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So wenige Infektionen in Dresden wie zuletzt im Herbst

Dresden hat nun sogar eine niedrigere Inzidenz als ganz Deutschland. Was heißt das für die Corona-Regeln?

In Dresden fallen weniger Corona-Tests positiv aus. Die Inzidenz liegt inzwischen unter der gesamtdeutschen.
In Dresden fallen weniger Corona-Tests positiv aus. Die Inzidenz liegt inzwischen unter der gesamtdeutschen. © dpa/Uwe Anspach (Symbolfoto)

Dresden. Zwischen hohen Todeszahlen und sich ausbreitenden Virusmutationen gibt es in diesen Tagen auch gute Nachrichten: In Dresden gibt es aktuell so wenige Neuinfektionen wie seit Anfang November nicht mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Dienstag unter die Marke von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen gefallen, teilte das Robert-Koch-Institut mit.

Damit liegt Dresden nicht nur deutlich unter dem gesamtsächsischen Wert von 161 Neuninfektionen, sondern auch unter dem bundesdeutschen von 108.

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Bei der Sieben-Tage-Inzidenz wird die tatsächliche Fallzahl ins Verhältnis zur Einwohnerzahl gesetzt und auf 100.000 Menschen umgerechnet. Damit wird das Infektionsgeschehen in den Städten und Landkreise vergleichbar, die ganz unterschiedlich groß sind. Die absolute Fallzahl der letzten sieben Tage liegt für Dresden bei 554 Neuinfektionen. Im Dezember waren es zeitweise weit über 1.500 innerhalb einer Woche.

Ob der Trend anhält, bleibt abzuwarten. Sorgen bereiten Epidemiologen und Politikern mehrere Virusmutanten, die als deutlich ansteckender eingeschätzt werden als die derzeit vorherrschende Variante.

Inzidenz entscheidet über Ausgangssperre

Die Inzidenz ist nicht nur ein Abbild für das Infektionsgeschehen. Der Wert bestimmt auch über die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 6 Uhr. Die neue sächsische Corona-Schutzverordnung, die am Dienstag vorgestellt wurde, ermöglicht es den Kreisen und den kreisfreien Städten, diese Sperre aufzuheben, sollte die Inzidenz dort sowie in ganz Sachsen an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Neuinfektionen liegen. Dann würde auch der 15-Kilometer-Bewegungsradius um den eigenen Wohnbereich wegfallen, der Ausflüge derzeit einschränkt.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) betont allerdings, dass es sich um ein eine Kann-Regelung handle. Sind die Kommunen der Meinung, dass die Ausgangssperre zur Bekämpfung der Pandemie weiterhin notwendig ist, darf sie vorerst auch bei einer dauerhaften Inzidenz von unter 100 in Kraft bleiben.

Update, 28.01.2021, 13.50 Uhr: In einer vorherigen Version dieses Beitrags hieß es, Lockerungen seien möglich, sobald die Dresdner Inzidenz längerfristig unter 100 liegt. In der aktuellen Corona-Schutzverordnung ist konkretisiert worden, dass sowohl die gesamtsächsische als auch die Dresdner Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegen muss, um die Ausgangssperre aufheben zu können. Der Beitrag ist entsprechend aktualisiert worden.

Auf Sächsische.de möchten wir ganz unterschiedliche Erfahrungsberichte von Corona-Infizierten aus Dresden teilen. Wenn Sie die Erkrankung bereits überstanden haben und uns davon erzählen möchten, schreiben Sie uns an [email protected]ächsische.de.

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