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Einkaufen ohne Maske: Das sagen unsere Leser

Am Freitag fällt die Maskenpflicht in Sachsen. Gut oder schlecht? So wird in den sozialen Medien darüber diskutiert.

Besser einkaufen ohne Maske? Wir haben unsere Leser auf Facebook gefragt, was sie davon halten.
Besser einkaufen ohne Maske? Wir haben unsere Leser auf Facebook gefragt, was sie davon halten. © 123.rfcom

Herbeigesehnt wurde er von vielen – der Tag, an dem es nicht mehr nötig ist, eine Maske zu tragen. Zumindest für den Einkauf wird dieser Wunsch in Sachsen ab Freitag Realität. Dann müssen im Freistaat in Supermärkten und allen anderen Geschäften keine Masken mehr getragen werden. Vorausgesetzt, die Inzidenz liegt unter 10. So wird es in der geänderten Corona-Schutzverordnung festgeschrieben, die ab dem 16. Juli gilt.

In Bus und Bahn muss allerdings weiterhin eine Maske getragen werden. Gleiches gilt für körpernahe Dienstleistungen, wie zum Beispiel den Friseur oder Physiotherapeuten.

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Wie kommt diese neue Regelung bei den Sachsen an? In den sozialen Medien wird darüber heftig diskutiert.

© sächsische.de

Viele zeigen sich erfreut. „Endlich wieder normal arbeiten“, schreibt zum Beispiel Kar Ina auf Facebook. Mandy Kohl ist der Meinung: „Ist schon lange überfällig.“ Diese Ansicht teilen auch viele andere. Und Mat Te wundert sich, warum das erst ab Freitag gelten soll. Schließlich sei die Inzidenz doch schon lange niedrig. Linett Düben erinnert daran, dass man trotzdem noch auf einen ausreichenden Abstand achten soll. Und Maria Zocher möchte, dass die Lockerung auch bald für die öffentlichen Verkehrsmittel gelten soll.

Annett Voigt und Gundula Angie Hexen halten die neue Freizügigkeit auch deshalb für angemessen, da die Masken „meistens bloß halbherzig aufgesetzt“ und auch zu selten ausgetauscht worden seien.

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Einige Sachsen wollen die Maske weiterhin tragen

Andere sind der Meinung, dass es gar nicht so schlimm ist, die Maske zu tragen. Und nicht wenige kündigen sogar an, sie weiterhin zu verwenden. „Ich finde Einkaufen mit Maske nicht so schlimm“, schreibt zum Beispiel Erika Eischeid, „Hauptsache, alle Läden bleiben offen.“ Alexander Narr ist ähnlicher Meinung. „Diese maximal 30 Minuten (Tragen) sind kein Problem und helfen trotzdem“, ist er sich sicher. Und Weronika Reinisch schreibt sogar: „Die 15 Minuten stören mich mal gar nicht.“

Kerstin Walther überlegt sich genau, wo sie die Maske weiterhin tragen möchte. „Um gesund zu bleiben nehme ich mir trotzdem eine Maske mit und trage die im Menschengedränge. Denn viele Leute sind so unvernünftig und rücksichtslos…“, schreibt sie.

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Trotz der Freude haben viele die Sorge, dass die neue Freiheit nicht lange anhält. „Ich denke aber mal, dass wir bis kommende Woche in Dresden die Inzidenz von 10 locker überschritten haben werden. Kann man nur hoffen, dass die Maske trotzdem weggelassen werden kann. Zumindest wenn man einen vollständigen Impfnachweis hat“, ist Annett Seifert skeptisch. Auch Philipp Splitt ist sich sicher: „Wird wahrscheinlich eh nicht lange anhalten, wenn die Inzidenzen steigen.“ Jana Knorr sieht voraus: „Spätestens nach den Sommerferien wird man sich übersteigende Infektionszahlen wundern und beklagen.“

Mario Scheffczyck ist mit der Lockerung nicht einverstanden. „Ich finde es nicht gut. Fallzahlen steigen wieder und es gibt immer mehr Lockerungen…“, schreibt er. Und David Hentschel ist sich sicher, dass dies zur Beruhigung vor der Bundestagswahl im September ist gedacht ist. Er schreibt: „Klar, die Wahlen stehen vor der Tür!“

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Sorge vor steigenden Corona-Zahlen

Nicole Buseck hat Angst, dass die Zahlen wieder steigen und am Ende die Kinder darunter leiden müssen. Mehrere Kommentatorinnen melden sich zu Wort, die sich Sorgen um Kinder machen. „Wenn die Maskenpflicht jetzt fällt“, schreibt zum Beispiel Susy Altenburg, „dann hat die Delta-Variante leichtes Spiel. Vor allem, da die meisten Kinder/Jugendlichen noch nicht geimpft sind.“

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Bei vielen Kommentatoren kippt die Frage, ob gut oder schlecht in eine Unsicherheit, was vor allem auf die Kinder nach den Ferien zukommt. Frank Scholz sieht da zu wenig Aktion aus der Politik. „Wenn die Kinder wieder zu Hause sitzen, dann ist es dem Totalversagen der Politik geschuldet“, schreibt er. „Seit über einem Jahr wird fast nichts getan, um die Klassenräume so auszustatten, um den Präsenzunterricht durchzuführen.“

Das gleiche Thema beschäftigt Jana Knorr: „Kann man nicht einfach mal die Sommer-Zeit nutzen, um die Zahlen auf niedrigem Niveau zu halten und z.B. in den Schulen und Kitas Lüftungsanlagen einzubauen, um die Kinder und das pädagogische Personal zu schützen? Worauf wartet man denn?“, fragt sie wütend.

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Und Claudia Nedic bringt auf den Punkt, was auch andere Kommentatoren ausdrücken. „Ich freue mich. Dennoch bin ich sehr verwundert bezüglich dieser Entscheidung“, schreibt sie. „Es wird von steigenden Zahlen und der drohenden vierten Welle gesprochen. Und wir lassen die Masken weg. (…) Unsicherheit ist da. Insbesondere, da bereits angekündigt wird, dass die Kinder nach den Ferien wieder Mundschutz tragen müssen. Was ist da los? Ich bin verwirrt.“

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