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Die Stadt ohne Weihnachtsbaum

Gar nicht weihnachtlich sieht es vorm 1. Advent auf Stolpens Marktplatz aus. Das hat einen Grund. Die gute Nachricht: Die Vorweihnachtszeit fällt trotzdem nicht aus.

Stolpens Marktplatz präsentiert sich noch herbstlich. Nicht ohne Grund.
Stolpens Marktplatz präsentiert sich noch herbstlich. Nicht ohne Grund. © Steffen Unger

Trübe Stimmung auf dem Marktplatz von Stolpen. Kein Weihnachtsbaum, keine Beleuchtung. Nur die Lichterbögen der Anwohner bringen etwas weihnachtliche Stimmung auf den Platz. Und schon machen Gerüchte die Runde. Von einem Zwist zwischen dem Gewerbeverein und der Stadt ist die Rede. Das kann Thomas Scholle vom Gewerbeverein nicht bestätigen.

Bauhofleute in Quarantäne oder krank

Der Grund ist, wie in diesen Tagen so oft: Corona. Nur ein einziger Bauhofangestellter ist derzeit noch arbeitsfähig. Alle anderen in sind in Quarantäne oder krank. Und das schon über längere Zeit. Das hatte letztlich zur Folge, dass weder in Stolpen noch in den Ortsteilen öffentliche Plätze geschmückt werden konnten. "Wir gehen davon aus, dass ab Dienstag wieder mehr Mitarbeiter verfügbar sind und diese Arbeiten dann realisiert werden können", sagt Rathaussprecherin Ines Rosner. "Bürgermeister Uwe Steglich bedauert dies sehr, aber es gab leider keine andere Lösung."

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Corona hatte übrigens nicht nur den Bauhof lahmgelegt, sondern auch einige Rathausmitarbeiter mussten in Quarantäne. Der Bürgermeister selbst ist an Covid-19 erkrankt, sei aber auf dem Weg der Besserung. In Stolpen sind derzeit 68 Personen positiv getestet worden, also infiziert.

Adventskalender und Weihnachtsmannmobil

Die Vorweihnachtszeit fällt in Stolpen natürlich nicht ganz aus. Citymanagerin Simone Schöne hat dazu zwei Aktionen auf die Beine gestellt. In den letzten Tagen wurden 33 Adventskalender mit Süßigkeiten bestückt. Diese werden bis zum 1. Dezember in den Stolpner Kitas und der Basaltus-Grundschule verteilt.

Das Weihnachtsmannmobil, das die Firma Capron jedes Jahr zur Verfügung stellt, wird auch wieder vor Ort sein, allerdings ohne Aktivitäten. Erstmals wurde die Aktion Wunschzettelpost mithilfe des Kunstmalers Rico Nitzsche gestartet. Er hat sich kurzfristig, trotz voller Auftragsbücher, entschlossen, einen solchen Briefkasten anzufertigen.

Die Holzteile hat die Firma Capron gesponsert. Der Briefkasten wird neben dem Weihnachtsmannmobil auf dem Stolpener Marktplatz aufgestellt. Alle Wunschzettel, die von den Kindern mit Anschrift eingeworfen werden, werden vom Weihnachtsmann auch beantwortet, versprochen. Darüber hinaus sind die Kinder aufgefordert, etwas für den Weihnachtsmann zu basteln. Dafür gibt es dann ein kleines Präsent.

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