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Dresdner Maskenverweigerer fährt Polizisten an

Ein Maskenverweigerer rastet am Bahnhof Neustadt aus und fährt mit seinem Golf zwei Beamte an. Diese fesseln ihn vor den Augen von drei kleinen Kindern.

Erst im, dann vor dem Bahnhof Dresden-Neustadt kam es am Sonntag zur Auseinandersetzung eines Maskenverweigerers mit Bundespolizisten.
Erst im, dann vor dem Bahnhof Dresden-Neustadt kam es am Sonntag zur Auseinandersetzung eines Maskenverweigerers mit Bundespolizisten. © Archiv: Christian Juppe

Dresden. Am Sonntagmittag hat der Hinweis von Bundespolizisten auf die im Bahnhof Dresden-Neustadt geltende Maskenpflicht zu einer lautstarken Auseinandersetzung geführt, bei der zwei Beamte angefahren und leicht verletzt wurden.

Gegen 12.30h ermahnten die Polizisten einen Mann, der ohne die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung im Bahnhof unterwegs war. Die Beamten hätten ihn freundlich auf diesen Missstand hingewiesen und als Reaktion erhalten: "Ich muss gar nichts, du Kasper!"

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Daraufhin wollten die Beamten die Identität des Mannes feststellen. Trotz mehrfacher Aufforderung stehen zu bleiben, entfernte sich der Mann in Richtung Bahnhofsvorplatz. Dort stiegen er, eine Frau und drei kleine Kinder in einen geparkten VW Golf.

"Auch hier scheiterte die Kommunikation der Bundespolizisten", heißt es in der Pressemitteilung vom Montag dazu. Die mehrmaligen Aufforderungen das Fahrzeug zu verlassen, habe der Mann ignoriert und stattdessen versucht aus der Parklücke auszuparken, wobei er provokativ den Motor aufheulen ließ. Dabei touchierte er zwei Beamte im Knie- und Schienbeinbereich. Diese wurden leicht verletzt, seien aber weiter dienstfähig.

Den Bundespolizisten gelang es, die Weiterfahrt zu unterbinden. Da sich der 34-Jährige aktiv geweigert und widersetzt hatte, mussten die Beamten unmittelbaren Zwang anwenden und den Mann fesseln. Dabei zog sich der Dresdner blutendende Wunden an Nase und Lippe zu. Dazu schrien der Mann und die Frau lautstark herum und beleidigten die Polizisten erneut mit ehrverletzenden Worten.

Die Bundespolizei Dresden hat Ermittlungen wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung eingeleitet. (SZ)

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