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Corona-Impfung: Die Eltern bleiben ratlos zurück

Politiker wollen Kinder gegen Corona impfen, die Stiko sieht die Impfempfehlung aber skeptisch. Das Hin und Her hilft aber niemanden. Ein Kommentar.

Eine Schülerin wird in den USA gegen Corona geimpft.
Eine Schülerin wird in den USA gegen Corona geimpft. © Damian Dovarganes/AP/dpa / SZ

Für Bildungspolitiker schien die Sache einfach: Nach Monaten des erzwungenen Verzichts sind jetzt die Kinder an der Reihe. Schnell die Schüler impfen, damit nicht noch ein Schuljahr verloren geht.

Daraus wird womöglich nichts. Wenn die Ständige Impfkommission nicht die dringend erwartete Empfehlung ausspricht, wird sich der Wunsch nach einem halbwegs normalen Schulalltag ab Herbst nicht erfüllen. Auch das Ziel, unter Einbeziehung der jungen Generation möglichst schnell Herdenimmunität zu erreichen, wäre gefährdet.

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Vor einigen Monaten mussten die Schulen schließen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Kinder mussten mit Masken, Tests, Heimunterricht und Kontaktverboten leben. Jüngere seien Virenüberträger und, so hieß es, müssten selbst vor einer Infektion geschützt werden. Davon ist laut Impfkommission plötzlich keine Rede mehr. Ein Long-

Covid-Risiko gebe es für Kinder nicht, sagt der Berater der Bundesregierung.

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Dieses Hin und Her lässt den Laien ratlos zurück. Während die Experten auf der Bremse stehen, treibt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das Projekt massiv voran. Aber allein das Stichwort „unerforschte Nebenwirkungen“ dürfte ausreichen, um viele Eltern davon abzuhalten, ihre Kinder immunisieren zu lassen. Wer wie die meisten die Folgen nicht überblicken kann, dürfte sich eher dagegen entscheiden. Das ist verständlich. Für das nächste Schuljahr sind dies aber keine guten Nachrichten.

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