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Döbeln: Wo Masken schon Routine sind

Eltern müssen sich in Kitas noch an die Schutz-Regel halten. Corona hatte dort auch positive Effekte.

Im Kinderhaus Hartha halten sich die Eltern, wie Juliane Thalheim – hier mit Tochter Jette – an die noch bestehende Pflicht, beim Bringen und Holen der Kinder auf dem Gelände und im Gebäude der Einrichtung, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.
Im Kinderhaus Hartha halten sich die Eltern, wie Juliane Thalheim – hier mit Tochter Jette – an die noch bestehende Pflicht, beim Bringen und Holen der Kinder auf dem Gelände und im Gebäude der Einrichtung, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. © Thomas Kube

Region Döbeln. Die Inzidenz liegt in Mittelsachsen seit acht Wochen unter dem Wert von zehn. Die Corona-Schutz-Masken sind weitestgehend aus dem Alltag verschwunden. Eltern und Großeltern, die ihren Nachwuchs oder die Enkel in die Kita bringen sowie von dort abholen, sollten trotzdem einen Mund-Nase-Schutz dabei haben.

Diesen müssen sie laut Corona-Schutz-Verordnung nach wie vor aufsetzen, bevor sie das Gelände einer Kindereinrichtung betreten. Aber halten sie sich auch daran?

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Eltern haben Verständnis

Es komme schon vor, dass mal jemand den Mundschutz vergesse. „Aber wenn wir diejenigen darauf hinweisen, gibt es keine Diskussion. Die Eltern haben Verständnis und setzen die Maske auf“, sagt Annegret Glauch, Chefin der Kita „Sonnenschein“ in Döbeln. Auch in der Kita „Kinderburg“ in Gleisberg werde die Regelung weitestgehend ernst genommen.

Im Harthaer Kinderhaus hätten die Erzieher als Vorbilder fungiert, die Kinder eine Zeit lang an der Tür abgeholt und dabei selbst eine Maske getragen.

„Außerdem haben wir die Eltern darauf hingewiesen, dass sie sich nur kurzzeitig, also maximal zehn bis 15 Minuten in der Kita aufhalten sollen. Ansonsten müssen sie einen Test mitbringen oder nachweisen, dass sie geimpft oder genesen sind“, erklärt die Leiterin Kerstin Thanheiser.

Letzteres sei auch bei Elterngesprächen der Fall, die etwas länger dauern. „Die Eltern ziehen mit und haben Verständnis“, so die Kita-Chefin.

Wie in allen anderen Einrichtungen weist in der Kita „Funtasia“ in Altenhof ein Schild am Eingang auf die Maskenvorgabe hin, an die sich laut Chefin Eveline Lischke alle halten. Dies sei inzwischen auch in der Kita „Zschopauknirpse“ in Waldheim der Fall. Anfangs hätten einige Eltern auf den Mundschutz hingewiesen werden müssen. Aber jetzt sei der zur Routine geworden, „und die Eltern halten sich super daran“, heißt es aus der Einrichtung.

Weniger Infekte bei Kindern

In Bezug auf Krankheitssymptome bei den Kindern seien die meisten Eltern, aber auch die Erzieher jetzt etwas sensibler als vor Corona. „Wir weisen die Eltern darauf hin, wenn es bei der Tochter oder dem Sohn Krankheitsanzeichen gibt. Viele Eltern sind aber auch vorsichtiger und bleiben lieber mal zwei Tage mit dem Kind zu Hause, wenn sie das können“, so Annegret Glauch aus der Kita „Sonnenschein“.

Es gebe aber auch Eltern, die es nicht ganz so ernst nehmen, wenn sich das Kind nicht wohlfühlt. Diesen Eltern gegenüber habe die Kita durch Corona eine bessere Handhabe, sie zu bitten, die Symptome beim Arzt abklären zu lassen.

In der Gleisberger „Kinderburg“ erklären Aushänge, wie sich die Eltern bei bestimmten Krankheitsanzeichen der Kinder verhalten sollen. Zudem sei die Vorgabe des Gesundheitsamtes leichter durchzusetzen, dass Kinder mit Durchfall die Kita für 48 Stunden nicht betreten dürfen.

Solche Magen-Darm-Infekte hätten jedoch ebenso stark nachgelassen, wie Erkältungskrankheiten. Das ist bei den Waldheimer Zschopauknirpsen aufgefallen.

Klingel begeistert Knirpse

Einige Einrichtungen haben Veränderungen im Alltag, die während des Lockdowns eingeführt worden sind, beibehalten. So gibt es in der Garderobe der Gleisberger „Kinderburg“ eine Funkklingel. Mit der kündigen die Eltern den Erzieherinnen an, dass das Kind nach dem Umkleiden allein in das Zimmer kommt. „Das nutzen schon die ganz Kleinen mit Begeisterung“, so die Leiterin Carola Rothe.

Das Kinderhaus Hartha ist weiterhin ab 8.15 Uhr geschlossen. „Das bringt mehr Ruhe und Harmonie in die Gruppen“, meint Chefin Kerstin Thanheiser. Außerdem teilen die Mitarbeiterinnen der hauseigenen Küche das Essen nicht mehr in den Gruppen aus, sondern bringen es nach wie vor auf Wagen nur bis zu den Türen der Zimmer.

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Auch die Reinigungskräfte mussten sich umstellen. Sie arbeiten nun erst am Nachmittag. So werden weiterhin viele Kontakte vermieden.

Die Kita Zschopauknirpse hat die Eingewöhnungsphase umgestaltet, bei der neue Kinder von einem Elternteil begleitet werden. Statt am Vormittag kommen die Neuen jetzt am Nachmittag, wenn nicht mehr so viele Kinder in der Einrichtung sind. Damit habe die Kita sehr gute Erfahrungen gemacht, weil es für alle Beteiligten stressfreier zugehe.

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