunghaft angestiegen. Im Laufe des Mittwochs erfassten die Gesundheitsämter 4.058 Neuinfektionen, das sind 1.200 mehr als am Vortag. Solche Werte waren zuletzt in der ersten Aprilwoche gemeldet worden. Der Anstieg gehe sehr wahrscheinlich nicht auf Nachmeldungen oder dergleichen zurück, sondern spiegele das Infektionsgeschehen wider, heißt es aus dem Robert-Koch Institut (RKI).

Am Donnerstag hatte sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer eigens anberaumten Pressekonferenz dazu geäußert. Die Zahlen seien besorgniserregend, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. Er mahnte die Menschen, sich nicht für „unverletzlich“ zu halten. Es gelte, den Moment zu verhindern „wo wir die Kontrolle verlieren“, sagte der Minister. Es komme weiterhin auf Abstand, Hygieneregeln und Masken an – neu ergänzt ergänzt um Lüften und ein möglichst häufiges Nutzen der Corona-Warn-App. Es gebe inzwischen mehr Wissen und Instrumente für den Kampf gegen das Virus.

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Erzgebirgskreis am stärksten betroffen

Auch in Sachsen steigen die Infektionszahlen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag wurden am Vortag 190 Infektionen festgestellt, am Tag zuvor waren es noch 149. Danach sind seit Beginn der Pandemie Anfang März landesweit 7.916 Menschen positiv auf Sars CoV-2 getestet worden. 242 sind an oder mit dem Virus gestorben. Die am stärksten betroffene sächsische Region ist der Erzgebirgskreis, hier kamen allein 52 Neuinfektionen hinzu, es folgen Dresden mit 27 und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 18 Infektionen.

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Aussage über die regionale Lage gibt die 7-Tage-Inzidenz, die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Nach dem Erzgebirgskreis liegt auch der Landkreis Bautzen über einem Wert von 20 und auch über dem gesamtdeutschen Schnitt. Damit ist eine erste Warnstufe erreicht: Groß- und Sportveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern sind abgesagt. Das gelte auch für Veranstaltungen mit bereits bestätigtem Hygienekonzept, sofern diese nicht in der Lage sind, ihre Zuschauerzahl unter die 1.000er-Marke zu senken. Erst wenn die 7-Tage-Inzidenz eine Woche lang unter die Marke von 60 fällt, dürfen Großveranstaltungen wieder stattfinden. Auslöser war am Donnerstag unter anderem ein Fall in einem Pulsnitzer Seniorenheim. Das Bautzner Gesundheitsamt teilte außerdem mit, dass es aufgrund der Anzahl der Fälle derzeit nicht mehr in der Lage sei, alle Kontaktpersonen nachzuvollziehen. Es bittet daher um Einhaltung von Abständen und das Tragen von Masken, wenn Abstand nicht möglich ist. (mit dpa)

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