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SOE: Fitness-Studios machen auf

Endlich kann wieder Indoor-Sport getrieben werden. Nun hoffen Betreiber in Freital und Dipps, dass auf die Coronawelle nicht die Austrittswelle folgt.

Nach sieben Monaten Zwangspause geht es auch für Fitnesstrainerin Sarah Müller im Freitaler Hains endlich wieder los.
Nach sieben Monaten Zwangspause geht es auch für Fitnesstrainerin Sarah Müller im Freitaler Hains endlich wieder los. © Egbert Kamprath

Das Metall glänzt, kein Staubkorn ist auf den Hanteln zu sehen. Nur die Benutzer fehlen noch. Nicht mehr lange. Das Fitness-Studio im Freitaler Hains darf wieder öffnen. Am 2. Juni erfolgt der Neustart. "Wir freuen uns alle riesig. Es sind auch alle Mitarbeiter noch da, sie haben uns die Treue gehalten", sagt Hains-Chef Daniel Wirth.

Sieben Monate war das Hains komplett zu. Kein Schwimmbad, keine Sauna, kein Fitness und noch nicht mal die Eisbahn durften aufgrund der Corona-Pandemie öffnen. Dann kehrten vor wenigen Wochen die Tennisspieler zurück. Nun folgt als Nächstes der Fitness-Bereich.

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Sport nur mit Negativ-Test

Man startet erst einmal sanft mit verkürzten Öffnungszeiten. Montags bis freitags kann von 8 bis 20 Uhr und an Wochenenden von 8 bis 14 Uhr trainiert werden. Ist die Nachfrage da und lassen es die Vorschriften zu, wird man das Angebot ausdehnen.

Allerdings müssen alle Nutzer einen negativen Corona-Test vorlegen, bevor sie Gewichte stemmen können. Praktischerweise befindet sich im Hains auch eines der Freitaler Testzentren. "Wer will, kann sich hier vor dem Sport testen lassen", wirbt Daniel Wirth.

Dennoch gelten nach wie vor verschärfte Hygienebedingungen im Eingangs- und Umkleidebereich. Immerhin: Man muss keinen Studio-Termin buchen. Wer kommt, darf rein.

Drei Kilometer weiter, im City Center an der Dresdner Straße, will man über all die Corona-Bedingungen am liebsten gar nicht mehr reden. Im Rundum Fit hofft man nur noch, dass die Inzidenz nicht wieder nach oben geht. Man hat genug gelitten.

Zwar konnte der Reha-Sport in kleinen Gruppen oder als Einzeltherapie trotz Schließung fortgesetzt werden. Doch das Rundum Fit lebt von den vielen Mitgliedern, die wöchentlich oft mehrmals mit ihrer Sporttasche in der Tür stehen.

Fitness-Studios sind auch Treffpunkte

Für sie ist das Studio auch ein Treffpunkt, um mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen und sich motivieren zu lassen. "Nicht nur die Älteren treiben gerne Sport in der Gruppe, wo sie auch mal schwatzen können", berichtet Inhaberin Daniela Müller.

Knapp 40 Kurse gibt es, darunter den Tanzsport Zumba, spezielle Bauch-Beine-Po-Trainings, den Indoor-Radsport Spinning oder auch Yoga. Diese starten nun wieder - wenn auch erst einmal mit maximal zwölf Teilnehmern.

Vieles wurde von Daniela Müller und ihrem Team in den vergangenen Monaten ins Internet verlagert. Gymnastik über Zoom - so hatte man wenigstens virtuellen Kontakt. Manch älteres Mitglied brauchte dabei erst einmal technische Unterstützung. "Ich bin zu einigen nach Hause gefahren und habe das eingerichtet", erzählt Müller.

Viele Kündigungen, keine Neukunden

Die Beitragszahlungen hat sie trotz des Online-Aufwands ausgesetzt - keine Leistung, kein Geld. Doch nun kann sie nur abwarten, ob nach der Corona-Welle noch eine Kündigungswelle auf sie zukommt. Denkbar ist, dass ein Teil der Kundschaft auf andere Sportarten, die man gut allein und im Freien machen kann, umgestiegen ist. Vielleicht ist auch bei etlichen die Motivation gesunken oder der Bezug zum Fitness-Sport. "Ich hoffe das aber nicht", sagt Müller.

Im Hains kann man schon genauere Zahlen nennen. Etwa 1.700 Studio-Mitglieder hatte man Ende 2019. Nun sind es rund 1.600. Erst einmal eine normale Fluktuation, erklärt Daniel Wirth. "Aber was uns fehlt, sind neue Mitglieder."

Diese kommen vor allem in den Monaten Januar bis März, wenn das Jahr noch neu und die guten Vorsätze groß sind. Doch dieses Jahr - Fehlanzeige. Kein Mensch unterschreibt einen Studio-Vertrag, wenn er die nächste Schließung befürchten muss.

Auch das Hains setzte die Beitragszahlungen aus - erst im Juni wird erstmals wieder abgebucht.

Strandbäder starten in die Saison

Auch in Dippoldiswalde freut man sich auf die Rückkehr zu ein bisschen Normalität. Im Sportpark gibt es zwar kein Fitness-Studio, aber einen Kraftraum. Der hat gerade erst einen neuen Fußboden bekommen. Die Handwerker waren am Wochenanfang noch mit Restarbeiten befasst. Dazu öffnen weitere Indoor- und Outdoor-Anlagen, die ab diesem Mittwoch wieder genutzt werden können. Das Prozedere ist hier aber etwas anders, wie Geschäftsführerin Marlen Kadner von der Weißeritztal-Erlebnis-Gesellschaft beschreibt.

"Die Vereine können ihre Sportgruppen wieder anmelden, müssen aber bei der Stadt ein Trainingskonzept einreichen. Wird das genehmigt, kann es losgehen."

Kadner hofft, bald auch die Schwimmhalle und die Sauna wieder öffnen zu können. Absehbar ist das noch nicht. Trotzdem hat sie bereits Kontakt zu den Schulen hinsichtlich des Schwimmunterrichts aufgenommen. Kommen genügend Klassen zusammen und lassen die Corona-Bestimmungen das zu, will Kadner auch den Schwimmhallenbetrieb hochfahren. "Das muss sich aber lohnen. Wegen zwei Klassen in der Woche können wir das nicht machen."

Deshalb konzentriert sie sich vor allem auf die Eröffnung der Strandbäder an der Malter. "Wir hoffen auf einen schönen und warmen Sommer."

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