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Dresden

Endlich wieder auf ein Bier warten

Jetzt beginnt die Schnelltest-Zeit. Damit steigt die Hoffnung auf ein Freizeitritual. Dafür könnte man sogar Wartezeit in Kauf nehmen. Unsere Lockdown-Kolumne.

Bestellen, Lieferung abwarten, anstoßen: Die Vorfreude ist groß auf diesen Dreiklang.
Bestellen, Lieferung abwarten, anstoßen: Die Vorfreude ist groß auf diesen Dreiklang. ©  Archiv/dpa

Dresden. Karl Lauterbach hat größte Bedenken. Der Gesundheitsexperte der SPD-Bundestagsfraktion warnt vor den Corona-Lockerungen. Erst Schnelltests und mehr Selbsttests, dann lockern, lautet sein Rat.

Es ist andersrum gekommen. Ab sofort gibt es weitere Lockerungen in Dresden und die Tests sind noch nicht so einfach zu haben, wie es sich der SPD-Fachmann wünscht.

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Es ist mir fast egal, wie lange die Bestellung dauert

Jetzt fehlen nur noch warmes Wetter und eine Inzidenz, die es erlaubt, Freisitze von Gaststätten und Bars zu öffnen. Und die Biergärten. Mit Abstand, versteht sich. Ich möchte endlich wieder auf ein Bier warten dürfen.

Die Sorte ist mir egal, der Ort dagegen nicht. Und ich bin bereit, zu warten, bis ich dran bin bei der Bierlieferung durch das Personal.

Ich möchte wieder die Möglichkeit haben, den aufmerksamen Mitarbeitern mit nur einem Handzeichen zeigen zu können, dass ein Glas Gerstensaft für mich angezapft werden darf.

Es ist mir fast egal, wie lange es dann dauert, bis die Bestellung ankommt. Hauptsache, das Normal-Gefühl ist wieder da. Das Gefühl, "wie früher" Freunde irgendwo dort treffen zu können, wo wir es uns gut gehen lassen können.

Nicht auf der Straße, nicht mit selbst mitgebrachtem Bier im Rucksack. Entspannt soll das Ganze sein, wie es vor Corona war.

Dafür verspreche ich, mich zu beherrschen, wenn's mal wieder länger dauert mit der Lieferung. Mit Blick auf die Gastronomen wäre das schließlich mit der Erkenntnis verbunden, dass sie ordentlich zu tun haben.

Wer wünscht sich das nicht nach dem gefühlt schon ewigen Lockdown-Einerlei. Nur die Inzidenz passt leider noch nicht. Dabei war sie dem Ziel schon so nah.

An dieser Stelle schreiben Redakteure der Dresdner Stadtredaktionen aus ganz persönlicher Sicht über Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag im Lockdown.

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