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Geschenke-Verzicht im Corona-Lockdown?

Ab Montag haben wieder viele Geschäfte geschlossen. Was das für den Gabentisch an Heiligabend bedeuten kann. Unsere neue Lockdown-Kolumne.

Die Geschenkemenge zu Weihnachten könnte in diesem Jahr deutlich reduziert sein.
Die Geschenkemenge zu Weihnachten könnte in diesem Jahr deutlich reduziert sein. © Malte Christians/dpa/picture alliance

Dresden. Das wird wohl nichts mehr in diesem Jahr. Ab Montag haben die meisten Geschäfte geschlossen, es bleiben nur noch wenige Tage für den Geschenke-Einkauf. Spätestens am Sonnabend könnte es klappen. Doch so denken sicherlich Hunderte oder gar Tausende Weihnachtsmänner und -frauen. Sie alle haben jetzt Stress, denn der verschärfte Lockdown kappt die Zeit für diese Aufgabe um mehr als eine Woche.

Diesen Stress habe ich schon empfunden, als am Dienstag klar wurde, was auf Sachsen zukommt. Nun wissen wir es also und nach den Beschränkungen für Weihnachts-Besuche wissen wir jetzt - auch das Schenken wird in diesem Jahr schwieriger, als es ohnehin schon immer war.

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Jetzt schlägt endgültig die Stunde des Online-Handels, doch zwei Ersatzteilbestellungen in den vergangenen zwei Wochen haben mir gezeigt: Schon jetzt kommen die Lieferungen deutlich später an, als die Verkäufer angeben. Ich war offenbar nicht der einzige, der im Internet bestellt hat.

Im Gegenteil, schon jetzt hat die Zahl der Kunden dort deutlich zugenommen. Anders als die Zahl derjenigen, die von Berufs wegen Weihnachtsmänner und -frauen sind und die ganzen Sendungen verpacken, versenden und am Ende ausliefern müssen.

Schon das macht den Weihnachtsgeschenke-Einkauf im Internet zu einem Glücksspiel. Niemand kann genau sagen, wie die Lieferzeiten jetzt nach der Lockdown-Ankündigung zunehmen. Dazu kommt: Ich habe mir eigentlich fest vorgenommen, lokal zu kaufen. Also in kleineren Läden in der Dresdner Neustadt oder wenigstens in den Einkaufscentern im Stadtzentrum. Vor allem aber in solchen Läden, die ich kenne und mag.

Es wird also ein Weihnachtsfest, das doppelt anders ist als in den vergangenen Jahren. Vieles fällt aus oder findet allerhöchstens in arg reduziertem Umfang statt. Und nun kommt auch noch dazu, dass die Besorgung der Geschenke nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Also gibt es am Ende weniger oder im schlimmsten Fall keine Geschenke.

Das ist schade, schließlich freue ich mich selbst auch über die eine oder andere Überraschung. Viel muss es nicht sein, aber gut ausgewählt und bestenfalls hier gekauft. Genau das braucht mehr Zeit, als uns jetzt noch bleibt.

Weihnachten 2020 wird also noch mehr reduziert. Zuerst waren nur kleine Treffen erlaubt, jetzt werden es auch höchstens kleine Geschenke. Ich versuche, das gut zu finden. Downsizing heißt das Neudeutsch, die Größe verkleinern. Wann, wenn nicht in diesem Jahr, kann das gelingen? Ich versuche, Weihnachten als das zu verstehen, was es wirklich ist: eine Zeit für Besinnung. Das ist ein guter Grund, um sich auf die (unfreiwillig) stillen Tage in zwei Wochen besonders zu freuen.

An dieser Stelle schreiben Redakteure der Dresdner Stadtredaktion aus ganz persönlicher Sicht über Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag im Lockdown.

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