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Alle Informationen zum Dresdner Impfstart

In der Messe wurde am Montag der Betrieb aufgenommen. Das sind die Bedingungen, um einen Termin zu bekommen.

Feuerwehrleute und Rettungssanitäter stehen in Dresden für die Corona-Impfung an.
Feuerwehrleute und Rettungssanitäter stehen in Dresden für die Corona-Impfung an. © Sven Ellger

Dresden. Seit Montagmorgen ist das Impfzentrum an der Dresdner Messe in Betrieb. Koordiniert und betrieben wird das Zentrum vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Beginn der Impfungen finden Sie hier.

Wer wurde bisher geimpft?

Bereits seit kurz nach Weihnachten ist in Dresden ein mobiles Impfteams unterwegs, das die Bewohner und das Personal von Pflegeeinrichtungen impft, seit kurzem hat ein zweites Team in der Stadt die Arbeit aufgenommen.

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Es besteht jeweils aus drei medizinischen Mitarbeitern, davon mindestens einem Arzt und einem medizinischen Fachangestellten, der den Impfstoff aufbereitet sowie zwei Helfern zur Unterstützung und Dokumentation.

Die Dresdner Kliniken führen die Impfungen ihrer Mitarbeiter selbst durch. Zum Ende der ersten Januarwoche hatten sich in den Dresdner Krankenhäusern bereits rund 1.300 Beschäftigte impfen lassen, nach SZ-Recherchen wurden insgesamt bis Donnerstag etwa 2.000 Menschen in Dresden geimpft.

"Wir sehen, dass unter dem sächsischen Krankenhauspersonal eine überdurchschnittlich hohe Bereitschaft besteht, sich impfen zu lassen. So wurden – Stand Donnerstag – bereits 21 Prozent des sächsischen Krankenhauspersonals geimpft. Dieser Wert liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 16 Prozent", so der medizinische Vorstand der Dresdner Uniklinik, Professor Michael Albrecht vergangene Woche.

Wer kann sich im Zentrum impfen alssen?

Im neu errichteten Impfzentrum an der Messe werden zunächst Gruppentermine durchgeführt. Hier können sich zum Beispiel Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Feuerwehrleute und Rettungsdiensten impfen lassen.

Bis zum Montagmittag sind etwa 100 Impfdosen des Biontech/Pfizer-Vakzins in der Messehalle 4 verabreicht worden. Zunächst werden täglich bis zu 400 Dosen verimpft. "Wir könnten mit einem Tag Vorlauf auf 800 erhöhen, aber so viel Impfstoff steht noch nicht zur Verfügung", sagt Ulrike Peter, die Dresdner Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Ab Montag, dem 11. Januar um 14 Uhr, können bestimmte Dresdner auch selbst online einen Termin beim Impfzentrum vereinbaren - dies geht über eine extra eingerichtete Internetseite. Berechtigt sind diejenigen, die zur sogenannten "Priorisierungsgruppe 1" gehören. Wer das ist, hat der Bund festgelegt.

"Mit Beginn der Tätigkeit der Impfzentren rücken die weiteren Personen der höchsten Impfpriorität in den Fokus: mobile Personen über 80 Jahre, aber auch Beschäftigte ambulanter Pflegedienste und besonders betroffene Risikobereiche der ambulanten Versorgung", so heißt es am Montag in einer Mitteilung des Sozialministeriums.

Wie läuft die Anmeldung zum Impftermin ab?

Um sicherzustellen, dass man selbst zu dieser Gruppe gehört, wird es bei der Anmeldung eine Berechtigungsprüfung geben. Im Anschluss erhalten die Interessierten einen Link zur Terminvereinbarung.

Danach kann man seinen Wunschtermin frei auswählen und erhält eine Bestätigung per Mail. Zum Impftermin müssen die Terminbestätigung, der bereits ausgefüllte ärztliche Anamnese-Bogen, der Bogen zur Impfaufklärung, der Personalausweis, die Krankenversicherungskarte, der Impfausweis sowie wichtige Unterlagen wie etwa ein Herzpass, ein Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste mitgebracht werden.

Warum wird nicht beim Hausarzt geimpft?

Die Termine laufen am Montag kommende Woche, dem 18. Januar, an. In den nächsten Tagen will das Gesundheitsministerium auch eine Telefonnummer zur Anmeldung schalten. Geöffnet ist das Impfzentrum an der Dresdner Messe täglich, nämlich von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen von 9 bis 17 Uhr.

Allerdings macht man sich beim DRK Sorgen, dass nicht genügend Impfstoff vorhanden ist, um die erwartete große Nachfrage zu decken. Weitere Filialen der Impfzentren, möglicherweise auch in Dresden, soll es deshalb vorerst nicht geben.

Das liegt auch daran, dass der Impfstoff in Mehrdosenbehältnissen pro Flasche verpackt sei, so eine Sprecherin des Sozialministeriums. Er könne aktuell nicht beim Hausarzt verabreicht werden, da er nach der Aufteilung nicht mehr erschüttert werden dürfe, heißt es.

Insgesamt wurden am vergangenen Freitag über 31.000 Dosen des mRNA-Impfstoffs von Biontech und Pfizer zu den dreizehn Impfzentren im Freistaat geliefert. Am Donnerstag in dieser Woche soll eine weitere Bestellung in der selben Höhe eintreffen, kündigte das sächsische Sozialministerium an.

Neben dem medizinischem Personal, das von der Kassenärztlichen Vereinigung (KVS) koordiniert wird, stellt das DRK auch in Dresden rund 20 Mitarbeiter und zwei Leitungskräfte.

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Babette Steffen arbeitet bei der Freiwilligen Feuerwehr. Sie gehört zu den ersten Menschen in der Stadt, die sich in der Messe gegen Corona impfen lassen.

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