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Corona: Erste Erleichterung im Kreis Görlitz

Die 7-Tage-Inzidenz liegt seit Mittwoch beim Robert-Koch-Institut unter 200. Das hat Folgen für Demos, aber noch nicht für die nächtliche Ausgangssperre.

Auf dem Höhepunkt der Pandemie Anfang Dezember demonstrierten Gastronomen unter strikten Corona-Auflagen gegen die Maßnamen auf dem Görlitzer Untermarkt.
Auf dem Höhepunkt der Pandemie Anfang Dezember demonstrierten Gastronomen unter strikten Corona-Auflagen gegen die Maßnamen auf dem Görlitzer Untermarkt. © Danilo Dittrich

Seit Mittwoch vergangener Woche und damit seit fünf Tagen gibt das Robert-Koch-Institut die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Görlitz mit unter 200 Fällen an.

Das hat jetzt Folgen. So können nun Demonstrationen mit 1.000 Teilnehmern wieder stattfinden. Das bestätigt das Landratsamt gegenüber der SZ. Es verweist dabei auch auf die Festlegungen der sächsischen Corona-Verordnung. Bei einer Inzidenz von über 200 war die Teilnehmerzahl auf 200, bei Inzidenz von mehr als 300 sogar auf zehn Personen eingegrenzt worden.

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Landrat Lange bleibt vorsichtig

Von einer anderen möglichen Erleichterung der Corona-Auflagen macht der Landkreis Görlitz derzeit aber nicht Gebrauch. So könnte er die Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr aufheben, wenn die Inzidenz fünf Tage lang unter 200 gefallen ist und nicht für die Bekämpfung der Pandemie erforderlich ist. Die sächsische Corona-Verordnung sieht diese Möglichkeit vor.

Der Landkreis schätzt aber trotz sinkender Zahlen anhand der immer noch verhältnismäßig häufigen Infektionen und Kontaktwerte ein, dass die nächtliche Ausgangssperre weiterhin zur Pandemiebekämpfung erforderlich ist und sieht von einer Aufhebung ab. Auch die Nähe zu Tschechien, das jetzt als Hochrisikogebiet gilt und mit dem wegen der vielen Berufspendler enge Kontakte bestehen, führt zu zusätzlichen Infektionsgefahren. "Ich möchte daher an den derzeit bestehenden Regelungen festhalten", erklärt Landrat Bernd Lange gegenüber der SZ, "auch mit Blick auf die neuen Entwicklungen zu den Virusmutationen."

Zumal die Entwicklung im Kreis Görlitz noch nicht sehr stabil ist und die 7-Tage-Inzidenz auch nur ganz knapp unter 200 liegt.

Unterschiedliche Daten beim RKI und beim Kreis

Während das Robert-Koch-Institut in Berlin (RKI) bereits seit Mittwoch die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Görlitz mit unter 200 angibt, rutschte dieser Grenzwert bei den Daten des Gesundheitsamtes erst am Sonntag unter diese Marke. Die Daten des Kreis-Gesundheitsamtes gelten als genauer, für die Corona-Auflagen entscheidend sind aber laut der sächsischen Corona-Verordnung die Statistiken des Robert-Koch-Institutes. Am Sonntag lagen beide Quellen aber beinahe gleichauf, sie unterschieden sich um knapp zwei Fälle bei der 7-Tage-Inzidenz.

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Am Montag wurden dem Kreis-Gesundheitsamt binnen 24 Stunden vier neue Infektionen gemeldet, am Montag vergangener Woche waren es sieben. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt nach Angaben des Landkreises somit 199 Fälle je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Derzeit sind 685 Einwohner des Kreises infiziert.

174 Menschen werden gegenwärtig stationär in den Kliniken des Landkreises Görlitz behandelt, 22 davon benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. 15 von ihnen werden beatmet.

Zudem gibt es zehn weitere Todesfälle im Zeitraum vom 13. bis 20. Januar zu verzeichnen. Es handelt sich um drei Frauen und sieben Männer im Alter zwischen 30 und 93 Jahren. Sie stammen aus Oderwitz (3), Bad Muskau und Kottmar (je zwei) sowie Görlitz, Rietschen und Rothenburg (je einer). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion erhöht sich damit auf 734.

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