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Lockdown-Ende: Dänemark hat einen Plan

In Dänemark sollen fast alle Corona-Beschränkungen fallen, sobald alle Risikogruppen und alle Menschen über 50, die dies wünschen, geimpft sind.

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Mette Frederiksen (M), Ministerpräsidentin von Dänemark, und die Vorsitzenden aller Parteien bis auf eine, verkünden eine Einigung für einen Wiedereröffnungsplan nach dem Corona-Lockdown.
Mette Frederiksen (M), Ministerpräsidentin von Dänemark, und die Vorsitzenden aller Parteien bis auf eine, verkünden eine Einigung für einen Wiedereröffnungsplan nach dem Corona-Lockdown. © Philip Davali/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Kopenhagen. Während Deutschland den Lockdown verlängert, hat Dänemark sich auf einen langfristigen Plan zur Abkehr von den geltenden Corona-Maßnahmen verständigt. Die Vereinbarung zwischen der sozialdemokratischen Regierung und fast allen weiteren dänischen Parlamentsparteien sieht das Ziel vor, dass die Beschränkungen des öffentlichen Lebens mit wenigen Ausnahmen komplett aufgehoben werden, sobald alle Risikogruppen und alle Menschen über 50, die dies wünschen, ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhalten haben. Für gewisse Bereiche sollen voraussichtlich aber Einschränkungen bestehen bleiben, etwa für Großveranstaltungen und das Nachtleben.

Wie aus der am späten Montagabend veröffentlichten Rahmenvereinbarung hervorgeht, dürfen Friseure und vergleichbare Dienstleister ab dem 6. April - also nach Ostern - landesweit wieder öffnen. Auch in den Schulen gibt es dann weitere Lockerungen: Nachdem die Schüler bis zur vierten Klasse bereits seit längerem zurück im Klassenzimmer sind, dürfen nun unter anderem auch die fünften bis achten Jahrgangsstufen zur Hälfte - das bedeutet jede zweite Woche - zum Präsenzunterricht zurückkehren. Andere Corona-Maßnahmen werden vorläufig bis zum 20. April verlängert. Bei vielen weiteren Öffnungsschritten soll ein derzeit entwickelter Corona-Pass mit Impf- und Testdaten eine zentrale Rolle spielen.

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