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Wirtschaft

Streit um Sonne fürs Brot vor Gericht

Erneut klagt die Bäckereikette Hofpfisterei gegen Bäckereien, die das Wort Sonne für ihr Brot verwenden. Heute geht es gegen einen Chemnitzer Bio-Naturmarkt.

Eine Mitarbeiterin einer Bäckereifiliale der Kette Hofpfisterei hält einen Laib vom Brot ·Sonne· in den Händen. Die Bäckereikette Hofpfisterei hält die Rechte an der Marke "Sonne".
Eine Mitarbeiterin einer Bäckereifiliale der Kette Hofpfisterei hält einen Laib vom Brot ·Sonne· in den Händen. Die Bäckereikette Hofpfisterei hält die Rechte an der Marke "Sonne". © Matthias Balk/dpa

München/Chemnitz. Wessen Brot darf die Sonne im Namen tragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich am Mittwoch das Landgericht München I in mündlicher Verhandlung. Weil ein Chemnitzer Bio-Naturmarkt unter anderem einen "Sonnenlaib" im Sortiment hatte, hat die bayerische Bäckereikette Hofpfisterei hat gegen den Betreiber auf Unterlassung geklagt. Gegen eine entsprechende einstweilige Verfügung des Landgerichts hat der Bio-Markt Widerspruch eingelegt. (Az. 3 HKO 1440/21)

Der Streit um die "Sonne" in fremden Broten beschäftigt die Justiz schon seit Jahren.
Der Streit um die "Sonne" in fremden Broten beschäftigt die Justiz schon seit Jahren. © Matthias Balk/dpa

Nach Auffassung der Münchner Firma hat der Naturmarkt mit seinen Brot-Namen gegen das Markenrecht verstoßen: Die Bezeichnung "Sonne" in Zusammenhang mit Brot und Backwaren habe die Hofpfisterei schon vor mehr als 40 Jahren ins Markenregister eintragen lassen. Um diese Marke nicht zu verlieren, gehe das Unternehmen gegen jeden Verstoß vor, der ihm bekannt werde.

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Der Streit um die "Sonne" in fremden Broten beschäftigt die Justiz schon seit Jahren: Immer wieder mahnt die Hofpfisterei auch kleine Bäckereibetriebe bei Verstößen ab, allein beim Landgericht München I wurden nach Angaben einer Gerichtssprecherin schon 20 Verfahren zum Thema abgeschlossen. Drei weitere seien neben dem Streit mit dem Chemnitzer Bio-Markt noch anhängig. Mit einem Urteil wird am Mittwoch nach Angaben einer Gerichtssprecherin nicht gerechnet. (dpa)

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