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Döbeln

Döbeln: Impfstoff am frühen Nachmittag aufgebraucht

Vor allem ältere Menschen wollen sich zum dritten Mal impfen lassen. Warum das nicht für alle möglich gewesen ist.

Der Andrang vor dem Döbelner Volkshaus ist groß. Vor allem Ältere wollen die Booster-Impfung.
Der Andrang vor dem Döbelner Volkshaus ist groß. Vor allem Ältere wollen die Booster-Impfung. © Lutz Weidler

Döbeln. Der ältere Mann ist ungeduldig und verärgert. Es ist früher Nachmittag. Auf einem Schild hinter der Glastür des Döbelner Volkshauses ist zu lesen, dass hier am Vormittag und von 13 bis 17 Uhr Corona-Schutzimpfungen möglich sind. Doch die Tür ist verschlossen.

Andrang im Volkshaus und in Hartharena

Der Mann schlägt mit der Faust gegen das Glas, bis der Hausmeister des Volkshauses öffnet, ihm jedoch– wie allen anderen Wartenden – den Einlass verwehrt. „Der Impfstoff ist alle“, so seine Begründung. Eine Mitarbeiterin des Malteser Hilfsdienstes kommt ihm zu Hilfe, beruhigt die älteren Damen und Herren und bittet sie, am Dienstagvormittag wiederzukommen.

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Bereits am Montagvormittag hatte sich eine lange Schlange vor dem Volkshaus und im Gebäude die Treppe hinauf bis zum Kaminzimmer gebildet. Einige der Letzten aus dieser Schlange warteten am Nachmittag in den Räumen noch immer auf ihre Impfung. Einen ähnlichen Andrang hatte es am Freitag und Sonnabend bei den Impfaktionen in der Hartharena gegeben.

Vor eineinhalb Wochen noch minimale Nachfrage

Vor eineinhalb Wochen war das Interesse der Impfwilligen noch minimal. Extrem zugenommen habe es, seit die Booster-Impfungen ab 18 Jahren freigeben worden sind, erklärt DRK-Sprecher Kai Kranich. Etwa 100 bis 150 Impfungen seien pro Tag und mobilem Team möglich. „Das geben die Technik, die Anzahl der Mitarbeiter und die Arbeitsstunden mit An- und Abfahrt her“, so Kranich.

Und jeder Impfwillige habe auch das Recht auf eine Beratung, bei dieser medizinischen Dienstleistung. Oft würden die Mitarbeiter der Impfteams bereits Überstunden machen, wie am vergangenen Wochenende. Statt 3.000 Impfungen wurde in Sachsen 4.500 pro Tag verabreicht.

Rasant steigende Infektionszahlen

In nur fünf Tagen sind im Landkreis Mittelsachsen mehr als 1.000 neue Corona-Fälle aufgetreten. Am Montag wurde mit der Gesamtzahl von 30.099 eine weitere Tausender-Grenze überschritten. Das Gesundheitsamt hat nach dem Wochenende 142 positive PCR-Tests gemeldet.

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