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Ein "normales" Leben kann es nur für Geimpfte geben

Ab Montag soll jeder Impfwillige in Sachsen einen Termin bekommen. Für Impfverweigerer müssen dann klare Regeln gelten. Ein Kommentar.

SZ-Redakteur Tobias Winzer
SZ-Redakteur Tobias Winzer © Eugene Hoshiko/AP/dpa

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie geht Sachsen ab Montag in eine neue Phase. Wovon wir zu Beginn der Impfkampagne nur träumen konnten, wird nun laut Deutschem Roten Kreuz Wirklichkeit: freie Impftermine in allen 13 Impfzentren des Freistaats und außerdem keine Wartezeiten mehr im Online-Buchungsportal. Für die politisch Verantwortlichen beginnt damit gewissermaßen die Stunde der Wahrheit. In wenigen Wochen schon wird sich zeigen, wie hoch die Impfbereitschaft in Sachsen tatsächlich ist.

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Allerdings stehen die Zeichen für eine hohe Impfquote wohl schlechter als erhofft. Liegt das an der Faulheit mancher, an genereller Verweigerung oder an der verbreiteten Skepsis vor allem gegenüber dem Astrazeneca-Impfstoff? In den kommenden Wochen werden so für Sachsens Landesregierung vor allem zwei Fragen wichtig: Wie gelingt es, besser auf eine erneute Infektionswelle im Herbst vorbereitet zu sein? Wie geht man mit denjenigen um, die sich trotz eines Impfangebots nicht impfen lassen wollen?

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E-Mail an Tobias Winzer

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