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Wirtschaft

Werkstätten Hellerau will selbst impfen

Das Dresdner Unternehmen hat im Januar ein Schnelltestzentrum mit initiiert. Jetzt will es seinen Mitarbeitern auch eine Impfung gegen Corona anbieten.

Sobald sich die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes vergrößer, möchten die Deutschen Werkstätten in Hellerau ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gegen Corona impfen.
Sobald sich die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes vergrößer, möchten die Deutschen Werkstätten in Hellerau ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gegen Corona impfen. © Symbolbild: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Dresden. Die Deutschen Werkstätten in Dresden-Hellerau möchten demnächst die eigenen Mitarbeiter gegen Corona impfen lassen. „Sobald sich die Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes deutlich vergrößert und demnach auch die jüngeren Bevölkerungsgruppen geimpft werden können, soll das in Hellerau geschehen“, teilte das Unternehmen in einer Corona-Zwischenbilanz mit.

Der Gesundheitsmanager des Unternehmens, Frank Mrosowski, habe dafür bereits alle wichtigen Informationen für die Angestellten zusammengetragen. „Wir haben unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Anfang an unaufgeregt, sachlich und ausführlich informiert und dafür wiederholt positive Rückmeldungen von ihnen erhalten“, erklärte er.

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Seit Mitte 2020 werden Mitarbeiter regelmäßig getestet

Wie das Unternehmen weiter mitteilt, ist die Impfaktion nur ein Teil der bereits laufenden Corona-Schutzmaßnahmen. Ein weiterer sind regelmäßige Corona-Tests der Mitarbeiter und das nach eigenen Angaben schon seit Mitte des vergangenen Jahres. Potenzielle Infektionsketten sollen damit unterbunden werden.

Dafür wurden die Mitarbeiter zunächst an externen Standorten wie dem Dresdner Uniklinikum oder dem Testzentrum der Johanniter in Heidenau getestet. Zwei positive Fälle wurden dabei festgestellt. Nach der verlängerten Betriebsruhe zum Anfang des Jahres, wurden erneut rund 270 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Standort Hellerau getestet. Diese Tests war nach eigenen Angaben alle negativ.

Gemeinsam mit den Johannitern haben die Deutschen Werkstätten im Januar ein Corona-Schnelltestzentrum in Hellerau eröffnet.
Gemeinsam mit den Johannitern haben die Deutschen Werkstätten im Januar ein Corona-Schnelltestzentrum in Hellerau eröffnet. © Deutsche Werkstätten

Kurz darauf hat das Unternehmen am 25. Januar in Kooperation mit den Johannitern ein Testzentrum in der Waldschänke Hellerau eröffnet und seitdem regelmäßig alle Mitarbeitenden sowie externe Besucher auf eigene Kosten testen lassen. Insgesamt wurden somit bisher rund 1.000 Tests für das Unternehmen durchgeführt. Auch diese Tests seien alle negativ gewesen. Die Kosten dafür belaufen sich auf etwa 40.000 Euro.

3.200 Selbsttests für Mitarbeiter

Des weiteren erhalten die Mitarbeiter der Deutschen Werkstätten seit Anfang März zwei Corona-Selbsttests pro Woche. Bisher seien rund 3.200 Selbsttests verwendet worden. Sechs Corona-Fälle habe es gegeben. Die betroffenen Personen haben nach Angaben niemanden im Arbeitsumfeld angesteckt.

„Wir haben die Pandemie von Anfang an sehr ernst genommen. Uns war es wichtig, dass unsere Angestellten während ihrer Arbeitszeit den größtmöglichen Schutz erhalten“, erklärte Fritz Straub, Geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Werkstätten.

Großteil der Büromitarbeiter musste ins Homeoffice

Denn durch die Corona-Pandmie mussten die Arbeitsabläufe im Unternehmen verändert werden. Wie Pressesprecherin Juliane Richter mitteilt, ist die Arbeit normalerweise vom Miteinander in zwei Großraumbüros und einer regen Diskussionskultur inklusive vieler Besprechungen geprägt. „Doch schon im März vergangenen Jahres hat sich ein Großteil der Büromitarbeiter ins Homeoffice begeben und wurde der digitale Austausch ausgebaut. Pausenzeiten und -räume wurden entzerrt, die Fertigungskolleginnen und -kollegen haben wiederholt mehrere Monate lang im Zweischichtsystem gearbeitet“, erklärte sie.

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