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PLUS Meißen

Wie kommen Sie mit den vielen Corona-Patienten klar?

Das Personal ist an der Grenze des Machbaren und wird von Soldaten unterstützt. Für Notfälle bleiben die Häuser offen. Die Elblandkliniken geben Auskunft.

Hat mit seinen rund 2.500 Mitarbeitern aktuell einiges in den Griff zu bekommen: Frank Ohi, Geschäftsführer der Meißner Elblandkliniken.
Hat mit seinen rund 2.500 Mitarbeitern aktuell einiges in den Griff zu bekommen: Frank Ohi, Geschäftsführer der Meißner Elblandkliniken. © Claudia Hübschmann

Wie viele Corona-Patienten werden derzeit in den Elblandkliniken behandelt? Wie hoch ist der Anteil an Erkrankten, die auf der Intensivstation liegen?

Die Zahlen der Corona-Patienten schwanken von Tag zu Tag. Am 10. Dezember haben wir insgesamt 164 Corona-Patienten, davon 17 auf der Intensivstation.

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Welche freien Kapazitäten haben Sie? Gibt es Möglichkeiten, diese auszuweiten?

Betrachten wir rein theoretisch die zur Verfügung stehenden Betten, haben wir noch freie Kapazitäten. Die knappe Ressource ist das Personal, welches die Kapazitäten insgesamt limitiert. Wir sind jetzt schon mit unserem Personal an der Grenze des Machbaren und hoffen, dass nicht weiteres Personal ausfällt. Eine große Hilfe ist die Unterstützung durch die Bundeswehrsoldaten.

Werden Corona-Patienten mittlerweile auch neben Meißen in Riesa und/oder Radebeul stationär behandelt?

In Riesa und Radebeul werden jetzt ebenfalls Normalstationen für Corona-Patienten vorgehalten. Primär versuchen wir jedoch die Covid-Patienten in Meißen zu behandeln und im nächsten Schritt würden wir in Radebeul vermehrt Covid-Patienten versorgen.

Was passiert, wenn wie im Städtischen Klinikum Dresden keine Corona-Patienten mehr aufgenommen werden können?

Wir sind an allen Standorten an der Kapazitätsgrenze, da wir nicht nur Covid-Patienten behandeln, sondern auch alle anderen Patienten mit den dazugehörigen Krankheitsbildern versorgen. Sollten wir mehr Covid-Patienten aufnehmen müssen, können wir andere Patienten nicht mehr in dem gleichen Umfang behandeln. Demnach müssen wir jeden Tag eine Balance zwischen diesen Patientengruppen finden. Sollten die Elblandkliniken keinen Patienten mehr aufnehmen können, würden Patienten über die Corona-Leitstelle in Dresden auf andere Krankenhäuser verteilt. Als Elblandkliniken mit allen drei Standorten sind wir immer verpflichtet, Notfallpatienten zu versorgen und werden dies auch immer umsetzen.

In welchen Bereichen und wie stark muss der Regelbetrieb im Elblandklinikum aufgrund der Pandemie aktuell eingeschränkt werden?

Es finden nur noch medizinisch dringend notwendige geplante Operationen statt. Die Notaufnahmen an allen drei Elblndkliniken-Standorten stehen auch in den kommenden Wochen und Monaten für akute Notfalle, z. B. nach Unfällen oder akuten Erkrankungen, wie etwa ein Schlaganfall oder Herzinfarkt, bereit.

Reichen die Test-Möglichkeiten aus?

Ja, aktuell reichen die Test-Möglichkeiten.

Wie hoch ist momentan die Rate an positiv getesteten Mitarbeitern?

Auch diese Zahlen schwanken von Tag zu Tag, denn die Inzidenz für die Region betrifft die gesamte Gesellschaft und damit auch unsere Mitarbeiter.

Welche Wünsche beziehungsweise Forderungen haben Sie an die Politik?

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Die Politik hilft uns, indem sie Maßnahmen festlegt, die die Corona-Zahlen nach unten bringen. Zudem wünschen wir uns von der Politik, dass sie uns hilft, den Betrieb der Krankenhäuser aufrecht zu halten.

Es fragte Peter Anderson.

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