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Erstmals mehr als 160.000 Neuinfektionen an einem Tag

Höchststand jagt Höchststand. Omikron sorgt für Corona-Werte, die sich bis vor Kurzem kaum jemand vorstellen konnte. Was die Zahlen aussagen.

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Die Zahl der neuen Corona-Infektionen steigt in bisher ungeahnte Höhen.
Die Zahl der neuen Corona-Infektionen steigt in bisher ungeahnte Höhen. © Symbolfoto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Berlin. Die offiziell gemeldeten Corona-Fallzahlen erreichen in der derzeitigen Omikron-Welle einen Rekord nach dem anderen. So übermittelten die Gesundheitsämter erstmals mehr als 160.000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI). Die Sieben-Tage-Inzidenz überschritt laut RKI-Angaben von Mittwochmorgen die Schwelle von 900 - Tendenz stark steigend.

Die Zahl der Klinikeinweisungen im Zusammenhang mit einer Covid-Erkrankung stieg zuletzt wieder, liegt aber weiterhin deutlich unter den Höchstwerten der vierten Welle. Auf den Intensivstationen hat die Omikron-Welle bislang noch nicht zu einem Anstieg der Patientenzahlen geführt.

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Die Gesamtzahl der offiziell registrierten Infektionen überstieg die Marke von neun Millionen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9.035.795 nachgewiesene Ansteckungen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind. Um eine Überlastung zu verhindern, wollen Bund und Länder den Zugang zu PCR-Tests einschränken. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, geht davon aus, dass bereits jetzt Bürger und auch Ärzte vielfach davon ausgehen, dass die Regelungen bereits gälten - was wiederum die offiziell erfassten Fallzahlen verringere, für die bislang nur PCR-Tests berücksichtigt werden.

Zahl der Todesopfer rückläufig

Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben 164.000 neue Corona-Fälle in 24 Stunden. Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals über 100.000 gelegen. Vor einer Woche waren es 112.323 erfasste Neuinfektionen. Zum Vergleich: In Frankreich wurden zuletzt mehr als eine halbe Million Infektionen registriert. Ob hierzulande ähnliche offizielle Zahlen denkbar sind, ist aber fraglich - auch, weil die Testkapazitäten begrenzt sind.

Die 7-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bei 940,6. Das bedeutet rein rechnerisch einen positiven Corona-Nachweis für fast jeden 100. Menschen in Deutschland innerhalb von sieben Tagen. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 894,3 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7). Die Inzidenzen unterscheiden sich stark von Bundesland zu Bundesland. So kommt Berlin auf einen Wert von rund 1.800, Schlusslicht ist Thüringen mit rund 340.

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Die Zahl der Menschen, die mit oder an Corona sterben, ist bislang weiter rückläufig. Deutschlandweit wurden RKI-Angaben zufolge zuletzt binnen 24 Stunden 166 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 239 Todesfälle. Insgesamt hat das RKI bislang 117 126 Corona-Todesfälle erfasst. (dpa)

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