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Dresdner Klinikum versorgt wieder Corona-Patienten

Die kurzzeitige Abmeldung von der Leistelle hat für leichte Entspannung am Städtischen Klinikum Dresden gesorgt. Doch die Situation bleibt weiter kritisch.

Die Corona-Lage am Städtischen Klinikum Dresden hat sich in den vergangenen Tagen leicht entspannt.
Die Corona-Lage am Städtischen Klinikum Dresden hat sich in den vergangenen Tagen leicht entspannt. © Symbolbild: Frank Molter/dpa

Dresden. Die Situation am Städtischen Klinikum in Dresden hat sich etwas entspannt. Das Krankenhaus hatte in der vergangenen Woche einen Aufnahmestopp für Corona-Patienten verhängt, da die Kapazitäten ausgeschöpft waren. Die Pause hat geholfen. Inzwischen können wieder Erkrankte neu aufgenommen werden.

"Wir melden daher seit Montagabend wieder freie Kapazitäten für die Covid-Bereiche an die Corona-Krankenhaus-Leitstelle. Diese freie Kapazitäten wurden auch unmittelbar wieder in Anspruch genommen", so Sprecherin Viviane Piffczyk am Dienstag zur SZ. Die zeitlich begrenzte Abmeldung gegenüber der Corona-Krankenhaus-Leitstelle vom 3. bis 7. Dezember und dem damit verbundenen Aufnahmestopp von Covid-19-Patienten habe temporär zu einer leichten Entspannung der Bettensituation insbesondere im Intensivbereich geführt.

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Die Versorgung von Corona-Patienten mit psychischen Erkrankungen sowie die allgemeine Notfallversorgung für Erwachsene und Kinder waren von der Abmeldung unberührt. Lebensbedrohliche und dringliche Behandlungen leistete und leistet die Klinik nach eigenen Angaben uneingeschränkt.

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"Wir sind uns bewusst, dass wir angesichts unserer Expertise und Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle bei der (intensivpflichtigen) Versorgung von Corona-Patienten in Dresden und Ostsachsen übernehmen, daher sind und bleiben wir ein verlässlicher Partner für die teilnehmenden Kliniken in diesem Netzwerk", erklärt die Sprecherin. Aus diesem Grund habe die Corona-Leitstelle auch während der Abmeldung einige wenige Patienten, die anderweitig nicht untergebracht werden konnten, zur Versorgung in das Städtische Klinikum eingewiesen. "Dies konnten wir sicher leisten", sagt Piffczyk.

Die Lage bleibt aber kritisch. "Dresden hat ein anhaltend hohes Infektionsgeschehen. Die Situation für unser Klinikum bleibt weiterhin herausfordernd – in allen Bereichen", betont Piffczyk.

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Die Angaben zur An- und Abmeldung bei der Corona-Krankenhaus-Leitstelle würden in Anbetracht der gegenwärtigen Situation stets eine Momentaufnahme abbilden. Die Situation werde täglich neu bewertet und gehört damit zum Klinikalltag vieler Krankenhäuser, die sich in der Versorgung von Corona-Patienten engagieren. "Wir werden daher zukünftig diesen Prozess nicht mehr kommentieren", sagt sie.

Eine Momentaufnahme sind auch die Informationen zu Patientenzahlen sowie freien Bettenkapazitäten. Stand Montagabend, 18 Uhr, versorgte das Klinikum 120 Covid-19-Patienten. 87 Patienten befanden sich auf den Normalstationen, außerdem gab es zehn Verdachtsfälle sowie drei Infizierte im Bereich der Psychiatrie. 20 Patienten benötigen eine intensivmedizinische Behandlung.

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