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Dresdner Grundschulklassen wieder komplett

Ab diesem Dienstag werden die Erst- bis Viertklässler wieder im eigeschränkten Regelbetrieb unterrichtet. Was das für Eltern und Kinder bedeutet.

Die Grundschulen in Dresden sind wieder täglich für alle Schüler geöffnet. Akzeptiert werden nur noch Selbsttest, die die Kinder vor Ort oder im Testzentrum machen.
Die Grundschulen in Dresden sind wieder täglich für alle Schüler geöffnet. Akzeptiert werden nur noch Selbsttest, die die Kinder vor Ort oder im Testzentrum machen. © Symbolbild: Marion Doering

Dresden. Seit diesem Dienstag dürfen Dresdner Grundschüler wieder in ihren kompletten Klassen lernen. Bis zu diesem Montag galt für die Erst- bis Viertklässler, dass die Klassen geteilt und die Gruppen an unterschiedlichen Tagen vor Ort in den Schulen unterrichtet wurden. Die jeweils andere Gruppe musste die Aufgaben daheim erledigen. Unabhängig davon durften alle Kinder täglich die Betreuung im Hort in Anspruch nehmen. Nun sind die Grundschüler auch am Vormittag wieder zusammen im Unterricht.

"Der erste Tag heute verlief unspektakulär", berichtet Kerstin Rakowski, Leiterin an der 95. Grundschule in Laubegast mit knapp 400 Schülern. Die Abläufe scheinen inzwischen eingespielt: Eltern bringen ihre Kinder vor das Schulhaus, dort müssen alle Maske tragen. Das gilt für die Kinder auch auf den Schulhausfluren. In den Klassenzimmern können sie den Mund-Nasen-Schutz absetzen. "In den ersten Tagen schauen die Lehrer nun erst einmal, wie es mit der häuslichen Lernzeit geklappt hat und der Wissenstand bei den Kindern ist."

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Selbsttests von daheim werden nicht mehr akzeptiert

Problematischer ist indes die neue Regelung bei den Selbsttests. Diese durften die Familien mit ihren Kindern bislang daheim machen und das negative Ergebnis per Selbstauskunft bestätigen. Das ist seit diesem Montag nicht mehr möglich. Akzeptiert wird nur noch der Nachweis eines von der Stadt beauftragten Testzentrums. Weiterhin ist es auch möglich, dass sich die Kinder mit Unterstützung des Klassenlehrers in der Schule testen. Viele Schulen reagieren aber auf die Sorge von Eltern, die ihr Kind mit dieser Aufgabe nicht allein lassen, sondern beim Test dabei sein wollen. Für diese Familien öffnen die meisten Schulen am Morgen ihre Sporthallen, damit Eltern den Test gemeinsam mit ihrem Kind durchführen können.

Das wird auch an der 95. Grundschule gut angenommen. Von den bislang 30 Kindern, die den Test daheim gemacht haben, nutzen nun etwa 20 die Möglichkeit, Mama oder Papa mit in die Sporthalle zu nehmen. Kerstin Rakowski ist jeden Morgen vor Ort und begleitet die Familien. "Fast alle Kinder besuchen die erste oder die zweite Klasse. Da wollen ihre Eltern beim Test gern helfen." Vor allem beim Umgang mit der Testflüssigkeit seien die Kleinen manchmal unsicher.

Testzentren öffnen für Familien eher

Auch einige der Dresdner Testzentren reagieren auf die neue Regelung und die Nachfrage von Familien. Sie passen ihre Öffnungs- den Unterrichtszeiten an. So öffnet das Testzentrum im Programmkino Ost (PKO) an der Schandauer Straße speziell für Eltern und ihre Schulkinder nun montags bereits 7 Uhr am Morgen. Die Schnelltests sind zudem am Sonntag von 10 bis 13 Uhr im PKO möglich. Betrieben wird das Testzentrum von Ute Stöhr, die eigentlich Chefin des Restaurants "Am Schießhaus" in der Dresdner Altstadt ist und auch dort ein Testzentrum eingerichtet hat.

Kerstin Rakowski hatte den Hinweis an die Stadt gegeben, dass die Testzentren oft erst 8 Uhr und damit zu spät für viele Eltern und einen pünktlichen Unterrichtsbeginn öffnen. "Gut ist auch, dass im Programmkino der Test nun am Sonntag schon möglich ist." Für Kinder, die ein ärztliches Attest haben, bieten die Schulen auch Spucktests an, die entsprechend beim Landesamt für Schule und Bildung bestellt werden müssen. In der 95. Grundschule machen drei Kinder diesen Spucktest, die Gründe für ein Attest sind Allergien oder häufiges Nasenbluten, erklärt die Schulleiterin.

Drei Kinder lernen weiterhin daheim, sagt Kerstin Rakowski. Das ist möglich, weil die Schulbesuchspflicht ausgesetzt bleibt. Eine Familie lehnt es komplett ab, ihr Kind regelmäßig auf das Coronavirus testen zu lassen, zwei Kinder lernen daheim, weil die Sorge vor einer Ansteckung bei den Familien zu groß ist.

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