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Lockdown-Verlängerung spaltet die Sachsen

Einer aktuellen Umfrage zufolge lehnen viele Menschen den verlängerten Lockdown ab. Eine andere Maßnahme hingegen begrüßen die meisten.

Noch bis mindestens 7. März bleiben Läden, Restaurants und andere Einrichtungen geschlossen.
Noch bis mindestens 7. März bleiben Läden, Restaurants und andere Einrichtungen geschlossen. © dpa/Sebastian Gollnow

Am 1. März wird in Deutschlands Innenstädten wieder ein wenig Normalität zurückkehren. Denn während Geschäfte bis auf Weiteres geschlossen bleiben und nur Abholservice anbieten dürfen, sollen Friseure ab dann wieder öffnen - allerdings mit strengen Hygieneregeln, wie regelmäßigen Corona-Tests für das Personal und der Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken. Wenngleich diese Sonderrolle für Friseure umstritten ist, so befürwortet doch eine Mehrheit der Sachsen diese Regelung.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die sächsische.de gemeinsam mit den Meinungsforschern von Civey gestartet hat. Demnach sagen rund 73 Prozent der Sachsen, dass sie die Öffnung der Friseure unter Auflagen ab dem 1. März für richtig halten. 18 Prozent halten das hingegen für falsch. Rund neun Prozent sind bei der Frage unentschieden.

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Der Vergleich zur bundesweiten Auswertung der Umfrage zeigt zudem, dass die Sachsen die Friseuröffnung vergleichsweise positiv sehen. Nur rund 67 Prozent der Deutschen befürworten die Öffnung - also sieben Prozentpunkte weniger als in Sachsen. Zugleich halten rund 22 Prozent der Deutschen die Friseuröffnung für einen Fehler - also vier Prozentpunkte mehr als in Sachsen. Rund elf Prozent der Deutschen sind bei der Frage unentschieden.

Zugleich zeigt aber auch die bundesweite Auswertung der Umfrage, dass die weitaus meisten diesen Öffnungsschritt befürworten.

Ein differenzierteres Bild zeigt sich bei einem anderen wesentlichen Corona-Beschluss aus der vergangenen Woche: der Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März.

Die Sachsen sind in dieser Frage zwiegespalten. Rund 47 Prozent halten die Maßnahme für richtig, etwa 43 Prozent für falsch. Rund zehn Prozent sind bei der Frage unentschieden.

Der Vergleich zur bundesweiten Auswertung der Umfrage zeigt zudem, dass die Sachsen die nochmalige Verlängerung des Lockdowns skeptischer bewerten als die Deutschen insgesamt. Denn rund 59 Prozent der Deutschen unterstützt diese Maßnahme - also zwölf Prozentpunkte mehr als in Sachsen. Zugleich lehnen nur rund 34 Prozent der Deutschen die Maßnahme ab - neun Prozentpunkte weniger als in Sachsen. Rund acht Prozent der Deutschen sind bei der Frage unentschieden.

An der erstgenannten Umfrage wurde bisher 12.274 Mal teilgenommen. Die Stichprobe für die gesamtdeutschen Zahlen besteht aus 5.066 Personen, für die Sachsen-Zahlen aus 338 Personen. An der zweiten Umfrage wurde bisher 70.600 Mal teilgenommen. Die Stichprobe für die gesamtdeutschen Zahlen besteht aus 5.109 Personen, für die Sachsen-Zahlen aus 345 Personen. Wie Umfragen mit Civey funktionieren, wird in diesem Artikel (mit Video) erklärt.

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