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Schüler kehren am Montag ans BSZ zurück

Über 130 Schüler wurden am Donnerstag nach Hause geschickt. Eine Lehrkraft war positiv getestet worden.

Die betroffene Lehrkraft am BSZ Döbeln-Mittweida hat in sieben Klassen unterrichtet.
Die betroffene Lehrkraft am BSZ Döbeln-Mittweida hat in sieben Klassen unterrichtet. © Archiv/Dietmar Thomas

Döbeln. Eine Lehrkraft am Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Döbeln-Mittweida ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte Schulleiterin Katrin Neumann auf Nachfrage von Sächsische.de. Die Schule war am Donnerstag darüber informiert worden und hatte anschließend vorsorglich 131 Schüler nach Hause geschickt.

Laut Katrin Neumann hat die Lehrkraft, die zuletzt am Montag im BSZ gewesen ist, bei sieben Klassen Unterricht gehabt. Die Schüler sollten zunächst vorsorglich auch am Freitag zu Hause bleiben. "Sie haben Aufgaben mitgenommen und werden über die Plattform Lernsax mit Aufgaben versorgt", sagte Neumann.

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Am Montag dürfen die Schüler allerdings wieder zurück ans BSZ. Die Einrichtung hat eine entsprechende Rückmeldung vom Gesundheitsamt erhalten, heißt es auf der Internetseite der Schule. Eine Quarantäne ist demnach für die Schüler nicht nötig. Auch Lehrpersonal müsse sich nicht in Quarantäne begeben, so Michael Winkler, der stellvertretende Schulleiter des BSZ am Freitag. "Die Abstände sind auch im Lehrerzimmer groß genug", begründete er.

Zudem würden mehrere Lehrer die Möglichkeit wahrnehmen, sich einmal pro Woche freiwillig auf das Virus testen zu lassen, informierte Winkler. Meist würden die Abstriche beim Hausarzt durchgeführt. "In der Regel steht das Ergebnis schon am nächsten Tag fest, sodass wir im Fall der Fälle schnell reagieren können", äußerte sich Winkler. Die jetzt betroffene Lehrkraft sei jedoch aufgrund von Symptomen getestet worden.

Rückmeldung des Gesundheitsamts steht noch aus

Die noch minderjährigen Schüler des BSZ hatten am Donnerstag ein Schreiben für die Eltern mit nach Hause bekommen, in dem über die aktuelle Situation informiert wurde. Jenes wurde auch den Schülern der dualen Ausbildungen für die ausbildenden Betriebe mitgegeben.

>>>Über die Ausbreitung des Coronavirus und über die Folgen in der Region Döbeln berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.<<<

Es sei nicht der erste Corona-Fall an der Schule, so die Schulleiterin. Vor gut zwei Wochen sei auch eine Schülerin positiv auf das Virus getestet worden. Daraufhin sei deren Klasse in Quarantäne gegangen. Die Betroffene sei bereits wieder in der Schule, so Neumann weiter.

Mehrere Gemeinschaftseinrichtungen betroffen

Mit dem BSZ ist eine weitere Gemeinschaftseinrichtung im Altkreis Döbeln von Einschränkungen aufgrund des Coronavirus betroffen. Am Dienstag wurde bekannt, dass eine Erzieherin des Horts "Schulbergstrolche" der Grundschule in Waldheim sich infiziert hat. Daraufhin wurden 90 Schüler sowie zwei Lehrer in Quarantäne geschickt.

Ebenfalls am Dienstag wurde bekannt, dass das Virus die Kita "Waldspatzen" erreicht hat und sich Personen dort in Quarantäne befinden. Details dazu wurden jedoch nicht genannt. Fälle gibt es zudem in der Senioreneinrichtung "Berta Börner" der Diakonie in Roßwein sowie der JVA in Waldheim.

Insgesamt gab es im Landkreis am Donnerstag Corona-Fälle an 30 Gemeinschaftseinrichtungen, darunter 20 Schulen sowie zehn Kitas beziehungsweise Horte.

Jetzt fast 400 Fälle im Altkreis Döbeln

Am Donnerstag ist bei 25 weiteren Menschen aus der Region Döbeln das Coronavirus nachgewiesen worden. Damit ist die Gesamtzahl der Infektionen seit März auf 399 gestiegen, wie aus der aktualisierten Statistik des Landratsamtes hervorgeht.

Insgesamt sind für Mittelsachsen am Donnerstag 120 neue Nachweise zu verzeichnen. Davon entfallen 54 auf den Bereich Freiberg (1.503) sowie 41 auf den Altkreis Mittweida (999).

Eine nur geringfügige Änderung gab es bei den Patienten, die stationär aufgrund einer Covid-19-Infektion behandelt werden müssen. Aktuell befinden sich 95 (-1) Betroffene in einer Klinik, acht davon (-1) müssen beatmet werden. Nach wie vor werden acht Patienten in der Helios-Klinik in Leisnig behandelt, einer davon befindet sich auf der Intensivstation.

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