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Bahn verhängt Reiseverbote für „Querdenker“

Erstmals verhängt die Bahn Zugverbote gegen Maskenverweigerer. Betroffen ist vor allem eine Gruppe, die auf dem Weg zu einer Demo in Dresden war.

Kontrolle der Maskenpflicht in der Bahn. Einige „Querdenker“ haben jetzt Reiseverbot.
Kontrolle der Maskenpflicht in der Bahn. Einige „Querdenker“ haben jetzt Reiseverbot. © Martin Schutt/dpa (Symbolbild)

Von Julius Geiler

„Ein bisschen Sars muss sein“ und eine Polonaise. Der RE18 der Deutschen Bahn wird am 12. Dezember 2020 zwischen Cottbus und Dresden zur Tanzfläche der sogenannten „Freedomparade“.

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Lecker in Sicht
Lecker in Sicht

Im Seidnitz Center Dresden sind zum Jahresende 2021 Veränderungen geplant. Es soll ein neuer Foodcourt entstehen. Kunden dürfen noch mitbestimmen.

Die verschwörungsideologische Berliner Gruppierung ist auf dem Weg zu einer „Querdenken“-Demonstration in der sächsischen Landeshauptstadt. Diese ist von Gerichten längst verboten worden, aber das kümmert die Gruppe genauso wenig wie die Maskenpflicht in der Deutschen Bahn.

In einem später veröffentlichten Video der Corona-Relativierer sieht man wie sie zu dem umgeschriebenen Hit von Roberto Blanco („Ein bisschen Spaß muss sein“) ohne Maske und Abstand durch das Zugabteil tanzen. Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ hat das nonkonforme Pandemiehalten der „Freedomparade“ nun Konsequenzen.

Zum ersten Mal hat die Deutsche Bahn bundesweite Zugverbote gegen Maskenverweigerer verhängt, wie die Zeitung berichtet. Ende vergangenen Jahres hatte die Bahn angekündigt, solche Beförderungsausschlüsse auszusprechen, wenn Passagiere wiederholt ohne Maske in Zügen angetroffen werden.

Laut einer Konzernsprecherin sei eine „niedrige zweistellige Zahl“ an „Beförderungsausschlüssen beziehungsweise Hausverboten“ verfügt worden. Laut dem Bericht gelten die verhängten Zugverbote für sechs Monate und bedeuten, dass die Maskenverweigerer in diesem Zeitraum nicht mit der Bahn im Regional- oder Fernverkehr reisen oder einen Bahnhof betreten dürfen.

„Captain Future“ postete den Bahn-Bescheid via Telegram

Auch wenn der Beförderungsausschluss nur schwer zu kontrollieren sei, müssten Betroffene bei einer möglichen Kontrolle mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch rechnen. Laut „Welt am Sonntag“ wurden die Zugverbote in besonders drastischen Fällen von Verstößen gegen die Maskenpflicht verhängt. Die Aktionen der Berliner „Freedomparade“ gehören offenbar dazu.

Nach Informationen des Tagesspiegels sind mehrere Mitglieder der Gruppierung vom Zugverbot betroffen. So postete der selbsternannte Anführer der Verschwörungsideologen, „Captain Future“ alias Michael B., den Bescheid der Bahn bereits im März auf seinem Telegram-Kanal. Auch andere Beteiligte, die am 12. Dezember mit „Captain Future“ im Regionalexpress feierten, erhielten Post von der Deutschen Bahn.

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Seit Monaten kommt es immer wieder zu massenhaften Verstößen durch die Berliner Gruppierung in öffentlichen Verkehrsmitteln. Videos aus dem Februar zeigen die Gruppierung auf dem Rückweg von einer „Querdenken“-Demonstration in Hannover bei mehreren maskenlosen Polonaisen in einem vollbesetzten ICE. Auch in der Berliner S-Bahn fielen die Verschwörungsideologen wiederholt durch ähnliche Aktionen auf.

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