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Dresdner Kliniken warten auf weiteren Impfstoff

Die Impfbereitschaft bei Ärzten und Pflegern ist so hoch, dass die Menge derzeit nicht reicht. Der Uniklinik-Chef hofft auf eine Vorbild-Funktion für alle Menschen.

Es würden sich gern mehr Ärzte und Pflegekräfte in Dresden impfen lassen. Doch aktuell reicht der Impfstoff nicht aus.
Es würden sich gern mehr Ärzte und Pflegekräfte in Dresden impfen lassen. Doch aktuell reicht der Impfstoff nicht aus. © UKD/PR

Dresden. Fast 30.000 Menschen sind in Sachsen schon gegen das Coronavirus geimpft worden. Etwa 5.800 von ihnen sind Pflegeheimbewohner, rund 24.000 arbeiten in Krankenhäusern, bei Rettungsdiensten sowie in Alten- und Pflegeheimen. Doch der knappe Impfstoff geht schnell zur Neige, wie sich nun im Dresdner Universitätsklinikum zeigt.

Dort haben sich bis zum Dienstagmittag etwa 1.300 Mitarbeiter impfen lassen, teilt das Klinikum auf Anfrage mit. "Die Impfbereitschaft ist bisher sehr hoch", heißt es. Leider reiche die aktuell bereitgestellte Impfstoff-Menge nicht aus, um den eigenen Bedarf komplett abzudecken. Die Krankenhäuser müssen damit auf die Zuteilung aus kommenden Vakzin-Lieferungen nach Sachsen warten. Laut Bundesgesundheitsministerium sind Lieferungen für den 18. und 25. Januar sowie den 1. Februar geplant.

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Der Medizinische Vorstand Michael Albrecht spricht von einer hohen Akzeptanz der Impf-Aktion unter den Mitarbeitern, was sicherlich auch daran liege, dass Ärzte und Pfleger tagtäglich mit dem großen Leid konfrontiert seien, das Covid-19 auslöse.

Albrecht hofft, dass das Uniklinikum somit eine Vorbildfunktion in der Frage der Corona-Schutzimpfung übernehme. "Nur wenn es uns gemeinsam gelingt, eine sehr große Zahl an Menschen gegen das Virus zu impfen, können wir langfristig zum Alltag zurückkehren", sagt er. "Unser Ziel muss es sein, so schnell und sicher wie möglich eine Impfquote von 70 Prozent zu erreichen. Nur so lässt sich die Pandemie in Kombination mit den bekannten Schutzmaßnahmen spürbar abbremsen."

Noch nicht so gut vorangekommen sind die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen. Was einerseits damit zusammenhängt, dass ein mobiles Impfteam pro Tag ein Altenheim schafft. Andererseits sind viele Dresdner Heime aktuell von Corona-Infektionen betroffen. Laut Gesundheitsamt waren es am Mittwoch genau 25. Für 527 Bewohner und Mitarbeiter gelten Quarantäne-Anordnungen.

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