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Dresden gibt Start-Hilfe aus der Corona-Krise

Die Stadt fördert erneut Dresdner Kleinstunternehmen. Wie zum Start aus der Corona-Zeit geholfen wird und das Konzept bereits zu einer Neuansiedlung geführt hat.

WGD-Vorstand Martin Fiedler und Robert Franke, Chef der Dresdner Wirtschaftsförderung, erklären die neue Corona-Hilfe.
WGD-Vorstand Martin Fiedler und Robert Franke, Chef der Dresdner Wirtschaftsförderung, erklären die neue Corona-Hilfe. © René Meinig

Dresden. Neue Webseite, Online-Präsentationen und -Ausstellungen, die Gestaltung eines Online-Shops, Design-Fragen oder auch Körpersprache, wenn der Chef in Online-Konferenzen überzeugen muss: Dresdner Unternehmen benötigen Hilfe, ist sich Martin Fiedler sicher. Der Vorstand des Branchenverbandes Kreativwirtschaft Wir gestalten Dresden (WGD) bietet genau diese Hilfe an.

Wie die Stadt Dresden den Verband dabei unterstützt und wo diese Hilfe bereits gefruchtet hat.

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100.000 Euro von der Stadt Dresden

Mit den Lockerungen der Coronaregeln durchstarten, das ist für viele kleine Unternehmen in Dresden das Ziel. Diese will WGD mit den Kreativen der Stadt zusammenbringen. Bei WGD sind rund 2.000 Dresdner Kreativ-Unternehmen mit etwa 18.500 Beschäftigten vertreten. Laut Fiedler haben sie zusammen einen Jahresumsatz von rund einer Milliarde Euro.

Wenn nun andere Dresdner Kleinstunternehmen Hilfe benötigen, bringt WGD diese mit Kreativen zusammen, die konkret helfen können. Dafür gibt es nun eine finanzielle Förderung durch die Stadt.

100.000 Euro stehen für dieses und das kommende Jahr dafür bereit, das hat der Stadtrat so entschieden. "Ob Produktdesignerin, Softwareentwickler oder Werbeagenturen – Kreative können die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen steigern", so Robert Franke, Chef der Wirtschaftsförderung im Dresdner Rathaus. "Wir wollen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie kooperativ überwinden und Gewinn für alle Beteiligten schaffen."

Deshalb gibt es einen Zuschuss von 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Unternehmen können zwischen 1.000 Euro und 5.000 Euro erhalten. WGD berät dazu die Unternehmen und nimmt die Anträge entgegen. So sollen Umsatzeinbußen ausgeglichen werden, weil Aufträge und Innovationsprojekte wegen Corona gestoppt wurden.

Die Beantragung der Förderung läuft online. "Dort wird den Antragstellern auch erklärt, ob sie antragsberechtigt sind oder ab andere Förderprogramme für sie greifen können", so Fiedler.

Dass WGD Unternehmen zusammenbringen kann, habe man bereits bewiesen. So hat sich der Weltmarktführer für Ladegeräte Friwo im vergangenen Herbst mit einer Zweigstelle im Dresdner Kraftwerk Mitte angesiedelt. "Das Unternehmen will hier Steuergeräte für E-Mobilität entwickeln", so Franke. Es hätte sich auch überall anders ansiedeln können, habe sich aber für Dresden entschieden, weil WGD ein passendes Designbüro vermittelt hat.

Das bestätigt auch der Dresdner Friwo-Chef Tobias Müller. "Nach positiven Erfahrungen mit der lebendigen Kreativwirtschaft und exzellenten Wissenschaft in Dresden haben wir beschlossen, unsere strategische Geschäftseinheit für E-Mobilität hier anzusiedeln. Der Austausch und das damit entstehende Innovationspotential haben uns überzeugt, ein neues Kapitel unserer Firmengeschichte hier in Dresden aufzuschlagen."

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