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Pirna

Letzte Rettung für den Martinstag

Wegen der Corona-Krise mussten Martinsumzüge dieses Jahr ausfallen. In Neustadt und Rosenthal-Bielatal war man dennoch erfinderisch.

Warten mit Lampion auf die Feuerwehr: Niklas (2) Jahre aus Neustadt mit seinem Opa Fred Große.
Warten mit Lampion auf die Feuerwehr: Niklas (2) Jahre aus Neustadt mit seinem Opa Fred Große. © Steffen Unger

Tatütataaaa ... Laut schrillt das Martinshorn der Feuerwehr über den Neustädter Marktplatz. Die Einsatzkräfte halten vorm Rathaus, steigen hastig aus. Ob es hier brennt? Nein, die Einsatzkräfte der Neustädter Feuerwehr haben an diesem Mittwochabend eine andere Mission. Sie wollen den Martinstag retten.

Denn wegen der Corona-Pandemie mussten die Umzüge am 11. November mit dem Heiligen Martin hoch zu Ross und Kindern mit Laternen dahinter abgesagt werden. Die Neustädter Kirchgemeinde wollte dennoch nicht ganz auf diese Tradition verzichten – und hatte eine Idee. 

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Gemeinsam mit der Neustädter Feuerwehr organisierte sie eine mobile Alternative. Mit Martinshorn und Blaulicht fuhr ein Feuerwehrauto durch die Innenstadt. Die Feuerwehrleute verteilten frisch gebackene Martinshörnchen an Kinder, die mit Laternen unterwegs waren. Für Neustadts Pfarrer Sören Schellenberger sind die Lampions ein Zeichen der Hoffnung - gerade in dieser aktuellen Krisenzeit. Die Aktion soll Mut machen und nicht zuletzt die Kinder erfreuen.

Die Idee der Neustädter Kirchgemeinde wurde am Mittwochabend auch in anderen Kommunen aufgegriffen. Zum Beispiel von der Freiwilligen Feuerwehr in Rosenthal-Bielatal. Die Einsatzkräfte schickten in Rosenthal und Bielatal ebenfalls Feuerwehrautos mit Blaulicht und Martinshorn los, um Kinder mit Lampion am Straßenrand mit einem kleinen Geschenk zu überraschen. 

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