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Töpelwinkel: Finanzpolster ist aufgebraucht

Ins Natur- und Freizeitzentrum Töpelwinkel bei Döbeln ist wieder Leben eingezogen. Die Leiterin hat trotzdem einige Sorgenfalten.

Endlich ist wieder leben ins Natur- und Freizeitzentrum eingezogen. Darüber ist Leiterin Carin Lau sehr froh. Sie zeigt den Schülerinnen der Klasse 5c des Martin Luther Gymnasiums Hartha, was alles in ein Kräuteröl gehört.
Endlich ist wieder leben ins Natur- und Freizeitzentrum eingezogen. Darüber ist Leiterin Carin Lau sehr froh. Sie zeigt den Schülerinnen der Klasse 5c des Martin Luther Gymnasiums Hartha, was alles in ein Kräuteröl gehört. © Dietmar Thomas

Döbeln. Endlich ist wieder Kinderlachen im Natur- und Freizeitzentrum im Töpelwinkel zu hören. Auch wenn das Programm wegen Corona noch nicht ganz so voll ist, wie um diese Zeit üblich, ist die Leiterin der Einrichtung Carin Lau froh. Seit Ende Juni ist der Betrieb wieder richtig losgegangen – Schulklassen übernachten im Landschulheim, verbringen hier einen Wandertag, die Jungen Naturwächter sind wieder vor Ort und Familien nutzen die tolle Lage, um an den Wochenenden zu feiern.

Bis Ende Juni waren wegen Corona keine Übernachtungen möglich. „Wir waren über unsere Tagesgäste unendlich glücklich. Das Wetter hat auch entsprechend mitgespielt, sodass wir viel an der frischen Luft waren“, sagte Carin Lau. Seit Anfang Juli läuft wieder der Normalbetrieb. „Die Schulklassen sind wieder da. Ich habe alles so geruckelt, dass noch vorhandene Lücken, in denen wir nicht ausgebucht waren, geschlossen werden konnten“, so Carin Lau.

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Corona-Reserven sind nun aufgebraucht

Trotzdem fehlen die Einnahmen aus den Übernachtungen. Fast neun Monate war das Zentrum ganz geschlossen. „Ich war so froh, dass der Verein vor Corona ein Finanzpolster schaffen konnte. Doch das ist jetzt aufgebraucht“, sagte Carin Lau. Die Sommerferien seien gut ausgebucht.

Was noch benötigt wird, sind Anmeldungen für den Herbst. „In dieser Jahreszeit können viele schöne Projekte umgesetzt werden“. so die Leiterin der Einrichtung. Sie hofft, dass es keine vierte Corona-Welle gibt und die Schulklassen auch nach den Ferien einen Aufenthalt im Natur- und Freizeitzentrum buchen. Sonst werde es eng mit den Finanzen. Der nächste Winter müsse abgewartet werden.

Doch Carin Lau schaut nach vorn und ist zuversichtlich. Sie hat schon gemeinsam mit dem Verein einige Durststrecken überwunden. Und sie hat auch noch zwei Joker. Das sind eindeutig der Kletterbogen und die vielen Projekte direkt in der Natur. Carin Lau plant zurzeit bis in den Dezember hinein.

Im letzten Monat des Jahres werden wieder viele Tagesprojekte für Schulklassen angeboten. So sind auch Weihnachtsfeiern oder das Basteln von Geschenken möglich.

Ferienlager in Döbeln für Sommerferien ausgebucht

Die Hoffnung, dass es weiter geht, ist nicht unbegründet. In den Sommerferien gibt es für Aufenthalte im Natur- und Freizeitzentrum kaum noch freie Plätze. In der ersten Woche sind die Mädchen und Jungen des Noschkowitzer Kinderheimes zu Gast. Außerdem bietet das Christliche Jugendwerkdorf (CJD) eine Ferienzeit an. Bei Horteinrichtungen steht der Töpelwinkel als Tagesziel auf dem Plan.

In der zweiten Woche organisiert die Servicestelle Internationale Jugendarbeit des Vereins Treibhaus gemeinsam mit der Organisation Roudel aus Toulouse, Frankreich, die Internationale Jugendbegegnung „Youth goes for solidarity“. Die teilnehmenden Jugendlichen werden ihre Zeit vom 2. bis 8. August im Töpelwinkel verbringen.

Teilnehmen können Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 20 Jahren. Verbindliche Anmeldungen sind bis zum 23. Juli möglich. „Ich freue mich, dass die Jugendlichen hier nicht nur zu Gast sind, sondern selbst anpacken wollen. So stehen Projekte wie die Arbeit am Naturlehrpfad und dem Waldklassenzimmer auf dem Plan“, sagte Carin Lau.

Neuer Internetauftritt mit allen Angeboten

Die anschließenden drei Wochen Sommerferienzeit sind ausgebucht. Schon vorbereitet werden die Familienumwelttage zum Thema „Bäume und Laubfärbung“ vom 24. bis 26. September.

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Nicht zu vergessen ist das Herzensprojekt von Carin Lau, die Jungen Naturwächter. Am Anfang des Schuljahres wird wieder ein neuer Grundkurs beginnen. Sie hatte ihre Jungen Naturwächter während des Lockdowns mit Rätseln und Aufgaben bei Laune gehalten. Was alles im Natur- und Freizeitzentrum angeboten wird, ist jetzt auf der neu gestalteten Internetseite zu sehen. Das ist Annett Thomas und Johannes Gersten zu verdanken.

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