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Forststeig: Wann öffnen die Biwakplätze?

Auf der Trekkingroute in der Sächsischen Schweiz sind aktuell nur Tagestouren möglich. Sinkende Inzidenzwerte machen nun Hoffnung auf Lockerungen.

Im Sommer 2020 durfte am Forststeig noch campiert werden - trotz Corona-Pandemie. Das nutzte im Juli Julian Mumberg aus Hannover, der in Nikolsdorf übernachtete.
Im Sommer 2020 durfte am Forststeig noch campiert werden - trotz Corona-Pandemie. Das nutzte im Juli Julian Mumberg aus Hannover, der in Nikolsdorf übernachtete. © Matthias Rietschel

Vor zwei Monaten ist die neue Saison am Forststeig Elbsandstein gestartet. Seit Ende März kann auf dem rund 110 Kilometer langen Trekkingpfad durch die Sächsische Schweiz wieder gewandert werden. Wegen der Corona-Pandemie gelten aber auch hier strenge Regeln. Übernachtungen in den Trekkinghütten oder auf den Biwakplätzen sind bislang nicht gestattet. Zu hoch wäre die Gefahr, dass sich Wanderer mit dem Coronavirus anstecken. Mehrtagestouren, für die die Trekkingroute eigentlich ausgelegt ist, sind damit unmöglich. Ambitionierte Wanderer können den Forststeig nur individuell am Tag erkunden.

Biwaks öffnen frühestens Ende Mai

Sinkende Inzidenzen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge machen nun langsam Hoffnung auf Lockerungen. Bleibt die Wocheninzidenz an fünf Werktagen in Folge unter dem Grenzwert von 100, dürfen beispielsweise Campingplätze und die Außengastronomie öffnen. Gleiches gilt für die Biwaks am Forststeig. Am Mittwoch und Donnerstag lag die Inzidenz bereits unter dieser Schwelle. Der positive Trend setzte sich am Freitag allerdings nicht fort. Denn aktuell ist die Inzidenz gestiegen und liegt nun mit einem Wert von 111,6 wieder über der magischen Grenze von 100. Damit greift die Bundesnotbremse.

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Der Sachsenforst, der den Forststeig Elbsandstein betreibt, bereitet sich angesichts der Entwicklung bereits auf eine Öffnung der Biwakplätze vor, teilt Kerstin Rödiger vom Forstbezirk Neustadt mit. Fällt die Inzidenz ab Sonnabend wieder unter den Grenzwert von 100 und bleibt auf diesem Niveau, könnten die Biwakplätze frühestens am Montag, dem 31. Mai für Übernachtungen geöffnet werden. Wenn, dann gelten vor Ort strenge Regeln.

Abstand auch in der freien Natur

Die Zelte müssen zum Beispiel einem Abstand von mindestens zwei Metern haben. Auch die Wanderer sollen auf Distanz zueinander gehen, denn auch in der freien Natur gelten die allgemeinen Abstands- und Hygienevorschriften. Wer am Forststeig mehrere Tage unterwegs ist, sollte zudem Utensilien zum hygienischen Händewaschen wie Wasser, Seife und eigenes Handtuch sowie Hygieneartikel wie Mund-Nasen-Schutzmaske oder auch Desinfektionsmittel dabei haben und verwenden.

Insgesamt sechs Biwakplätze gibt es entlang der Strecke: Am Zschirnstein, Taubenteich, Zehrborn, Spitzstein, Quirl und in Nikolsdorf. Die Trekkinghütten bleiben aufgrund der geltenden Kontaktbeschränkungen weiter geschlossen. Eine Lockerung dahingehend ist aktuell nicht in Sicht.

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