merken
PLUS Pirna

Festung hofft auf Weihnachtsgeschäft

Wegen der Corona-Pandemie blieb der Königstein im Dezember zu. Damit starb auch der historische Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr wird mit ihm geplant.

Weihnachtliche Stimmung, aber ohne Besucher. Die Festung Königstein ist seit November im Lockdown.
Weihnachtliche Stimmung, aber ohne Besucher. Die Festung Königstein ist seit November im Lockdown. © Steffen Keil, Festung Königstein

Mit rund 60.000 Ausflüglern gehört er zu den meistbesuchten Monaten überhaupt: Im Dezember erlebt die Festung Königstein normalerweise einen Boom. Grund dafür ist der historisch-romantische Weihnachtsmarkt, der sich zu einem wahren Besuchermagneten entwickelt hat. Im Schnitt strömen bis zu 10.000 Gäste an jedem Adventswochenende auf den Königstein.

Im vergangenen Jahr war das anders. Wegen der Corona-Pandemie musste die Bergfestung mit ihren Museen, Restaurants und Ausstellungen für mehrere Monate dicht gemacht werden. Ein erstes Mal im Frühling, ein zweites Mal ab November. Es war gleichzeitig das Aus für den beliebten Weihnachtsmarkt.

Anzeige
Wie das Miteinander gelingen kann
Wie das Miteinander gelingen kann

Die TU Dresden engagiert sich für eine Ethik des Zusammenlebens, die sich an Gleichheit, Diversität und Eigenverantwortung orientiert.

Der Lockdown dauert bis heute an. Die Festung ist noch immer geschlossen. Das liegt nicht nur an den aktuellen Infektionszahlen, sondern auch daran, dass die Festung kein Online-Ticketsystem hat, um Besuche mit Terminbuchungen möglich zu machen. Das war die Voraussetzung, damit Museen und Gärten in Sachsen wieder öffnen können - gekoppelt an die Inzidenz in der jeweiligen Region.

Außengelände für Besucher öffnen

Wie lange die Festung zu bleibt, darauf weiß Festungsgeschäftsführerin Angelika Taube keine Antwort. Im Frühling, so hofft sie, werde sich die Corona-Situation entspannen. "In einem ersten Schritt könnten wir dann das Außengelände öffnen", sagt Taube. Die Gebäude mit den innen befindlichen Museen würden dagegen noch zu bleiben. Das hätte bereits im vergangenen Frühling gut funktioniert. Mit dieser teilweisen Öffnung zu reduzierten Eintrittspreisen, hätte man im Mai immerhin 40 Prozent der Besucherzahlen vom Vorjahr erreicht. Für Taube ein gutes Ergebnis.

Um vorbereitet zu sein auf eine mögliche Wiedereröffnung, wird hinter den Kulissen am Veranstaltungsplan für dieses Jahr gefeilt. Vor allem über die Sommermonate ist dieser gut gefüllt. Geplant ist am 15. und 16. Mai zum Beispiel das Familien-Spiele-Fest, bei dem die Gäste unter Anleitung neue und bekannte Gesellschaftsspiele ausprobieren können. Am 16. Mai - zum internationalen Museumstag - soll das Projekt "Schüler führen Schüler" nachgeholt werden, das letztes Jahr ausfallen musste. Dabei schlüpfen Jugendliche in die Rolle der Gästeführer und zeigen anderen Jugendlichen die Festungsanlagen.

Festung verzichtet auf Großformate

Am 24. Juli soll zudem das traditionelle Märchenfest stattfinden. Ein sportliches Highlight ist für den 13. August geplant: mit dem Sparkassen-Festungslauf, der 2020 ebenfalls ins Wasser fiel. Auch in die Herbstferien vom 16. bis 31. Oktober soll es auf dem Königstein täglich wechselnde Mitmachaktionen geben.

Höhepunkt am Jahresende soll dann der historisch-romantische Weihnachtsmarkt sein, der am 27. November eröffnet werden könnte. Es wäre die 25. Auflage des vorweihnachtlichen Spektakels auf dem Festungsplateau.

Ein Großteil der traditionellen Feste und Feiern auf dem Königstein sollen damit auch 2021 stattfinden. Aber eben nicht alle. "Coronabedingt werden wir auf zwei Großformate verzichten", kündigt Angelika Taube an. Dazu gehört das historische Schwedenlager und der Kanonendonner. Für beide Veranstaltungen würden größere Gruppen anreisen. Auf dieses Szenario will man im Hinblick auf die Corona-Situation jedoch verzichten.

Mehr Nachrichten aus Königstein und Pirna lesen Sie hier.

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen.

Mehr zum Thema Pirna