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Dresden: Corona-Tests ab jetzt auch im Luxushotel

Schnelltests sind die Eintrittskarte zurück ins Leben. Wo es sie gibt und wofür sie genau gebraucht werden – der große Überblick für Dresden.

Getestet wird seit Donnerstag auch im Dresdner Hotel Bellevue.
Getestet wird seit Donnerstag auch im Dresdner Hotel Bellevue. © Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Wer zum Friseur will, braucht ihn. Wer per Click & Meet shoppen möchte, ebenfalls. Schnelltests sind in vielen Bereichen zur Pflicht geworden. Inzwischen gibt es sie kostenlos in fast allen Dresdner Stadtteilen. Wo genau - der große Überblick.

Wo gibt es Testzentren für die kostenlosen Bürgertests?

Das Dresdner Gesundheitsamt hat inzwischen knapp 70 Anbieter mit den kostenfreien Bürgertest beauftragt. Dazu gehört neuerdings das Hotel Bilderberg Bellevue am Neustädter Markt. Am Tag seien bis zu 1.000 Tests möglich, so Hotelmanager Sebastian Klink. Geöffnet ist täglich von 8 bis 20 Uhr. Eine vorherige Terminbuchung ist nicht nötig. Um die Schnelltests durchführen zu können, ist ein Tagungsraum umfunktioniert worden. Um in den Raum "Elbterrasse" zu gelangen, betritt man das Hotel über die Terrasse auf der Seite des Blockhauses - nicht über den Haupteingang. Der Weg ist ausgeschildert. Außerdem wurden Mitarbeiter durch das Deutsche Rote Kreuz geschult.

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Neu dazugekommen sind in dieser Woche auch Testzentren auf dem Vorplatz der Scheune in der Neustadt, am Haupteingang des Elbeparks sowie am Kaufpark Nickern. Elbepark und Kaufpark setzen damit auf das Konzept "Sicher Offen", das es an insgesamt acht Standorten in Sachsen gibt.

Dabei melden sich Nutzer einmalig auf www.sicher-offen.com an und erhalten einen QR-Code, den sie dauerhaft als Zugang zu Geschäften oder Gastronomie nutzen können und der beim Einlass gescannt wird. Auf den Einsatz einer App habe man bewusst verzichtet. 15 Minuten nach dem Abstrich liege das Testergebnis dann via E-Mail vor, der persönliche QR-Code schalte sich bei negativem Testergebnis automatisch frei.

Wofür brauche ich die Schnelltests überhaupt?

Für so ziemlich alles, wenn die Inzidenz in Dresden so hoch bleibt. Wer per Click & Meet shoppen möchte oder Zoos, Museen und Galerien besuchen will, braucht seit Dienstag, 6. April, ein tagesaktuelles negatives Testergebnis.

Eine generelle Testpflicht – also unabhängig von der Inzidenz und der Lage in den Krankenhäusern – gilt schon seit 1. April für diejenigen, die am Unterricht in einer Fahrschule oder einer Musikschule teilnehmen wollen. Auch für den Besuch von Friseuren und Kosmetikstudios ist ein negatives Ergebnis nötig. Hochzeiten und Beerdigungen mit bis zu 20 Gästen? Auch dafür muss ein Test durchgeführt werden.

Und was ist, wenn ich Verkäufer oder Friseur bin?

Um die Arbeit ausüben zu dürfen, sind ebenfalls Tests vorgeschrieben, allerdings nicht jeden Tag. Laut Corona-Schutzverordnung müssen sich Beschäftigte und Selbständige mit Kundenkontakt zweimal wöchentlich testen oder testen lassen. Das gilt also auch für Fahrschullehrer, Friseure und Kosmetiker. Wer keinen Kundenkontakt hat und im Betrieb arbeitet, muss sich einmal pro Woche testen lassen.

Brauche ich einen Schnelltest im Testzentrum oder genügt ein Selbsttest?

Beides ist in den meisten Fällen möglich. Wer sich im Testzentrum testen lässt, erhält dort einen Nachweis über sein Ergebnis. Wer dies zu Hause mit einem Selbsttest erledigt, muss eine Selbstauskunft ausfüllen, mit der er versichert, dass das angegebene Ergebnis korrekt ist. Das Formular kann auf der Internetseite des Sozialministeriums heruntergeladen werden.

Muss ich für die Tests zahlen?

Mindestens einmal pro Woche hat jeder Bundesbürger Anspruch auf einen kostenfreien Schnelltest. Durchgeführt werden diese in den Zentren, die vom Dresdner Gesundheitsamt mit den Bürgertests beauftragt wurden. Das heißt, man darf sich in den Testzentren auch zwei- oder dreimal in der Woche testen lassen.

Bei Beschäftigten, die per Verordnung einen Test benötigen (Verkäufer zum Beispiel), muss der Arbeitgeber diese zur Verfügung stellen. Das kann in Form von Schnelltests, die von Fachpersonal durchgeführt werden, passieren, oder über Selbsttests.

Wer Selbsttests sucht, wird – je nach Verfügbarkeit – in Apotheken und Drogerien fündig. Auch manche Supermärkte bieten Selbsttests an. Die meisten kosten zwischen fünf und acht Euro pro Stück.

Weitere Informationen finden Sie auf www.dresden.de/corona

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