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SOE: Lockerungen für Sportvereine

Ab Mittwoch ist wieder einiges möglich. Was in der Region genau gilt, erklärt ein Profi.

Paul Leiteritz leitet als Geschäftsführer den größten Sportverein im Landkreis, den SC Freital.
Paul Leiteritz leitet als Geschäftsführer den größten Sportverein im Landkreis, den SC Freital. © Egbert Kamprath

Auf diesen Tag haben die Sportvereine im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lange warten müssen. Ab Mittwoch ist es nun so weit. Mit dem Rückgang der Inzidenz kehrt auch ein Stück Normalität zurück. Die Nachwuchssportler, die bisher nur in Fünfergruppen trainieren konnten, können sich ab dem 2. Juni wieder in größeren Gruppen treffen. Die neue Obergrenze liegt bei 20, sagt Paul Leiteritz, Geschäftsführer des SC Freital. Dieser hat knapp 1.300 Mitglieder, die in zwölf Sportarten trainieren. Der Verein gilt als größter Sportverein im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Beginnen kann das Training auf den Sportplätzen aber nur, wenn auch der jeweilige Übungsleiter nachweislich nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. "Jeder Erwachsene, der an einer Übung oder einem Spiel teilnimmt, muss getestet sein", erläutert der Geschäftsführer Leiteritz.

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Es treten noch weitere Veränderungen in Kraft, erklärt Stephan Klingbeil, Sprecher des Kreissportbundes Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Verband vertritt die Interessen von über 310 Vereinen mit mehr als 41.800 Mitgliedern und vier Kreisfachverbänden. Grundlage für die neuen Regelungen ist die neue sächsische Corona-Verordnung, die nun gilt, da die Sieben-Tage-Inzidenz an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen im Landkreis unter der 100er-Marke gelegen hat.

Können Erwachsene sich zum Training auf Sportplätzen treffen?

Ja. Auf Außensportanlagen ist ab Mittwoch sogenannter Kontaktsport wie Fußball mit bis zu 30 Personen wieder erlaubt, sagt Klingbeil. Gerade für die Fußballer beim SC Freital sei das eine gute Nachricht, sagt Geschäftsführer Paul Leiteritz. Denn in wenigen Tagen wird die erste Mannschaft gegen Budissa Bautzen um den Aufstieg in die Oberliga spielen. Das Spiel soll voraussichtlich am 26. Juni stattfinden.

Was ist bei den Treffen auf den Sportplätzen zu beachten?

Jeder Teilnehmer muss grundsätzlich einen tagesaktuellen negativen Covid-19-Test vorweisen können. Die Testpflicht gilt nicht für Sportler mit vollständigem Impfschutz und Genesene. Beim SC Freital ist man darauf gut vorbereitet. "Die Testsets werden von uns zur Verfügung gestellt", sagt Geschäftsführer Leiteritz. Hier komme dem Verein die Kooperation mit den Technischen Werken Freital und mit dem Freizeitzentrum Hains zugute, wo es bereits ein Testzentrum gibt.

Ist Vereinssport auch in den Turnhallen möglich?

Im Prinzip ja. Erlaubt ist demnach kontaktfreier Sport. Auch hier können sich bis zu 30 Kinder, Jugendliche und Erwachsene treffen. Allerdings sind Testnachweise zu erbringen, sagt Klingbeil. Davon befreit sind vollständig Geimpfte und unter bestimmten Voraussetzungen auch symptomfreie Covid-19-Genesene. Zudem muss der Verein ein Lüftungskonzept vorweisen können, das auch umgesetzt wird. Der Verein bzw. die Sportler müssen einen Verantwortlichen bestimmen, der dieses auch durchsetzt.

Welche Sportarten sind in den Hallen möglich?

Einiges: Handballer könnten mit dem Einhalten der Mindestabstände von 1,50 Metern den Torwurf in der Halle trainieren. Partien im Badminton-Einzel in Turnhallen wären beispielsweise ebenfalls möglich. "Badminton- oder Tennis-Doppel zählen hingegen zum Kontaktsport und wären noch nicht gestattet", erläutert Klingbeil einige Beispiele.

Müssen in den Hallen Masken getragen werden?

Während des Sports in Sportstätten von Schulen brauchen keine medizinischen Masken getragen werden, vor und nach dem Sport jedoch schon. "Beim Training in Sporthallen muss der Mindestabstand eingehalten werden", so Klingbeil. Außerdem erklärt das Landratsamt in seinen Regeln für kreiseigene Sportstätten noch weiter: Toiletten, Waschräume, Umkleideraume und Duschen können in den Gebäuden unter Einhaltung der Hygieneregeln und des Mindestabstandes genutzt werden.

Stehen Änderungen für den Sport in den Hallen an?

Fallen die Inzidenzwerte unter die 50, sind weitere Lockerungen angedacht. "Dann wäre etwa Kontaktsport im Innenbereich mit bestimmten Auflagen möglich", so Klingbeil.

Müssen die Daten der Sportler erfasst werden?

Ja. Das gilt für jedes Training. Um nachzuverfolgen, wer am Training teilgenommen hat, müssen die Beteiligten ihre Daten hinterlassen.

Können Bäder und Tanzschulen öffnen?

Im Prinzip ja. Aber es gibt Unterschiede. Freibäder können für tagesaktuell negativ getestete Besucher öffnen, Hallenbäder können nur für den Schwimmunterricht genutzt werden. "Tanzschulen können – ebenfalls unter Einhaltung der Hygieneregeln – beispielsweise mehr als nur Einzelunterricht anbieten", so Klingbeil.

Welche Sportarten müssen mit dem Training noch warten?

Konkret will Stephan Klingbeil keine nennen. "Egal ob Fußball, Leichtathletik oder Hockey. Es zählt, was am Ende tatsächlich auf dem Trainingsplatz gemacht wird", erklärt er. In den Hallen ist nur kontaktfreier Sport erlaubt. "So wäre zum Beispiel ein Fußballspiel auf einem Sportplatz möglich. Ein Handballspiel in der Sporthalle jedoch noch nicht", erklärt er.

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Tipps gibt es beim Landessportbund. Aber auch der Kreissportbund kann helfen. "Wir bekommen täglich Anfragen von Vereinen dazu, was im Sport möglich ist und was nicht", sagt Klingbeil. Sein Verein unterstützt die Mitglieder mit Hinweisen auf seiner Homepage und seinen weiteren Informationskanälen sowie telefonisch.

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