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Sachsen

Dehoga fürchtet weiteren "Aderlass" im Gastgewerbe

Durch den ersten Lockdown hat das sächsische Gastgewerbe ein Fünftel seiner Angestellten verloren. Es könnte noch schlimmer werden, befürchtet der Dehoga.

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Der Dehoga Sachsen sieht seine Branche nicht als Treiberin der Pandemie.
Der Dehoga Sachsen sieht seine Branche nicht als Treiberin der Pandemie. © Oliver Berg/dpa

Dresden. Die sächsische Hotel- und Gastronomiebranche befürchtet durch die coronabedingten Schließungen eine weitere Verschärfung des Fachkräftemangels. "Das könnte schon der zweite Aderlass nach dem letzten Lockdown werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Sachsen, Axel Klein. Durch die erste Phase der coronabedingten Schließungen hätten schon 20 Prozent der Angestellten gekündigt. "Jetzt könnten es noch einmal 20 Prozent sein. Die wiederzugewinnen, ist ganz schwierig." Seinen Angaben zufolge arbeiten rund 52.000 Menschen in Sachsen in Hotels und Gaststätten.

Klein begrüßte, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine Aufstockung des bis Ende März verlängerten Kurzarbeitergelds ermöglichen will. "Für die Beschäftigten macht es schon einen Unterschied, ob sie 60 oder 80 Prozent ihres Gehalts bekommen", sagte Klein. Dennoch bleibe die Gefahr einer Abwanderung von Fachkräften. "Je länger der Lockdown dauert, desto akuter ist die Gefahr."

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Klage gegen die Corona-Notfallverordnung

Dass die Hotels laut der aktuell geltenden Corona-Notfallverordnung keine Touristen mehr beherbergen dürfen, sei nicht nachvollziehbar, sagte Klein. Die Hotels seien auch für das Modell 2G+ offen gewesen, bei dem sich auch Geimpfte und Genesene testen müssten. "Außerdem muss man sagen, dass unsere Branche keine Treiberin der Pandemie ist." Die momentane Schließung führe dazu, dass Touristen eben in den Nachbarregionen Urlaub machten.

Der Verband unterstützt zurzeit einen von der Schließung betroffenen Hotelier aus Eibenstock (Erzgebirgskreis) bei einer Klage gegen die Corona-Notfallverordnung. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Bautzen steht allerdings noch aus.

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Ähnlich beurteilte Klein auch den aktuellen Plan der Landesregierung, dass Restaurants in Hotspot-Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1.500 schließen müssen. "Dann fahren die Leute eben in die Nachbar-Landkreise", sagte Klein. Zurzeit dürfen Gastronomiebetriebe in Sachsen Geimpfte und Genesene zwischen 6.00 und 20.00 Uhr empfangen. Das Kabinett will am Freitag über die Hotspot-Regelung entscheiden. Sie könnte am Montag in Kraft treten. (dpa)

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