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Endlich Hausärztin in Radeberg

Katharina Burghardt arbeitet jetzt im Medizinischen Versorgungszentrum. Dafür hat sie extra eine zweite Facharztausbildung absolviert.

Dr. Katharina Burghardt behandelt ihre Patienten im Medizinischen Versorgungszentrum MVZ gleich neben der Asklepios-Klinik in Radeberg.
Dr. Katharina Burghardt behandelt ihre Patienten im Medizinischen Versorgungszentrum MVZ gleich neben der Asklepios-Klinik in Radeberg. © Marion Doering

Radeberg. Angekommen – so lässt sich die derzeitige Lebenslage von Dr. Katharina Burghardt vielleicht am besten mit einem Wort beschreiben. Sie ist jetzt dort, wo sie seit einigen Jahren beruflich hin will: in einer Hausarztpraxis. Seit mehreren Wochen arbeitet sie jetzt als Ärztin im Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ), gleich neben dem Asklepios-Krankenhaus in Radeberg. „Das war lange Zeit mein Wunsch. Jetzt hat es geklappt“, sagt sie.

Ihre berufliche Laufbahn begann in einer ganz anderen medizinischen Fachrichtung. Nach dem Studium an der TU Dresden schloss sie die Facharztausbildung als Anästhesistin ab. „Das ist ein toller Beruf. Als Anästhesist begleiten wir ja den Patienten während der gesamten Narkose. Wir haben mit vielen medizinischen Fachrichtungen zu tun“, sagt sie. Mehrere Jahre arbeitete sie in diesem Beruf zunächst im Malteser-Krankenhaus in Kamenz und dann an der Uniklinik. „Auf bei den Stationen habe ich viel gelernt.“

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Dann, während der Zeit in Dresden, muss der Wunsch entstanden sein, näher mit den Patienten zu arbeiten. „Sie untersuchen, eine Diagnose stellen, sie über eine längere Zeit behandeln, vielleicht sogar mehrere Generationen einer Familie. Das ist das Schöne an der Arbeit eines Hausarztes. Das wollte ich gerne machen.“ Außerdem: „Ich rede gerne mit Patienten, und das ist ja gut in einer Hausarztpraxis möglich“, sagt sie.

Erfahrungen in Wachauer Praxis gesammelt

Nach der Geburt ihrer beiden Kinder war der richtige Zeitpunkt gekommen, um noch einmal neu anzufangen. Sie wechselte in die Innere Medizin am Krankenhaus Radeberg und machte hier ihren zweiten Facharzt in Allgemeinmedizin. „Die letzten zwei Jahre konnte ich in der wunderbaren Hausarztpraxis von Dr. Sabine Siegmund in Wachau arbeiten. Von ihr habe ich viel gelernt. Zu ihr kommen ja die Menschen aus der ganzen Umgebung, die verschiedensten Generationen. Sie hat viel Erfahrung“, sagt sie.

Jetzt der Wechsel ins MVZ nach Radeberg. „Hier arbeite ich mit Dr. Heike Siepker zusammen, die die Praxis aufgebaut hat. Wir sind ein sehr gutes Team, wie ich finde. Der Vorteil für mich ist die unmittelbare Nähe zum Krankenhaus. Da ich jahrelang quasi ein Haus weiter gearbeitet habe, kenne ich die Kollegen in den Fachabteilungen sehr gut. Wenn beispielsweise eine Überweisung notwendig ist, kann das sehr schnell gehen.“ Das Gleiche gilt für die Uniklinik. „Wenn ich einen Rat von einem Spezialisten brauche, kann ich schnell zum Hörer greifen.“

In ihrer Anfangszeit als Hausärztin hat sie die Corona-Pandemie miterlebt. Sie untersuchte ältere Patienten, die plötzlich schwere Symptome zeigten. „Wir waren froh, als wir als Hausärzte endlich nach Ostern mit den Corona-Schutzimpfungen beginnen konnten. Das ist ja der einzig wirksame Schutz. Jeder sollte sich impfen lassen“, sagt sie. Aber auch in der Praxis im MVZ gilt wie in jeder anderen Hausarztpraxis: Die Impfdosen reichen nicht aus. „Wir bestellen jede Woche ein Kontingent und bekommen dann meist nicht so viele Dosen wie erwartet.“

Auch hier werden vorrangig alle diejenigen geimpft, die hier bereits zuvor Patienten waren. „Dr. Siepker kennt die Menschen teils über Jahre. Sei weiß, bei wem die Impfung beispielsweise wegen Vorerkrankungen besonders dringend ist.“ Katharina Burghardt rechnet damit, dass über den Sommer die Inzidenz weiter sinken wird. Für den Herbst und den Winter wagt sie keine Prognose. „Das Virus wandelt sich. Das sehen wir an den verschiedenen Varianten, die sich inzwischen gebildet haben und teils gefährlicher sind als das ursprüngliche Virus. Ich denke, wir sollten weiter achtsam sein und auf die Einhaltung der Hygieneregeln achten.“ Sie rechnet damit, dass die Maskenpflicht in der Praxis dauerhaft bestehen bleibt.

Neue Ärztin auch in Großröhrsdorf

Gute Nachricht auch für Patienten aus Großröhrsdorf und Umgebung. Am dortigen Standort des MVZ hat eine zweite Allgemeinmedizinerin begonnen. Dort übernahm Christina Lehnert die Hausarztpraxis von Vorgängerin Dr. Franziska Herklotz. Christina Lehnert war zuvor in der Unfallchirurgie sowie in der Akutgeriatrie der Radeburger Fachkliniken tätig.

Der Ärztliche Leiter des MVZ, Dr. Heiko Scheufler, freut sich über die Nachfolgerinnen: „Das ist für unser Kollegium eine gute Nachricht, aber besonders für die vielen Patienten, deren Versorgung mit der Besetzung dieser wichtigen Stellen gesichert ist.“

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